Shavuot 5775 – Chag Sameach!

Vom 23. – 25. Mai 2015 (oder nach jüdischem Kalender 5. – 7. Siwan) feiern die Juden Shavuot, das Wochenfest.

Diejenigen, die sich einen “festlichen“ (Über-)Blick verschaffen möchten, finden diesen auf Chabad.org unter “Schawuot auf einen Blick“.

Ansonsten: Shavuot, kurz und knapp, in 60 Sekunden erklärt:

 

Nicht in 60 Sekunden zu “schaffen” bzw. zu lesen ist folgender Artikel zum Fest:

Juden feiern Schawuot

Da an Shavuot das Buch Ruth gelesen wird, darf ein Hinweis auf einen diesbezüglichen Artikel nicht fehlen, ebenfalls nicht in 60 Sekunden zu schaffen:

Goliaths Mutter

Diejenigen, für die WENIGER als 60 Sekunden MEHR ist, mögen bitte zu Yaakov Kirschens Cartoon “wandern”:

Happy Shavuot

Oder ganz “einfach” – ohne Link:

FROHES FEST! CHAG SAMEACH!

Sonnenuntergang über Europa

Yaakov Kirschen, Sunset over Europe

Dry Bones, Kirschen, Israel,Eurabia,Mediterranean, Shuldig, Doobie, Europe,

 

Hier am Strand von Tel Aviv können wir den Sonnenuntergang beobachten …

und Finsternis fällt auf den europäischen Kontinent.

 

 

Das war keine politische Stellungnahme.

Aber es könnte eine gewesen sein!

 

Yaakov Kirschen:
“Heute war ein traumhafter, warmer, schöner Tag hier in Israel. Wo wir leben, ist es nur 15 Gehminuten vom Strand entfernt. Du könntest meinen, das Beobachten der wunderschönen Sonnenuntergänge über dem Mittelmeer wäre eine herrliche unpolitische Erfahrung.
Du hättest Unrecht.”

Überlegungen zum Jerusalemtag 2015

von Vic Rosenthal in: Jerusalem Day: exercise sovereignty or lose it

Übersetzung: faehrtensuche

Mit freundlicher Genehmigung des Autors

Jerusalemtag: Übe Souveränität aus oder verlier sie!

[Vor-] Gestern war Jerusalemtag. Eine der Veranstaltungen war ein Marsch durch die Stadt zur Westmauer [Klagemauer], einschließlich des muslimischen Viertels der Altstadt. Die meisten Teilnehmer sind Jugendliche aus nationalistisch-religiösen Schulen. Es gab Beschwerden von arabischen Bewohner, dass einige der Demonstranten anti-arabischen Slogans riefen, und dass sie ihre Geschäfte schließen und im Haus bleiben mussten; und natürlich warfen einige der Araber Steine und andere Gegenstände auf die Demonstranten. Es gibt auch (wie könnte es anders sein) linke Israelis, die gegen den Marsch demonstrieren.

In diesem Jahr gab es mehrere gewalttätige Zwischenfälle. Mehrere Polizisten wurden leicht verletzt. Linke Organisationen hatten eine Petition beim Obersten Gerichtshof eingereicht, um den Marsch zu stoppen, aber das Gericht entschied, es gäbe nicht genügend Beweise, dass es ‘rassistische Hetze’ geben würde, um ein Stoppen des Marsches zu rechtfertigen.

Klar ist es eine Belästigung für die arabischen Bewohner, und es erfordert die Anwesenheit von mehreren tausend Polizisten, um Gewalt zu verhindern (um ehrlich zu sein, die Araber von der Tötung der Teilnehmer abzuhalten). Und es wird immer mindestens einen Idioten geben, der brüllt, “Tod den Arabern”, was beschämend ist. Also, warum es tun?

Weil wir uns nicht leisten können, es nicht zu tun.

Als Israel im Jahr 1967 die Altstadt eroberte, erwarteten die Araber, dass sie rausgeschmissen würden. Schließlich ist es das, was sie 1948 mit den Juden in Ostjerusalem getan haben. Das ist etwas, was ein siegreiches Volk in einem nationalen Konflikt um Landbesitz immer getan hat, sofern es die Bevölkerung nicht tötete oder versklavte. Aber das ist nicht das, was Israel getan hat. Als das israelische Gesetz 1967 auf Ost-Jerusalem ausgeweitet wurde, wurde den arabischen Einwohnern die israelische Staatsbürgerschaft angeboten. Die meisten lehnten das ab und wurden dauerhafte Einwohner, mit dem Recht bei den Kommunalwahlen zu wählen, Gesundheits- und Sozialversicherungsleistungen zu bekommen usw..

Das wichtigste Stück Grundbesitz in Ost-Jerusalem ist natürlich der Tempelberg – der heiligste Ort im Judentum, und der Standort der al-Aqsa-Moschee. Als die IDF die Kontrolle über den Tempelberg übernahm, wollte der IDF Oberrabbiner Shlomo Goren eine Synagoge bauen (er wollte nicht, wie ihm oft vorgeworfen wurde, die Moscheen zerstören und den Tempel wieder aufbauen). Aber Verteidigungsminister Moshe Dayan hatte andere Ideen: er verbot den Juden, auf dem Berg zu beten und legte die Verwaltung in die Hände des jordanischen Waqf.

Dayan dachte, seine Aktion würde die Spannung mit den Arabern reduzieren und es weniger wahrscheinlich machen, dass der Konflikt zu einem religiösen würde. Bedauerlicherweise hat er die Araber nicht sehr gut verstanden.

Die Araber waren ohne Zweifel verwirrt, aber sie zogen die entsprechenden Rückschlüsse. Wenn die Juden es ihnen erlaubten, in Ost-Jerusalem zu bleiben, ihnen alle Privilegien der Israelis gaben und sogar bereit waren, die Kontrolle über ihre eigenen heiligsten Stätten zu gefährden, konnte es dafür nur einen Grund geben: Sie sind zu schwach, um ihren Willen durchzusetzen. So war der Same für die aktuelle Situation gesät, Absurditäten eingeschlossen, z.B. israelische Polizisten, die Juden verhaften, die bei einem Besuch auf dem Berg zu sehen sind, wie sie ihre Lippen bewegen, und kreischende arabische Frauen, die Juden entgegentreten, die nur dort sein wollen.

Auf der größeren Bühne hatte die Gewährung voller Rechte für die arabischen Bewohner von Ost-Jerusalem (und die Tausende von Arabern aus Judäa/Samaria, die dorthin migriert waren) einen ähnlichen Effekt, den, lieber ihre ‘palästinensische‘ Identität zu stärken als ihnen eine israelische zu geben.

Heute ist der Konflikt sehr stark ein religiöser, mit dem Ruf ‘al Aqsa ist in Gefahr‘, dafür benutzt, um Muslime in der ganzen Welt und besonders in Jerusalem zu mobilisieren. Und indem die PLO die Schwäche des Bekenntnisses Israels zu einem geeinten Jerusalem (trotz offizieller Erklärungen) wittert, hat sie ihre [Jerusalems] Teilung zur höchsten Priorität bei ihren Forderungen gemacht. Vor Ort haben arabische Steinewerfer Teile Jerusalems in No-Go-Zonen für jüdische Autofahrer gemacht und arabische Vandalen und Ganoven entweihen Gräber auf dem Friedhof des historischen Ölbergs und verweigern Juden den Zutritt.

Besitzrecht ist neun Zehntel des Gesetzes. Fakten vor Ort setzen sich über Versprechungen auf dem Papier hinweg. Nutze es oder verliere es. Die Araber verstehen diese Dinge, aber viele verwestlichte, liberale Juden tun das nicht. Wenn Juden nicht in Ost-Jerusalem leben, wenn sie nicht durch die Altstadt gehen, wenn sie nicht auf dem Tempelberg beten, oder ihn nicht einmal besuchen – und vor allem, wenn sie diese Dinge nicht tun aus Angst vor arabischer Gewalt – wie unterscheidet sich dann die Situation von der vor 1967?

Souveränität ist wie die freie Meinungsäußerung. Wenn du sie nicht regelmäßig betreibst, wirst du nach einer Weile feststellen, dass du sie nicht mehr hast. Das ist eine wichtige Lehre nicht nur für Israelis, sondern auch für Europäer und sogar für Amerikaner. Deine Souveränität wird angegriffen. Lass sie nicht wegsickern, jeweils ein bisschen.

Jüdische Soldaten, sprich gewöhnliche israelische Juden mit Familien, die auf sie zu Hause warteten, kämpften und starben 1967 für die Souveränität über Jerusalem. Die Studenten, die gestern durch die Altstadt gingen, trugen auch ihren Teil dazu bei.

… in Erinnerung an Jerusalem!

“Wenn jemand sein Haus streicht, soll er ein kleines Stück unvollendet lassen – in Erinnerung an Jerusalem.

Wenn jemand ein Menu vorbereitet, soll er ein Teil des Menus weglassen – in Erinnerung an Jerusalem.

Wenn eine Frau all ihren Schmuck anlegt, soll sie auf ein oder zwei Stück verzichten – in Erinnerung an Jerusalem. “

Quelle
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Heute ist der Yom Yerushalayim, der Jerusalemtag. In Israel ist er staatlicher Feiertag, wird aber auch von Juden weltweit begangen. Er erinnert an den Tag der Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechstagekrieg 1967. Der bis dahin von Jordanien besetzte Ostteil Jerusalems steht seitdem wieder unter israelischer Kontrolle, erstmals seit 70 n.Chr.!

In vielen jüdischen Gemeinden wird er mit einer Reihe von Veranstaltungen begangen, z.B. mit Rezitationen des HALLEL (Lob- und Dank-Gebete) in Synagogen, mit Vorträgen über die Geschichte Jerusalems, Straßenparaden, Gesang und Tanz und – wie könnte es anders sein – mit speziellen Mahlzeiten. In Jerusalem gibt es einen öffentlichen Empfang durch den Bürgermeister, auch Gedenkfeiern an die im Sechstagekrieg ums Leben gekommenen Soldaten finden statt. “Keiner soll je vergessen sein“!

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NACHTRAG: Jerusalem: Der Medien-Mythos von zwei Städten

Stopp(t) die ausländische Untergrabung des jüdischen Staates!

Originalartikel: Stop foreign subversion of the Jewish State!

von Vic Rosenthal

Übersetzung: faehrtensuche

Mit freundlicher Genehmigung

Sind Israelis paranoid? Ein großer Teil der Welt ist darauf aus, uns zu kriegen, und ich spreche nicht über die Araber.

Tuvia Tenenbom erzählt (Catch the Jew) [Deutsches Pendant: Allein unter Juden], er sei auf seinen Reisen in Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde auf massive, europäisch-finanzierte Projekte gestoßen, die Millionen Euros kosten. Sie organisieren Propaganda-Touren (darunter eine nach Yad Vashem, in der sich alles darum dreht, inwiefern Israelis die neuen Nazis sind), zahlen für illegale arabische Bauten in Judäa/Samaria, finanzieren Lawfare* gegenüber dem Staat und dem IDF Personal, unterstützen Dutzende von NGOs, die Überstunden damit verbringen, Material zur Dämonisierung Israels herzustellen, behindern IDF-Soldaten und versuchen, Gewalt zu provozieren, bringen internationale Freiwillige dazu, als menschliche Schutzschilde in gewalttätigen Protesten gegen den Sicherheitszaun zu agieren, fördern Boykotte und Desinvestition, und – vor allem – unterstützen jene jüdischen Linksextremisten, die so wichtig sind für das übergeordnete Ziel: den jüdischen Staat Israel zu demontieren.

Ach ja, diese jüdischen Linksextremisten. Tenenbom interviewt viele von ihnen, einige gut bekannte wie Gideon Levy und Arik Aschermann und andere, von denen Sie noch nie gehört haben, wie den Reiseleiter Itamar Shapira, dessen Aufgabe es ist, die Europäer zur Erkenntnis zu bringen, inwieweit Juden ‘palästinensisches Land gestohlen haben’ und die neuen Nazis sind. Tenenbom nennt sie manchmal ‘Selbsthasser’ und manchmal ‘Narzissten’, aber ich denke, die zweite Bezeichnung ist besser. Dies sind Menschen, deren pathologische Besessenheit – es gibt keine besseren Beschreibung – es ist, sich selbst als große moralische Wesen zu präsentieren, gleichsam Heilige durch ihre einzigartige Fähigkeit, das innewohnende Böse des jüdischen Staates, in dem sie leben, wahrzunehmen und Maßnahmen dagegen zu ergreifen.

Tenenbom interviewt zahlreiche Araber, darunter Hanan Ashrawi, Jibril Rajoub, Taxifahrer, Studenten und Professoren. Alle von ihnen erscheinen sicher überzeugt zu sein von der Richtigkeit der ‘palästinensische Sache’ (sich von den Juden zu befreien) und ihrem endgültigen Erfolg. In der Tat findet er sie viel attraktiver in ihrer Geradlinigkeit – zum Beispiel in der Art und Weise, wie sie sich haarsträubende Geschichten ausdenken, um ihre Position zu unterstützen, und völlig unbeeindruckt sind, wenn ihnen gezeigt wird, dass diese falsch sind – als die antizionistischen Juden, die mit sich selbst beschäftigt, heuchlerisch, wütend, bitter und ihrem Hass erlegen sind.

Er spricht mit Haredim, Mitglieder der Knesset, Huren, Journalisten, Soldaten, etc. Aber das eine Thema, das sich wiederholt – neben dem, wie lästig die israelischen linken Intellektuellen sind – ist die Präsenz ausländischen Geldes zu zerstörerischen Zwecken.

Die Grenze zwischen Kritik an Israel und Judenhass ist eine feine, die, seitdem sie von dem anti-israelischen Establishment durchsetzt wurde, andauert. Tenenboms Buch ist anekdotisch, aber es gibt harte Beweise, zusammengetragen von der Organisation NGO Monitor, dass das anti-zionistische Projekt der Europäischen Union, ihrer Mitgliedsländer, kirchlichen Gruppen, der amerikanischen New Israel Fund und anderer ausländischen Quellen viel getan haben, um die Welle des Judenhasses und Israel-Hasses, die den Westen heute wegfegt, zu entzünden und zu befeuern. Wenn europäische Fußball-Fans singen “Juden ins Gas”, ein Verhalten, das ihre Regierungen offiziell beklagen, ist das nur Ausdruck des logischen Ergebnisses der Dämonisierung, für die diese Regierungen bezahlen.

Kürzlich wurde bekannt, dass die Gruppe Breaking the Silence [Das Schweigen brechen], die die Welt bereist und ihre übertriebenen, aus dem Textzusammenhang gerissenen, undokumentierten und klar erfundenen Geschichten über das Verhalten der IDF erzählt, tatsächlich einen Vertrag geschlossen hat, um solche ‘Erfahrungsberichte‘ bereitzustellen als Gegenleistung für Zahlungen der von der europäischen Regierung finanzierten Wohlfahrtsverbände! BTS-Berichte werden als ‘Beweise‘ für UN-Verurteilungen zur Dämonisierung Israels und zur Rechtfertigung von Maßnahmen benutzt, die die Fähigkeit zur Selbstverteidigung einschränken.

Der von den Regierungen gezeigte Grad der Verantwortungslosigkeit – oder die vielleicht durch und durch üblen Motive hinter ihrem Projekt – ist schockierend. Während der EU-Botschafter in Israel Tenenbom über die Lösung von Konflikten und Verbesserung der Lebensqualität aller Bewohner des Nahen Ostens, Juden und Muslime gleichermaßen berichtet, werden die konkreten Maßnahmen, die Europäer und Amerikaner mit ihren Steuern und Abgaben kaufen, wenn erfolgreich, die gewaltsame Zerstörung Israels sein und dessen Austausch (Ersatz) durch eine arabische muslimische Einheit.

Obwohl wir wenig tun können, die Verbreitung von antijüdischer und antiisraelischer Propaganda im Westen zu verhindern, haben wir in Israel immer noch die Möglichkeit, den überall vorhandenen anti-staatlichen Gruppen, die hier arbeiten, Zügel anzulegen.

Natürlich opponiert die Linke in Israel, von denen viele für ihren Lebensunterhalt von ausländischem Geld abhängig sind, gegen jede solche Maßnahme als “antidemokratisch” und behauptet, es schränke die Redefreiheit ein. Aber ich begreife nicht, wie ‘Demokratie’ sich ausdehnt auf einladende feindliche ausländische Elemente, die in unserem Land arbeiten und heimische Verräter bezahlen, um es zu untergraben.

Israels neue Justizministerin, Ayelet Shaked, hat die Kontrolle über ausländisches Geld zu einer ihrer höchsten Prioritäten gemacht. Dies ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum sie brutal angegriffen wurde mit erfundenen Anschuldigungen des Rassismus und der Unterstützung für Völkermord (sowie rohen sexistischen Beleidigungen). Als Folge von Morddrohungen war es notwendig, sie mit Bodyguards zu versorgen. Sogar ihr eingeschworener politischer Gegner, Zahava Galon der linken Meretz-Partei, fand es angebracht, Shaked vor dem Schlamm, mit dem sie beworfen wurde, zu schützen.

Es wurden bereits Versuche unternommen, der ausländischen Finanzierung für linke NGOs Grenzen zu setzen, die von den Linken hart abgelehnt (und behindert) wurden. Im Jahr 2011 wurde ein Gesetz verabschiedet, dass NGOs in Israel aufforderte, von Spenden aus dem Ausland zu berichten, aber die Durchsetzung ist verwaschen.

Ich bin zuversichtlich, dass die neue Regierung ein Gesetz stark unterstützen wird, um diese Praxis zu kontrollieren und den Zugang ausländischer Aktivisten in das Land zu begrenzen. Welches andere Land der Welt würde das erlauben?

Wir müssen es nicht. Lasst uns den Geldfluss stoppen und ausländische Saboteure ‘rausschmeißen.

*Lawfare: Gebrauch des Gesetzes als eine Kriegswaffe

Die Links im Text sind aus dem Original übernommen.