Eine Welt ohne Juden (2012)

Vic Rosenthal hat heute auf seiner Seite einen Artikel gepostet, den er als „Gedankenexperiment Zeit“ bezeichnet. Hierin stellt er sich eine Welt ohne Juden vor. Dank des Facebook-Features „Memories“ [Erinnerungen] stieß er wieder auf seinen zuerst vor vier Jahren veröffentlichten Artikel und fand ihn so gut („No need to change a word“), dass er ihn unverändert noch einmal „ins Rennen“ gebracht hat.

Originalartikel: Vic Rosenthal, A world without Jews (2012)

Übersetzung: faehrtensuche

Gedankenexperiment Zeit:

Vielleicht werden die Juden der Welt eines Tages endgültig die Schnauze voll haben. Vielleicht werden sie ein enormes Raumschiff bauen und ihre Argumente mit zu einem anderen Planeten nehmen (wir wissen, die Juden sind intelligent, deswegen könnten sie dies tun).

Was auf diesem Planeten passieren würde, könnte interessant sein, aber ich werde nicht spekulieren, obschon es verlockend ist, sich zu fragen, wie ein jüdischer Planet sein würde. Wie Israel ohne ausländische Arbeiter, Terrorismus und Reservedienst?

Ich bin mehr daran interessiert, wie die Erde sein würde. Stell dir einen Nahen Osten ohne Juden vor (das iranische Regime tut das die ganze Zeit). Schade um die ‚Palästinenser‘, deren Kultur plötzlich ihre Daseinsberechtigung verlöre. Nach ein paar Tagen der Freude an den schönen Autos und Gebäuden, die die Juden zurückgelassen hätten, müssten sie sich eine wirkliche Identität schaffen.

Plötzlich gäbe es sehr wenig Interesse, die ‚Flüchtlinge‘ zu unterstützen. Wer würde sich um sie kümmern? Die arabischen Länder nicht, die sie nun wie Abfall (Müll) behandeln. Ich nehme an, dass es zwischen verschiedenen Fraktionen – einigen islamistischen und einigen säkularen – Kämpfe gäbe. Die Hisbollah übernähme die Kontrolle über den Norden, Hamas über den Süden und Fatah über den Osten. Die UN würde sie füttern, zumindest für eine Weile. Türkei, Ägypten, Iran, Saudi-Arabien, etc. würden jeweils ihre favorisierte Fraktion mit Waffen beliefern und sie würden kämpfen bis der größte Teil des Landes von seinen Nachbarn verschluckt oder unter Kontrolle der verschiedenen Milizen wäre.

Die ehemaligen israelischen Araber, an einen gewissen Grad der Zivilisation gewöhnt und in Ermangelung der aufgestauten Boshaftigkeit der Milizen, hätten kein Glück. Ihr Eigentum würde bald gestohlen oder von den Milizen beschlagnahmt werden. Der US-Präsident hielte eine Rede über die Förderung der Demokratie in der Region, und würde eine Fraktion zur Unterstützung auswählen, eine, die darüber reden könnte, aber die wirkliche Macht käme aus den Gewehrläufen. Bald würde viel wie Libyen aussehen, doch schlimmer.

Für die Katastrophe würden die Juden verantwortlich gemacht werden, aber daraus ergäbe sich wenig Genugtuung, denn es gäbe keine Möglichkeit, sie zu bestrafen. Mearsheimer und Walt müssten echte Arbeitsplätze erhalten. Viele Wissenschaftler müssten neue Ursachen finden, aber keine wäre emotional erfüllend. Bestimmte Industrien und Städte in den USA würden dezimiert; es gäbe ein sofortiges Desaster für die Wirtschaft der USA, obwohl sie sich erholen würde. Europa, wo es weniger Juden gab, würde weiterhin wie bisher kulturellen Selbstmord begehen.

Ohne Israel würden sich die muslimischen Staaten, Sekten und Milizen darauf konzentrieren, ihre Macht auf Kosten der jeweils anderen auszuweiten. Letztlich würden ein paar Gruppen dominieren und die anderen brutal unterdrücken.

In 50 Jahren wären der Nahe Osten, Teile des heutigen Russland und der größte Teil Europas in türkische, pakistanische und iranische Einflusssphären, vielleicht sogar Weltreiche, aufgeteilt. Alle wären islamistisch.

Die USA, immer noch unabhängig, würde nach und nach eine andere Kultur ohne den jüdischen Einfluss (und unter dem Druck des einheimischen Terrorismus) entwickeln. Viele Amerikaner würden Ordnung wichtiger finden als die Bewahrung individueller Rechte. Die speziell jüdischen Spannungen des nicht-zwingenden Liberalismus auf der einen Seite und dem Liberalismus auf der anderen Seite würden abklingen und auf der Linken durch einen unterdrückenden Kommunismus nach sowjetischem Stil und auf der Rechten durch Faschismus ersetzt.

Es gäbe weiterhin Nobelpreise, aber sie würden alle an Muslime vergeben. Kritik am Islam wäre in Europa verboten, allerdings, und Scharia wäre in vielen Ländern das Gesetz des Landes. Die Zahl der Christen würde überall stark sinken. In Europa würden Christen als Dhimmis leben. In den USA würden viele zum Islam konvertieren, aber es bliebe eine starke christliche Präsenz, einschließlich militanter, den Muslimen gegenüber feindlich eingestellter Gruppen.

Wissenschaftlicher Fortschritt in vielen Bereichen wäre durch den Verlust so vieler Wissenschaftler unterbrochen. Insbesondere die medizinische Wissenschaft würde einen schweren Schlag erleiden. Epidemien von neuen Krankheiten, verursacht durch arzneimittelresistente Erreger und biologische in den Kriegen des Mittleren Osten freigegebene Mittel, würden die Welt verwüsten; die jüdischen Ärzte und Wissenschaftler, die darauf Antworten entwickelt hätten, wären woanders beschäftigt.

Literatur, Kunst und Wissenschaft, die man für den Islam als herausfordernd ansah, würden in vielen Teilen der Welt unterdrückt. In den USA wäre es ’strittig‘. Von Juden kreierte Bücher und Kunstwerke würden vernichtet, wo der radikale Islam vorherrscht.

In den unsterblichen Worten von Thomas Hobbes wäre das Leben auf der Erde wieder „böse, brutal und kurz“.

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Ein Gedanke zu „Eine Welt ohne Juden (2012)

  1. „Schöne neue Welt“ – nur nicht jene von A. Huxley. Noch viiiiiiiiiel schlimmer. Die Judenfeinde
    würden eine solche Welt sehr wohl verdienen. Doch möchte ich „mein“ Europa erhalten solange
    ich noch lebe. Nach mir die Sintfut – so egoistisch bin ich.:-)))
    lg
    caruso

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