Start-Up Nation Israel

und der Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen in Israel und Naftali Bennett

Vor mir auf dem Tisch liegt ein Buch, das ich vor kurzem angefangen habe zu lesen: „Start-Up Nation Israel“ von Dan Senior und Saul Singer. [1]

Alle wirtschaftlichen Kennzahlen belegen es: An keinem Ort der Welt gibt es eine höhere Konzentration an Innovation und Unternehmertum als in Israel. Diesem Phänomen geht das Buch nach. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Israel gerade mal ein Tausendstel der Weltbevölkerung ausmacht.

Ich habe das Buch noch nicht ausgelesen, aber eins lässt sich schon sagen: Es liest sich sehr kurzweilig und ist teilweise „einfach nur“ amüsant. Da kann es schon mal passieren, dass man plötzlich schallend lachen muss. Ein Beispiel: Im Zusammenhang mit der Frage nach der Zukunft der Automobilindustrie und der Möglichkeit, Autos zu bauen, die unabhängig vom Öl sind, kann man lesen:

Hybridmotor?“ […] „Ein Hybridauto ist wie eine Meerjungfrau. Wer einen Fisch will, bekommt eine Frau, und wer eine Frau will, bekommt einen Fisch!“ 🙂  [2]

Die Erfolgsgeschichte Israels ist „nicht nur eine Geschichte des Talents, sondern auch der Beharrlichkeit, der unerschrockenen Kritik an Autoritätspersonen, der kompromisslosen Unförmlichkeit und einer einzigartigen Einstellung zu Fehlern, zur Teamarbeit, zur gemeinsamen Mission, zum Risiko und zur interdisziplinären Kreativität. In Israel wimmelt es von solchen Geschichten. Aber die Israelis selbst sind so damit beschäftigt, neue Unternehmen zu gründen, dass sie keine Zeit haben, zu analysieren, wie das alles möglich war und was andere – Regierungen, Großunternehmen und Entrepreneure – aus ihrer Erfahrung lernen können.“ [3]

Heute nun stoße ich auf dem Blog der Botschaft des Staates Israel in Berlin auf einen Hinweis, der sich wunderbar mit dem Buch ergänzt. Dort lese ich: „Wie und warum wurde Israel eines der wichtigsten Zentren der Hightech-Industrie weltweit?“ Angefügt ist ein Link, der zum Blog des ARD-Studios in Tel Aviv führt. Mit Datum vom 17. Januar 2013 stimmt uns Richard C. Schneider auf seinen Film „Buyout und Exit – und Naftali Bennett ein:

„Während meine Kollegen Ihnen hier in den letzten Tagen Impressionen aus dem israelischen Wahlkampf zeigen, möchte ich, wie versprochen, mich nochmal dem Thema “Buyout” und “Exit” widmen, was aber indirekt auch mit dem aktuellen Wahlkampf in Israel zu tun hat. Denn der neue Rechtsaußen und Politstar Naftali Bennett ist dank eines solchen Buyouts selbst zum Multimillionär geworden. Er hat vor einigen Jahren seine Firma, die Sicherheitssoftware für Finanzdienstleister entwickelt hat, für sage und schreibe 145 Millionen $ verkauft. Dieser Exit machte ihn zum Multimillionär und absolut unabhängig – was ihm im Wahlkampf jetzt zugute kommt.

Wieso und Warum Israel so ein grandioses Pflaster oder weniger salopp gesagt: eines der wichtigsten Zentren der Hightechindustrie weltweit ist, darüber habe ich vor einiger Zeit einen Film gemacht. Und den möchte ich Ihnen jetzt hier noch einmal vorstellen. Viel Spaß also!“

Diesem Wunsch kann ich mich nur anschließen. Viel Spaß also! Der Film ist ein großes Vergnügen, vor allem, wenn man es nicht versäumt, auf Fullscreen zu schalten. 🙂

Hier nochmal der Link zum Film.

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[1] Dan Senor, Saul Singer, Start-Up Nation Israel. Was wir vom innovativsten Land der Welt lernen können. Deutsche Ausgabe: Carl Hanser Verlag, München 2012

[2] Ebd., S. 23

[3] Ebd., S. 38

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2 Gedanken zu „Start-Up Nation Israel

  1. Bleibt nur zu hoffen, dass zukünftige Regierungen den zahlreichen innovativen „Daniel Düsentriebs“ keine Stolpersteine in den Weg legen.
    So musste z.B. Intel sich mühsam das Zugeständnis erkämpfen, auch am Shabbat produzieren zu dürfen. Wäre ihnen dies verwehrt worden, sie hätten die Produktionsstätten einfach geschlossen.
    Ebenso hinderlich sind auch die derzeitigen Steuergesetze, die vor allem junge, noch kleine Unternehmen oftmals zur Verzweiflung, und anschließend ebenso oft in den Ruin treiben.

  2. Genialer Film – man könnte sich in Europa ein Vorbild nehmen an Kreativität und Innovation an einer Lebensart, die trotz der vielen Hindernisse und Anfechtungen von einer Heiterkeit und Zufriedenheit durchzogen ist – wo anders schafft man diesen Spagat als in Israel – Alle Achtung und weiterhin Viel Erfolg

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