„Du bist ein wahrer Held“

Die Terroranschläge gegen Juden mehren sich. Kein Tag vergeht, ohne dass es zu einem, zwei oder mehr Anschlägen kommt. Und: Die Attentäter werden immer jünger.

DIE WELT SCHWEIGT!

Terrror wird nicht oder nicht mehr als solcher benannt oder ignoriert, zumindest wenn er von Palästinensern ausgeht und gegen Juden gerichtet ist. Jedes Schweigen angesichts des Terrors ermutigt die Palästinenser, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Hinzu kommt, dass finanzielle Mittel nicht gekürzt und/oder gestrichen werden. Auf die EU ist Verlass: Gelder fließen unabhängig davon, wie groß der Terror ist. Bedingungen werden nicht gestellt.

DIE WELT SCHWEIGT!

Die Welt schweigt auch, wenn die Palästinenser im Anschluss an gelungene Anschläge ihre Attentäter als glorreiche Helden feiern und das regelmäßig. Nicht nur das, auch Straßen und Plätze werden nach Terroristen, Mördern benannt. Welch eine Verhöhnung der unschuldigen Opfer, die allein aus dem Grund ermordet werden, weil sie Juden sind!

Mitleid mit den Tätern (Palästinensern)? Ja! Mit den Opfern (Juden)? Nein, dIe sind selbst schuld! …

Am Donnerstag vergangener Woche (18.02.2016) wurde ein erst 21-jähriger IDF- Soldat, der sich auf Wochenendbesuch bei seiner Familie befand und mit dieser in ei-

Tuvia Yanai Weissmann mit seiner Frau Yael und seiner Tochter Netta. Foto: Screenshot Twitter/IDF-Spokesperson

nem Rami-Levy-Supermarkt (eine in ganz Israel bekannte Supermarkt-kette) beim Einkauf war, von zwei 14-jährigen (!!!) palästinensischen Jungen niedergestochen. Die Ärzte kämpften vergeblich um sein Leben. Tuvia Yanai Weissmann erlag seinen Verletzungen. Er hinterließ seine Frau Yael und seine kleine Tochter Netta.

Die Jerusalem Post brachte einen eindrücklichen zu Herzen gehenden Bericht über Tuvia Yanai Weissmanns Begräbnis, so dass ich mich entschloss, diesen zu übersetzen, um ihn auch für alle zugänglich zu machen, die kein Englisch sprechen/verstehen und um zu verdeutlichen: Die wahren Helden sind Menschen wie Tuvia Yanai Weissmann!

Im Folgenden also die Übersetzung.

Originalartikel: Terror victim’s wife at funeral: ‚You didn’t have a gun but you ran towards the attackers‘

von Tovah Lazaroff

Die Frau des Terroropfers beim Begräbnis: ‚Du hattest keine Waffe, aber du ranntest in Richtung der Angreifer‘

„Du warst ein wahrer Held“, sagt Yael Weissman von ihrem Ehemann Tuvia Yanai Weissman, 21, der versuchte, die palästinensischen Messerstecher bei dem Anschlag am Donnerstag im Westjordanland aufzuhalten.

„Du hattest keine Waffe, aber doch ranntest du [zu den Angreifern] ohne nochmal nachzudenken“, sagte Yael Weissman mit tränenerstickter Stimme, als sie Freitag-morgen am frischen Grab ihres Mannes auf dem Herzlberg-Militärfriedhof in Jerusalem stand. „Du bist ein wahrer Held.“

Staff Sergeant Tuvia Yanai Weissman, 21, wurde Donnerstag bei dem Versuch, zwei palästinensische Teenager-Terroristen davon abzuhalten, Käufer im Rami Levy- Supermarkt in Sha’ar Binyamin zu erstechen, getötet.

An Hunderte von Trauernden gewandt, beschrieb Yael, wie sie und ihr Mann mit ihrer kleinen Tochter Netta in einem anderen Teil des Geschäfts waren, als die Teenager Messer zogen.

„Ich wusste immer, dass – sollte etwas passieren – du die erste Person sein würdest, die reagiert“, sagte Yael.

Ihr Mann, der mit seinem mittleren Namen „Yanai“ gerufen wurde, war seit fast zwei Jahren Kampfoffizier in der Nahal Brigade der IDF und konnte nur an den Wochenenden mit seiner Familie zusammen sein.

„Gestern gingen wir einkaufen, so dass du, wenn du am Sonntag zurück zur Armee gingest, wusstest, dass Netta und ich alles hatten, was wir brauchten, und dass uns nichts fehlte“, sagte Yael. „Du warst immer so. Jedes Mal, wenn du an den Wochenenden bei uns warst, tatest du all das, was du während der Woche, in der du abwesend warst, nicht tun konntest.“

Zeitweise, als sie auf dem Podium stand, weinte sie so sehr, dass ihr das Sprechen schwerfiel, besonders als sie sich die letzten Momente in der Industriezone Sha’ar Binyamin außerhalb von Jerusalem, wo der Supermarkt liegt, in Erinnerung rief.

„Wir kamen zum Supermarkt. Wir waren zusammen. Du machtest dir die ganze Zeit um Netta Sorgen und stelltest sicher, dass sie in meiner Nähe blieb“, sagte sie. „Dann passierte alles in einem Augenblick. Wir hörten, dass es eine Messerstecherei gab und obwohl du keine Waffe hattest, ranntest du ohne nochmal zu überlegen zu Hilfe.“

„Ich konnte dich nicht aufhalten und es tut mir nicht leid. Wenn du nicht [zur Hilfe] geeilt wärst, wärst du nicht der Yanai gewesen, den ich kennengelernt habe, der, in den ich mich verliebt habe,“ sagte sie. „Ich wartete auf dich, dass du zu mir und Netta zurückkämst, ich wartete auf dich, um uns zu umarmen und zu sagen, dass alles gut und es dir gelungen wäre, die Terroristen zu stoppen. Wir warteten eine lange Zeit und du kamst nicht zurück.“

Tuvia Yanai wurde in den Oberkörper gestochen, als er versuchte, die zwei 14-jährigen Palästinenser zu entwaffnen, die aus Beitunya, einem Vorort von Ramallah, wo sie lebten, in das Geschäft gekommen waren. Ein anderer Käufer mit einer Waffe schoss und verwundete Ayham Bassam Irahim Subih und Omar Salim Rimawie, die im medizinischen Zentrum Shaare Zedek in Jerusalem und im Hadassah-Universitätskrankenhaus – Ein Kerem behandelt wurden.

Tuvia Yanai wurde nach Shaare Zedek evakuiert, wo Ärzte mehrere Stunden lang versuchten, sein Leben zu retten.

Ein israelischer Käufer, der von den Terroristen verwundet worden war, wurde Freitag aus dem medizinischen Zentrum des Hadassah Universitätskrankenhaus auf dem Jerusalemer Scopusberg entlassen.

„Yanai, mein Geliebter, wer hätte gedacht, dass ich mich hinsetzen und dir schreiben würde, wenn du nicht mehr mit mir wärest,“ sagte Yael, die ihn seit sieben Jahren kannte, zunächst als Freund und dann als die Liebe ihres Lebens. „Dass ich dir den Brief nicht würde zeigen können, so dass du ihn unserer Sammlung an Korrespondenz hinzufügen könntest.“

„Unsere Liebe war etwas ganz Besonderes. Es spielte keine Rolle, wie sehr wir einander nicht zustimmten oder stritten, wir taten es immer mit Respekt“, fuhr sie fort.

Die Zeit, die er in der Armee verbrachte weg von ihrem Zuhause in der Siedlung Ma’aleh Michmash, war hart, sagte sie. „Vor unserer Abfahrt zum Geschäft umarmte ich dich und fragte: ‚Also, wann werden wir wie eine normale Familie zusammen sein?‘ Wir warteten auf deine Entlassung aus der Armee. Wir hatten so viele Pläne.

Zu fliegen, zu wandern, zu arbeiten, zu studieren und am wichtigsten von allem, zusammen zu sein,“ sagte Yael.

Ihr Mann war so konzentriert und ausgerichtet in seinem kurzen Leben, dass es fast so war, als ob ein Teil von ihm schon wusste, wie wenig Zeit er hatte, sagte sie und sie dankte ihm „für jeden Moment, in dem sie zusammen waren.“

„Danke für das beste Geschenk, das du mir geben konntest, unsere Tochter Netta. Ich könnte nicht um etwas Perfekteres bitten. Ich verspreche, dass Netta wissen wird, wer du warst und wie sehr du sie liebtest. Wir werden uns nie von dir trennen. Du wirst immer bei mir sein. Auch wenn ich nicht körperlich bei dir bin, werden wir nicht entfernt voneinander sein“, sagte sie. „Gib mir die Stärke (Festigkeit), Netta in die Augen zu blicken und ihr zu erzählen, dass alles gut wird.

Ich verspreche, mich um sie zu kümmern, so gut ich kann. Es tut mir leid, dass wir nicht eine Chance hatten, unsere Träume zu verwirklichen. Ich liebe dich und ich habe bereits Sehnsucht nach dir.“

Tuvia Yanais Mutter, Orly, rührte die Trauernden zu Tränen.

„Ich werde jetzt schreien. Es ist ein guter Schrei,“ sagte sie.

Und dann tat sie es, sie schrie zweimal seinen Namen heraus, laut und deutlich, so dass der Ton fast für einen Moment unter der hellen Sonne zu hängen schien, bevor er verschwand.

Der Klang vom Schluchzen der Menschen war alles, was für einen Moment zu hören war oder zwei, bevor sie wieder zu sprechen beginnen konnte.

„Wir weinen, weil wir dich so sehr liebten. Du kamst innerhalb von Sekunden auf die Welt und du gingst innerhalb von Sekunden. Du lebtest ein erfülltes Leben in der kurzen Zeit, in der du hier warst.

Was du an einem Tag tatest, konnte ich nicht in einem Monat tun“, sagte sie. „Du wusstest, wie glücklich zu sein, wütend zu sein, zu weinen, zu lieben.

Du warst ein wundervoller Ehemann und Vater. Ich bin stolz auf dich.“

Wie Abraham in der Bibel, hatte ihr Sohn seine Eltern bereits vor einer Reihe von Jahren verlassen.

„Es gibt kein größeres Geschenk als sich selbst treu zu sein“, sagte Orly. „Du gingst wirklich als ein Mann fort.“

Sie sagte, es hätte sie getroffen, auf dem Weg zum Begräbnis, wie stark die Sonne schien und wie frühlingshaft das Wetter war.

„Ich fragte G’tt, ‚Veräppelst du mich?‘ “ Wie, wollte Orly wissen, war es für die Blumen möglich zu blühen, während Terroranschläge stattfanden? Sie bat die Trauernden, mit ihr kurz ein bekanntes religiöses Lied mit ihr zu singen, das nur eine Zeile lang ist, wie der Himmel glücklich sein wird und das Land erlöst – ein Lied, von dem sie sagte, sie sänge es zuweilen, wenn sie allein in der Dunkelheit fuhr, so dass sie weniger Angst hätte.

[…]

Nun, sagte sie, läge der Körper ihres Sohnes in der Erde, aber seine Seele, angefüllt mit Liebe, wäre ewig.

Als das Begräbnis vorüber war, standen einige der Trauernden um sein Grab, mit einander umschlungenen Armen und sangen.

Später am Tag, verurteilte der stellvertretende Sprecher des US-Außenministerium Mark Toner den Rami Levy Anschlag, der Weissmann tötete, der auch die US-Staatsbürgerschaft besaß.

„Wir verurteilen in schärfster Form den Angriff, der gestern im Westjordanland stattfand. … Es gibt keine Rechtfertigung für Terrorismus. Dieser schreckliche Vorfall unterstreicht erneut die Notwendigkeit für alle Seiten, Gewalt abzulehnen und dringend Maßnahmen zu ergreifen, um Ruhe wiederherzustellen, Spannungen zu reduzieren und ein sofortiges Ende der Gewalt zu bewirken.

Wir überbringen unser tief empfundenes Beileid seiner Familie und seinen Freunden,“ sagte Toner.

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2 Gedanken zu „„Du bist ein wahrer Held“

  1. Herzzerreißend!! Ich finde keine Worte, das auszudrücken, was ich empfinde. ich weiß nur, daß ich
    mit der Seele bei der Familie bin. —

    Ja, die Welt schweigt. Warum auch nicht. Es geht ja nur um Juden:-((( —

    Ja, die Welt schweigt. Es interessiert keinen, daß bei den PalArabern Kinder zu Mördern erzogen werden. Vor einigen Jahren als sich herausstellte, was in manchen katholischen (und anderen) Institutionen vor sich ging in punkto sexueller Mißbrauch, hat die ganze Welt geschrieen – absolut
    zu Recht. Warum schreit die Welt jetzt nicht? Nicht die UN, nicht die EU, nicht die US, nicht die UNICEF, nicht die Kirchen – niemand. Dabei ist das, was in „Palästina“ geschieht. nicht weniger Kindesmißbrauch, nur eine andere Art. Was für eine Moral ist das? Sex. Mißbrauch pfuj, zu Mördern erziehen okay. Für mich ist das Kinderverachtung, Lebensverachtung. Okay, wenn sie
    morden wollen, warum gehen nicht die Erwachsene? Warum müssen die Kinder mit ihrem Leben
    für die Lebensfeindlichkeit der Erwachsenen zahlen? fragt eine alte Jüdin, der Kinder wichtig
    sind.
    lg
    caruso

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