Lesetipp zum Thema: Unverhältnismäßige Reaktion Israels (?)

In den öffentlichen Medien ist oft die Rede davon, dass Israel unverhältnismäßig reagiere – und zwar immer dann, wenn die Angriffe auf Israel einen unerträglichen Punkt erreicht haben und Israel sich militärisch zur Wehr setzt. Zu dieser Thematik ist ein MUST READ auf „Lizas Welt“ erschienen. Der ArtikelVerhältnismäßig verhältnismäßig“ führt das ganze Gerede von der so oft beschworenen Unverhältnismäßigkeit ad adsurdem. Ich zitiere zwei Ausschnitte aus dem Artikel und hoffe, sie machen Lust auf MEHR!

„Nehmen wir an, Benjamin Netanjahu hat eine Eingebung. »Mein Gott«, sagt er zu sich selbst, »unsere Kritiker haben Recht. Unsere Antwort ist unverhältnismäßig.« Also geht er zum Fernsehen und sagt der israelischen Bevölkerung: »Ich habe unsere Streitkräfte angewiesen, nichts mehr zu unternehmen. Die Raketen werden weiter explodieren. Es wird weiterhin Entführungen geben. Es wird wieder Selbstmordattentate geben. Aber wir werden trotzdem keinen Finger rühren.« Wie lange würde Netanjahu nach Ansicht der Israelkritiker unter diesen Umständen noch Premierminister von Israel bleiben? Eine Woche? Eine Stunde?

Ob es einem nun gefällt oder nicht: Israel ist ein souveräner, demokratischer Staat. Er hat nicht nur das Recht, sich zu verteidigen, seine Bevölkerung erwartet es auch. Und wenn man zusammengekauert in einem Bombenschutzraum sitzt und schließlich herauskommt, um dann zu sehen, wie die verkohlten Überreste einer Kassam-Rakete aus dem Dach der Schule seines Kindes herauslugen, dann prägt das vermutlich die Sichtweise, wie eine »verhältnismäßige« Reaktion tatsächlich aussieht.“

Und weiter:

„[…] wenn wir sagen, dass Israel ein Recht hat, sich zu verteidigen, und das auch so meinen, dann müssen wir uns schon entscheiden. Und wenn wir das nicht tun, dann müssen wir so ehrlich sein zuzugeben, dass wir nicht wollen, dass Israel sich überhaupt verteidigt.

[Hervorhebungen im Text: faehrtensuche]

Ganzen Artikel lesen!

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6 Gedanken zu „Lesetipp zum Thema: Unverhältnismäßige Reaktion Israels (?)

  1. Schau mal, dieser Artikel hat mich sehr berührt, denn ich sehe und fühle es genauso. Komplett lesen lohnt sich.

    http://www.juedische-allgemeine.de/blogs/tlv

    aus dem Artikel:
    …[Rund um die Gazakrise ist eine Diskussion entbrannt, die dämlicher nicht sein könnte. Sie tobt hier in Israel, in Deutschland und wahrscheinlich in der ganzen Welt mit steigender Vehemenz. Dürfen einem die Palästinenser in Gaza leid tun?]…

    …[Und jetzt für alle zum Mitschreiben: Mir tun die Kinder in Gaza doppelt so leid wie die Kinder in Israel. Oder dreimal oder zehnmal soviel. Weil sie eine Regierung haben, die das Leben nicht schätzt, die sie ausbeutet und ausblutet. Weil sie von den Machthabern – jenen, die sie eigentlich beschützen sollten – als lebendige Schutzschilde missbraucht werden. Weil sie mit der Hamas im Nacken keine Zukunft haben, ja wahrscheinlich nicht einmal Hoffnung. Weil sie auch ohne Krieg ständig durch bösartige Indoktrination gequält werden. Weil sie in eine grauenvolle Situation hineingeboren wurden, ohne etwas dafür zu können.
    Und außerdem weil ich ein Mensch bin.“]…

    Ganz liebe Grüße Manuela

    • Liebe Manuela,
      vielen Dank für den Link. Ich habe den Artikel gelesen. Die Diskussion, ob einem die Palästinenser leidtun dürfen, ist wirklich „dämlich“!
      Mitleid berührt Emotionen, entweder hat man sie oder eben auch nicht. Jeder, der an die Bevölkerung in Gaza denkt (nicht nur an die Kinder!), muss sich der Magen umdrehen, wenn er/sie sieht, wie die Hamas die Bevölkerung knechtet.
      Wenn man echtes Mitgefühl hat, sollte man das nicht mit „Darf man“ hinterfragen. Gegen Gefühle ist man zunächst „machtlos“. Damit will ich nicht sagen, dass man ihnen vollkommen ausgeliefert sein muss. Gegen Gefühle kann man ankämpfen (und manchmal ist das auch angebracht).
      Wenn man Vergleiche zieht, ist die Frage nach dem „Darf man“ nicht nur erlaubt, sondern geboten! Vergleiche sind angebracht, wenn beide Seiten die gleichen Voraussetzungen/Bedingungen haben. In den derzeitigen Nachrichten wird immer hervorgehoben, wieviel Tote die palästinensische Seite aufzuweisen hat (tote Kinder werden immer gesondert erwähnt) und wie viel es auf der israelischen Seite gibt. Also: Opferzahlen auf Seiten der Israelis werden aufgewogen (verglichen) mit denen der Palästinenser. Hier ist „Vorsicht“ geboten, setzt man doch beide Seiten gleich und weist Israel die Schuld zu. Ja, wofür denn? Dafür, dass sie Luftschutzbunker gebaut haben, um ihre Bevölkerung zu schützen? Dafür, dass sie ein hervorragend funktionierendes Abwehrsystem haben, den „Iron Dome“? Dafür, dass sie ihre Kinder echt schützen und nicht als Schutzschilde missbrauchen? Vieles könnte man noch anführen.
      Um es kurz zu machen: Sabine Brandes hat in allem recht, aber ich wehre mich gegen den Vergleich, den sie zieht. „Mir tun die Kinder in Gaza doppelt so leid wie die Kinder in Israel. Oder dreimal oder zehnmal soviel“, schreibt sie. Kann man das wirklich in einem Vergleich ausdrücken? Bitte versteh mich nicht falsch, mit all den anderen angesprochenen „Dingen“ trifft sie den Kern! Aber: Ich kann nicht aufwiegen. Mir tut die eine Seite leid und die andere. Ich kann das nicht mit „Aufwiegen“ tun. Es ist einfach … (schrecklich)! Vielleicht ist dieser Vergleich auch einfach ein Ausdruck für die Geschehnisse, für die man keine Worte findet!
      Ganz liebe Grüße und Dir einen schönen Tag!

      • Ich glaube sie zieht diesen Vergleich nur deswegen so extrem, da die Kinder in Gaza von vornherein in diese mörderische Welt des Hasses und der damit einhergehenden fehlenden „Kindheit“ hineingeboren werden und aufwachsen müssen, nur um früher oder später genau so zu werden (wenn sie nicht schon als Kind sterben). Aufwiegen ist auch nicht in meinem Sinne, nur wie du auch schon schreibst, manche Geschehnisse sind einfach so unglaublich unmenschlich und emphatielos, das ich auch so meine Schwierigkeiten habe, manchmal die richtigen Worte zu treffen. Mir ging der Artikel nah, weil ich es eben auch nicht mehr ertragen kann, wie die Opfer (vor allem wenn es Kinder sind) noch ein zweites Mal „missbraucht“ werden. Schuldig und verantwortlich ist einzig die Hamas.

        http://lizaswelt.net/2014/07/29/die-hamas-macht-schule/

        Liebe Grüße Manuela

  2. Mich wundert die obsessive Beschäftigung vieler Deutscher mit dem Palästinakonflikt, etwa Jakob Augsteins. (Das hat er vielleicht von seinem Ziehvater Rudolf Augstein übernommen.)
    Die Deutschen, Hitlers Kinder, Enkel und Urenkel, sollten doch lieber schweigen. Auch dann, wenn Israels Regierung Fehler macht.

  3. Nein, sie sollen nicht schweigen müssen. Für ihre Ahnen können sie ja nichts, und eine Sippenhaftung gibt es auch nicht. Aber sie sollen sich gründlich informieren, sie sollen nachdenken, bevor sie sich äußern. Dann würden sie nicht so einseitige,
    verdrehte Dinge äußern. Das hoffe ich, eine alte Jüdin.
    lg
    caruso

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