Ein Soldat der IDF blickt zurück

Heute bin ich durch Elder of Ziyon auf nachfolgende Geschichte aufmerksam geworden. Es ist „nur“ eine weitere Geschichte von vielen, die von der NGO „Breaking the Silence“ [Das Schweigen brechen] nicht akzeptiert wird, weil sie nicht in das Israel-Bild passt, das diese NGO vermitteln will. (Näheres dazu u.a. von Ulrich Sahm und Audiatur) Dem Israel-Bashing etwas entgegenzusetzen, ist immer gut. Hier also zum Jahresausklang die Geschichte eines gedienten IDF-Soldaten – ganz frisch von heute!

Ein Soldat der IDF – David Weiss – blickt zurück und schreibt

Im Sommer 2009 diente ich in der Jenin-Gegend. Eines Morgens versuchte ein Terrorist, einen Sprengsatz in der Nähe des Zauns zu legen, der die israelische und die palästinensische Seite trennt. Soldaten aus meiner Kolonne konnten den Terroristen verhaften, ohne einen Schuss abzugeben und bevor er die Explosion auslösen konnte. Sobald er in IDF-Haft war, wurden ihm mit einem Tuch die Augen verbunden und seine Hände wurden ordnungsgemäß hinter seinem Rücken mit einem Kabelbinder gefesselt.

Der Terrorist verbrachte kurze Zeit an unserer Basis. Als Infanteristen haben wir nicht die Ausbildung, einen Terroristen zu verhören. Unsere Aufgabe war es, ihn zur Grenzpolizei zu schicken. Für die wenigen Stunden, die er an unserer Basis war, sorgte der Offizier vom Dienst dafür, dass er Wasser bekam und die Toilette benutzte.

Als die Zeit kam, um den Terroristen der Grenzpolizei zu übergeben, gab mir mein kommandierender Offizier den Auftrag, den Terroristen zu ihrer Basis, die etwa eine halbe Stunde Autofahrt entfernt lag, zu begleiten. Das Auto, in dem wir ihn fuhren, war entweder ein reguläre Limousine oder ein Pick-up-LKW (ich weiß es nicht mehr genau) und nicht ein spezielles Militärfahrzeug. Der Offizier trug mir auf, neben dem Fahrer zu sitzen und der Terrorist sollte hinter dem Fahrer sitzen. Sobald ich die Basis der Grenzpolizei erreichte, sollte ich den Terroristen ihrer Obhut übergeben.

Soweit schien alles unkompliziert. Auf einmal schneidet der Offizier die Kabelbinder von den Händen des Terroristen ab und legt neue an. Der einzige Unterschied ist der, dass diesmal seine Hände vorne gebunden wurden und nicht hinten. Ich sagte dem Offizier sofort, dass dies ein gefährlicher Handgriff sei. Schließlich könnte er, wenn die Hände des Terroristen vorne sind und nicht hinter seinem Rücken, versuchen, den Fahrer mit Hilfe seines Kabelbinders zu strangulieren, indem er den Kabelbinder benutzt, um damit den Hals des Fahrers gegen die Kopfstütze zu drücken. Der Offizier dachte einen Moment nach und befahl mir, meine Waffe zu laden. Dann sagte er Folgendes (das ist kein exaktes Zitat, denn das Gespräch war auf Hebräisch und es fand vor über 6 Jahren statt):

„Der Terrorist muss seine Hände vorne haben. Es ist eine allgemeine Frage der Sicherheit des Autos. Wenn wir – was G’tt verhindern möge – in einen Autounfall kämen, würden wir sein Leben in Gefahr bringen. Dieser Mann ist unser Gefangener und wir sind für sein Wohlergehen verantwortlich. Du reist mit einer geladenen Pistole. Wenn du dich richtig verhältst und er versucht, den Fahrer zu erdrosseln, befehle ich dir, den Terroristen zu töten. Für die Dauer der Fahrt möchte ich, dass du deine Augen nicht mehr als ein paar Sekunden von ihm abwendest.

Diese Antwort machte großen Eindruck auf mich. Wir wussten nichts über diesen Terroristen, außer dass er vor ein paar Stunden einen Anschlag versucht hatte. Mag sein, dass er meine Freunde zu töten versuchte. Er hat sich jedoch gefangen nehmen lassen. Das bedeutet, dass wir als Soldaten gefragt waren, ihn menschlich zu behandeln. Er war ein Mensch und wir müssen sicherstellen, dass er in einem Auto so sicher ist wie der Rest von uns.

Zum Glück für alle, hat der Terrorist im Auto nicht einen Versuch unternommen.

Wir kamen an der Basisstation der Grenzpolizei an und fuhren ins Gefangenenlager. Ich wurde angewiesen, den Terroristen aus dem Auto zu holen und zu Fuß zur Sicherheitsschranke des speziellen Gefangenenlagers zu bringen. Als ich die Autotür öffnete, erinnerte ich mich an etwas aus den Polizeishows, die ich gesehen hatte. Der Polizist legt seine Hand immer auf den Kopf des Verdächtigen, wenn er ihn aus dem Auto holt. Als ich da stand, realisierte ich, dass dieser Terrorist mit verbundenen Augen seinen Kopf beim Aussteigen stoßen könnte. Ich schnallte den Sicherheitsgurt los, legte meine Hand auf seinen Kopf und begleitete den Terroristen so beim Aussteigen aus dem Auto. Das war nicht etwas, was ich bei der Ausbildung gelernt hätte. Es schien in diesem Moment etwas Intuitives zu sein.

Die Geschichte endet hier. Ich übergab den Terroristen der Polizei und ich habe keine Ahnung, was danach geschah.

Diese Geschichte ist nur eine von vielen, wie die IDF ihre Feinde behandelt. Auch wenn dies ein gefährlicher Terrorist war, sind wir dennoch gebunden an die Werte des Judentums, der Genfer Konvention und des menschlichen Anstands.

[Hervorhebung im Text: faehrtensuche]

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Ein Gedanke zu „Ein Soldat der IDF blickt zurück

  1. Diese ‚Breaking the Silence‘ Bande ist der groesste Hoax! Jeder, der etwas darueber erfahren will, wie es in der IDF zugeht braucht nur jeden belibigen Israeli fragen. Sie waren schliesslich alle in der Armee und niemand meint darueber schweigen zu muessen. Im Gegenteil, die meisten Leute freuen sich, wenn sie danach gefragt werden. In den Medien gibt es unzaehlige Doku-filme, die sich immerwieder kritisch damit auseinander setzen. Es gibt staendig einen gesunden, ausgewogenen Dialog darueber. Aber es ist nun mal eine Armee, deren Aufgabe es ist die Bevoelkerung zu schuetzen und nicht irgendein Good Samaritan Charity Verein der Menschenseelen zu retten versucht.

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