Zur Amtseinführung Donald J. Trumps

„Die ‚dummen‘ Leute, die ihn gewählt haben, sind jedenfalls klug genug, um zu erkennen, dass die Polit-Profis versagt haben – auf der großen Bühne der Weltpolitik, von der Ukraine bis Syrien, und auf den kleinen Bühnen von North Dakota bis West Virginia, wo der von Obama versprochene Wohlstand nicht eingetroffen ist. Also geben sie einem Amateur die Chance zu zeigen, dass er es besser kann. So vernünftig kann Politik sein.“

Henryk M. Broder, Give Trump A Chance!

75 Jahre Wannsee-Konferenz

20. JANUAR 1942

„Es ist kurz vor zwölf Uhr am 20. Januar 1942, als im Speisesaal des Gästehauses der ehemaligen Villa Marlier am Wannsee 15 Männer zusammenkommen. […]

Die Konferenz am Wannsee dauert nur etwa anderthalb Stunden. Die Teilnehmer streiten nicht, diskutieren kaum. Sie sind sich einig, das Richtige und Notwendige zu tun. Nachdem sie festgelegt haben, wie der Holocaust abzulaufen habe, setzen sie sich zu Tisch.“

Nils Sandrisser, Planung des Grauens

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„Ein vorrangiges Ziel der Zusammenkunft war die Einbindung der vertretenen Institutionen in die Planung und technisch-organisatorische Umsetzung des Völkermords. Dieser war zum Zeitpunkt der Konferenz bereits in vollem Gang.“ [Unter nachfolgendem Link sind auch alle 15 Teilnehmer namentlich aufgeführt.]

Arnuld Scriba, Deutsches Historisches Museum, Berlin

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„Im Januar 2006 hat die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz eine neue ständige Ausstellung eröffnet.“

Haus der Wannseekonferenz, Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden

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Zufall? Von 30 existierenden Exemplaren des Protokolls ist nur eins erhalten geblieben! Interessant, dass genau dieses eine Exemplar (Nr. 16) an einen Mann namens Martin Luther verschickt wurde, seines Zeichens „Unterstaatssekretär und Vertreter des Auswärtigen Amtes bei der Konferenz“. Sven Kellerhoff berichtet interessante Details zum Fund!

Sven Kellerhoff, „Durchführung der Endlösung“ – der Protokollfund

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Erschreckend: „Die bundesdeutsche Justiz erhob niemals Anklage wegen der Wannsee-Konferenz. Die Staatsanwaltschaft Ulm stellte 1962 ihre Ermittlungen gegen Gerhard Klopfer ein, der als Ministerialdirektor der Partei-Kanzlei der Einladung Heydrichs gefolgt war. Klopfer, der nach dem Kriegsende als Rechtsanwalt arbeitete, starb als letzter Teilnehmer der Wannsee-Konferenz 1987. Der Nachruf rühmte „sein Wirken zum Wohle aller, die in seinem Einflussbereich waren“. Fünf Jahre später eröffnete nach langen politischen Kontroversen am historischen Ort eine Gedenk- und Bildungsstätte .“ [Hervorhebung faehrtensuche]

Andreas Mix, Wie die Nazi-Spitze den Judenmord vorantrieb

New York – 1. Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump

in Deutsch und in voller Länge!

Auf das Video aufmerksam geworden bin ich durch Herrn Mersmann – vielen Dank!

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Die Medien des Mainstreams überschlagen sich bereits, verschieben Bedeutungen, entkontextualisieren Gesagtes, wissen schon wieder ganz genau Bescheid.

Diejenigen, die in der Wahlnacht  vom Ergebnis völlig überrascht wurden und die, man muss das ganz deutlich und groß schreiben, KEINERLEI KONTAKT ZUM LAGER TRUMPS HATTEN, die maßen sich jetzt wieder ein Wissen an, über das sie faktisch gar nicht verfügen können.“ […]

Aus: Gert Ewen Ungar, Trumps erste Pressekonferenz

Mahmoud Abbas …

… wurde im Jahr 2005 mit Datum von heute, dem 9. Januar, für eine vierjährige Amtszeit zum Präsidenten der Palästinensischen Autonomiegebiete gewählt. Seitdem fand keine weitere Wahl statt. Von seinen bisher 12 Jahren Amtszeit ist er also acht Jahre illegal im Amt.

„Er ist wie alle arabischen Herrscher: Zuerst klebt er seinen Hintern an seinen Stuhl, und dann bleibt er ewig!“

(Die Studentin Safad Masal, im Jahr 2015)

Er klebt noch immer! … – Aber er wird nicht ewig bleiben! …

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Nachtrag (gefunden bei Elder of Ziyon)

Elder of Ziyon schreibt:

Heute ist der Beginn des 13-ten Jahres der vierjährigen Amtszeit von Mahmoud Abbas

Mahmoud Abbas wurde am 9. Januar 2005 für eine Amtszeit von vier Jahren zum Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde gewählt.

In derselben Woche töteten Terroristen der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden der Fatah, die Abbas unterstehen, sechs israelische Zivilisten an der Karni-Kreuzung nach Gaza.

Aber Abbas wurde als ein Mann des Friedens gefeiert.

Im Jahr 2006, ein Jahr nach Beginn seiner Amtszeit, gab Abbas bekannt, dass er nicht danach trachten würde, nach Ablauf seiner Amtszeit im Jahr 2009 der Anführer der Palästinenser zu bleiben.

Im Jahr 2007 töteten Fatah-Terroristen drei Zivilisten in einer Bäckerei in Eilat.

Aber Abbas wurde als ein Mann des Friedens gefeiert.

Im Jahr 2009 gab Abbas bekannt, dass er seine Amtszeit auf ein zusätzliches Jahr ausdehnen würde, in einem sehr umstrittenen Schritt in palästinensischen Justizkreisen.

Aber er wurde immer noch als ein Mann des Friedens gefeiert.

Bis zum Jahr 2010 hat sich Abbas nicht einmal die Mühe gemacht so zu tun, als ob der die Erlaubnis hätte, seine Amtszeit legal auszudehnen – er tat es einfach. Und er ist acht Jahre nach seiner Amtszeit und acht Jahre nach seiner Zusage zurückzutreten Präsident geblieben.

In dieser Zeit hat er seinen Einfluss auf die PLO [Palästinensische Befreiungsorganisation], die PA [Palästinensiche Autonomie] und die Fatah gefestigt, indem er seine Feinde vertrieben hat und für alle Entschlüsse und Ziele ein Diktator geworden ist. Er hat Gewalt direkt und indirekt durch seine Medien und Schulen gefördert. Er hat Terroristen gefeiert, sie als Helden behandelt und die Toten als Märtyrer bezeichnet.

Aber er wird noch immer als ein Mann des Friedens gefeiert, von einer Welt, die einfach bei den grundlegenden Fakten seiner Karriere wegschaut.

Übersetzung und Hervorhebungem im Text: faehrtensuche

Ayaan Hirsi Ali, Kultur spielt eine Rolle

Kultur spielt eine Rolle. Kultur ist die primäre Quelle sozialen Fortschritts oder Rückschritts. Nirgendwo sehen wir es deutlicher als am Status der Frauen.

Die jüdisch-christliche Kultur – und vielleicht ist Zivilisation ein passenderes Wort – hat im Laufe der Zeit die Gesetzeslage, die Sprache und materielles Wohlergehen hergestellt, die den Status der Frauen stark verbessert haben. Aber dieser Fortschritt wird nicht überall geteilt. Es gibt noch immer Hunderte von Millionen Menschen, die in einer Kultur leben, beispielsweise der islamischen, die weibliche Minderwertigkeit als selbstverständlich ansieht. Bis vor kurzem waren diese Kulturen, die westliche und die islamische, getrennt. Aber das beginnt sich zu verändern – und zwar dramatisch! Eine große Anzahl männlicher Immigranten aus dem Nahen Osten, Südafrika und verschiedenen Teilen Afrikas haben eine andere Besiedlung des Westens erbracht, besonders in Europa. Allein im Jahr 2015 kamen mehr als eine Million an, weitere sind auf dem Weg. Dadurch haben Verbrechen gegen Mädchen und Frauen – Begrapschen, Belästigungen, Angriffe und Vergewaltigungen – stark zugenommen. Diese Verbrechen illustrieren den großen Unterschied zwischen der westlichen Kultur der Opfer und die der Täter.

Lassen Sie es mich klar sagen: Nicht alle Muslime oder nicht die meisten ergehen sich in sexuellen Angriffen oder heißen sexuelle Angriffe gut, aber es ist ein schwerer Fehler zu verleugnen, dass das Wertesystem der Angreifer sich radikal von dem Wertesystem des Westens unterscheidet. Im Westen sind die Frauen emanzipiert, sexuell autonom; religiöses und sexuelles Verhalten wird von individuellen Wünschen bestimmt. In dem anderen Wertesystem werden Frauen entweder als Ware betrachtet, sprich, ihr Wert ist abhängig von ihrer Jungfräulichkeit, oder sie wird als Prostituierte angesehen, wenn sie öffentlicher Unanständigkeit für schuldig befunden wird wie z.B. durch das Tragen eines kurzen Rockes.

Ich glaube nicht daran, dass diese verschiedenen Überzeugungen koexistieren können.

Die Frage ist: Welches Wertesystem wird sich durchsetzen? Leider bleibt das eine offene Frage. Die gegenwärtige Situation in Europa ist äußerst beunruhigend. Nicht nur muslimische Frauen sind innerhalb Europas Objekt einer erheblichen Unterdrückung in vielfacher Weise ausgesetzt, diese Normen drohen sich nun auch auf nicht-muslimische Frauen zu verbreiten, die mit Belästigungen durch muslimische Männer konfrontiert werden. Man würde annehmen, dass westliche Feministinnen in den Vereinigten Staaten und in Europa sehr verstört über diese offensichtliche Frauenfeindlichkeit wären, aber traurigerweise, bis auf wenige Ausnahmen, scheint das nicht der Fall zu sein.

Verbreitet unter vielen westlichen Feministinnen ist eine Art modellhafter Verwirrung, in der gesagt wird, Frauen seien überall unterdrückt und diese Unterdrückung – [um es] mit den Worten der Feministin Eve Enslers [zu sagen] – sei überall auf der Welt die gleiche, im Westen ebenso wie in Pakistan, Saudi-Arabien und Iran. Für mich weist das auf zu viel moralischen Relativismus hin und auf ein inadäquates Verständnis der Gesetze der Scharia. Es ist wahr, dass die Situation für Frauen im Westen nicht perfekt ist. Aber kann irgendjemand wirklich leugnen, dass Frauen in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Finnland größere Freiheit und Möglichkeiten haben als im Iran, Pakistan oder Saudi-Arabien? Andere Feministinnen haben auch argumentiert, dass nicht-westliche Frauen keine „Rettung“ brauchen und dass jeder Vorschlag, sie benötigten Hilfe von westlichen Frauen, beleidigend und herablassend für nicht-westliche Frauen sei.

Meine Sichtweise ist eine praktische. Alle Bemühungen, muslimischen Frauen – ob sie nun im Westen oder unter islamischer Regierung leben – zu helfen, sollten gefördert werden. Jeder Versuch, diese Regierungen unter Druck zu setzen, ungerechte Gesetze zu ändern, sollte unterstützt werden. Westliche Feministinnen und weibliche westliche Führungspersonen haben eine einfache Wahl zu treffen: Entweder das Unentschuldbare zu entschuldigen oder in jenen Kulturen und Religionslehren, die weiterhin Frauen unterdrücken, Reformen einzufordern. Nichts verdeutlicht das besser als das, was in Köln, Deutschland, am Neujahrsabend 2015 passiert ist. Nach dem letzten Stand haben 467 Frauen berichtet, von Männern aus Nordafrika oder arabischer Herkunft sexuell belästigt oder angegriffen worden zu sein. Innerhalb von zwei Monaten sind 73 Verdächtige identifiziert worden, davon die meisten aus Nordafrika. 12 von ihnen wurden mit sexuellen Verbrechen in Verbindung gebracht. Als Reaktion hat Kölns Bürgermeisterin Henriette Reker eine Richtlinie für Frauen herausgegeben: Halte nur „eine Armlänge“ Abstand ein zwischen dir und einem Mob arabischer Männer und dir wird’s gutgehen! Die Kommentare der Bürgermeisterin unterstreichen die Ernsthaftigkeit des Problems.

Ein Kulturkampf ist angebrochen. Der erste Schritt, ihn zu lösen, besteht darin, unverfroren die Werte zu verteidigen, die es Frauen möglich machte, aufzublühen. Feministinnen mit ihren Organisationen, Netzwerken und Lobbyarbeit stehen an der Front dieses Kampfes. Auf ihre Relevanz kommt es an. Und so verhält es sich mit dem Wohlergehen zahlloser Frauen, westlicher und nicht-westlicher.

Mein Name ist Ayaan Hirsi Ali von der Havard University für die Prager Universität.“

Rede vom 27.06.2016, nachzuhören hier (Englisch).

Übersetzung: faehrtensuche