Die Wahrheit über die palästinensischen Flüchtlinge

Im Nahostkonflikt gibt es Vieles, das nicht oder zu wenig bekannt ist. Dazu gehört auch das Problem der palästinensischen Flüchtlinge. John Kerry hat sich heutigen Meldungen zufolge bei den derzeitigen Friedensverhandlungen für die Rückkehr einer begrenzten Anzahl palästinensischer Flüchtlinge eingesetzt. Kerry selbst findet seine Ideen für einen Friedensvertrag „fair und ausgeglichen„.

Im Video „Die Wahrheit über die Flüchtlinge“ geht Danny Ayalon der Frage nach, wer die Flüchtlinge sind und warum dies nach über 60 Jahren noch ein Thema ist. Er untersucht die Faktenlage und führt aus:

„Wie hat alles begonnen?

Im Mai 1948 versuchte die lokale arabische Bevölkerung gemeinsam mit sieben arabischen Staaten, den neu wiedergegründeten jüdischen Staat zu zerstören. Ermutigt durch Versprechen arabischer Regierungschefs, dass sie als Sieger zurückkehren würden – und später als Folge ihrer gescheiterten Kriegsanstrengungen – flohen schätzungsweise 500.000 Araber in die benachbarten arabischen Gebiete.

Aber ist das die komplette Geschichte? Ich möchte Sie bitten, einen Blick auf die Flüchtlinge auf diese Fotos zu werfen (0:56 – 1:08 min). Viele Menschen gehen davon aus, dass dies arabische Flüchtlinge sind, die aus Israel fliehen. Doch tatsächlich sind es unschuldige jüdische Flüchtlinge, die dazu gezwungen wurden, arabische Länder zu verlassen.

Die Landkarte erzählt die vollständige Geschichte. Es gab viel mehr jüdische als arabische Flüchtlinge. Über 850.000 Juden aus alteingesessenen jüdischen Gemeinden aus der Zeit vor dem Islam und der arabischen Besetzung des Nahen Ostens wurden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. In vielen Ländern wurde den Juden ihre Staatsangehörigkeit genommen und ihr Eigentum wurde beschlagnahmt. Im Gegensatz dazu akzeptierten 160.000 Araber Israels Angebot zu bleiben. Und heute leben mehr als eine Million israelisch-arabische Bürger mit voller Gleichberechtigung in Israel.

Folgende Frage: Haben Sie jemals etwas von jüdischen Flüchtlingslagern gehört? Ich denke nicht. Jüdische Flüchtlinge wurden sofort willkommen geheißen und von Israel oder anderen Nationen aufgenommen. Warum sind dann die arabisch-palästinensischen Flüchtlinge nach über 60 Jahren noch immer nicht willkommen und nicht aufgenommen unter ihren eigenen Brüdern? Und wie konnte ihre Anzahl von 500.000 auf 4,7 Millionen anwachsen?

Die traurige Realität ist, dass die arabischen Flüchtlinge nie eine Chance hatten. Versuche einer Umsiedlung wurden durch eine Vielzahl von diskriminierenden Gesetzen in arabischen Ländern blockiert, wie beispielsweise:

  • Das Verbot, eine Staatsangehörigkeit zu erhalten – mit Ausnahme von Jordanien.
  • Das Ergreifen bestimmter Berufe wurde verhindert.
  • Einschränkungen bei Landbesitz.
  • Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und
  • die Verweigerung der Inanspruchnahme von Bildungs- und            Gesundheitsdienstleistungen.

Sir Alexander Galloway, ein ehemaliger Direktor der UN-Flüchtlingsbehörde in Jordanien, erklärte den Grund für diese Diskriminierung. Zitat:

„… die arabischen Nationen wollen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen. Sie wolles es als offene Wunde beibehalten … als Waffe gegen Israel.“

Der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser erklärte die Wirkung dieser „Waffe“, die darauf abzielt, Israel demographisch mit zum Hass erzogenen Generationen von Flüchtlingen zu besiegen. Zitat:

„Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.“

Und welche Rolle spielten die Vereinten Nationen? Leider waren sie wenig hilfreich. … Während alle Flüchtlinge in der Welt vom UN-Flüchtlingshochkommissariat  UNHCR unterstützt werden, wurde eine eigene Agentur – UNRWA – speziell für die Palästinenser gegründet. Warum können palästinensische Flüchtlinge nicht dieselbe Organisation in Anspruch nehmen wie Flüchtlinge aus Bosnien, dem Kongo oder Darfur, um einige Länder zu nennen…? Die Antwort ist: Die zentrale Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen hilft Flüchtlingen umzusiedeln, während die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge besondere Kriterien anwendet, um deren Status aufrechtzuerhalten. Zum Beispiel: Flüchtlinge verlieren ihren Status, nachdem sie die Staatsangehörigkeit eines anerkannten Landes erhalten, palästinensische Flüchtlinge nicht. Flüchtlinge können ihren Status nicht von Generation zu Generation übertragen,  palästinensische Flüchtlinge schon. Flüchtlinge werden dazu ermutigt, sich in anderen Ländern niederzulassen oder sich in ihren Gastländern zu integrieren, UNRWA vermeidet eine solche Politik. Die Vereinten Nationen investieren 3-mal mehr Zeit in einen palästinensischen Flüchtling, und sie beschäftigen das über 30-fache an Mitarbeitern.

Die Bilanz sieht folgendermaßen aus: Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat die UN dauerhafte Lösungen für Millionen von Flüchtlingen gefunden, während die palästinensische Flüchtlingsorganisation gar keine gefunden hat. Manche Menschen meinen vielleicht, dies sei Heuchelei … Lassen Sie mich etwas Persönliches erzählen … Die Familie meines Vaters wurde gezwungen, Algerien zu verlassen … Sie und weitere 600.000 Juden aus arabischen Staaten haben sich in Israel niedergelassen. Die Geschichte hat bewiesen, dass die Umsiedlung und Integration im 20. Jahrhundert Dutzenden von Millionen von Flüchtlingen geholfen hat, ihr Leben zurückzugewinnen. Jedoch sind die palästinensischen Flüchtlinge gefangen zwischen arabischen Regierungschefs, die nicht bereit sind, ihre Brüder zu akzeptieren, und UN-Behörden, die nicht die gleichen und universellen Prinzipien für alle Flüchtlinge gelten lassen.

Ist das gerecht?“

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