Yom HaZikaron 2014

Heute Abend mit Sonnenuntergang beginnt in Israel der Yom HaZikaron, der dem Gedenken an die gefallenen israelischen Soldaten und der Opfer des Terrorismus gewidmet ist. In Israel wird man schwerlich eine Familie treffen, die nicht betroffen ist vom Verlust eines Familienmitglieds, nahen Angehörigen oder Freundes. Hier kaum vorstellbar, in Israel bittere Realität.

Dazu schreibt eine Leserin im Kommentarbereich meines Artikels vom vergangenen Jahr:

„Manchmal kommt der Terror ganz nahe. Zu nahe! Er verursacht hilflose Wut und brennendes Unverständnis. Und die Frage nach dem nie zu beantwortenden ‚Warum?‘ “ …

Die Seite „United with Israelinformiert darüber, dass Radio- und Fernsehprogramme ganz auf den Yom HaZikaron ausgerichtet sind, Geschäfte geschlossen, ebenso Vergnügungsstätten. Neu für mich war, dass die Sirenen nicht nur morgen früh (11 Uhr) zu hören sein werden, sondern auch heute Abend um 20 Uhr. Für zwei Minuten steht das Land still in Schweigen und Ehrerbietung für die Getöteten.

Die Hauptgedenkfeier wird an der Westmauer abgehalten. Dort wird Präsident Shimon Peres zusammen mit IDF-Chef Benny Gantz die traditionelle Gedenkkerze anzünden und eine Rede halten. Überall im Land gibt es kleinere Programme.

Wie nah Trauer und Freude beieinander liegen, wird nirgendwo deutlicher als in Israel. Morgen Abend um 20 Uhr wird eine weitere größere Gedenkfeier auf dem Herzl-Berg stattfinden. Diese geht dann „nahtlos“ in die Feierlichkeit anlässlich des 66. Geburtstages des Landes Israel über.

Ich möchte noch darauf aufmerksam machen, dass GermanMediaWatch jedem, der sein Beileid öffentlich zum Ausdruck bringen möchte, das in dem Kondolenzbuch der GMW tun kann. Die GMW selbst schreibt dazu:

„Unsere Gedanken sind bei allen Angehörigen der 23.169 gefallenen Soldaten und Terroropfer. Auch wenn mancher die Nachricht vom Tod des geliebten Sohnes, Bruders, Vaters, Ehemanns oder Freundes bereits vor fünfzig Jahren bekommen hatte, ist doch die Erinnerung nicht weniger schmerzlich als bei denjenigen, deren Herzen noch bluten, weil sie gerade erst mit der furchtbaren Tatsache, dass ein überaus geliebter Mensch nie wieder nach Hause kommen würde und es statt dessen ein frischen Grab gibt, konfrontiert wurden.“

Abschließend ein – wie ich finde – äußerst sehenswertes Video vom Yom HaZikaron im vergangenen Jahr.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s