Nachrichten aus dem „Kindergarten“: Obama an Netanyahu

WorldJewishDaily” bringt mit Datum von heute [30.11.2013] eine Meldung, die stark nach Kindergarten-Mentalität riecht. Da heißt es „Obama asks Netanyahu to please stop criticizing him on Iran deal, also:

„Obama fordert Netanyahu auf, ihn doch bitte schön wegen des Iran-Deals nicht mehr zu kritisieren“

In der Meldung ist zu lesen [Übersetzung: faehrtensuche]:

„Offenbar unfähig, entweder die Hitze zu ertragen oder aus der Küche zu gehen, hat US-Präsident Barack Obama persönlich den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu aufgefordert, ihn nicht mehr wegen seines Deals mit dem Iran zu kritisieren.

YNet und die Washington Post berichteten am Donnerstag [28.11.2013], dass sich Obama beschwert habe über Netanyahus ‚aufsehenerregende Kritik‘ des Abkommens, der es dem Iran erlaubt, seine nukleare Infrastruktur zu erhalten und weiter Uran anzureichern. Netanyahu wendet sich gegen jede Vereinbarung, die das Atomprogramm des Iran nicht vollkommen beendet.

Obama führte offensichtlich die offizielle Linie der Regierung fort – bereits durch den Iran selbst zurückgewiesen –, dass die Vereinbarung viel besser sei als anfangs berichtet, und bat Netanyahu, ein diplomatisches Team nach Washington zu schicken, um die Frage zu klären.

Netanyahus Reaktion auf Obamas Anfrage wurde nicht berichtet, aber es wird weitgehend erwartet, dass der Premierminister wenigstens einen persönlichen Gesandten zum Weißen Haus schicken wird.“

Ganz abgesehen von Obamas Arroganz, dadurch ersichtlich, dass er  einem anderen Staatsmann – Netanyahu – den Mund verbieten will, fragt man sich, warum Obama meint, genau das zu tun zu müssen! Hätte er ein „reines Gewissen“, hätte er also aus tiefster Überzeugung die Interessen Israels im Auge gehabt, könnte er sich ganz gelassen zeigen angesichts der Äußerungen Netanyahus und sie nicht als Vorwurf betrachten, sondern als Anfrage, seine eigenen Überlegungen noch einmal zu überdenken.

Muss man nicht Obamas Verhalten als „Eingeständnis“ werten, Israel im entscheidenden Moment im Stich gelassen zu haben? Er selbst weiß das sehr wohl, tut aber so, als ob das nicht der Fall wäre. Das Abkommen von Genf – Ergebnis von offiziellen Gesprächen? Jedenfalls nicht nur, wie sich herausgestellt hat! Obama arbeitete bereits seit etwa einem Jahr an einem Deal mit dem Iran. Das ist ein noch größerer Affront für Israel.

Außerdem: Einem Politiker, der ernstgenommen werden will, steht Beleidigtsein schlecht zu Gesicht. Bevormundung auch!

Netanyahu weiß, dass er seinem Volk und seinem Land verpflichtet ist und sein Handeln und seine Reaktionen werden daran gemessen werden.

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