Sukkot 2017 steht vor der Tür

Heute Abend beginnt in Israel (und für alle Juden weltweit) Sukkot, das Laubhüttenfest! Es ist eines von drei Wallfahrtsfesten und das fröhlichste Fest im jüdischen Kalender. Geht es nach der Jüdische[n] Allgemeine[n], steht allen, die dieses Fest feiern, eine „Bunte Woche“ bevor. In der Tat bringt Sabine Brandes mit „zehn farbenfrohe[n] Fakten“ zum Ausdruck, was dieses Fest ausmacht.

Was auf keinen Fall fehlen darf, sind die Laubhütten, mit deren Bau gleich nach Yom Kippur begonnen wird, damit bei Beginn von Sukkot alle fertiggestellt sind. Die nachfolgenden Fotos – von mir im letzten Jahr bei Streifzügen durch Jerusalem gemacht – geben einen kleinen Eindruck von den vielfältigen, teilweise noch im Bau befindlichen Laubhütten wieder!

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CHAG SAMEACH! EIN FROHES FEST!

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Die PA ist „der größte Feind des palästinensischen Volkes“

UN-Watch, eine 1983 gegründete NGO [Nichtregierungsorganisation] mit Sitz in Genf, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Aktivitäten und Beschlüsse der UNO unter die Lupe zu nehmen und kritisch zu hinterfragen.

Am 25. September 2017 debattierte der UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) einmal mehr über „Die Situation der Menschenrechte in Palästina“. Nachdem die PLO, Syrien, Quatar, Nordkorea, Pakistan, Venezuela und Iran ihre Anklagen gegen Israel vorgebracht hatten – alles Staaten, die bekanntlich in ihren eigenen Ländern alles andere als ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Menschenrechte haben! – wendete sich Mosab Hassan Yousef, ehemaliges Hamasmitglied und Sohn eines Gründungsmitglieds der Hamas, für UN-Watch in einer Rede an den UN-Menschenrechtsrat und bezeichnete die Palästinensische Autonomiebehörde als „den größten Feind des palästinensischen Volkes“. Weiter sagte er, dass – würde Israel nicht existieren – die PA niemanden hätte, dem sie die Schuld in die Schuhe schieben könnte. Er forderte die PA auf, selbst die Verantwortung für die Ergebnisse ihrer Handlungen zu übernehmen.

Hört man sich die ungeheuerlichen, grundlosen Lügen der oben genannten Staaten an, ist es nicht verwunderlich, dass kein Mitglied eines westlichen demokratischen Staates anwesend war. Hätten sie dazu schweigen können?

Was also bringen die einzelnen Staaten vor? Obwohl ich davon ausgehe, dass den meisten die Vorwürfe nicht unbekannt sind, seien sie hier nochmal aufgeführt:

Die PLO: Israel, die Besatzungsmacht, fährt mit seiner kolonialen Politik und seinen täglichen Rechtsverletzungen fort. Es fährt fort zu misshandeln, willkürlich festzunehmen, ethnische Säuberungen durchzuführen, Land und natürliche Ressorcen zu stehlen, Bäume zu entwurzeln, Geld zu stehlen.

Syrien: Israelische Aktivitäen zur Judaisierung Jerusalems, Zerstörung von Häusern, Konfiszierung von Land und Eigentum, Zerstörung natürlicher Ressourcen.

Quatar: Israel begeht rassistische Verstöße.

Nordkorea: Israel begeht weiterhin Menschenrechtsverletzungen in Palästina.

Pakistan: Israel, die Besatzungsmacht, beschleunigt sein Bestreben von Massenkolonisation und fortgesetzter Apartheid. Setzen Sie diesem kolonialistischen Regime ein Ende.(!)

Venezuela: Apartheid, dem palästinensischen Volk zugefügte Gräueltaten und massive Zerstöungen.

Iran: Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ethnische Säuberung, Staatsterror.

Auch wenn man kein Englisch versteht, lohnt sich das Anschauen des nachfolgenden Videos! Wie den Zuhörern bei den Ausführungen Mosad Hassan Yousefs die Gesichtszüge entgleiten, ist einfach „zu köstlich“!

Die deutsche Übersetzung der Rede kann unterhalb des Videos nachgelesen werden!

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Nachdem ihm das Wort erteilt worden ist, beginnt Mosab Hassan Yousef:

Danke, Herr Präsident.

Ich ergreife das Wort im Auftrag von UN-Watch.

Mein Name ist Mosab Hassan Yousef. Ich bin in Ramallah als Mitglied der Hamas aufgewachsen.

Ich richte mein Wort an die palästinensische Autonomiebehörde, die behauptet, die „einzige legitime Vertretung“ des palästinensischen Volkes zu sein.

Ich frage: Woher kommt Ihre Legitimität?

Das palästinensische Volk hat Sie nicht gewählt und hat Sie nicht damit beauftragt, es zu repräsentieren.

In der Tat sind das palästinensische Individuum und seine menschliche Entwicklung Ihr geringstes Anliegen.

Sie entführen palästinensische Studenten vom Campus und foltern sie in Ihren Gefängnissen. Sie foltern Ihre politischen Konkurrenten. Das Leiden des palästinensischen Volkes ist das Ergebnis Ihrer egoistischen politischen Interessen. Sie sind der größte Feind des palästinensischen Volkes.

Würde Israel nicht existieren, hätten Sie keinen, dem Sie die Schuld zuschieben [könnten]. Übernehmen Sie selbst die Verantwortung für die Ergebnisse Ihrer Handlungen.

Sie entfachen die Flammen des Konflikts, um Ihre missbräuchliche Macht aufrechtzuerhalten.

Schließlich benutzen Sie diese Plattform, um die internationale Gemeinschaft zu täuschen und um die palästinensische Gesellschaft zu täuschen, um ihnen Glauben zu machen, dass Israel für die von Ihnen selbst geschaffenen Probleme verantwortlich ist.

Vielen Dank!

Übersetzung und Hervorhebung: faehrtensuche


Nachtrag:

Gerade habe ich entdeckt, dass sich auch „Schreibschaukel“ mit dem Thema befasst hat. 🙂 Sie schlägt einen wunderbaren Bogen vom heute Abend beginnenden Jüdischen Feiertag Yom Kippur zum Israel-Bashing bzw. der Rede von Mosab Hassan Yousef! Unbedingt lesenswert!


Lese-Empfehlung: Die Obsession der UNO gegen Israel

Shana tova 5778

Es ist mal wieder soweit: Ein weiteres (jüdisches) Jahr neigt sich dem Ende entgegen, ein neues beginnt. In Israel wird Rosh HaShana, der Beginn des (jüdischen) neuen Jahres gefeiert. Rosh HaShana wird auch „Kopf des Jahres“ genannt. Der Neustart des Jahres erfolgt wann genau? Ja, mit dem ersten Blasen des Schofars. Eindrücklicher als im nachfolgenden Video kann man es nicht verdeutlichen. Viel Vergnügen!

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Shana tova umetuka! Ein gutes und süßes neues Jahr!

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(Lese-)Hinweis: Ulrich W. Sahm, Platz für neue Zettel an der Klagemauer

Guter und schlechter Terrorismus

Originalartikel: Mahmoud Abbas, the Good Terrorist

Mahmoud Abbas, der gute Terrorist

von Judith Bergman, am 12.09.2017 auf NiDA veröffentlicht

Die PLO [Palästinensische Befreiungsorganisation] waren die Gründerväter des heutigen islamischen Terrorismus, der sich gerade in der ganzen westlichen Welt verbreitet. Warum werden sie dann mit Ehren und Geld überschüttet?

Die letzte Woche markierte 45 Jahre seit dem Münchner Massaker, als arabische Terroristen 11 israelische Athleten bei den Olympischen Spielen 1972 in Deutschland ermordeten. Der Terroranschlag war mehr als eine nationale Tragödie für Israel. Er wurde zum historischen Meilenstein. Er stellte den arabischen Terrorismus gegen Israel förmlich ins öffentliche Bewusstsein und half, ihn zu internationaler Bedeutung zu treiben.

Eine terroristische Gräueltat, die die allgemeine Verurteilung und die kollektive Empörung der Welt hätte nach sich ziehen sollen, wurde stattdessen ein frühes Sprungbrett – eine empörende terroristische Gräueltat in einer langen Reihe von zukünftigen Gräueltaten – für einen erstaunlichen Grad weltweiter Diplomatie und finanzieller Unterstützung für die „palästinensische“ arabische Sache. „Vor München waren wir einfache Terroristen. Nach München begannen die Menschen schließlich zu fragen, wer diese Terroristen waren. …. Vor München hatte niemand die geringste Idee von Palästina“, wie Mohamed Oudeh, auch bekannt als Abu Daoud, der Drahtzieher hinter dem Münchner Massaker, später sagte.

Der 1999 in Frankreich veröffentlichten Autobiographie Abu Daouds zufolge war Mahmoud Abbas verantwortlich für die Finanzierung des Münchner Massakers. Fünfundvierzig Jahre später, schreitet Abbas, jetzt Vorsitzender der Palästinensischen Autonomiebehörde, ungestraft die roten Teppiche dieser Welt ab, einschließlich den des Weißen Hauses. Er erhielt sogar stehende Ovationen von den europäischen Parlamentariern für eine vor ihnen im Juni 2016 gehaltenen Rede. Eine Rede, in der er sich maßgeblich auf alte antisemitische Ritualmordlegenden bezog und fälschlicherweise israelische Rabbiner beschuldigte, sie würden die israelische Regierung auffordern, das von Arabern verwendete Wasser zu vergiften. In einer Welt mit Kurzzeitgedächtnis und selektiver moralischer Empörung werden die abscheulichen Verbrechen eines der Mitbegründer des modernen Terrorismus, Abbas, als angenehmer angesehen als die von Abu Bakr al-Baghdadi, dem Führer von ISIS oder von Osama Bin Laden.

Zum Zeitpunkt des Münchner Massakers hätte sich Abbas kaum vorstellen können, dass die Weltgemeinschaft eines Tages die Bemühungen der PLO, Juden zu ermorden, so bereitwillig und großzügig unterstützen und begünstigen würde. Wirtschaftsanalysten haben geschätzt, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) seit Mitte der 1990er Jahre insgesamt 25 Milliarden US-Dollar an ausländischer Unterstützung erhalten hat, was die PA zu einem der größten Pro-Kopf-Empfänger internationaler Auslandshilfe macht. Allein die Vereinigten Staaten haben mit 5 Milliarden US-Dollar zu dieser Summe beigetragen.

Wie hat die PA das Geld ausgegeben? In erster Linie für die Sache, mit der sie begonnen hat: Terrorismus. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 hat die PA systematisch ihre Bürger mit einem unaufhörlichen Trommelfeuer der Anstiftung, Jihad gegen die Juden zu begehen, indoktriniert. Von dem Moment an, wo sie in den Kindergarten kommen, lernen die Kinder zum Beispiel durch die Koranverse 5:60 und 7:166, dass die Juden verflucht sind und dass Allah sie in Affen und Schweine verwandelt hat. Der gewalttätige Hass auf Juden lässt nie nach, sondern wird in den Schulen gelehrt, wo Israel von der Landkarte gelöscht, die jüdische Nationalität verleugnet und der Holocaust niemals erwähnt wird. Das wird in den Moscheen, im Internet, im Fernsehen und Radio gepredigt und manifestiert sich in den Statuen, die die PA an seinen öffentlichen Plätzen errichtet hat in Erinnerung an Terroristen, die als Märtyrer wahrgenommen werden, als nachahmenswerte Vorbilder für ihre Jugend. Die offizielle palästinensische arabische Kultur ist gesättigt mit der Nachahmung des Jihadisten, der in dem Bestreben, Juden zu ermorden, stirbt.

Darüber hinaus betreibt Abbas ein großzügiges und effizientes System von Belohnungen, die an Terroristen und ihre Familien bezahlt werden als Motivation und Entschädigung für ihre Hingabe bei der Ermordung von Juden. Allein im Jahr 2017 hat die PA eine Summe veranschlagt, die sich auf die Hälfte der in diesem Jahr zu erwartenden ausländischen Hilfe beläuft, um sie für Gehälter an Terroristen – verurteilte Häftlinge israelischer Gefängnisse – und Familien von ‚Märtyrern‘ auszugeben. Das sind fast 345 Millionen US-Dollar aus einer erwarteten Gesamtsumme an Spenden von 693 US-Dollar. Diese Summe entspricht einer Zunahme von 13 % ab dem Jahr 2016. Einige Fatah-Terroristen, die in israelischen Gefängnissen sind, sollen monatliche Stipendien von bis zu 4000 US-Dollar erhalten. Viele von ihnen werden auch mit Top-Jobs sowohl in der Fatah als auch der PA belohnt.

Als die USA vor kurzem suggerierte, dass Abbas aufhört, Terroristen zu bezahlen, wurde Abbas wütend und sein ausländischer Berater, Naabil Shaath, bezeichnete den Vorschlag als „irrsinnig“. „Es ist absurd zu verlangen, mit der Zahlung von Familien der Gefangenen aufzuhören“, sagte Shaath. „Das wäre so als wollte man von Israel verlangen damit aufzuhören, ihre Soldaten zu bezahlen.“

Offensichtlich hat sich in der Mentalität oder den Zielen von Abbas und seinen Kohorten seit dem Münchner Massaker nichts Wesentliches verändert. Jedoch, was einmal von der Weltgemeinschaft als abscheuliche Verbrechen angesehen wurden und immer noch als solche angesehen werden – vorausgesetzt, sie werden von Leuten wie ISIS gegen Europäer oder Amerikaner ausgeführt – wurde beschönigt und zu einem edlen ‚Widerstand‘ erhoben, wert geachtet für Milliarden an Dollars in ausländischer Hilfe der Weltgemeinschaft. Eine Weltgemeinschaft, die vor vielen Jahrzehnten ihren moralischen Kompass vorloren hat. Es ist gut, Mahmoud Abbas zu sein.

Dieser September markiert ein anderes Jubiläum: Sechzehn Jahre seit den Al Quaida-Terroranschlägen vom 11. September gegen die Vereinigten Staaten. Das war ein barbarischer Akt, der die Welt zu Recht wütend machte und nicht nur weltweite Verurteilung, sondern auch eine massive militärische Reaktion der Vereinigten Staaten und seiner Verbündeten nach sich zog – eine Koalition, die Israel bewusst ausgeschlossen hatte.

Anders als der ‚gute‘ Terrorismus von Abbas und der PLO, der belohnt wird mit dem Ausrollen des roten Teppichs in den Hauptstädten der Welt und mit Milliardenhilfe an Dollars belohnt wird, wurde der von Osama bin Laden, dem Führer der Al-Quaida, geschaffene Terror als ’schlecht‘ angesehen. Deshalb, anstatt mit stehenden Ovationen überschüttet zu werden, starb Osama bin Laden in einem Kugelhagel. Gleichwohl hoffte Israel nach dem 11. September, dass die Welt endlich erkennen würde, dass der Terror, den Israel bekämpft, nichts anderes ist als der Terror, der am 11. September gegen die Vereinigten Staaten entfesselt wurde. Die Al-Qaida-Angriffe stellten sich nur als Beginn einer langwierigen Kampagne des islamischen Terrorismus heraus, der sich mittlerweile regelmäßig darstellt in Form von Bombenangriffen, Messerstechereien [Stabbings] und Auto-rammenden Angriffen in den Hauptstädten Europas. All das inspiriert von den palästinensisch arabischen Paten des Terrorismus‘ in der PLO und der Hamas.

Doppelte Standards führen zu keinem Standard. Aus israelischer Sicht ist es nicht überraschend, dass sich die Welt nun in einem terroristischen Ansturm von ISIS und ihren Tausenden von Unterstützern verwickelt findet – es wird geschätzt, dass es jetzt 50.000 Jihadisten gibt, die allein in der EU leben – das zeigt kein Anzeichen, dass er bald irgendwann nachlässt. Wenn du den Terrorismus im Hinterhof eines anderen unterstützt und ihm Vorschub leistest, solltest du nicht überrascht sein, wenn er vor deiner eigenen Türschwelle auftaucht.

Judith Bergman ist Kolumnistin und politische Analytikerin.

Übersetzung und Link: faehrtensuche

Warum Antizionismus eine Manifestation von Antisemitismus ist

Der israelische Nachrichtensprecher und Korrespondent bei i24news, Eylon A. Levy, legt im nachfolgenden Video dar, warum Antizionismus eine Manifestation von Antisemitismus ist.

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Lassen Sie uns über Antizionismus reden und warum er eine Erscheinungsform des Antisemitismus‘ ist.

Antizionismus ist inhärent, essentiell, zwangsläufig antisemitisch. Tatsächlich handelt es sich um die stärkste Veränderung des alten Virus heute.

Zionismus ist die Überzeugung, dass das jüdische Volk das Recht auf Selbstbestimmung im Land Israel hat. Zumindest ist es zutreffend, dass der Staat Israel das Recht hat, weiterhin zu existieren. Antizionismus ist die Ideologie, die besagt, dass Israel kein Recht hat zu existieren, dass es nicht existieren sollte. Sie bedeutet nicht Kritik an Israel. Sie ist die Negation Israels. Praktisch angewandt ist Antizionismus die Bewegung, die bestrebt ist, politischen, wirtschaftlichen und moralischen Druck einzusetzen, um Israel von der Landkarte zu löschen und durch ein mehrheitlich arabisches Palästina zu ersetzen.

Also: Warum ist Antizionismus eine Manifestation von Antisemitismus?

Erstens: Der Antizionismus versucht, den Juden ein Grundrecht zu entziehen, das sie derzeit als Juden genießen – das Recht auf Selbstbestimmung. Der Antizionismus sagt nicht, dass Nationalstaaten nicht existieren sollten. Er sagt, dass der JÜDISCHE Nationalstaat nicht existieren sollte. Aber Israel ist keine abstrakte Idee. Es ist ein Ort, wo Juden aus der ganzen Welt ihre alte hebräische Sprache zum Leben erweckt und ihre geschichtliche, heimische Kultur regeneriert haben. Antizionismus besagt, dass allein den Juden ihr international anerkanntes Recht auf einen Raum, in dem ihre unverwechselbare Kultur gedeihen kann, entzogen werden sollte. Das ist Antisemitismus.

Zweitens: Der Antizionismus versäumt es zwangsläufig, Juden als politisch gleichberechtigt anzuerkennen. Der Zionismus ist keine Form der „Vormachtstellung“. Er ist eine Forderung nach grundlegender politischer Gleichheit für Juden als Nation. Aber Antizionismus ist eine Forderung, dass allein die Juden, die ihre nationale Freiheit gesichert haben, gewaltsam anderen Mehrheiten untergeordnet werden sollten. Er ist die Forderung, dass Juden wieder dauerhafte Minderheiten werden sollten, trotz ihrer tragischen Geschichte. Antizionisten sagen den Juden, sie könnten nur gleich behandelt werden nach antizionistischen Begrifflichkeiten – mit einem ihnen aberkannten Kollektiv. Es ist eine Geltendmachung einer politischen Vorherrschaft über die Juden. Das ist Antisemitismus.

Drittens: Der Antizionismus setzt Juden Gefahren aus, für die Antizionisten keine Antwort haben. Seit Jahrtausenden waren Juden Verfolgungen ausgesetzt. Im 20. Jahrhundert sind faschistische, kommunistische und arabische Regimes auf der ganzen Welt auf ihre Juden losgegangen, während liberale Demokratien ihnen einen sicheren Hafen verwehrten. Die meisten Juden realisierten, dass der beste oder einzige Weg zu überleben war, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, ihren eigenen demokratischen Staat zu gründen. Das ist Zionismus. Er brachte die Juden aus Ländern, in denen sie unerwünscht waren, in ihre alte Heimat. Der Antizionismus besagt, dass sie auch in Israel nicht erwünscht sind und dort nicht die Garanten ihrer eigenen Existenz sein können. Aber für den Fall, dass Israel verschwände, würde das jüdische Volk ihren erfolgreichsten Selbstverteidigungsmechanismus überhaupt verlieren. Der Antizionismus missachtet zwangsläufig die Überzeugungen, die Handlungsfähigkeit und die Bestrebungen des jüdischen Volkes. Das ist Antisemitismus.

Sie sehen, Antisemitismus war nie nur ein Vorurteil gegen Juden wie andere Formen von Rassismus. Er war eine totalitäre politische Ideologie, die Gesellschaften gegen „die Juden“ mobilisierte, die sie behandelte wie ein hoffnungsloses Problem, das zu lösen war. Und genau das ist es, worum es beim Antizionismus geht. Er ist keine Kritik. Er ist eine hasserfüllte, totalitäre, destruktive Ideologie. Zionismus wurde als eine revolutionäre Bewegung geboren, die den Juden Leben einhauchte. Der Gründer der anti-israelischen BDS*-Bewegung sagte, er favorisiere die „Euthanasie“ Israels. Wählen Sie den Zionismus. Wählen Sie das Leben.

*BDS: Boykott, Deinvestition und Sanktionen

Übersetzung: faehrtensuche