Lesetipp: Henryk M. Broder zum Thema „Vergangenheitsbewältigung“

„Nun ist es kein Geheimnis, dass in der Frühzeit der Bundesrepublik einiges schiefgelaufen ist. Die sogenannte Vergangenheitsbewältigung setzte spät und zögerlich ein. Kein einziger Jurist, der dem NS-Apparat treu gedient hatte, wurde zur Verantwortung gezogen.

Im Gegenteil, einige setzten ihre Karriere in der Bundesrepublik fort wie der Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Hans Globke, oder der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Hans Filbinger. Erst 60 Jahre nach Kriegsende, 2005, hat der Bundestag per Gesetz die NS-Urteile gegen Deserteure und Wehrkraftzersetzer für ungültig erklärt. Da waren die wenigen Überlebenden der NS-Sondergerichte längst eines einsamen Todes gestorben.

Irgendwann gerät Gerechtigkeit zur Farce

Dem könnte man entgegenhalten: Besser spät als nie, und wenn es am Ende nur eine symbolische Geste ist.

Aber das stimmt nicht, irgendwann ist es zu spät, dann gerät der Versuch, Gerechtigkeit walten zu lassen, zur Farce.“

Ganzen Artikel lesen: http://www.welt.de/kultur/article118335403/Die-Nazijagd-des-Wiesenthal-Centers-ist-eine-Farce.html

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