Überraschung!

Flughafen Ben Gurion, Tel Aviv

In meinem Koffer bzw. meiner Reisetasche befinden sich ein bereits gerahmtes Gemälde und ein Set mit Kuchenformen zum Backen (kleine „Ausgabe“, für Kinder wie gemacht). Beides habe ich in meiner Zeit in Israel geschenkt bekommen.

Diejenigen unter euch/Ihnen, die bereits in Israel waren, wissen, wie nervig es auf dem Flughafen sein kann. Da ist es von Vorteil, wenn man sich immer wieder vor Augen führt, dass die durchgeführte Sicherheitskontrolle am Flughafen nicht nur der Sicherheit Israels, sondern auch der eigenen Sicherheit dient. Eine gehörige Portion Geduld sollte man also dabei haben. Jedenfalls ist das ein gutes Rezept.

Vor mir eine Frau, die nach „Strich und Faden“ ausgequetscht wird. Anschließend wird eine zweite Person geholt, die eben diese Frau nochmals „löchert“; dann gesellt sich noch ein Dritter hinzu. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen. „Sie gehört doch bestimmt zu denjenigen, die gleich ihren Koffer öffnen müssen,“ geht es mir durch den Kopf. Weiterhin ist mir klar: Wenn ich auf die Frage nach erhaltenen Geschenken die Wahrheit sage, bin auch ich „dran“, den Koffer zu öffnen und besagte Geschenke auszupacken. Jedenfalls war das bisher so. Oh nein, bloß das nicht, habe ich doch alles mit großer Sorgfalt und Mühe so verpackt, dass ich mir das lieber ersparen möchte. Als die Reihe nun endlich an mir ist und ich tatsächlich gefragt werde, ob ich irgendwelche Geschenke erhalten hätte, entscheide ich mich trotz allem dafür, die Wahrheit zu sagen. Es scheint mir, dass mich ein mit viel Liebe selbst gemaltes Bild nur erfreuen kann, wenn ich es „rechtmäßig“ (ohne zu „mogeln“) nach Deutschland gebracht habe. Die Umstände des möglichen Auspacken-müssens nehme ich in Kauf.

Es kommt, wie ich vorausgesehen bzw. auch schon befürchtet hatte. Ich soll mich in die Reihe derer stellen, deren Koffer aufgemacht und „gecheckt“ wird. Zuvor läuft meine Reisetasche durch den Scanner. Danach reihe ich mich mit der Reisetasche in die „Warteschlange“ ein und beobachte, wie alle Koffer vor mir gecheckt und (im wahrsten Sinn des Wortes!) ausgeräumt werden, auch der „besagter“ Dame (s.o.). Puh!…

Als ich dann endlich an die Reihe komme und ich meine Tasche auf die dafür vorgesehene Tischreihe stelle, wird das zuvor auf die Reisetasche geklebte Etikett gescannt, ein Blick in den Computer geworfen … und dann – statt aufgefordert zu werden, die Tasche zu öffnen – werde ich gefragt, wie viel Paar Schuhe ich in der Tasche hätte. Ich bin so perplex und überrascht, dass ich einen kleinen Ausruf des Erstaunens nicht unterdrücken kann. Dann sage ich „zwei“, worauf „mein Kontrolleur“ nichts weiter „unternimmt“ als mir eine gute Reise zu wünschen! Was, das war’s? … Kaum zu glauben, dass ich einfach so von dannen ziehen kann! Die Freude ist meinem Gesicht recht deutlich abzulesen!

Um eine schöne Erfahrung reicher ziehe ich „meines Weges“. … Der Flug war dann auch so, wie der nette Koffer-Kontrolleur es mir gewünscht hatte: Gut!

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4 Gedanken zu „Überraschung!

  1. Ich hoffe, du hattest eine schöne Zeit in Israel!
    Normalerweise werde ich auch richtig „durchgecheckt“. Das letzte Mal war es aber ganz anders: Die Arbeit in einer Kanzlei in Israel scheint Vertrauen zu erwecken. Es ging ruckzuck. Nur ein paar Fragen. Das Gepäck wurde nicht kontrolliert, auch nicht gescannt. Ich dachte, dass sie das Scannen grundsätzlich auf später verschoben haben, nachdem die Passagiere schon eingecheckt haben? Oder doch nicht?

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