Es überrascht die Überraschung

Juna,  Blogbetreiberin von „Irgendwie jüdisch“ macht sich „Gedanken zu den Wahlen“ vom 13. März in Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Irgendwie hat mich ihr Beitrag nicht in Ruhe gelassen und deswegen möchte ich auf ihn aufmerksam machen. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der sich dadurch zum Nachdenken bringen lässt. Juna schreibt:

„Ich habe überlegt, ob ich etwas schreiben soll zu den Wahlen. Ich überlegte schon vergangene Woche. Und eigentlich, eigentlich muss man nichts schreiben. Nichts schreiben muss man, weil nichts überraschte. 

Es überrascht allerdings die Überraschung der etablierten Parteien, die aufgeweicht in ihren Profilen sich nun wundernd bis erschrocken die Ergebnisse ansehen. Es überrascht das Erstaunen, über die Wähler. Es überrascht von anderer Seite die Überraschung. Nein, dazu muss man nichts schreiben. Schreiben möchte ich über etwas, was mich bewegt – und was natürlich doch mit den Wahlen zu tun hat: Die Wortlosigkeit. Es wird nicht geredet, über das, was passiert. Zuhause, da wird geredet, wird diskutiert, wird überlegt. Doch dort wo ich meine Tage verbringe, mein Geld verdiene: Schweigen.

Nun mag man sagen, das habe ja nichts mit der Arbeit zu tun. Doch das hat es. An diesem Ort hat es das. An allen Bildungseinrichtungen hat es das. An Museen hat es das. In Gedenkstätten hat es das.“

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LESENSWERT!

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2 Gedanken zu „Es überrascht die Überraschung

  1. Was hat die AfD mit „Wehret den Anfängen“, der üblichen medialen, billigen Nazikeule zu tun? Den Anfängen hätte man wehren müssen, als sich Parteien wie „Die Grünen“ mit ihrer unsäglichen Familien- und Sozialpolitik und die Linke (Mauermördernachfolgepartei, eine Verbrecherorgansisation) etabliert haben. Dass es nun ein Gegenorgan gegen zerstörerische gesellschaftliche Kräfte gibt, die die konservativen Werte des Bürgertums hochhalten will, ist nur recht und völlig in Ordnung.

  2. Hab Dank, daß Du mich aufmerksam gemacht hast auf Juna. Ich nützte die Gelegenheit und habe auch noch einen anderen Beitrag von ihr gelesen. Beide s e h r gut, s e h r klarsichtig. Sie bestätigen – leider! – meinen Eindruck der langsam und widerwillig entstand, daß nämlich D, im Gegensatz dazu, was man immer wieder hört /liest, aus seiner Geschichte kaum etwas gelernt hat.
    Ich habe mich bei der Wiedervereinigung gefreut, obwohl etwas in mir ganz leise dagegen murrte. Ich unterdrückte es ganz bewußt. Leider behielt dieses leise Murren recht.
    Vieles von den bürgerlichen Traditionen wäre bewahrenswert. Ich frage mich nur, ob Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Unsoziales usw. auch zu diesen Traditionen gehören. Ja, im Programm der AfD ist nichts davon zu finden. Umso mehr bei den Demonstrationen zu hören. Welche Seite gewinnt? Da habe ich große Zweifel.
    Aber ich will nicht alles auf den sogenannten „kleinen Mann“ schieben. Das wäre sehr ungerecht. Die Regierenden haben den Kontakt zur Bevölkerung längst verloren, nicht erst unter Merkel. Sie haben keine Ahnung von den Lebensumständen, von den Sorgen und Nöten der von ihnen regierten. Sie haben längst vergessen mit den Menschen zu sprechen. Ich meine da vor allem die Abgeordneten aller Parteien. Woher sollen sie denn wissen, was die Leute bedrückt, wovor sie – berechtigt, begründet oder nicht – Angst haben? Aus den Zeitungen? Wenn man sich um die Leute nicht kümmert, entstehen oder werden Parteien verstärkt, die für die Probleme einfache Lösungen
    anbieten – ohne die höchst kompliziert-komplexe Welt, wo alles mit allem zusammenhängt, im Geringsten zu verstehen. Wo und wie das Enden wird, keine Ahnung. Man kann nur hoffen.
    lg
    caruso
    (die Predigerin:-))))

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