Drei israelische Jugendliche von palästinensischen Terroristen entführt

Wenn man wirklich wissen will, was in der Welt passiert, darf man – vor allem was Israel betrifft – nicht zu deutschen „Qualiätsmedien“ greifen bzw. ihnen zuhören. Solche Meldungen, wie in der Überschrift zu lesen, kommen entweder gar nicht vor oder werden nur unter „ferner liefen“ erwähnt. Mittlerweile ist es der dritte Tag, seitdem drei israelische Jugendliche verschwunden sind. Die Nachricht wurde aktuell in deutschsprachigen Medien nur vom Deutschlandfunk gesendet, über den Tag hinweg mehrmals. Ansonsten war es so, dass sie gar nicht oder eher spärlich übermittelt wurde. Nicht (mehr) verwunderlich im ach so israelfreundlich eingestellten Deutschland! Die jetzt zur Palästinenserführung gehörenden Hamas haben immer mal wieder (z.B. hier oder jüngst hier) dazu aufgerufen, israelische Bürger zu entführen, damit man sie gegen palästinensische „Gefangene“ respektive Terroristen eintauschen könne. Das hält Christian Wagner vom ARD- Hörfunkstudio Tel Aviv nicht davon ab (oder bringt es ihn gerade dazu?), sich in seinem Artikel auf „tagesschau.de“ über Netanyahu folgendermaßen zu äußern: „Er sagt es nicht, aber Netanyahu meint palästinensische Terroristen.“ Sic! Kommentar überflüssig, oder?! Netanyahu hatte geäußert: „Diese unsere Kinder wurden von Terroristen entführt. Das steht fest. Da gibt es keinen Zweifel. Sie wurden entführt und zwar von einer Terrorgruppe.“  – Weiter heißt es ebenda:

„Einen eindeutigen Hinweis auf eine Entführung kann er [Netanyahu] allerdings nicht präsentieren. Er könne nicht mehr preisgeben, sagt Netanjahu. Als der Premier sich zum ersten Mal öffentlich zu dem Fall äußert, sind schon mehr als 48 Stunden vergangen, seit die drei Jugendlichen in der Nähe der Siedlung Gush Etzion zuletzt gesehen wurden.“

Mit welcher Nonchalance die Brisanz der Nachricht weggespült wird, ist frappierend. „Einen eindeutigen Hinweis auf eine Entführung“ kann Netanyahu nicht geben, also muss man anzweifeln, dass es sich um eine solche handelt? Außerdem: Warum prangert man an, dass „mehr als 48 Stunden vergangen“ seien, bevor sich Netanyahu vor die Presse stellt und Stellung bezieht? Schon mal auf den Gedanken gekommen, dass das Leben der drei Jugendlichen auf dem Spiel steht und dass alles getan werden muss, um sie zu schützen? Deswegen ist es natürlich auch notwendig und verständlich, dass der Ministerpräsident „nicht mehr preisgeben“ will und auch „nicht mehr preisgeben“ kann! Übrigens zeigen die bis jetzt neuesten Erkenntnisse, dass die Hamas tatsächlich in den Fall involviert ist! Die Hamas selbst hat das bestätigt. Netanyahu auch!

Auf weitere in dem Artikel geäußerte Mutmaßungen, Behauptungen, Unterstellungen gehe ich jetzt nicht ein (und nicht nur deswegen, weil mir die Zeit dazu fehlt!), ebenso nicht auf den in anderen deutschen Medien zu lesenden Dingen ähnlicher Couleur. Nur „am Rande“ sei noch erwähnt, dass es gestern Nachmittag auch zu einem versuchten Angriff auf eine Pariser Synagoge gekommen ist. Irgendwelche Zusammenhänge? …

Festzuhalten ist: Während die Palästinser feiern und die Entführung bejubeln (wie krank muss eine Gesellschaft sein, um sich über das anderen zugefügte Leid zu freuen?), bangt ganz Israel um das Leben der Jugendlichen. Ihre Familien, Verwandte und Freunde beten und hoffen, dass alle drei unversehrt zurückkommen mögen.

In Israel ist ein Großaufgebot unterwegs, auch Reserveeinheiten, die nach den Vermissten suchen. Die IDF wird alles tun, um die Jugendlichen zurückzuholen! [„We will do everything to bring back OUR BOYS„!]

BringBackOurBoys1-640x640Für weitere Infos (Englisch) bitte auf die Abbildung klicken. Führt zur Seite der IDF! 

Infos der IDF auf Deutsch (Übersetzung: faehrtensuche):

Entführungen als ein Instrument des Terrors

„Allein in den vergangenen zwei Jahren haben Terroristen Dutzende von Entführungs-versuchen unternommen, und ihre Motivation, Israelis zu entführen, bleibt hoch. In vielen Fällen ist ihr Ziel, Zivilisten oder Soldaten der IDF einzutauschen gegen die Freilassung von palästinensischen Gefangenen.

Hamas, die den Gazastreifen regierende Terrororganisation, hat mit Hilfe ihres großen Netzwerkes erheblichen Aufwand für Entführungsversuche betrieben. Mit einer großen Gewichtung auf die Vorbereitungen für Entführungen teilt die Terrororganisation ihr Wissen, ihre Beratung und [finanziellen] Mittel mit ihren Partnern in Judäa und Samaria.

Im Jahr 2006 nahmen Hamas-Terroristen SFC Shalit gefangen, einen israelischen Soldaten, und hielten ihn für fünf Jahre in Gefangenschaft. Terroristen betrachteten die Entführung als entscheidende Errungenschaft, sie steigerten ihre Entschlossenheit, Israelis zu entführen und sie für palästinensische Gefangene auszutauschen.

Im September 2013 entführte ein palästinensischer Terrorist Sgt. Tomer Hazan. Der Terrorist lockte Sgt. Hazan in das Dorf Siniria, mitten in Judäa und Samaria gelegen, wo er den Soldaten ermordete und seinen Körper in einen Brunnen versteckte.

Bei einem israelischen Verhör gestand der Mörder, dass er geplant hatte, den Körper des Soldaten zu gebrauchen, um ihn für die Freilassung seines Bruders auszuhandeln, der wegen seiner Beteiligung an mehreren Terroranschlägen inhaftiert worden war.

Seit 2013 haben die IDF und ISA über 64 Entführungsversuche vereitelt. Hamas-Gefangene in israelischen Gefängnissen planten und managten die meisten dieser Bemühungen.

Eine ständige Terrorbedrohung

In den letzten Monaten haben auch andere Terroranschläge, Entführungen nicht eingeschlossen, zum Tod von Israelis geführt. Nur einen Tag nach der Ermordung von Sgt. [Sergeant] Hazan, haben palästinensische Heckenschützen Sergeant Gabriel Kobi, 20 Jahre alt, in der Stadt Hebron getötet.

Im November 2013 erstach ein palästinensischer Terrorist Eden Atias, einen IDF-Soldaten, in der nördlichen Stadt Afula während er in einem israelischen Bus schlief. Monate später, am Vorabend des Pessach-Festes, tötete ein palästinensischer Terrorist einen israelischen Zivilisten, indem er das Feuer auf dessen Fahrzeug auf einer Hauptstraße in der Umgebung von Hebron eröffnete.

Die Sicherheit der israelischen Zivilbevölkerung ist unter ständiger Bedrohung: ob durch Raketenangriffe, versuchte Entführungen, Selbstmordattentate und auch das Abschlachten von Kindern, während sie schliefen. Die IDF-Soldaten bleiben in Alarmbereitschaft, um Angriffe zu verhindern, und werden gegebenenfalls reagieren, um Israelis vor Terroristen zu schützen.“

[Hervorhebungen im Text: faehrtensuche]
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