Klare Kante zeigen

Man könnte auch sagen „Einfach hervortreten“ ! Diese Aussage jedenfalls trifft den, der die entsprechende Webseite aufruft. Mir hat die Aussage imponiert, suggeriert sie doch, dass es gar nicht so schwer ist, sich zu positionieren, klare Kante zu zeigen. Zumindest regt die Aussage zum Nachdenken an!

Besonders wenn es um Antisemitismus und Judenhass geht, sollte sich jeder positionieren und sich fragen, wo und wie er einen Beitrag leisten und Taten sprechen lassen kann! Manchmal reicht eine Unterschrift! 🙂

Um eine solche geht es bei der von Malca Goldstein-Wolf ins Leben gerufenen Petition „Kein Support des Antisemiten Roger Waters durch öffentliche Gelder des WDR“ . Die Petition wendet sich gegen die Unterstützung eines Konzerts des Künstlers Roger Waters, bekannt als Gründer der britischen Rockband Pink Floyd und jetzt als Solokünstler unterwegs. Roger Waters ist eifriger Unterstützer der BDS-Bewegung und nutzt seine Konzerte explizit dazu, um in massivster Form gegen Israel Stellung zu beziehen. Der Petitionstext auf Change gibt Auskunft.

Mara Goldstein wendet sich an den Intendanten des Westdeutschen Rundfunks Thomas (Tom) Buhrow und schreibt:

Sehr geehrter Herr Buhrow,

nach dem unschönen Eklat um die Ausstrahlung der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt“, scheint sich der WDR beim Thema Antisemitismus wiederholt auf der falschen Seite zu positionieren.

Auch wenn ich es mir wünschen würde, kann ich niemanden zwingen, judenfreundlich zu sein.

Allerdings kann ich von einem öffentlich-rechtlichen Sender zumindest Neutralität im Angesicht von Antisemitismus erwarten, auch wenn Solidarität angebracht wäre.

Keinesfalls bin ich aber bereit mich damit abzufinden, dass mit meinen Geldern Judenhasser subventioniert werden.

Es schockiert mich zutiefst, dass WDR4 das Kölner Konzert des BDS Aktivisten und leidenschaftlichen Antisemiten Roger Waters präsentiert. ARD und SWR subventionieren Waters‘ Konzerte (als ebenfalls öffentlich-rechtliche Sender) in anderen bundesdeutschen Städten…

Roger Waters mag ein talentierter Künstler sein, allerdings setzt er einen großen Teil seines Engagement als Gallionsfigur für den antisemitischen Verein BDS (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) im Kampf gegen Israel ein.

Er setzt internationale Künstler massiv unter Druck, um deren Konzerte in Israel zu verhindern.

Während seiner Konzerte lässt Waters Ballons in Schweineform (!), auf denen ein Davidstern abgebildet ist, aufsteigen und fordert seine Fans zum Boykott israelischer Produkte auf.

Will der WDR tatsächlich das neue „Kauft nicht bei Juden“ unterstützen? Und dann auch noch mit öffentlich-rechtlichen Mitteln?

Städte wie Berlin, Frankfurt und München haben sich klar gegen diese antisemitische Organisation positioniert und der WDR promotet gar ihren prominentesten Anführer , hilft dabei Judenhass salonfähig zu machen?

Nein, Herr Buhrow, so geht das nicht!

Gerade im Hinblick auf den steigenden Antisemitismus appelliere ich an Ihre soziale Verantwortung und daran, dass Sie die Gebühren der GEZ Zahler nicht missbrauchen.

Antisemitismus ist kein Kavaliersdelikt und wenn Sie Juden in Deutschland schon nicht schützen wollen, dann unterstützen Sie wenigstens deren Feinde nicht!

Ich bitte Sie, über mein Anliegen nachzudenken und hoffe auf ein Statement Ihrerseits.

Bis dahin verbleibe ich mit besorgten Grüßen und einem dennoch herzlichen Shalom,

Malca Goldstein-Wolf

Hier geht’s zur Petition!

3 Gedanken zu „Klare Kante zeigen

  1. Habe im „Der Tagesspiegel“ vom 18.11.2017 einen interessanten Artikel zur BDS-Bewegung in Berlin gefunden.
    „Anti-Israel-Kampagne: Wie BDS gegen Israel hetzt“ !
    Ein Auszug daraus:
    „In Berlin rief die Gruppe im August zum Boykott eines Musikfestivals in der Kulturbrauerei auf, nachdem sie auf dem Plakat das Wappen des Staates Israel entdeckt hatte. An der Humboldt-Universität brüllten BDS-Mitglieder eine Veranstaltung nieder, bei der eine Holocaust-Überlebende und eine israelische Parlamentarierin auftreten wollten. Am Alexanderplatz forderten sie mehrfach den Boykott israelischer Waren. Klingt für viele nach „Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht bei Juden!“. Inzwischen warnt auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller: „BDS steht mit antisemitischen Schildern vor Geschäften. Das sind unerträgliche Methoden aus der Nazizeit.“

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