Guter und schlechter Terrorismus

Originalartikel: Mahmoud Abbas, the Good Terrorist

Mahmoud Abbas, der gute Terrorist

von Judith Bergman, am 12.09.2017 auf NiDA veröffentlicht

Die PLO [Palästinensische Befreiungsorganisation] waren die Gründerväter des heutigen islamischen Terrorismus, der sich gerade in der ganzen westlichen Welt verbreitet. Warum werden sie dann mit Ehren und Geld überschüttet?

Die letzte Woche markierte 45 Jahre seit dem Münchner Massaker, als arabische Terroristen 11 israelische Athleten bei den Olympischen Spielen 1972 in Deutschland ermordeten. Der Terroranschlag war mehr als eine nationale Tragödie für Israel. Er wurde zum historischen Meilenstein. Er stellte den arabischen Terrorismus gegen Israel förmlich ins öffentliche Bewusstsein und half, ihn zu internationaler Bedeutung zu treiben.

Eine terroristische Gräueltat, die die allgemeine Verurteilung und die kollektive Empörung der Welt hätte nach sich ziehen sollen, wurde stattdessen ein frühes Sprungbrett – eine empörende terroristische Gräueltat in einer langen Reihe von zukünftigen Gräueltaten – für einen erstaunlichen Grad weltweiter Diplomatie und finanzieller Unterstützung für die „palästinensische“ arabische Sache. „Vor München waren wir einfache Terroristen. Nach München begannen die Menschen schließlich zu fragen, wer diese Terroristen waren. …. Vor München hatte niemand die geringste Idee von Palästina“, wie Mohamed Oudeh, auch bekannt als Abu Daoud, der Drahtzieher hinter dem Münchner Massaker, später sagte.

Der 1999 in Frankreich veröffentlichten Autobiographie Abu Daouds zufolge war Mahmoud Abbas verantwortlich für die Finanzierung des Münchner Massakers. Fünfundvierzig Jahre später, schreitet Abbas, jetzt Vorsitzender der Palästinensischen Autonomiebehörde, ungestraft die roten Teppiche dieser Welt ab, einschließlich den des Weißen Hauses. Er erhielt sogar stehende Ovationen von den europäischen Parlamentariern für eine vor ihnen im Juni 2016 gehaltenen Rede. Eine Rede, in der er sich maßgeblich auf alte antisemitische Ritualmordlegenden bezog und fälschlicherweise israelische Rabbiner beschuldigte, sie würden die israelische Regierung auffordern, das von Arabern verwendete Wasser zu vergiften. In einer Welt mit Kurzzeitgedächtnis und selektiver moralischer Empörung werden die abscheulichen Verbrechen eines der Mitbegründer des modernen Terrorismus, Abbas, als angenehmer angesehen als die von Abu Bakr al-Baghdadi, dem Führer von ISIS oder von Osama Bin Laden.

Zum Zeitpunkt des Münchner Massakers hätte sich Abbas kaum vorstellen können, dass die Weltgemeinschaft eines Tages die Bemühungen der PLO, Juden zu ermorden, so bereitwillig und großzügig unterstützen und begünstigen würde. Wirtschaftsanalysten haben geschätzt, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) seit Mitte der 1990er Jahre insgesamt 25 Milliarden US-Dollar an ausländischer Unterstützung erhalten hat, was die PA zu einem der größten Pro-Kopf-Empfänger internationaler Auslandshilfe macht. Allein die Vereinigten Staaten haben mit 5 Milliarden US-Dollar zu dieser Summe beigetragen.

Wie hat die PA das Geld ausgegeben? In erster Linie für die Sache, mit der sie begonnen hat: Terrorismus. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 hat die PA systematisch ihre Bürger mit einem unaufhörlichen Trommelfeuer der Anstiftung, Jihad gegen die Juden zu begehen, indoktriniert. Von dem Moment an, wo sie in den Kindergarten kommen, lernen die Kinder zum Beispiel durch die Koranverse 5:60 und 7:166, dass die Juden verflucht sind und dass Allah sie in Affen und Schweine verwandelt hat. Der gewalttätige Hass auf Juden lässt nie nach, sondern wird in den Schulen gelehrt, wo Israel von der Landkarte gelöscht, die jüdische Nationalität verleugnet und der Holocaust niemals erwähnt wird. Das wird in den Moscheen, im Internet, im Fernsehen und Radio gepredigt und manifestiert sich in den Statuen, die die PA an seinen öffentlichen Plätzen errichtet hat in Erinnerung an Terroristen, die als Märtyrer wahrgenommen werden, als nachahmenswerte Vorbilder für ihre Jugend. Die offizielle palästinensische arabische Kultur ist gesättigt mit der Nachahmung des Jihadisten, der in dem Bestreben, Juden zu ermorden, stirbt.

Darüber hinaus betreibt Abbas ein großzügiges und effizientes System von Belohnungen, die an Terroristen und ihre Familien bezahlt werden als Motivation und Entschädigung für ihre Hingabe bei der Ermordung von Juden. Allein im Jahr 2017 hat die PA eine Summe veranschlagt, die sich auf die Hälfte der in diesem Jahr zu erwartenden ausländischen Hilfe beläuft, um sie für Gehälter an Terroristen – verurteilte Häftlinge israelischer Gefängnisse – und Familien von ‚Märtyrern‘ auszugeben. Das sind fast 345 Millionen US-Dollar aus einer erwarteten Gesamtsumme an Spenden von 693 US-Dollar. Diese Summe entspricht einer Zunahme von 13 % ab dem Jahr 2016. Einige Fatah-Terroristen, die in israelischen Gefängnissen sind, sollen monatliche Stipendien von bis zu 4000 US-Dollar erhalten. Viele von ihnen werden auch mit Top-Jobs sowohl in der Fatah als auch der PA belohnt.

Als die USA vor kurzem suggerierte, dass Abbas aufhört, Terroristen zu bezahlen, wurde Abbas wütend und sein ausländischer Berater, Naabil Shaath, bezeichnete den Vorschlag als „irrsinnig“. „Es ist absurd zu verlangen, mit der Zahlung von Familien der Gefangenen aufzuhören“, sagte Shaath. „Das wäre so als wollte man von Israel verlangen damit aufzuhören, ihre Soldaten zu bezahlen.“

Offensichtlich hat sich in der Mentalität oder den Zielen von Abbas und seinen Kohorten seit dem Münchner Massaker nichts Wesentliches verändert. Jedoch, was einmal von der Weltgemeinschaft als abscheuliche Verbrechen angesehen wurden und immer noch als solche angesehen werden – vorausgesetzt, sie werden von Leuten wie ISIS gegen Europäer oder Amerikaner ausgeführt – wurde beschönigt und zu einem edlen ‚Widerstand‘ erhoben, wert geachtet für Milliarden an Dollars in ausländischer Hilfe der Weltgemeinschaft. Eine Weltgemeinschaft, die vor vielen Jahrzehnten ihren moralischen Kompass vorloren hat. Es ist gut, Mahmoud Abbas zu sein.

Dieser September markiert ein anderes Jubiläum: Sechzehn Jahre seit den Al Quaida-Terroranschlägen vom 11. September gegen die Vereinigten Staaten. Das war ein barbarischer Akt, der die Welt zu Recht wütend machte und nicht nur weltweite Verurteilung, sondern auch eine massive militärische Reaktion der Vereinigten Staaten und seiner Verbündeten nach sich zog – eine Koalition, die Israel bewusst ausgeschlossen hatte.

Anders als der ‚gute‘ Terrorismus von Abbas und der PLO, der belohnt wird mit dem Ausrollen des roten Teppichs in den Hauptstädten der Welt und mit Milliardenhilfe an Dollars belohnt wird, wurde der von Osama bin Laden, dem Führer der Al-Quaida, geschaffene Terror als ’schlecht‘ angesehen. Deshalb, anstatt mit stehenden Ovationen überschüttet zu werden, starb Osama bin Laden in einem Kugelhagel. Gleichwohl hoffte Israel nach dem 11. September, dass die Welt endlich erkennen würde, dass der Terror, den Israel bekämpft, nichts anderes ist als der Terror, der am 11. September gegen die Vereinigten Staaten entfesselt wurde. Die Al-Qaida-Angriffe stellten sich nur als Beginn einer langwierigen Kampagne des islamischen Terrorismus heraus, der sich mittlerweile regelmäßig darstellt in Form von Bombenangriffen, Messerstechereien [Stabbings] und Auto-rammenden Angriffen in den Hauptstädten Europas. All das inspiriert von den palästinensisch arabischen Paten des Terrorismus‘ in der PLO und der Hamas.

Doppelte Standards führen zu keinem Standard. Aus israelischer Sicht ist es nicht überraschend, dass sich die Welt nun in einem terroristischen Ansturm von ISIS und ihren Tausenden von Unterstützern verwickelt findet – es wird geschätzt, dass es jetzt 50.000 Jihadisten gibt, die allein in der EU leben – das zeigt kein Anzeichen, dass er bald irgendwann nachlässt. Wenn du den Terrorismus im Hinterhof eines anderen unterstützt und ihm Vorschub leistest, solltest du nicht überrascht sein, wenn er vor deiner eigenen Türschwelle auftaucht.

Judith Bergman ist Kolumnistin und politische Analytikerin.

Übersetzung und Link: faehrtensuche

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Der globale jihadistische Ansturm und die europäischen Juden

Originalartikel: The global jihadist onslaught and European Jews

von Isi Leibler

Übersetzung: faehrtensuche

Dass ein Massaker an mindestens 129 Zivilisten in Paris, im Herzen Europas, von einem halben Dutzend militärisch ausgebildeten Killern eingefädelt werden konnte, ist ein Indikator von dem, was wir in der Zukunft erwarten können, sofern nicht schonungslose Maßnahmen getroffen werden, um sich den Terroristen in ihren Heimatbasen entgegenzustellen und die Dinge aufzuhalten. Das wird mehr als Bombeneinsätze erfordern, allerdings den Einsatz von Bodentruppen, dem US-Präsident Obama sich noch immer erbittert widersetzt.

Wir wollen die Herausforderung nicht untertreiben. Wir stehen vor einem brutalen, gewaltverherrlichenden Konflikt der Kulturen, in denen böse Kräfte, motiviert durch einen Todeskult, uns zurück ins dunkle Zeitalter bringen. Die Barbaren sind bereits durch unsere Tore eingedrungen und wir haben eine weitere Vorschau gesehen auf den beängstigenden Horror, den Menschen sich selbst zuzufügen in der Lage sind.

Was erstaunlich ist: selbst nach dieser letzten Manifestation verbleiben viele europäische Führer in der Verweigerung und scheitern daran zu erkennen, dass wir es nicht mit hirnlosen nihilistischen Terroristen zu tun haben, sondern mit fanatisch inspirierten islamischen Extremisten, die sich der Zerstörung der westlichen Zivilisation und Demokratie verschworen haben. Die Bedrohung geht von dem breiten Strom islamischer Fundamentalisten aus und kann nicht eingeschränkt werden auf Sunniten oder Schiiten, trotz der Tatsache, dass sie sich gegenseitig töten.

Die Realität sieht so aus, dass beide, Schiiten nicht weniger als Sunniten, absolut gegen Demokratie und freie Meinungsäußerung sind und versuchen, die Scharia einzuführen.

Ob dies al-Qaida, ISIS, dem iranischen Regime, der Hisbollah, der Hamas und selbst der PA, die Morde in Paris verurteilt, aber das Vergießen jüdischen Blutes preist, entspringt – sie alle teilen einen grundlegenden Hass auf westliche Zivilisation, das Christentum und das Judentum.

Unsere erste große Konfrontation mit dem islamischen Terrorismus über den Nahen Osten hinaus war der Anschlag 9/11 auf das World Trade Center. Aber seit der gezielten Tötung von Osama bin Laden hat es eine entschiedene Anstrengung gegeben, uns davon zu überzeugen, dass die Bedrohung durch den islamischen Extremismus im Wesentlichen besiegt worden ist. Die Vereinigten Staaten unternahmen konzertierte Anstrengungen zu locken und zeitweise sogar kontraproduktiv zu katzbuckeln, um islamische Fundamentalisten wie die Muslimbruderschaft und das iranische Regime zu beschwichtigen.

Es war Obama, der darauf bestand, jede Bezugnahme auf „islamischen Terror“ oder jede mögliche Verbindung zwischen dem fundamentalistischen Islam und Terrorismus auszuradieren. Dies trotz der Tatsache, dass neben ein paar einzelnen weißen rassistischen Ausbrüchen jeder Fall von organisiertem Terrorismus durch islamischen religiösen Wahnsinn inspiriert wurde. Die gegenwärtig im Rampenlicht stehende Organisation ist ISIS, aus Sunniten zusammengesetzt, aber die schiitische Hisbollah wie auch die sunnitische Hamas sind Vögel mit dem gleichen Gefieder.

Trotz der mörderischen „Allahu Akbar“-Rufe durch die Killer stecken die französische Regierung und die Medien sogar jetzt noch ihre Köpfe in den Sand, wenn es darum geht, den Feind zu identifizieren. Der Ausdruck „Islamischer Terrorismus“ ist einfach aus dem politischen Lexikon gestrichen worden.

Bis die politische Korrektheit aufgehoben wird und es eine Anerkennung gibt, dass wir einer weltweiten Bedrohung unserer Existenz und Lebensqualität gegenüberstehen, die von organisierten islamischen Extremisten ausgeht, werden wir nicht in der Lage sein, uns zu versammeln und zu vereinen, um diese Elemente zu zerschlagen.

Die islamischen Extremisten erkennen, dass sie mit minimalem Aufwand Anschläge in führenden westlichen Städten zu geringen Kosten orchestrieren können. Wie jetzt in Paris und früher in Mumbai belegt, sind ein halbes Dutzend selbstmörderischer bewaffneter Fanatiker, eingeschleust oder in Gemeinden ansässig, in der Lage, immense Schäden anzurichten.

Die Situation in Europa ist katastrophal. Die meisten Länder, insbesondere Frankreich, beherbergen jetzt große muslimische Gemeinden, von denen ein wesentlicher Teil radikalisiert, antidemokratisch und wohlwollend gegenüber terroristischen Handlungen ist. Unabhängige Meinungsumfragen zeigen, dass die gesetzestreuen moderaten Muslime in der Minderheit sind und eingeschüchtert. Was erschreckend ist, ist die Entstehung von hoch gebildeten, einheimisch in Europa geborenen Muslimen der zweiten Generation, in ihren lokalen Gemeinden einer Gehirnwäsche unterzogen, um fanatische Islamisten zu werden. Eine bedeutende Anzahl ging freiwillig zum Militärdienst nach Syrien und kehrte mit der Verpflichtung in ihre Heimatländer zurück, zu einem späteren Zeitpunkt Märtyrer zu werden.

Was das Fass zum Überlaufen bringt, ist der massive Strom der “Flüchtlinge”, der die Demographie Europas vollkommen zu verändern droht. Nicht in der Lage, die bestehende muslimische Minderheit zu integrieren, gibt es wenig Zweifel, dass der neue Zustrom, der zwangsläufig eine große Anzahl von xenophobischen antidemokratischen und pathologischen antisemitischen Radikalen einschließt, nur die vorhandenen extremistischen islamischen Elemente stärken wird. Diese „Flüchtlinge“ verkörpern zweifellos auch eine beträchtliche Anzahl von Jihadisten, die unmittelbar handeln oder Schläfer bleiben werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine neue terroristische Operation eingeleitet wird.

Inmitten dieser turbulenten, massiven Migration und der permanenten Ängste vor neuen Terroranschlägen erscheint die Zukunft für europäische Juden düsterer als je zuvor.

Juden in den meisten Ländern Europas wurden schon für viele Jahre als Parias angesehen. Heute hat der Grad von Anti-Israelismus Rekordniveau erreicht. Die Mehrheit der Europäer glaubt, dass Israel eine größere Bedrohung für die globale Sicherheit darstellt als Iran und Nordkorea. Die meisten sind davon überzeugt, dass Israelis genozidale Absichten bezüglich der Araber haben, sie machen keinen Unterschied zwischen palästinensischen Terroristen und jüdischen Terroropfern und verurteilen häufig Israelis dafür, dass sie sich gegen Messer schwingende religiöse Fanatiker verteidigen, die überzeugt sind, dass sie das Paradies erreichen werden, wenn sie bei der Ermordung von Juden sterben.

Während Millionen von Syrern vertrieben und abgeschlachtet worden sind, scheinen sich europäische Politiker mehr Sorgen um die Kennzeichnung von Produkten zu machen, die von Israelis jenseits der Grünen Linie hergestellt werden, als Terroristen zu identifizieren. Ironischerweise sieht die EU den politischen Flügel (sic) der Hisbollah nicht als einen terroristischen Körper an. Es bleibt eine Weigerung anzuerkennen, dass die wahnsinnigen Mörder von israelischen Juden und Terroristen des Islamischen Staats, die Zivilisten in Paris ermorden, alle Komponenten des gleichen globalen islamischen Terrorunternehmens sind.

Trotz der größeren Sorge um islamischen Terrorismus als Folge der schockierenden Anschläge in Paris, ist es selbst jetzt höchst unwahrscheinlich, dass die negativen französischen Einstellungen gegenüber Israel, darauf ausgelegt, die Araber zu beschwichtigen, vermindert werden.

Obwohl viele westliche Parlamentarier und Staatsoberhäupter gegenteilige Lippenbekenntnisse ablegen, scheint der landläufige Antisemitismus den Kontinent wie ein Tsunami zu überspülen mit zunehmender Hetze und Gewalt in den meisten europäischen Städten.

Darüber hinaus werden langjährige ruhige muslimische Minderheiten durch in ihrer Mitte gereifte Terroristen radikalisiert. Dies wird intensiviert werden durch Unterstützung von europäischen Muslimen, die aus Syrien und dem Irak nach Hause zurückkehren und ihre jihadistische Weltanschauung fördern.

Diese negativen Entwicklungen werden dramatisch verstärkt durch das, was möglicherweise die größte Wanderungsbewegung des Jahrhunderts darstellt. Nachdem der Islam seit Jahrhunderten daran gescheitert ist, Europa militärisch zu erobern, kann er, wenn die Flut von „Flüchtlingen“ nicht aufgehalten wird, noch auf demographischem Weg triumphieren.

In einer Demokratie neigen Politiker letztlich dazu, auf die öffentliche Meinung zu reagieren. In diesem Klima der lawinenartig anwachsenden antisemitischen muslimischen Wähler, kombiniert mit zunehmend verbreiteten und linken Antisemitismus, sieht die politische Zukunft für Juden düster aus.

Was es schlimmer macht, ist, dass in fast allen europäischen Ländern die Hauptnutznießer dieser Umwälzungen rechtsradikale Parteien sein werden, von denen sich einige noch in dem Prozess der Säuberung von antisemitischen Relikten der Vergangenheit befinden und anderen, vor allem in Griechenland und Ungarn, die gänzlich neonazistische Parteien sind.

Unter diesen Umständen können europäische Juden, aus jedem erdenklichen Blickwinkel, mit schwierigeren Zeiten rechnen. Ihr Paria-ähnliches Dasein wird in Niederungen absinken und ihre Sicherheit wird unweigerlich weiter untergraben werden.

Für diejenigen, die jüdische Kontinuität zu wahren suchen, beginnt Europa wie ein Friedhof auszusehen. Jüdische Gemeinden werden zweifellos auf dem Kontinent fortbestehen. Aber welche Art von Leben werden diese jüdischen Enklaven ertragen mit solchem Antisemitismus, solcher Gewalt und ungezähmter Feindseligkeit gegenüber Israel? Können jüdische Werte und Stolz unter jungen jüdischen Menschen in einem solchen Klima geweckt werden?

Viele Juden haben seit vielen Jahren erwogen wegzuziehen. Ereignisse in Paris im vergangenen Jahr und die massive Welle der muslimischen Migration, einschließlich jihadistischer und antisemitischer Elemente, verstärken nur diese legitimen Ängste. Jeder engagierte Jude sollte nun Aliyah [Immigration nach Israel (Amerkung: faehrtensuche)] in Erwägung ziehen. Diejenigen, die sich aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen nicht in der Lage sehen, ihre Wurzeln aufzugeben, sollten wenigstens ihre Kinder dazu ermutigen, nach Israel zu ziehen.

Ja, es gibt Terrorismus in Israel. Aber Juden können sich hier unendlich sicherer fühlen als in europäischen Ländern. In Israel werden sie mit ihren Verwandten vereint und partizipieren an ihrer eigenen jüdischen Heimat, in der ihre eigene Armee, anstatt ausländischer Kräfte, sie gegen Antisemiten und Jihadisten verteidigen wird.

Dies ist sicherlich ein letzter Weckruf für das europäische Judentum, in Erwägung zu ziehen, Aliyah zu machen und an diesem großen jüdischen Unternehmen teilzunehmen.

Diese Kolumne erschien auch in der Jerusalem Post und Israel Hayom.

Klare Sicht …

… ist notwendig, nicht nur beim Autofahren! …

In Ergänzung zu meinem vorigen Artikel sei verwiesen auf einen beim Gatestone Institute erschienenen Artikel von Bassam TawilObama erklärt Israel den Krieg„.

Auszüge daraus:

„Viele Araber und Muslime sind davon begeistert, dass US-Präsident Obama im Zuge des Wahlsiegs von Benjamin Netanjahus Likud-Partei Israel den Krieg erklärt hat.

In den wachsenden Spannungen zwischen Obama und Netanjahu sehen sie keinen persönlichen Zwist der beiden Staatsmänner; viele Araber und Muslime betrachten den Streit vielmehr als Teil einer von der Obama-Administration verfolgten Strategie, Israel zu untergraben und zu zwingen, territoriale Zugeständnisse zu machen, die eine existenzielle Bedrohung für Israel wären.

[…]

Terrororganisationen wie die Hamas, die Hisbollah, Al-Qaeda und der Islamische Dschihad drücken ihre Genugtuung aus angesichts dessen, was sie als Obamas „Kriegserklärung“ an Israel betrachten. Auch Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde feiern die Tatsache, dass Israel zum Feind Nummer eins der Obama-Administration geworden ist.

[…]

Israels Feinde lauern an seiner Grenze und warten auf eine Gelegenheit zum Angriff. Einer der Gründe, warum sie sich bislang nicht getraut haben, einen totalen Krieg zur Vernichtung Israels zu führen, war ihre Angst, dass die USA Israel zu Hilfe eilen würden. Jetzt aber sind die Hisbollah, die Hamas, der Islamische Dschihad und andere Terrorgruppen voller Hoffnung, dass Obama beschlossen hat, Israel aufzugeben.

Mit großer Freude vernehmen die Terroristen auch Berichte, wonach die Obama-Administration erwägt, ihre Nahostpolitik im Zuge von Netanjahus Wahlsieg neu auszurichten. Dies ist genau die Art Nachricht, auf die sie so viele Jahre gewartet haben – dass die USA Israel nicht mehr länger als strategischen Verbündeten im Nahen Osten betrachten.

[…]

Das möge als Einstimmung und Anreiz, den ganzen Artikel zu lesen, genügen! …

Islamismus: Wenn du ihn nicht benennen kannst, kannst du ihn auch nicht bekämpfen

Originalartikel: Islamism: If You Can’t Say it, You Can’t Fight it

erschienen bei Arutz Sheva am 19. Februar 2015

von Matthew M. Hausman

Die Übersetzung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Arutz Sheva.

Übersetzung: faehrtensuche

Die Linke scheint kein Problem damit zu haben, die Republikaner des Faschismus, Rassismus oder anderer bösartiger “Ismen”, die in den Sinn kommen, zu beschuldigen, aber sie können einfach nicht die Wahrheit aussprechen bezogen auf den radikalen Islam.

Während die Welt erschüttert war über die Terroranschläge in Paris letzten Monat, gab es endlich einige Eingeständnisse des einseitig gegen den Westen geführten Religionskrieges, weil französische Beamte die Täter als radikale Muslime identifizierten und internationale Solidarität gegenüber dem islamistischen Extremismus forderten.

Nachdem man so lange ein Auge zugedrückt hat – und nachdem man extremistische Organisationen wie die Hamas legitimiert und den wieder auflebenden Antisemitismus ermöglicht hat – sagen die Europäer endlich die Wahrheit über politische Korrektheit. Ob sie die [seelische] Kraft für eine ausdauernde Auseinandersetzung mit theologischem Totalitarismus haben, ist eine andere Sache, aber zumindest für einen kurzen Moment erkannten sie rechtzeitig die Bedrohung als die, die sie ist.

Im Gegensatz dazu ignoriert die Obama-Regierung weiterhin jede Verbindung zwischen Terrorismus und radikalem Islam. Stattdessen bezieht sie sich auf die Täter als Extremisten ohne die [von den Extremisten] vertretenen Überzeugungen zu identifizieren. Tatsächlich sprach der Präsident kürzlich in einem Interview von dem Angriff auf den koscheren Markt in Paris als „zufällig“.

Diese Weigerung, das Offensichtliche einzugestehen, mag politisch sein, aber es ist auch kurzsichtig – und es untergräbt jede ernsthafte Anstrengung zur Bekämpfung des globalen Terrorismus. So wie die Charakterisierung des Fort Hoot Amoklaufs und der Oklahoma Enthauptung durch die Regierung als „Gewalt am Arbeitsplatz“ die nationalen Auswirkungen der Terrorgefahr ignorierte, so zeigt die Weigerung des Präsidenten, die doktrinären Wurzeln der Pariser Tragödie zuzugeben, ein erstaunliches Versagen der Weltspitze.

Ob diese vorsätzliche Blindheit eine Frage der Politik ist oder der Furchtsamkeit, ist unerheblich. Die Linke scheint kein Problem damit zu haben, die Republikaner des Faschismus, Rassismus oder anderer bösartiger „Ismen“, die [ihr] in den Sinn kommen, zu beschuldigen, aber bezüglich des radikalen Islam können sie einfach nicht die Wahrheit sagen. Und durch den Dialog mit Organisationen, die im Verdacht stehen, extremistische Kontakte zu haben, durch die Behandlung der Muslimbruderschaft und der Hamas als politische Organisationen, durch die Unterstützung von denen, die Israel delegitimieren und durch die Bereitstellung sicherer Häfen für progressiven Antisemiten, hat die Linke tatsächlich die islamistische Agenda vorangetrieben.

Progressive scheinen gezwungen, Islamismus zu entschuldigen oder so zu tun als sei er nicht vorhanden, auch wenn dabei ihr Tun ihren Einsatz für Verfassungsgrundsätze gefährdet. Wann immer radikale Islamisten zuschlagen, scheint der progressive Impuls zu sein, lieber den Islam zu verteidigen als die Opfer zu trösten. Als Reaktion auf die Enthauptungen von Menschen aus dem Westen in Syrien, lehrte Herr Obama die amerikanische Öffentlichkeit, die ISIS sei nicht islamisch, und nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo und den jüdischen Markt in Paris sagte Howard Dean, [ehemaliger] Vorsitzender des Democratic National Committee, die Täter seien keine Muslime. Auf was genau stützen sie solche Behauptungen?

Sie sind im besten Fall desinformiert und im schlimmsten Fall unaufrichtig informiert. Obwohl sicherlich nicht alle Muslime ISIS unterstützen, repräsentiert es eine militante Form des Islam ähnlich der, die ab dem 8. Jahrhundert eine Ära des Jihad in Nahost, Asien, Afrika und Europa auslöste. Darüber hinaus wurden die Anschläge in Paris durch einen Fundamentalismus motiviert, der Gewalt gegen Gotteslästerer und Ungläubige billigt.

Während ISIS, die Hisbollah, Al-Quaida, Boko Haram, Hamas und die Muslimbruderschaft nicht die Meinung aller Muslime repräsentieren, sind ihre Überzeugungen sicherlich in der Schrift [Koran] und Theologie gegründet. Es handelt der Logik zuwider, zu sagen, dass solche Gruppen nicht islamisch sind, weil andere Muslime anders denken oder mit ihnen nicht einer Meinung sind. Dieselben Leute, die also daran festhalten, scheinen kein Problem damit zu haben, allen konservativen Christen die Schuld zu geben für die Taten einer Minderheit von Fanatikern der Abtreibungsgegner. Ein krasser Widerspruch.

Man kann nicht sagen, dass alle Muslime die Aktionen der ISIS in Syrien und Irak dulden, oder dass alle die Terroranschläge in Paris, das Massaker in Fort Hood oder die Anschläge von 9/11 unterstützt hätten. Viele Muslime, besonders die, die die westlichen demokratischen Werte akkulturiert haben, verurteilen öffentlich Anschläge gegen Nicht-Muslime. Aber die Frage bleibt, ob die sonstige arabisch-muslimische Welt sich philosophisch oder moralisch dem religiösen Extremismus entgegenstellt.

Obwohl sich Millionen, darunter muslimische Geistliche, für den französischen Solidaritätsmarsch versammelten, bleibt es abzuwarten, ob das Ereignis eine substantielle Ablehnung aller Formen des Terrorismus signalisierte oder stattdessen in Zeit und Umfang begrenzt war. Die Frage hängt schwer in der Luft inmitten von Berichten, dass Mitglieder der französischen Regierung versuchten, Benjamin Netanjahu von der Teilnahme abzubringen, aber es für angebracht hielten, Mahmoud Abbas einzuladen.

Die Teilnahme von Abbas an der Kundgebung bekam den Aufmacher auf der Titelseite, aber die Presse versäumte es, seine Einheitsregierung mit der Hamas zu erörtern, deren Charta zum Jihad und Genozid aufruft, oder zu erwähnen, dass das palästinensische Nationalbündnis damit fortfährt, Israel und das jüdische Volk zu delegitimieren. Ebenso haben die Medien nicht die fortlaufende Unterstützung des Terrorismus, der antisemitischen Hetze und der Verherrlichung derjenigen diskutiert, die Juden töten. Das Image der von Abbas gelobten Meinungsfreiheit war surreal, wenn man bedenkt, dass die PA und die Hamas routinemäßig Äußerungen [im Keim] ersticken und Meinungsverschiedenheit unterdrücken in den Gebieten, die unter ihrer Kontrolle stehen. Dass Abbas überhaupt eingeladen wurde, deutet auf ein Versagen hin, diese Unstimmigkeiten zu erkennen oder einzugestehen. Er lobte später die Hisbollah nach ihren jüngsten Terroranschlägen im Norden Israels.

Diejenigen, die das Konzept der Taqiyya (Täuschung der Ungläubigen) begreifen, müssen sich fragen, wieviel von der von Klerikern zum Ausdruck gebrachten Anti-Terror-Stimmung echt war. Es spielt keine Rolle, was sie in der Öffentlichkeit vor westlichen Medien sagen; es kommt nur darauf an, ob sie die Absicht haben, Toleranz, Respekt und Akzeptanz in ihren Schulen und Moscheen zu predigen und ob sich reformative Änderung auf den Straßen widerspiegeln wird.

Der Wunsch nach einer wahren Reform wird nur von denen im Westen verhindert, die eher darüber in Sorge sind, die Empfindlichkeiten einer globalen religiösen Gemeinschaft zu schützen, die mehr als eine Milliarde stark ist und Außenstehende als Ungläubige charakterisiert. Eine Veränderung wird nicht von denen angeregt werden, die alle Spannungen zwischen dem Westen und der muslimischen Gesellschaft dem westlichen Chauvinismus anlasten, jedoch die historische Rolle des Jihads und der islamistischen Vorherrschaft ignorieren. Es wird auch nicht von Politikern gefördert, die reflexartig jede Verbindung zwischen dem radikalen Islam und Terrorismus leugnen, aber dennoch ihren innenpolitischen Gegner die schlimmsten Arten von fanatischen Exzessen vorwerfen und Israel als einen kolonialen Besatzer verleumden.

Demokraten sind nicht alle im linken Lager, aber ihre Partei ist, seit Barack Obama im Jahr 2008 zum ersten Mal gewählt wurde, auf diese Weise umgekippt. Die progressiveren Elemente der Partei scheinen genötigt, sich in nichtwestliche Ideologien, die sie als Ausdruck von Indigenität betrachten, hineinzuversetzen, jedoch die politischen Gegner, die die Freiheit der Rede, des Glaubens und der Anbetung befürworten, zu verunglimpfen. Die Ironie ist, dass einige Progressive die Republikaner des Faschismus‘ beschuldigen, während sie den Extremisten, deren Ideologie wahrlich aggressiv und totalitär ist, politische Deckung geben. Diese Heuchelei stammt aus einer traditionellen Affinität zu radikalen Ideologien und Etatismus, ob als Faschismus im frühen bis mittleren 20. Jahrhundert zum Ausdruck gebracht oder als Kommunismus bis weit in den Kalten Krieg.

In der Tat, wie vom Autor Jonah Goldberg in seinem Buch “Liberal Fascism” [„Liberaler Faschismus“] gut dokumentiert, gab es viele progressive Bewunderer des Faschismus, bevor Italien 1935 in Äthiopien eindrang und Deutschland vier Jahre später Polen angriff. Mussolinis Anhänger, H.G. Wells eingeschlossen, der in den 1930-er Jahren progressive Kollegen aufforderte, „liberale Faschisten“ und „aufgeklärte Nazis“ zu sein und der schrieb, von der „unerbittlichen Logik“ des Faschismus getroffen zu sein. Sensationsjournalisten bewunderten Mussolini, unter ihnen Lincoln Steffens und Ida Tarbell. Das taten auch einflussreiche Verleger, wie zum Beispiel Samuel McClure, der den italienischen Faschismus als einen „großen Schritt nach vorn“ beschrieb, und George Soule, Herausgeber der New Republic, der die Roosevelt-Regierung für „das Ausprobieren der Ökonomie des Faschismus“ lobte.

Andere Progressive drückten Bewunderung für Hitler aus, einschließlich W.E.B. DuBois, Mitbegründer der NAACP, der den Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland als „absolut notwendig, um den Staat in Ordnung zu bringen“ beschrieb und der behauptete, dass die Machtergreifung der Nazis mehr Demokratie bot als Deutschland sie seit Jahren gesehen hätte.

Wenn Etatismus definiert werden kann als die Überzeugung, dass ökonomische und/oder soziale Politik unter ausschließlicher Kontrolle der Regierung bleiben sollte, dann sollte die Affinität der Linken für jede Art von Totalitarismus nicht furchtbar überraschend sein. Wenn progressiver Antisemitismus und Hass auf Israel in die Mischung mit einbezogen werden, scheint das Widerstreben der Linkspartei ganz logisch, Islamisten, dessen Weltanschauung totalitär ist, zu verurteilen oder ihre Verbindung zum Terrorismus anzuerkennen.

Diejenigen, die Empathie für Islamisten predigen, zögern nie, konservative Christen für ihre Ansichten oder traditionelle Juden für ihr Festhalten am Brauchtum zu verurteilen. Dennoch weigern sie sich, eine rassistische Theologie, die im Widerspruch zu den ihnen angeblich am Herzen liegenden liberalen Idealen steht, in Frage zu stellen. Liberale zitieren oft die Verfassung der USA, um perverse politische Korrektheit zu rechtfertigen, aber der erste Verfassungszusatz ordnet nicht billigende Inkaufnahme von religiösem Extremismus oder die Akzeptanz von schädlichen Dogmen an. Obwohl Glaubensfreiheit gemäß der Verfassung absolut ist, kann es nicht die Freiheit der Ausübung sein, wenn es die Rechte und Freiheiten anderer verletzt. Eine Regierung hat ein berechtigtes Interesse, ideologische Strömungen, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden, zu überwachen, ob sie aus weißen Rassisten, die radikalen Hass predigen, bestehen oder aus radikalen Islamisten, die an den Jihad und Genozid glauben.

Während seiner Präsidentschaft haben die Medien-Gefolgsleute des Herrn Obama falsche Vergleiche zwischen aktiven Konservativen und Islamisten gezogen, was bedeutet, dass Erstere ebenso anfällig für Terrorismus sind wie Letztere und vielleicht sogar noch mehr. Solche Vergleiche sind jedoch unehrenhaft und rein parteiisch.

Ein übliches Manöver zur Minimierung der Gefahr des Islamismus ist zu behaupten, dass der christliche Fundamentalismus eine ziemliche Bedrohung in den Vereinigten Staaten darstelle. Aber wenn christlicher Radikalismus durch den Widerstand gegen die Abtreibung gemessen wird, zeigt eine Überprüfung der Strafverfolgungsstatistik, dass es einfach nicht vergleichbar ist. Obwohl es gelegentliche Gewalt gegen die Befürworter der Abtreibung und Kliniken in den USA gegeben hat, Brandstiftung und einige Morde seit 1993 eingeschlossen, verblassen solche Handlungen – so tadelnswert sie auch sind – in der Häufigkeit und Schwere gegenüber denen der islamistischen Terroristen, die Zehntausende von Juden, Israelis, Menschen aus dem Westen und sogar ihre eigenen Leute angegriffen und getötet haben.

Darüber hinaus wird extreme Gewalt der Abtreibungsgegner in der Regel von den Mainstream-Christen, die sich lieber auf politischem Weg ausdrücken, verurteilt. Im Gegensatz dazu wird in der muslimischen Welt der Terrorismus gegen die Ungläubigen und Gotteslästerer häufig gefeiert. Es scheint ironisch, dass die Progressiven es vorziehen, alle konservativen Christen für die Handlungen einiger weniger zu entehren, aber sich weigern, die Vertreter von echtem Terrorismus zu verurteilen.

Wenn Präsident Obama ernsthaft den globalen Terrorismus bekämpfen wollte, würde er die Ideologie, die vieles davon begründet, anerkennen und die historische Vorgeschichte, die es möglich macht. Das kann sicherlich getan werden ohne alle Muslime anzugreifen, vor allem nicht jene, die wünschen, den Extremismus in ihren eigenen Gemeinden zu eliminieren. Das Versagen des Präsidenten, das zu tun, und seine offensichtliche Bereitschaft, die Empfindsamkeiten der Extremisten zu besänftigen, ist nicht gut für den Krieg gegen den Terrorismus oder die anhaltende Relevanz der amerikanischen Außenpolitik.

Hinweis: Die Links wurden von der Übersetzerin gesetzt!

Das nächste Ziel für ISIS – Jordanien. Und dann?

Originalartikel: Dr. Mordechai Kedar, Next Goal for ISIS – Jordan. And Then?
26. Juni 2014

Übersetzung: faehrtensuche
Mit freundlicher Genehmigung des Autors

Israel steht vor einer schwierigen Entscheidung, wenn ISIS versucht, in Jordanien an die Macht zu kommen. Und der Countdown hat begonnen.

Ma’an ist ein Beduinendorf im südlichen Teil von Jordanien, der den Regierenden des Landes schon immer Kopfschmerzen bereitet hat. Die Bevölkerung ist streng fundamentalistisch und umfasst eine signifikante Zahl von Salafisten.

In der Vergangenheit fanden dort Straßendemonstrationen statt, die gewaltsam endeten, einmal verursacht durch die Lebensmittelpreise, einmal durch die Benzinpreise und einmal, weil die Monarchie die Dorfältesten nicht respektvoll genug behandelte. Mit der Zeit wurde Ma’an Jordaniens Barometer, ein Indikator für grundlegende Meinungsströmungen im Land.

Quelle: Wikipedia Link: Bitte auf die Abbildung klicken!

Quelle: Wikipedia
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Am 2. Juni, in der Mitte eines Freitagnachmittags, war Ma’an der Schauplatz einer Pro-ISIL-Demonstration (“Der islamische Staat im Irak und der Levante”, bekannt als ISIS, aber genauer übersetzt als ISIL), auf der schwarze Flaggen geschwenkt wurden und die Zeichen hatten eine unmissverständliche Botschaft (meine Ergänzungen in Klammern, M. K.).

„Heute ist Unterstütze-einen-islamischen-Staat-im-Irak- und al-Sham-Tag”, “Ma’an ist Jordaniens Falludscha”, “Wir unterstützen einen islamischen Staat”, “Wir gratulieren dem islamischen Volk für die Eroberungen von Omar (Be Akhattab, 2. Kalif, Eroberer von al-Sham), den Allah auswählte, um einen islamischen Staat im Irak und al-Sham zu bilden“ waren einige der Botschaften.

Laute und hysterische Rufe wie “Allah akbar” [Allah ist der Größte], “Auf zum Dschihad”, „Es gibt keinen außer Allah und die Schiiten sind seine Feinde”, “Der, der für den Dschihad kämpft, ist von Allah geliebt”, “Die Sunniten sind die Geliebten Allahs”, “Allah ist unser Gott und nicht ihrer (der der Schiiten)”, “Der Gott der Schiiten ist Satan”, “Tod ist besser als Erniedrigung”, “Mit Blut und Geist werden wir dich retten, Islam”, “Dschihad ist unser Weg”, “Ein Dschihad-Staat für immer”, “Oh, schiitische Herrscher, wir sind im Anmarsch euretwegen“ wurden auf der Demonstration gehört und als Beweis ihrer ernsten Absichten dienten Schüsse, die in die Luft gefeuert wurden.

Der wichtigste Aspekt des Protests war, dass fast alle Anwesenden nicht ihre Gesichter verbargen, das bedeutet, dass sie keine Angst vor der jordanischen Regierung, ihrer Polizei oder ihrem Geheimdienst haben. Die Demonstranten waren sich wohl bewusst, dass sie von verschiedenen Menschen fotografiert wurden und dass die Fotos zu ihrer Identifizierung und Festnahme verwendet werden könnten, aber es kümmerte sie nicht. Und wenn es keine Angst vor dem Staat mehr gibt, kann alles Mögliche passieren.

ISIL hat nie seine Absichten, Jordanien betreffend, verborgen, das genau wie Irak und Syrien durch den europäischen Kolonialismus geschaffen wurde und es deshalb verdient, beseitigt zu werden. Der Name der Organisation drückt seine Ziele aus, denn „al-Sham“ ist die Levante, und das Gebiet umfasst Syrien, Libanon, Jordanien und Israel.

Um ihre Pläne für Jordanien offensichtlich zu machen, erweiterte die Organisation ihre Kontrolle im Irak nach Westen hin bis zur Grenze zwischen Irak und Jordanien und eroberte auch die Grenzstadt Turayvil. Ihre Erfolge im Irak und in Syrien weckten „das Adrenalin der Dschihadisten“ in den Randpopulationen Jordaniens, und die Demonstration in Ma’an drückt das aus, was wohlbekannt ist: der Erfolg von ISIS zieht die Massen an, vor allem diejenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen, diejenigen, die endlich zu etwas Erfolgreichem gehören wollen. Und wenn diese erfolgreiche Sache dem Unterdrückerregime ein Ende bereitet, verdient es die Gruppe noch mehr, sich ihr anzuschließen.

Der Anführer und die Kontroverse

Der Mann, der als Anführer der salafistischen Dschihad-Bewegung in Jordanien gesehen wird, ist Assem Barqawi, besser bekannt als Abu Mohammad al-Maqdesi (der Jerusalemer). Er wurde am 3. Juli 1959 in dem Dorf Burqa in der Nähe von Sichem geboren (nächste Woche ist sein Geburtstag! [mittlerweile war]) und studierte Islam in Mossul und Medina. Er veröffentlichte ein Buch, in dem er behauptete, das saudische Regime hätte keine Rechtsgrundlage. Er ist der spirituelle Mentor von Abu Mussab al-Sarkawi, der im Jahr 2004 „al-Qaida im Land der Flüsse“ gründete. Letztere ist die Organisation, die in ISIL überging („Der Islamische Staat im Irak und der Levante“). Barqawi verbrachte einige Zeit seines Lebens in Pakistan und Afghanistan, traf dort die Köpfe und Führer von al-Qaida. Die jordanische Regierung verurteilte ihn zu einer langen Gefängnisstrafe und seine Anhänger erhalten ihre Aufträge aus seiner Zelle.

Es gibt in der dschihadistischen Salafistenbewegung in Jordanien diejenigen, die behaupten, dass al-Maqdesi eine “islamische Staats”-Übernahme des Irak unterstützt, nicht aber Expansionsbemühungen der Organisation nach Jordanien. Ein anderer prominenter Aktivist, Mohammad Shalabi, auch bekannt als Abu Sayyaf („Besitzer der Schwerter“), kritisierte die Ma’an Proteste und behauptete, dass „sie verdächtig seien (d.h. [sie seien] eine Verschwörung der Regierung, um die dschihadistische Bewegung zu zerstören)“ und dass nur etwa zwanzig oder dreißig Leute, darunter fünf Jugendliche (deswegen nicht verantwortlich), deren „Köpfe von irgendjemanden verdreht wurden“ daran teilgenommen hätten – und dass sie „weder die Salafisten-Strömung repräsentieren noch ihren Zielen dienen.“

Abu Sayyaf versteckt jedoch nicht seine Unterstützung für ISIL und das Massaker an Schiiten, das die Organisation im Irak durchgeführt hat, vor allem an Soldaten der Regierung. In Bezug auf Jordanien ist die Situation anders, als – ihm zufolge – einige der salafistischen Dschihadisten in Jordanien ISIL unterstützen und einige „Jibhat Al-nasura“, und wie bekannt ist, bekämpfen die beiden Salafisten-Organisationen sowohl Assad in Syrien als auch einander.

Jedoch werden die Diskussionen in Jordanien aufhören, wenn ISIS ihren bewaffneten Kampf gegen dieses Land beginnt. Der wird dann beginnen, wenn die Gruppe von Kämpfern, deren Sprache der jordanische Wüstendialekt ist, vom Irak aus nach Jordanien eindringt, mit maskierten Gesichtern vor die Kameras tritt und die „Biya“ – den Treue-Eid – auf den Kopf [Chef] von ISIS, Abu Bakr al-Baghdadi, verkündet und dann anfängt, jordanische Armee-Patrouillen, militärische Straßensperren, kleine Außenposten der Armee und zivile Autos anzugreifen.

Handlungsmethoden

Die Methoden der Organisationen sind wohlbekannt: ihre Streitkräfte bekommen ihre Stärke aus ein paar Dutzend 4×4 sich schnell bewegenden Fahrzeugen, auf denen schwere Maschinengewehre montiert sind. Einige der Kämpfer haben RPG’s und einige leichte Waffen, für gewöhnlich Saar AK-47-Gewehre („Kalashnikows“). In letzter Zeit sind ihre Waffen mit einer signifikanten Menge an tödlichen und hochmodernen amerikanischen Waffen bereichert worden, direkt aus den Arsenalen der irakischen Armee und für den Kampf genommen. Diese große und destruktiv bewaffnete Streitmacht attackiert überraschend einen Außenposten, eine Straßensperre oder eine Patrouille und schafft eine Situation, in der sie aufgrund der Anzahl der Kämpfer, der Mobilität und des Überraschungsmoments den taktischen Vorteil hat.

Die Organisation macht sich die Mühe, ihre Kämpfe und ihre Erfolge zu filmen und zu fotografieren, vor allem die Massenmorde an Soldaten und Zivilisten, die sie gefangen hat, um Panik unter den Opponenten zu verbreiten. Die Gesichter des Militärs sind in der Regel mit Keffiyahs bedeckt, so dass niemand in der Lage sein wird, sie in der Zukunft zu identifizieren und dafür zu sorgen, dass sie für ihre Taten bezahlen. Die erschreckenden Fotos, die die Organisation verbreitet, sind ein Hauptgrund dafür, dass die bewaffneten Streitkräfte des Irak – in der Absicht, die Stadt zu verteidigen, aus Mossul flohen und die Stadt ISIL überließen.

In Jordanien wird ISIL beobachtet und mehr als ein paar Leute warten ungeduldig auf die stark wehenden westlichen (irakischen) und nördlichen (syrischen) Winde des Dschihad, um die jordanische Wüste zu räumen, immer noch unter der Herrschaft der haschemitischen Familie, von den Briten, die das „transjordanische Emirat“ für sie schufen, vor 90 Jahren dorthin gebracht. Dieses befürwortet schließlich das Königreich Jordanien ungeachtet der Tatsache, dass „das Reich nur Allah gehört und er keinen Co-Herrscher hat (Koran, Kapitel 2, Vers 25)“

Auch wenn es heute eine Opposition gegen ISIL in Jordanien gibt, ist es wahrscheinlich, dass, wenn die Organisation beginnt, ihre Aktivitäten auf das Land hin zu verschieben, diese Opposition verschwinden wird – besonders, wenn der anti-jordanische Dschihad einige Erfolge hat. Diese Erfolge werden lokale Stämme und Einzelpersonen „überzeugen“, sich der Organisation anzuschließen, genauso wie es in Syrien und Irak passiert ist, einige aus Angst und einige aus dem Wunsch heraus, Teil des Sieges zu sein.

Es ist allen klar, dass Jordanien nicht das endgültige Ziel für ISIL sein wird, sondern dienen wird als Ausgangspunkt für die Fortsetzung des Dschihads gegen weitere illegitime Kreationen des westlichen Kolonialismus und des Sykes-Picot-Abkommens, nämlich Israel und Saudi-Arabien.

Die Option Israels

Israel und der Westen stehen dann vor einer klaren und gestochen scharfen Entscheidung, mit ihrer ganzen Schwere: Auf der einen Seite wird es jene geben, die sagen, dass die jordanischen Angelegenheiten nicht unsere seien und wenn es den Haschemiten bestimmt sei, gestürzt zu werden, wir keine Möglichkeit hätten, sie zu retten, schon gar nicht um den Preis von Blut der IDF-Soldaten – und so müssen wir warten, bis die Dschihadisten die Grenzen Israels erreichen und sie dort erledigen. Darüber hinaus können wir, wenn ein neues Land an die Stelle Jordaniens tritt, behaupten, dass es ein palästinensischer Staat ist und dass keine Notwendigkeit besteht für einen Weiteren in Judäa und Samaria, weil es bereits auch einen in Gaza gibt.

Auf der anderen Seite ist es durchaus möglich, dass die Welt – und die USA im Besonderen – dem haschemitischen Königreich zu Hilfe kommen wird, so dass es auch nicht in die Hände von Dschihadisten fällt. In diesem Fall wird der Mann im Weißen Haus erwarten, dass Israel an der Operation teilnimmt, denn schließlich dient das jordanische Regime für Israel als eine Art Schutzschild gegen die dschihadistischen Ostwinde, die im Irak aufkommen – und vielleicht im Iran zu einem späteren Zeitpunkt. Kann Israel mit verschränkten Armen verharren, wenn seine Freunde in den USA und möglicherweise in Europa dem haschemitischen Königreich zu Hilfe kommen?

Eine andere Sache ist (sonnen-)klar wie der Tag in diesen heißen Sommermonaten: Sowohl in Jordanien als auch auf unserer Seite des Flusses wird es ein Schlachtfeld zwischen der IDF und dem Dschihad, der aus dem Osten kommt, geben, es sei denn, es wird östlich des Jordantals gestoppt. Wenn irgendjemand meint, ein Palästinenserstaat in Judäa und Samaria würde Israel vor Angriffen schützen, liegt es an ihm das nachzuweisen, bevor er Israel befiehlt, das Jordantal zu verlassen. Werden die palästinensischen Streitkräfte, bewaffnet und ausgebildet durch die Amerikaner („Daytons Forces[Streitkräfte]“) stärker und motivierter sein als die irakische Armee, die auch von den USA bewaffnet und ausgebildet wurde?

Was heute in Syrien und im Irak passiert – und das kann überschwappen nach Jordanien – stellt für Israel wieder einmal die Wahrheit des arabischen Sprichworts unter Beweis: „Dein Hinterteil kann nur von deinem eigenen Fingernagel zerkratzt werden.“

Im Hebräischen findet sich dieser Gedanke in einem gut bekannten Sprichwort unserer talmudischen Weisen in den Sprüchen der Väter: „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich.“ Womit dann alles gesagt wäre.

Link von der Übersetzerin gesetzt.