Palästinensische Befreiungstheologie

oder: Jesus war ein Palästinenser

Anlässlich der Weihnachtsfeierlichkeiten 2011 hatte der damalige palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad geäußert, „Weihnachten [sei] die Möglichkeit, die palästinensische Identität Jesu zu feiern.“ Wie die Nahostreise von Papst Franziskus „beweist“, muss nicht unbedingt Weihnachten vor der Tür stehen, um einen „palästinensischen Jesus“ zu feiern bzw. zu präsentieren. Die Palästinenser haben begriffen: Man muss die Gelegenheiten, wo immer sie sich bieten, beim Schopfe ergreifen. Und ist der Besuch des Oberhauptes der Katholischen Kirche nicht eine besonders gute Gelegenheit?

Wenn man den Satz „Jesus war ein Palästinenser“ bei Google eingibt, bekommt man in nicht einmal einer Sekunde mehr als 100.000 Ergebnisse. Alle Achtung!

„Jetzt ist es offiziell: Jesus war ein Palästinenser“, titelte Ulrich Sahm im Mai 2013 in seinem bei Hagalil erschienenen Artikel. Sahm weist nach, dass entgegen aller historischen Fakten und trotz ihrer absoluten Absurdität solche Behauptungen von offiziellen Vertretern der Palästinensischen Autonomiebehörde getätigt werden, „sogar vor Auslandskorrespondenten“. Sogar? Gab es vorher solche Statements nur „inoffiziell“?

Die nachfolgende Aufstellung spricht eine andere Sprache. Man sehe selbst! Und: Man achte auf die Daten! Steter Tropfen höhlt den Stein!

1.

Revisionismus (1)2.
Revisionismus (2)3.
Revisionismus (3)4.
Revisionismus (4)5.
Revisionismus (5)6.
Revisionismus (6)7.
Revisionismus (7)8.
Revisionismus (8)9.
Revisionismus (9)

[Sreenshots: faehrtensuche. Wer sich die Videos ansehen möchte, möge bitte auf die Abbildungen klicken!]

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Als Abbas in seiner Weihnachtsansprache 2013 bekundeteIn Bethlehem wurde vor 2000 Jahren Jesus geboren – ein Palästinenser, der die frohe Botschaft brachte und eine Führungsgestalt für Millionen weltweit wurde, so wie wir, die Palästinenser, 2000 Jahre später für unsere Freiheit kämpften. Wir wollen so weit wie möglich in seine Fußstapfen treten“, gab es keinen Aufschrei etwa der westlichen Kirchen, „nur“ der israelische Sprecher des Außenministerium, Yigal Palmor, hatte spöttische Worte für Abbas übrig. Damals war ich der Ansicht, das sei die einzig richtige Reaktion auf einen mit historischen Fakten leicht zu widerlegenden Unsinn. Mittlerweile frage ich mich, ob „einfacher“ Spott bei dem Versuch ausreicht, geschichtliche Desinformation zu unterbinden. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Missachtung jeglicher Historie wie ein Virus um sich greift, ja mehr noch, um sich greifen kann, weil entsprechende Stellen – hier wären vor allem die Kirchen gefragt – keine oder kaum eine Reaktion darauf zeigen. Ich hätte mir damals offizielle Reaktionen gewünscht, aber das, was bei mir hängen geblieben ist, sind die Reaktionen Israels. Ist nur Israel willens und in der Lage, auf so einen Blödsinn zu reagieren?

Die Frage bleibt, ob man „all das“ als „puren Blödsinn“ auf die Seite packen und sich mit anderen Dingen beschäftigen kann oder ob man das Ganze doch ernster nehmen sollte. Anders ausgedrückt: Wer ist heute noch an Fakten interessiert? Ist es nicht vielmehr so, dass man lieber seinen ideologischen Tagträumereien und Gedankengebäuden hinterherläuft? Oder heißt die neue Ideologie Resignation? Warum wird an wesentlichen Stellen geschwiegen? Hatten wir das nicht schon mal?

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2 Gedanken zu „Palästinensische Befreiungstheologie

  1. Wenn ich das „palästinensiche“ Jesuskind sehe (beim Papstbesuch), davor die betenden Gestalten, die zu allem „Ja, und Amen“ sagen: eine unerträgliche Heuchelei!

    • Danke für den Kommentar!
      Ich frage mich, wie man zu einem in ein Palästinensertuch eingehülltes Jesuskind schweigen kann!!! …
      Fatal ist die Außenwirkung der gesamten „Inszenierung“, zu der nicht nur der „palästinensische“ Jesus gehört!
      Die Palästinenser „dürfen“ sich freuen! Erfolg auf der ganzen Linie! …

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