Der israelisch-palästinensische Konflikt – Die Wahrheit über den Friedensprozess

Danny Ayalon, Israels Vize-Außenminister, legt in diesem Video zum israelisch-palästinensischen Konflikt den Fokus auf den Friedensprozess. Er geht der Frage nach, ob Israels Präsenz in der Westbank – von einigen auch als „Besatzung“ bezeichnet – den Frieden behindert und sie als Grund angesehen werden muss, warum es keinen Frieden gibt. So trägt das Video auch den Titel: „Die Wahrheit über den Friedensprozess.“

Viele weisen darauf hin, dass Israels Präsenz in der Westbank, die einige Leute „die Besatzung“ nennen, das Hindernis für den Frieden ist und der Grund, warum es keinen Frieden gibt.

Aber: Ist das wirklich wahr?

Falls Israels Präsenz der Grund für den Konflikt ist, dann folgt daraus, dass es keinen Konflikt vor 1967 gab, als Israel nicht in der Westbank war. Richtig?

Lassen Sie uns die Fakten ansehen:

Die PLO, die palästinische Befreiungsorganisation, wurde 1964 gegründet, als die ganze Westbank und Gaza in arabischen Händen war. Warum wurde die PLO 1964 gegründet, als Israel keine Präsenz in der Westbank und Gaza hatte? Welches Palästina wollten sie befreien? Das Emblem (Logo) der PLO gibt uns die Antwort. Die PLO wurde gegründet, um das gesamte Israel mit Gewalt von der Landkarte des Mittleren Ostens zu entfernen.

     [PLO Charter, Artikel 15 „… die Liquidation der
zionistischen Präsenz in Palästina“.]

Dieses Ziel steht klar in ihrer Charta. Dieses Ziel war nicht neu. Die PLO setzte eine lange arabische Tradition fort, indem sie „NEIN“ sagte. NEIN zur nationalen Selbstbestimmung der jüdischen Bevölkerung, NEIN zu der jüdischen Erkenntnis ihres Heimatlandes.

Lassen Sie uns einen Blick in die Geschichte werfen. 1937 schlug die „Peel Kommission“ vor, das Land in einen jüdischen Staat und in einen arabischen Staat aufzuteilen. Der arabische Anteil sollte 96 Prozent des Territoriums betragen, das der Völkerbund ursprünglich als  jüdisches Heimatland vorgesehen hatte. Das schloss weit mehr ein als nur die Westbank. Trotzdem – anstatt die Juden als Friedenspartner zu akzeptieren – sagte der palästinensiche Führer, Haj Amin al-Husseini, „NEIN“ und fand einen Partner, dessen Vision näher an seiner eigenen lag.

1947 boten die Vereinten Nationen den Teilungsplan an, der den Arabern noch einmal weit mehr bot als nur die Westbank. Die Juden sagten „JA“, die arabischen Führer sagten nochmals „NEIN“ und brachen einen Vernichtungskrieg  vom Zaun. Israel gewann den Krieg, gründete den Staat, aber kannte nicht einen Tag des Friedens – ungeachtet der Tatsache, dass ihre arabischen Nachbarn die gesamte Westbank besaßen.

Die Araber sagten weiter „NEIN!“ Sie griffen Israel unerbittlich an und benutzten dabei die Westbank als Abschussrampe, bis Israel sie in einem Selbstverteidigungskrieg 1967 übernahm.

 Nach dem Krieg wies die arabische Liga alle Versuche zurück, Frieden zu schließen. Sie schätzten weiter Gewalt höher ein als Verhandlungen, und beim Gipfeltreffen in der Stadt  Khartum hörten wir wieder:

            NEIN (zum Frieden mit Israel)

            NEIN (zur Anerkennung Israels)

            NEIN (zu Verhandlungen mit Israel)

Lassen Sie uns weitergehen zum Jahr 1993. Israel und die Palästinenser unterzeichneten die Verträge von Oslo. Würden die Palästinenser endlich „JA“ sagen? Es erschien so. Israel sagte „JA“ und gab der palästinensischen Regierung territorische Kontrolle und Hilfe, sich zu etablieren. Aber ungeachtet der Unterzeichnung der Vereinbarungen sagten die palästinensischen Aktionen „NEIN“. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sah sich Israel einer signifikanten Steigerung von terroristischen Angriffen ausgesetzt, die Hunderte von Israelis töteten. 1996 erklärte Yassir Arafat, der palästinensiche Führer: „Wir planen, den Staat Israel zu eliminieren und einen rein palästinensischen Staat zu gründen.“ Jedoch gab Israel es nicht auf, JA zu sagen. Im Jahr 2000 bietet Israels Ministerpräsident Barak den Palästinensern 93 Prozent der Westbank an. Wieder ist die Antwort „NEIN“, einhergehend mit ansteigendem Terror. Im Jahr 2005 zieht sich Israel aus dem Gazastreifen zurück und siedelt 8500 israelische Bürger um in der Hoffnung, Frieden voranzubringen. Die Palästinenser? Wieder sagen sie „NEIN!“ Dieses Mal steigern sie die Raketenangriffe aus Gaza gegen die israelische Zivilbevölkerung um mehr als 500 Prozent [179 Raketenangriffe 2005 und 946 Raketenangriffe 2006]. Im Jahr 2008 gab es einen erneuten Versuch „JA“ zu sagen. Ministerpräsident Olmert akzeptierte fast alle palästinensischen Forderungen, darin eingeschlossen die Übergabe von fast 100 Prozent der Westbank mit nur geringen Landaustausch.

Die Palästinenser? Wieder: „NEIN!“

So, was können wir daraus schließen?

  1. Der Konflikt war nicht begründet in der israelischen Präsenz in der Westbank. Der wahre Grund des Konflikts bis heute ist die langanhaltende arabische Tradition „NEIN“ zu sagen. NEIN zum Frieden, NEIN zur Existenz Israels, weil NEIN übereinstimmt mit der palästinensischen Politik, dem Bildungswesen und den Medien. Politische und religiöse Führer treiben weiter Israels Zerstörung voran.
  2. Israel hat bereits seit Jahrzehnten „JA“ gesagt und hat das dadurch bewiesen, dass es Frieden geschlossen hat mit Jordanien und Ägypten.

So, was können wir jetzt machen? Wie können wir Frieden erreichen?
Mit etwas gutem Willen, einer gegenseitigen Anerkennung der Rechte auf Selbstbestimmung und wirklichen Kompromissen auf beiden Seiten
. Israel seinerseits wird damit fortfahren, JA zu sagen zu einem wirklichen und beständigen Frieden, aber um erfolgreich zu sein im Friedensprozess, werden die Palästinenser ihre kompromisslose Haltung aufgeben müssen, sie müssen wählen zwischen Gewalt oder Verhandlungen oder zwischen NEIN- oder JA-Sagen.

Es ist an der Zeit!

(Übersetzung: faehrtensuche)

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