70 Jahre Israel, die Heimat der Hoffnung

Heute Abend beginnen in Israel die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag! Ein ganz besonderer Grund, sich zu freuen!

70 Jahre Israel! Am Israel Chai!  Das Volk Israel lebt! Allen Anfeindungen, allem Terror und allen Kriegen zum Trotz!

Herzlichen Glückwunsch! Mazl Tov!

Rabbi Sacks äußert sich in einem Video zum 70-jährigem Jubiläum und nennt Israel die Heimat der Hoffnung. Er sagt:

„Die Geschichte Israels ist ohne Parallelen in der Geschichte, die Geschichte der Liebe eines Volkes für ein Land, die Liebe der Juden für Israel. Dort wurde in alten Zeiten unser Volk geboren und dort wurde in der heutigen Zeit unser Volk neu geboren.

Und der Tag wird kommen, an dem die Geschichte Israels der heutigen Zeit nicht nur zu den Juden sprechen wird, sondern zu allen, die an die Kraft des menschlichen Geistes glauben, wenn er sich zu G’tt ausstreckt als unvergängliches Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod, [den Sieg] der Hoffnung über die Verzweiflung. Denn:

Israel hat große Dinge erreicht. Es hat ein unfruchtbares Land genommen und es wieder zum Blühen gebracht. Es hat eine alte Sprache, das Hebräisch der Bibel, genommen und sie wieder neu belebt. Es hat den ältesten Glauben des Westens genommen und ihn wieder jung gemacht. Israel hat eine zerrissene, zerrüttete Nation genommen und sie wieder lebendig gemacht. Israel ist das Land, dessen Nationalhymne, Hatikva, Hoffnung bedeutet.

Israel ist die Heimat der Hoffnung. Yom HaAtzmaut Sameach!“

Advertisements

Israel gedenkt

… seiner gefallenen Soldaten und Opfer von Terrorismus.

Im Newsletter der Botschaft des Staates Israel heißt es dazu:

Am Dienstagabend [17.04.2018] und Mittwoch, einen Tag vor dem Unabhängigkeitstag, wird der Gedenktag für die Gefallenen der Kriege Israels begangen, an dem der gefallenen Angehörigen der Sicherheitskräfte, der Terroropfer und der Versehrten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) gedacht wird.

Die Zählung der Toten beginnt mit dem Jahr 1860. Dies ist das Jahr, das den Beginn der Siedlung von Juden außerhalb der historischen Stadtmauern Jerusalems markiert.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Gefallenen von ZAHAL um 101 gewachsen. Seit Beginn der Staatsgründung sind 3.134 Zivilisten bei Terroranschlägen getötet worden, davon 12 im vergangenen Jahr. Die Zahl Opfer insgesamt beträgt damit 23.645 Menschen.

Der Gedenktag beginnt mit einer Schweigeminute um acht Uhr abends. Die zentrale Gedenkfeier findet am Abend an der Klagemauer in Jerusalem statt. Daran nehmen traditionell unter anderem der Staatspräsident, der Generalstabschef und Angehörige der Opferfamilien teil. Am nächsten Tag um elf Uhr vormittags werden bei Sirenenton zwei Schweigeminuten abgehalten. Im Anschluss daran finden auf den Militärfriedhöfen in ganz Israel Gedenkzeremonien statt, die zentrale Zeremonie hier ist diejenige auf dem Herzl-Berg.

***

Noch ein Hinweis: Lila hat vor einigen Jahren Lieder zusammengestellt, die diesen Tag begleiten. Wer daran interessiert ist, mag hier schauen (und hören)!

Heute ist Yom HaShoah

Aus dem Newsletter der Botschaft des Staates Israel, 12.04.2018

Heute wird nach dem hebräischen Kalender Yom haShoah  begangen, der Holocaust-Gedenktag. In ganz Israel standen wie in jedem Jahr heute Morgen um 10.00 Uhr die Menschen still, während eine Sirene ertönte.

Zum zentralen Thema dieses Jahres hat die Internationale Holocaustgedenkstätte Yad Vashem 70 Jahre Erinnerung und Aufbau: Holocaust-Überlebende und der Staat Israel offiziell erklärt.

Auf der Webseite von Yad Vashem heißt es dazu:

„In späteren Jahren schrieb Abba Kovner, ein Holocaust-Überlebender, Dichter, Partisan und einer der Anführer der Untergrundbewegung in Wilna, über seine Mit-Überlebenden, die ihr Leben wieder aufbauten:

‚Diese Menschen … hätten sich resigniert dort niederlassen können, wo sie waren, und versuchen können, ihr ruiniertes Leben wieder herzustellen. Es hätte mich nicht gewundert, wenn aus diesen Überlebenden eine Bande von Dieben, Räubern und Mördern geworden wären; wäre dies geschehen, so hätte man sie immer noch zu den Menschlichen und Gerechten zählen müssen.‘

Kovners Bemerkungen reflektieren sein Erstaunen über die rehabilitativen und schöpferischen Energien der Überlebenden. Die Tatsache, dass sie imstande waren, nach all dem Leid, all den Traumata, die während des Holocaust ihr Los waren, aufzubauen und zu gestalten, ist keine Selbstverständlichkeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entschlossen sich die meisten Holocaust-Überlebenden, ihr Leben wieder aufzubauen. Viele taten es in Eretz Israel, das sie als ihre Heimat betrachteten. Die Geschichte der Holocaust-Überlebenden, die nach Israel einwanderten, ist wohl ohne Parallele in der Menschheitsgeschichte. Selten hat sich eine Gruppe von Neueinwanderern derartig erfolgreich in der neuen Gesellschaft integriert und ist zu einem so aktiven Partner bei der Herausbildung ihres Gesichts und ihres Charakters geworden.

Vom Tag ihrer Ankunft in Eretz Israel an übernahmen die Überlebenden zwei Aufgaben: die Prägung und Wahrung des Gedenkens an den Holocaust einerseits und konstruktives Eingreifen in das gesellschaftliche Geschehen andererseits.“

Mehr Information >>

Yom HaShoah 2018

Heute, am  Abend des 11. Aprils 2018, beginnt in Israel der Holocaustgedenktag, der Yom HaShoah.

Sir Nicholas Winton, 1909 in London geboren, begann kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs (1938) damit, eigenhändig jüdische Kinder von der damaligen Tschechoslowakei nach Großbritannien zu bringen. Er half ihnen dabei, in Großbritannien neue Familien zu finden. Die meisten Eltern dieser insgesamt 669 Kinder kamen im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben.

Winton hat niemandem von diesen Kindern erzählt, bis seine Frau Grete 50 Jahre später auf dem Dachboden ein Notizbuch fand, das die Namen und Bilder all der Kinder enthielt, denen Winton das Leben gerettet hatte. Sie übergab es einem Journalisten, der ihn in eine Fernsehshow einlud. Was er nicht weiß ist, dass jeder im Publikum eines der Kinder ist, die er gerettet hat. Als Erwachsene sind sie nun zusammengekommen, um ihm persönlich zu danken.

Sir Nicholas Winton starb 2015 im Alter von 106 Jahren.

Der Yom HaShoah bietet eine gute Gelegenheit, um an diesen großartigen Mann zu erinnern.

 

***

Weiterführende Artikel zu Sir Nicholas Winton finden sich z. B. hier oder auch  hier!

Herzen für Israel

http://images.maileon-static.com/c/TdSyAXNQMSglpNVnI5-5Ig

„Allah schütze Israel und das israelische Brudervolk!“ – Kommentar auf der arabischsprachigen Facebookseite des Außenministeriums

Wenn die Lage zwischen Israel und den Palästinensern zu eskalieren droht, wie an diesem Wochenende im Gazastreifen, schlägt die Stunde der digitalen Diplomatie: Auf den verschiedenen Kanälen des Außenministeriums und der weltweiten Vertretungen erklären die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die israelische Sicht der Dinge.

Eine besondere Herausforderung stellen dabei die arabischsprachigen Social-Media-Kanäle dar, wird doch allgemein davon ausgegangen, dass deren Nutzerinnen und Nutzer Israel gegenüber nicht unbedingt eine positive Meinung vertreten.

Doch immer wieder erleben die Mitarbeiter in dieser Hinsicht Überraschungen, so auch an diesem Wochenende: „Wir haben Tausende Reaktionen auf die Posts erhalten, die wir zu den Ereignissen vom Freitag veröffentlicht haben“, so Yonatan Gonen, der Leiter des Arabisch-Referats in der Abteilung für digitale Diplomatie im Außenministerium. „Teilweise solidarisierten sie sich mit den Palästinensern, teilweise mit Israel. Wir haben in unseren Posts herausgestellt, dass mit der Hamas eine Terrororganisation hinter den gewalttätigen Ereignissen steht und es sich dabei nicht um eine Friedensdemonstration handelt, und wir haben gesehen, dass die Nutzer die Organisation scharf angegriffen haben.“

So schreibt beispielsweise Ahmed aus dem Irak: „Wir hoffen, dass die palästinensischen Brüder sich nicht von in die Terrorinitiativen der Hamas hineinziehen lassen, die ausschließlich den Palästinensern schaden werden. Wir müssen nachdenken und für den Frieden zwischen dem Staat Israel und dem palästinensischen Staat tätig werden.“

Ein jordanischer Staatsbürger schreibt: „Kinder im Gazastreifen brauchen saubere Luft und keine Luft, die durch das Verbrennen von Reifen des Hasses verschmutzt ist. Sie brauchen auch neue Anführer, die sie aus dem Zeitalter der Konflikte und des Hungers zum Licht des Humanismus, des Wissens und der Liebe führen.“

Auch Nutzer aus Saudi Arabien hätten sich vermehrt geäußert und Partei für Israel ergriffen, so das Internetportal ynet. Dies hänge möglicherweise mit der Verbrennung von Porträts des saudischen Thronfolgers bei den Ausschreitungen zusammen, die in seiner Heimat für Unmut gesorgt hatten.

(Ynet, 08.04.18)

Newsletter der Botschaft des Staates Israel, 09.04.2018

Hervorhebungen im Text: faehrtensuche