Deutschlands schäbige Iranpolitik

Während die USA wieder Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängen und versuchen, die gefährliche Reichweite ihrer Vertreter zu begrenzen, ist Deutschland zur Verteidigung Teherans angetreten. 

Ein Kommentar von Yigal Carmon, 12. Juni 2018

Wenn man von irgendeinem Land der Welt erwarten könnte, dass es sich gegenüber jedem, der die Vernichtung Israels fordert, äußerst zurückhaltend verhält, dann wäre es Deutschland, ungeachtet aller mildernden Umstände – [seien sie] wirtschaftlicher, politischer oder sonstiger Natur. Die Bundesrepublik hätte sich von jeder bedeutsamen Bindung zur islamischen Republik Iran, deren mörderisches Regime Israel zu vernichten droht, distanzieren sollen.

Deutschland hätte als erstes Land … Barack Obama sagen sollen, dass totalitäre Regime wie [z.B.] das deutsche Nazi-Regime völlig inakzeptabel sind und ihnen jede Legitimität abgesprochen werden sollte, insbesondere wenn es um einen Atomdeal mit ihnen geht. Die Vergangenheit Deutschlands hätte es gebieten müssen, dass es öffentlich die moralische Führung übernimmt bei der Förderung eines Regimewechsels im Umgang mit einem totalitären Regime wie dem Iran. Die Realität zeigt tragischerweise das Gegenteil. … Deutschland … hat seine Augen verschlossen gegenüber den offenkundigen Menschenrechtsverletzungen im Iran und gegenüber der Terrorisierung und Ermordung ihrer eigenen Bürger. Iran ist nebst Russland freilich ein wichtiger Partner bei der größten humanitären Katastrophe des 21. Jahrhunderts: der Ermordung und Vertreibung von Millionen von Syrern durch das Assad-Regime.

Die Umkehrung der von Obama untergeschobenen Iran-Politik durch die Trump-Regierung hat Deutschland die einmaligen Gelegenheit gegeben, seine erklärten Werte zurückzugewinnen. Aber das Gegenteil ist passiert: Deutschland legitimiert den Iran und setzt sich sogar für ihn ein.

Ungeachtet der Beweggründe Deutschlands ist dies der Moment für Deutschland, um nationale Führung und Verantwortung zu demonstrieren, die über belanglose Überlegungen hinausgeht … und eine Politik auf seine moralischen Werte aufzubauen. Wenn es dazu käme, könnte Deutschland die Iran-Frage von anderen Themen isolieren und als wahres globales Leuchtfeuer der Moralpolitik dienen. Es gibt andere Wege, seine [anderen] Probleme mit den USA zu lösen und in wirtschaftlichen Fragen sogar eine durchsetzungsfähige Position gegen Donald Trump einzunehmen. Leider herrscht in Deutschlands großer Koalition und den Oppositionsparteien Einigkeit in der Verteidigung des Irans gegen die USA.

Originalartikel: Germany’s Sordid Iran Policy

Übersetzung: faehrtensuche

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Ein beispielloses Angebot an den Iran

In einem von der Botschaft des Staates Israel mit Datum von heute (11.06.2018) veröffentlichten Video wendet sich der israelische Premierminister Netanyahu an das iranische Volk:

„Heute mache ich dem Iran ein beispielloses Angebot. Es hat mit Wasser zu tun. Die Menschen im Iran sind Opfer eines grausamen und tyrannischen Regimes, das ihnen lebenswichtiges Wasser vorenthält. Israel steht den Menschen im Iran zur Seite. Und deshalb möchte ich helfen, das Leben zahlloser Iraner zu retten.

Und zwar so:

Irans meteorologische Organisation gibt an, dass fast 96% der Iraner in irgendeiner Weise unter Dürre leiden. Issa Kalantari, ein ehemaliger iranischer Landwirtschaftsminister, sagte, dass 50 Millionen Iraner wegen Umweltschäden aus ihren Häusern vertrieben werden könnten. 50 Millionen! Millionen iranischer Kinder leiden wegen Misswirtschaft und Inkompetenz und dem Diebstahl lebenswichtiger Ressourcen durch das iranische Regime.

Nun, auch Israel kennt Wasser-Engpässe. Wir haben innovative Technologie entwickelt, um damit umzugehen. Israel bereitet fast 90% seines Abwassers wieder auf. Das ist weit mehr als jedes andere Land der Welt. Wir haben Tröpfchenbewässerung erfunden. Unsere Technologie zielt auf die einzelne Pflanze und die genaue Dosierung an Nährstoffen jeder individuellen Pflanze.

Israel hat das Knowhow, um eine Umweltkatastrophe im Iran zu verhindern. Ich möchte dieses Wissen mit den Menschen im Iran teilen. Leider erlaubt es der Iran Israelis nicht, zu Besuch zu kommen, deshalb müssen wir kreativ sein.

Wir werden eine Website auf Farsi starten mit genauen Plänen, wie Iraner ihr Abwasser recyclen können. Wir werden iranischen Bauern zeigen, wie sie ihre Ernten retten und ihre Familien ernähren können.“

Newsletter der Botschaft des Staates Israel, 11.06.2018

Sondernewsletter der Botschaft des Staates Israel: Die Lage an der Grenze zum Gazastreifen

– Am 18. Mai 2018 wurde die 28. Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats (UNHRC) einberufen, auf der – wieder einmal (!!!) – Israels Vorgehen während der Protestaktionen am Gazastreifen verurteilt wurde. Die Botschaft des Staates Israel hat umfangreiche Fakten und Hintergründe zum „Großen Marsch der Rückkehr“ in einem Dossier zusammengestellt, welches unter dem nachfolgenden Link abgerufen und heruntergeladen werden kann.

Hintergrunddossier der Botschaft zum „Großen Marsch der Rückkehr“

– Die Ständige Vertreterin Israels bei den Vereinten Nationen in Genf, Botschafterin Aviva Raz Shechter, hat auf der Sitzung eine Stellungnahme abgegeben, die man unter dem Link

Die Ständige Vertreterin Israels bei den UN in Genf bei der Sondersitzung des UNHRC

nachlesen kann.

– Das Video „Über die Rolle der Hamas bei Gaza-Ausschreitungen“ (mit deutschen Untertiteln) stelle ich am Schluss ein.

In dem Video berichtet ein Randalierer, der bei den Protestaktionen in Israel eindrungen, aber von israelischen Sicherheitskräften aufgehalten worden war, über die Bemühungen der Hamas, Terrorangriffe auszuführen und gewalttätige Ausschreitungen zu schüren. Er sagt:

„Es ist die Hamas, die uns Facebook- und Text-Nachrichten schickt und uns sagt, wohin wir gehen sollen. Und in den Moscheen rufen sie auf und schicken uns Flugblätter, die uns auffordern, zum Zaun zu gehen.

Sie kontrollieren den Gazastreifen und alles, was dort geschieht, geht durch sie. Die Hamas organisiert diese Aufstände, damit die Menschen keine Revolution starten. Die Hamas sagt sich, besser, als dass die Leute eine Revolution starten und sich gegen uns wenden, schicken wir sie zum Zaun, damit sie dort frei „revoltieren“ können.

Wenn es Strom gibt, sind die Fernseher an und senden: ‚Großer Rückkehrmarsch, marschiert, marschiert, geht marschieren und randalieren.‘ Manche gehen zu den Ausschreitungen und manche nicht. Sie besorgen Busse, die von Schujayya aus losfahren und dann warten sie bei den Moscheen. Sie sagen den Frauen, dass sie nach vorne gehen sollen (in die erste Reihe der Ausschreitungen): ‚Du bist eine Frau, geh nach vorne, die Armee schießt nicht auf Frauen.‘ Sie sagen kleinen Kindern, dass sie nach vorne gehen sollen: ‚Die Armee schießt nicht auf kleine Kinder.‘ Sie sagen dem Kind, dass es nach vorne gehen soll und er tut es. Sie tricksen ihn aus. Sie haben ein Komitee gegründet, das für den Marsch verantwortlich ist und den Leuten sagt, wohin sie gehen sollen.

Die Leute werden müde und haben die Nase voll und ich bin einer davon.“

Lese-Empfehlung: Ulrich W. Sahm, Wie weit werden die Mullahs in Teheran gehen?

eine Analyse von Ulrich W. Sahm JERUSALEM, 22.05.2018 – Der aufgeheizte Konflikt zwischen Israel und Iran hat die Angst vor einem nahöstlichen „Flächenbrand“ entfacht. Um das vermeintlich plötzliche Aufflammen eines militärischen Zusammenstoßes zu verstehen, und um vielleicht vorherzusehen, wie das weitergeht, muss man die Hintergründe begreifen. Israel – Erzfeind der Mullahs Beide Länder haben seit…

über Wie weit werden die Mullahs in Teheran gehen? — Fokus Jerusalem

Shavuot

  • beginnt an diesem Abend (19. Mai) mit Sonnenuntergang und endet am Abend des 21. Mai.

  • folgt im Anschluss an den heutigen Shabbat. Deswegen sei auch dieser „am Rande“ besonders hervorgehoben. Die Frage, die sich heute stellt, ist die, warum das Volk Israel die Tora ausgerechnet in der Wüste erhielt. Rabbiner Salomon Almekias-Siegl gibt Antwort.

  • ist kein jüdisches Pfingsten, wie Günther B. Ginzel in seinem Beitrag in der Jüdischen Allgemeinen darstellt (auch dann nicht, wenn Shavuot und Pfingsten wie in diesem Jahr auf ein Datum fallen!)! Ups!

  • ist eines der drei im Judentum gefeierten Wallfahrtsfeste oder Pilgerfeste. Wer kennt die die beiden anderen? (Nachschauen?)

  • ist ein religiöses Fest. Viele Menschen bleiben die ganze Nacht wach und lesen die Thora. Bei den Lesungen darf das Buch Ruth nicht vergessen werden. Hier findet sich das ganze Buch Ruth in „bildlicher Sprache“!

  • ist die Gelegenheit, möglichst viele milchige Speisen zu sich zu nehmen. Eine Möglichkeit wäre z.B. ein leckerer Käsekuchen (mit Schokolade! 🙂 ) nach einem Rezept von Tom Franz! (Abschweifung: Anlässlich des 70. Geburtstags von Israel war Tom zu Gast bei zibb.)

  • darf man auch singen und tanzen! Beispiel gefällig? Findet sich weiter unten! Immer wieder „schön“! 🙂

  • Für die, die dem Jazz besonders verbunden sind, können sich in „Musikalische Traktoristen“ einige Anregungen holen, was an Shavuot „alles auf dem Plattenteller liegt“.

  • Zum Abschluss noch Nachrichten in Kürze: Kurz gemeldet!

CHAG SAMEACH! EIN FROHES FEST!