„Katastrophale Lichtblicke“

In Anbetracht all der uns umgebenen täglichen Katastrophen ist es natürlich nur allzu verständlich, dass wir uns keine ernsthaften Sorgen um andere Sachen und schon gar nicht um den ach so fernen “Nahen Osten“ machen können, geschweige denn machen müssen. Was interessiert uns der Nahe Osten, wenn das eigene Unglück direkt vor der Haustür liegt?

Ein überzeugender Artikel dazu erschien am 29.12.2012 von Rainer Bonhorst auf der “Achse des Guten“.

Rainer Bonhorst klärt darüber auf, dass “die Lage […] katastrophal“ sei. Allerdings betont er, “eine Lagebeschreibung ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit“ zu geben.

Er beginnt mit „einer der beliebtesten Katastrophen der vergangenen Jahre“, dem Ozonloch. Es scheint einfach nicht mehr da zu sein. Jedoch bedeutet das nicht – darin ist der Autor ganz klar in seiner Aussage – dass man sich nun keine Sorgen mehr darum machen müsse. Die berechtigte Frage stellt sich: “Könnte es nicht doch wieder auftauchen?“ Und wenn es wiederauftaucht, bleibt es dann oder geht es wieder? Das Ozonloch „kommt und geht ohne Rücksicht auf unsere Wünsche.“

Um die Sache zu erleichtern, nimmt Bonhorst eine Kategorisierung vor. Die Katastrophen, die „sich groß aufplustern, um sich dann kleinlaut auf Dauer zu verkrümeln“, sind seiner Ansicht nach die Schlimmsten. Dazu gehöre zum Beispiel das Waldsterben. Alle aufopferungsvolle Hingabe, aller naturökologische Einsatz – umsonst!

Weniger Sorge müssten wir uns nach Bonhorsts Einschätzung um die Polar-Eis- Schmelze machen. Die werde uns noch ein bisschen erhalten bleiben, denn so könne sich ein neuer Industriezweig entwickeln: die „Eisbär-Rettungsindustrie“ steht in den Startlöchern!

Weiter nennt Bonhorst noch das Meer, das sauer wird und allen Grund dafür hat, denn “die Vermüllung der Weltmeere“ “nimmt bedenkliche Ausmaße an“. Jedoch ist nicht nur das Meer sauer, der Regen auch …

Genug der schwerwiegenden Katastrophen, dieser kleine Einblick in Bonhorsts Artikel sollte genügen.

Was bleibt am Ende? “Eine katastrophale Ungewissheit, aufgehellt durch ein paar nicht minder katastrophale Lichtblicke.

[Kompletter Artikel: Rainer Bonhorst, Die Lage ist katastrophal, Achse des Guten]

In der gestrigen Welt-Online-Ausgabe ist ein Interview zu lesen, das Broder mit dem Modezaren Glööckler geführt hat. Einige Aussagen Glööcklers passen gut zur Thematik:

“Der Klimawandel wird, wie vieles andere auch, clever politisch eingesetzt, um die Leute von anderen Problemen abzulenken. Vom Waldsterben redet heute auch keiner mehr.“

“Wissen Sie, wir werden es nicht schaffen, die Welt kaputt zu machen. Wir werden es auch nicht schaffen, sie zu retten. Das eine ist ebenso anmaßend wie das andere. Der Mensch neigt dazu, sich zu überschätzen.“

“Es fehlt mir, in der Politik wie in der Gesellschaft, an Persönlichkeiten, an Typen wie früher Strauß oder Wehner, die einen Standpunkt haben und den auch vertreten. Ob’s den Leuten gefällt oder nicht.“

[Kompletter Artikel: “Alles, was anders ist, ist in Deutschland verdächtig, Welt-Online]

Zu den “irren Absurditäten“  unseres “deutsche[n] Spitzenpersonal[s]“ empfiehlt sich dem Leser auch der Artikel von Henryk M. Broder “Deutschland, ein Käfig voller Narren“, zu finden auf “Welt-online“

[Link: Henryk M. Broder, Deutschland, Ein Käfig voller Narren, Welt-Online]

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