Phänomenal guter Vorschlag!

Mitten in Berlin ist ein 53-jähriger Rabbi, nachdem er die Frage von Jugendlichen, ob er Jude sei, bejaht hatte, angegriffen und verletzt worden, im Beisein seiner kleinen Tochter. Die Täter scheuten sich anscheinend auch nicht, der Kleinen mit dem Tod zu drohen. Die Meldung ging und geht durch die Presse, das Entsetzen ist groß.

Einen Tag später die Meldung, dass der Leiter des Abraham-Geiger-Kollegs, Walter Homolka, den Studierenden seines Kollegs rät, sich in der Öffentlichkeit nicht als Jude erkennen zu geben und auf der Straße keine Kippa zu tragen. So zu lesen in der Welt-online. Kann das eine Lösung sein? Die Frage ist natürlich, was man tun kann, um antisemitischen Vorfällen wirksam entgegenzutreten. Tatsächlich gehören schon eine gewisse Distanz und eine gute „Portion“ Unerschrockenheit dazu, sich nicht paralysieren zu lassen und auf geeignete Gegenmaßnahmen zu kommen.

Auf der Suche „Wer hat was zu dem Vorfall gesagt?“ stieß ich bei der „Achse des Guten“ auf einen phänomenal guten Vorschlag. Ich fand bzw. finde ihn so genial, dass ich ihn hier im Wortlaut übernehme. Unter dem Titel „Der unsichtbare Goy“ schreibt David Harnasch:

„Walter Homolka rät Juden, nicht als solche erkennbar in der Öffentlichkeit aufzutreten. Dabei weiß man doch, dass man eine Nadel viel besser im Nadelkissen als im Heuhaufen versteckt.
Mein Rat lautet also an jeden, der mag und wehrhaft ist, als Zeichen der Solidarität unbedingt auf der Straße Kippa zu tragen! Jeder kann das tun, egal ob Jude oder Goy. Auch und besonders jeder Besitzer einer Nahkampfausbildung oder eines Waffenscheins samt Faustfeuerwaffe. In Notwehr fachgerecht eingesetzt machen diese die Welt nachhaltig zu einem sichereren, schöneren Ort.

Frei nach Wiglaf Droste kann ich feststellen: Mich interessieren Antisemiten nicht. Mir ist egal, wo sie herkommen, mir ist egal, woran sie glauben. Mich interessiert nur, dass man sie daran hindert zu tun, was sie täten, wenn man sie nicht daran hinderte. Mit allen notwendigen Mitteln.“

(Hervorhebungen von faehrtensuche)

Wenn das kein hervorragendes „Kampfmittel“ ist!

Also: Was hindert „wehrhaft[e]“ Männer daran, den Vorschlag in die Tat umzusetzen?

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2 Gedanken zu „Phänomenal guter Vorschlag!

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