Solidarität mit Israel???

Raketenalarm im Sekundentakt. Schulkinder in Todesangst. Eine Million Menschen fliehen in Bunker. Raketen schlagen zwischen fahrenden Autos ein. Überall Explosionen. Sirenen heulen ununterbrochen.

Palästinensische Terroristen haben gestern erneut Israel angegriffen.

Und was macht die EU? Solidarität mit dem bedrängten Land zeigen? Ganz im Gegenteil: Sie versetzt dem einzigen demokratischen Staat der Region einen weiteren Faustschlag!

Der Europäische Gerichtshof bestätigt, was die EU schon seit 2015 forciert: eine Ächtung israelischer Produkte, indem eine spezielle Kennzeichnung Pflicht wird, wenn sie von Siedlungen aus dem Westjordanland stammen.

Bezeichnend: Bei weltweit über 200 weiteren umstrittenen Gebieten ist die EU weniger engagiert. Geht es am Ende (wieder einmal) nur darum, Israel an den Pranger zu stellen?

Islamisten, Linksradikale und Rechtsextreme jubeln. Es ist ihr Sieg, ihr Ansporn. Und das nur wenige Tage nach dem 9. November, der in Deutschland nicht nur Jahrestag des Mauerfalls war, sondern auch der Pogromnacht 1938, in der jüdische Geschäfte zerstört wurden und die Menschenjagd losbrach.

Eine Zwangskennzeichnung für israelische Produkte in Berlin, Nürnberg und München? Eine entsetzliche Vorstellung. Wenn deutsche Politiker ihre Reden gegen Antisemitismus auch nur halbwegs ernst meinen, müssen sie diesem EU-Irrsinn den Kampf ansagen.

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Clemens Wergin, Dieses EuGH-Urteil ist eine Schande und diskriminiert Israel

Israel unter Beschuss – mal wieder!

Die IDF hat heute Morgen bei einem Luftangriff im Gazastreifen einen palästinensischen Kommandanten des Islamischen Dschihad getötet. Die IDF sagte, Baha Abu al-Ata hätte auf Initiative des Iran einen Anschlag geplant, der unmittelbar bevorgestanden hätte. Außerdem hätte er hinter einer Reihe von Raketenangriffen der vergangenen Wochen gestanden.

Der palästinensiche Islamische Dschihad (PIJ) reagierte mit einer Flut von Raketen und löste Sirenen in der gesamten Peripherie des Gazastreifens aus, einschließlich Tel Aviv. Es wurde angeordnet, dass Schulen und nicht unbedingt lebensnotwendige Geschäfte in diesen Gebieten für den Tag geschlossen blieben. Die IDF startete am Nachmittag eine Reihe von Luftangriffen auf Ziele des palästinensischen Islamischen Dschihads.

Der Islamische Dschihad berichtete, das Haus von Aram al-Ajouri, eines führenden Mitglieds ihrer Organisation in Damaskus, sei getroffen worden. Er selbst hätte den Anschlag überlebt, aber sein Sohn sei getötet worden. Israelische Funktionäre haben sich nicht dazu geäußert.

 

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Es ist schwierig, sich in solchen Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren. Auf die Angaben der Armee muß ich mich verlassen, ich kann sie nicht überprüfen. Und auch darauf, daß Verteidigungsminister Netanyahu dem Premierminister Netanyahu richtig geraten hat (seit 11 Uhr früh ist der Job auf Naftali Bennett übergegangen), daß politische Erwägungen keine Rolle gespielt haben und nicht auf dem Rücken der Bürger Ego-Spielchen ausgetragen werden.

[…]

Aber so ist es nun wieder. Red Alert grummelt regelmäßig, alle Nachrichtensender haben Leute vor Ort, und seit die Alarme auch Tel Aviv erreicht haben, nehmen alle die Lage ernst. Ich hoffe sehr, niemand weiter kommt zu Schaden (das kleine Mädchen, das heute früh vor Schreck ohnmächtig wurde, hat immer noch Herzrhythmusstörungen und liegt auf der Intensivstation – höre ich gerade).“

Aus: Lila, Letters of Rungholt, Noch ein Durchgang

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„Immer wieder hoere ich ueber meine App Alarme an verschiedenen Orten, ploetzlich auch von Staedten deutlich noerdlich von uns. Ich entscheide, daheim zu bleiben und sage dem Arbeitgeber Bescheid.

Dann kommen die Nachrichten: In weiten Teilen des Landes sind die Schulen geschlossen und die Leute werden gebeten, nicht zur Arbeit zu fahren. Unter anderem gilt dies auch fuer den Grossraum Tel Aviv, wo ich arbeite. Also war es definitiv die richtige Entscheidung, nicht hinzufahren, zumal die Zuege auch nicht regelmaessig zu verkehren scheinen. Durch Freundinnen aus Tel Aviv hoere ich von menschenleeren Strassen und ausgestorbenen Einkaufszentren – niemand geht freiwillig raus.

Schliesslich ist auch bei uns Alarm. Immer wieder mal, im Abstand von etwa einer Stunde jeweils. Oder weniger? Keine Ahnung.“

Aus: Anima Chutzpanit, Wieder mal Raketen

Appell zum 9. November …

… von Chaim Noll:

„Ich wende mich an die deutschen Juden, an ihre Freunde in Deutschland, an die Freunde Israels, vor allem an ihre offiziellen Vertreter, den Zentralrat der Juden in Deutschland, die Gemeinde-Funktionäre und Rabbiner, an die Deutsch-Israelischen Gesellschaften, an die wenigen pro-israelischen Politiker in diesem Land: Bleiben Sie diesen unwürdigen, zutiefst verlogenen Veranstaltungen fern. Zeigen Sie der Welt, dass es in Deutschland kritische Menschen gibt, darunter auch Juden mit Rückgrat, die der hinterhältigen Nahost-Politik, der verräterischen Doppelzüngigkeit der jetzigen Bundesregierung nicht zustimmen. Zeigen Sie, dass der Arafat-Verehrer Steinmeier, derzeit Bundespräsident, nicht für Sie sprach, wenn er dem mörderischen Regime im Iran „im Namen seiner Landsleute“ zum vierzigsten Jahrestag seiner blutigen Machtergreifung gratulierte. Machen Sie deutlich, dass Außenminister Maas, als er lächelnd und nett gekleidet in der UNO-Vollversammlung saß und dort an einem einzigen Tag 16 anti-israelischen Resolutionen zustimmte, nicht Ihre Interessen vertrat, sondern die einer kleinen, unbeliebten Politiker-Kaste.

Überlassen Sie diese Feiern den deutschen Politikern, die sich dort selbst beweihräuchern werden wie jedes Jahr: ihre Toleranz und Menschenliebe, ihre gönnerische Herablassung, Juden ein Lebensrecht und dem Staat Israel ein Existenzrecht zuzugestehen. Zum Glück sind wir nicht von der Gnade dieser Politiker abhängig – es wäre glatter Selbstmord. Es ist eine Schande, ein Schmerz, wie sie die Shoah missbrauchen, um von ihrer juden- und israelfeindlichen Politik abzulenken. „Nie wieder!“. Und dabei geschieht es täglich.“

Aus: Chaim Noll, Eine Schande, ein Schmerz

Video: Iran verursacht verheerende Schäden im Nahen Osten

#Iran verursacht verheerende Schäden im Nahen Osten

– im Irak, Gazastreifen, Libanon, Syrien, Saudi-Arabien.

Jetzt beschleunigt es massiv sein Atomwaffenprogramm. Es hat Tausende Zentrifugen in einem Militärbunker in Betrieb genommen.

Die Menschen in der Region haben es satt.

Die Iraner haben es satt. „Herr Khamenei, Deine Zeit ist um. Geh weg!“

Jetzt ist es für den Rest der Welt an der Zeit, Stopp zur iranischen Aggression zu sagen.

(Botschaft des Staates Israel, 07. November 2019)

Flucht und Vertreibung nahezu aller Juden aus der arabischen Welt

Der 30. November ist der Gedenktag für die jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern und dem Iran.

Warum wird die Flucht und Vertreibung nahezu aller Juden aus der arabischen Welt fast nie thematisiert, die der Palästinenser dagegen schon?

Gute Frage, wie ich finde, auf die ein Artikel der Neue[n] Züricher Zeitung (NZZ) Antwort zu finden sucht.

Dank an die Botschaft des Staates Israel für den heutigen Tweet auf Twitter! Zum Lesen des Artikels einfach auf die Abbildung klicken!