Herr Corbyn, erweisen Sie den israelischen Opfern des Münchner Olympia-Attentats Ehre

Die britische Labour Partei ist wahrscheinlich in der Lawine der Judenfeindlichkeit versunken, aber ein wenig Anstand könnte hilfreich sein.

von Giulio Meotti

In München brachten Terroristen der PLO Moshe Weinberg um, dessen Gesicht Lebensfreude ausstrahlte.

Sie brachten Amitzur Shapira um, Vater von vier wunderbaren Kindern und Lehrer in Herzliya.

Sie brachten Yossef Romano um, einen Juden libyscher Herkunft und Vater von drei Kindern.

Sie brachten Mark Slavin um, der bei seiner Ankunft aus der Sowjetunion den Boden Israels küsste.

Sie brachten Zeev Friedman um, der in Sibirien geboren wurde und dessen Vater in ein Arbeitslager an der Weichsel deportiert wurde. Er sprach eine wunderbare Mischung aus Jiddisch und Russisch. Seine Mutter verlor alle ihre Verwandten im Vernichtungslager Treblinka.

Sie brachten Kehat Shorr um, der aus Rumänien gekommen war, wo er gegen die Nazitruppen in den Karpaten gekämpft hatte.

Sie brachten Yaacov Springer um, einer der wenigen Überlebenden des Aufstandes im Warschauer Ghetto.

Sie brachten Andrej Spitzer um, verheiratet mit einer zum Judentum konvertierten Frau, die in einem Vorort Tel Avivs lebt.

Sie brachten Eliezer Halfin um, den Sohn litauischer Juden, die alle im Holocaust verloren haben. [Mehr als 90% der litauischen Juden wurden ermordet. (Anmerkung faehrtensuche)]

Und sie brachten auch Yossef Gutfreund um, auch er hatte Rumänien verlassen, nachdem er eine mehrmonatige Haftstrafe wegen „zionistischer Propaganda“ verbüßt hatte.

Also, lassen Sie mich das besser verstehen. Wie kommt es, dass Jeremy Corbyn, der Vorsitzende der Labour Partei in Großbritannien, nicht das Grab dieser 11 israelischen Helden huldigte, sondern das eines palästinensischen Terroristen, der ihnen ihr wunderbares Leben genommen hat?

Der Westen ist wieder an Antisemitismus erkrankt.

Wahrscheinlich ist die britische Labour-Partei in dieser Lawine von Judenfeindlichkeit versunken. Zu viele Aussagen gegen „die Zionisten“, zu viel Bosheit gegen die Juden, zu viele Angriffe auf Israel, zu viele Treffen mit der Hamas und der Hisbollah.

Wahrscheinlich sind die Dinge in der Partei Corbyns faul (verkommen). Aber da er die nächsten britischen Parlamentswahlen gewinnen könnte, wenn man den schlechten Zustand der Tories bedenkt, könnte es hilfreich sein, eine Wiedergutmachungsmaßnahme vorzuschlagen, die Herr Corbyn nach dieser neuen Affäre ergreifen sollte. Der britische Oppositionsführer sollte sofort nach Tel Aviv fliegen und den Gräbern der israelischen Opfer dieses Münchner Attentats einen bescheidenen Besuch abstatten.

Am Tag nach dem Massaker an den Athleten trugen alle in Deutschland anwesenden Israelis eine Kippa, um die Toten zu betrauern. Die unehrenhafte, satanische Entscheidung, [die Spiele] nicht einzustellen, war ein Beweis für den Bankrott eines jeglichen moralischen Empfindens, die „grüne Ampel“ für zukünftige Massaker.

Nach München begannen die Olympischen Spiele blutverschmierte Gold- und Silbermedaillen zu verteilen. Die Party war zu Ende, aber wir liefen weiter und liefen und liefen. Die israelischen Rabbiner kamen, um die Särge in die Flagge mit dem Davidstern zu wickeln. In dieser Nacht wurden in Frankfurt 50 jüdische Gräber zerstört.

Kein arabischer Delegierter sprach Israel sein Beileid aus. Niemand. Am Tag der Ankunft der Leichen auf dem Flughafen von Lod gab es keine Fanfare, um ihre Körper zu empfangen. Nur Schweigen und ein stolzer Schmerz. Nach dem Rezitieren des hebräischen Kaddisch an den Gräbern kehrte das Volk des Buches nach Hause zurück. Der Tag danach war das hebräische Neujahr, aber es war da kein Platz für Freude. Das neue Jahr begann mit dem kollektiven Gedanken an die Kinder der 11 Opfer: Diese Kinder waren, sie sind das „Warum?“ von Israel.

Nach dem Besuch der Gräber sollte Herr Corbyn diesen Kindern sein Beileid aussprechen. Andernfalls sollte er die schlimmstmögliche Reaktion von denen erwarten, die besorgt sind um Israel, Wahrheit und Anstand.

Originalartikel: Giulio Meotti, Mr. Corbyn, pay homage to Israel’s Munich victims, 15. August 2018

Übersetzung: faehrtensuche

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Das jüdische Recht auf Leben ist das Menschenrecht auf Leben

Oder: Die Erinnerung an München

von: Forest Rain, 17. August 2018

Bei den Olympischen Spielen in München 1972, weniger als drei Jahrzehnte nach dem Holocaust, wurden Juden auf deutschem Boden ermordet, weil sie Juden waren. Weil sie Israelis waren.

Die Olympischen Spiele waren historisch gesehen ein Ort des Friedens, an dem sich selbst Krieg führende Nationen zusammenfinden und in der Sportarena antreten konnten statt auf dem Schlachtfeld. Am 5. September 1972 änderte sich das mit der allerersten internationalen Terrorismus-Aktion, die sich im Live-Fernsehen zeigte, während Menschen auf der ganzen Welt erschrocken zusahen.

Die PLO-Terroristen „Schwarzer September“ brachen in das Olympiagelände ein und nahmen 11 israelische Athleten als Geiseln. Während der 22-stündigen Pattsituation wurden die Geiseln geschlagen. Der Meister im Gewichtheben, Yossef Romano, der versucht hatte, die Terroristen abzuwehren und seine Freunde zu retten, wurde erschossen, kastriert und vor den anderen, hilflosen Geiseln verblutend zurückgelassen.

Den deutschen Behörden misslang die Rettung der Geiseln und am Ende hörte man die Worte von Jim McKay, dem Nachrichtensprecher für die olympische Berichterstattung des [Senders] ABC:

„Als ich ein Kind war, pflegte mein Vater zu sagen: ‚Unsere größten Hoffnungen und unsere schlimmsten Befürchtungen werden selten wahrgenommen.‘ Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden heute Abend Wirklichkeit. Sie haben jetzt gesagt, dass es 11 Geiseln gab; zwei wurden gestern Morgen in ihren Zimmern getötet, neun wurden heute Nacht am Flughafen getötet. Sie sind alle tot.“

Wiederholte Versuche, den Athleten die ihnen gebührende Anerkennung zukommen zu lassen, stießen auf taube Ohren. Im Jahr 2012, anlässlich des 40. Jahrestages dieses tragischen Ereignisses, strebten Organisationen, Gemeinden, Familien aus der ganzen Welt nach Anerkennung dieses Ereignisses, indem sie das Internationale Olympische Komitee aufforderten, bei der Eröffnungszeremonie der Spiele im Jahr 2012 eine Schweigeminute einzulegen. Dieses Anliegen wurde abgelehnt.

Deshalb hat die Israel Forever Foundation das „Munich Memory Project“ [Münchner Erinnerungsprojekt] ins Leben gerufen.

Es kann nicht sein, dass dieses Bild symbolträchtig geworden ist,

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… während die Gesichter und Namen dieser Männer vergessen sind.

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Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass dieses Ereignis nicht unter den Teppich der Geschichte gekehrt wird.

Wenn Großbritanniens Vorsitzender der Labour-Partei Jeremy Corbyn Terroristen ehrt, die diese Gräueltat begangen haben und anmerkt, er sei anwesend, aber nicht an der Kranzniederlegung beteiligt gewesen, ist es nicht an uns, Mr. Corbyn zu ändern. Gleichwohl ist es unsere Aufgabe zu hinterfragen, was in Großbritannien passiert, dass Antisemiten eine herausragende politische Rolle übernehmen können. Es ist an uns, uns zu wundern, zu fragen, Antworten [auf die Frage] zu verlangen, warum so viele Briten es für angebracht halten, so einen Mann zu wählen.

Es ist an der Zeit, sich an die Athleten zu erinnern, ihre Namen kennenzulernen, ihr Vermächtnis zu ehren. Es ist unsere Aufgabe, für die Erkenntnis zu sorgen, dass – wie die Israelis von heute, die ihre eigenen Körper als menschliche Schutzschilde einsetzen, um ihre Lieben vor Terroristen zu schützen – die israelischen Athleten in München auch gekämpft haben, um ihre Freunde zu retten, indem sie sich selbst in Gefahr brachten, um andere zu retten.

Moshe Weinberg

In München war es Moshe Weinberg, der die Gefahr erkannte, sich gegen die Tür warf und seine Freunde anschrie, die Flucht zu ergreifen, bevor die Terroristen eintreten konnten. Gad Zavarj überlebte, weil Moshe die Terroristen blockierte und ihm genug Zeit gab, um aus dem Fenster zu springen. Yossef Gutfreund tat dasselbe und blockierte die Tür, damit seine Zimmergenossen entkommen konnten.

Ihr Vermächtnis ist nicht der hässliche Tod durch abscheuliche Terroristen, ihr Vermächtnis ist das großartige Geschenk des Lebens, das sie ihren Freunden zuteil werden ließen.

Es liegt an jedem einzelnen von uns, uns zuerst selbst und dann den Rest der Welt zu erinnern, dass München der Anfang war, nicht das Ende der Terrorismus-Aktionen. Zuerst kam München, dann kamen Entführungen, dann kam 9/11, Bombenanschläge, rammende Autos und Messerangriffe. London, Paris, Bali, Indien, Mombasa und Russland. Was Terroristen ihren Opfern im Bataclan antaten, ist das, was die Terroristen des Schwarzen Septembers mit Yossef Romano getan haben.

Was bei den Juden anfängt, endet nicht bei den Juden.

Der Horror des Münchner Massakers ist keine israelische Frage oder gar eine jüdische Frage. Es ist eine menschliche Frage.

Alle ehrbaren Menschen sollten mühelos sagen können, dass Entführung, Folter und Missbrauch falsch sind. Alle ehrbaren Menschen sollten mühelos sagen können, dass es im Sport keinen Platz für Politik (oder Terrortaktiken, die die Politik beeinflussen sollen) gibt.

Aber was passiert, liegt nicht an „allen Menschen“, es ist die Aufgabe eines jeden Einzelnen von uns, als Individuum zu entscheiden, ob und wie wir reagieren werden.

Ich freue mich, ein Teil der Israel Forever Foundation zu sein, wo wir uns entschieden haben, das Vermächtnis der Ermordeten zu ehren – als Athleten, Freunde, Familie, die unserem Volk geraubt wurden.

Wir werden für sie einstehen – auch wenn es niemand anderes tun wird.

Es ist eine Erklärung, dass das jüdische Recht auf Leben das Menschenrecht auf Leben ist.

Bei der Erinnerung an München geht es nicht nur um die Erinnerung an eine vergangene Tragödie, sondern um die Verteidigung unserer Zukunft. Es ist eine Aussage, dass der Mord an Juden, nur weil sie Juden sind, nur weil sie dem Volk Israel angehören, völlig inakzeptabel ist.

Bitte besuchen Sie das Munich Memory Project und stellen Sie sicher, dass andere sich auch daran erinnern: https://israelforever.org/programs/Munich11Memory/

Originalartikel: Forest Rain, Remembering Munich

Übersetzung: faehrtensuche

Israel zu hassen, war eine Sache der Ehre

„Ich wurde geboren, um Juden zu hassen. Es war Teil meines Lebens, ich habe das nie in Frage gestellt. Ich wurde nicht etwa im Iran oder in Syrien geboren. Ich wurde in England geboren. Meine Eltern zogen aus Pakistan dorthin. Ihre Geschichte war typisch für Einwanderer: In den Westen ziehen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und seine Kinder. Wir waren eine gläubige muslimische Familie, jedoch nicht extrem oder radikal auf irgendeine Weise. Wir wünschten jedem nur das Beste – allen, außer den Juden. Die Juden, so glaubten wir, waren Aliens, die auf gestohlenem muslimischen Land lebten. Eroberer, die einen Völkermord gegen das palästinensische Volk verübten. Unser Hass war daher gerechtfertigt. Und das machte mich und meine Freunde anfällig für die Argumente radikaler Extremisten. Wenn die Juden so böse sind, wie wir immer glaubten, müssen dann nicht diejenigen, die sie unterstützen – Christen, Amerikaner und andere im Westen – genauso böse sein?

Anfang der 1990er Jahre begannen Sprecher und Lehrer in Moscheen und Schulen immer wieder zu wiederholen: Wie sind nicht westlich. Wir sind nicht britisch. Wir sind Muslime und sonst nichts. Unsere Loyalität galt unserer Religion und unseren muslimischen Glaubensbrüdern. Wir schuldeten den westlichen Nationen, die uns aufnahmen, gar nichts. Als Teil des Westens waren sie unsere Feinde. All das hatte seinen gewünschten Effekt. Zumindest bei mir war das der Fall. Es änderte meine Sicht auf die Welt. Ich begann das Leiden der Muslime – auch derer in Großbritannien – als Folge des westlichen Imperialismus anzusehen. Der Westen war im Krieg mit uns, und die Juden kontrollierten den Westen.

Meine Erfahrungen an der Universität in Großbritannien verstärkten nur meine sich steigernden radikalen Gedanken. Israel zu hassen war eine Sache der Ehre. Veranstalte eine anti-israelische und pro-palästinensische Rallye und du kannst dir einer großen applaudierenden Menge sicher sein. Während meiner Zeit an der Universität entschied ich, dass nur Proteste und Propaganda gegen Israel nicht genug seien. Wahrer Jihad erfordert Gewalt. So schmiedete ich Pläne in den echten Krieg zu ziehen. Ich würde also die Universität verlassen und mich einem terroristischen Trainingscamp in Pakistan anschließen.

Zum Glück jedoch änderte sich mein Schicksal – in einem Buchladen. Ich stieß auf ein Buch des Harvard Professors Alan Dershowitz mit dem Titel „The Case for Israel“. Ein Plädoyer für Israel? Was für ein Plädoyer könnte das bitte sein? Der Titel machte mich rasend und ich begann die Seiten zu lesen, fast schon ein Akt des Trotzes. Wie schlecht informiert, wie dumm könnte dieser Mann sein, das Unentschuldbare zu verteidigen? Nun ja, er war Jude. Das musste die Antwort sein. Trotzdem las ich weiter. Und das, was ich las, stellte alle meine Überzeugungen, die ich gegenüber Israel und den Juden hatte, auf die Probe. Ich las, dass es nicht etwa Israel war, das die palästinensische Flüchtlingskrise verursacht hatte, es waren die arabischen Länder, die Vereinten Nationen und die korrupte palästinensische Führung. Ich las, dass die Juden nicht etwa den Holocaust ausnutzten, um den israelischen Staat zu gründen; die Bewegung, einen modernen jüdischen Staat zu gründen, geht zurück ins 19. Jahrhundert und letztendlich bis zum Beginn des jüdischen Ursprungs knapp 4000 Jahre zuvor. Und ich las, dass Israel nicht beteiligt war an einem Völkermord gegen die Palästinenser. Im Gegenteil, die Zahl der Palästinenser hat sich in nur 20 Jahren verdoppelt. All das machte mich nur wütender. Ich musste beweisen, dass Dershowitz falsch lag und wollte mit meinen eigenen Augen sehen, wie rassistisch und unterdrückend Israel wirklich ist.

Deshalb kaufte ich mir ein Flugticket. Ich wollte Israel, das Land meiner Feinde, besuchen. Und das war der Punkt, wo sich alles änderte. Alles. Das, was ich dort mit eigenen Augen sah, war noch herausfordernder als das, was Dershowitz schrieb. Anstatt Apartheid sah ich Muslime, Christen und Juden koexistieren. Anstatt Hass sah ich Akzeptanz und sogar Barmherzigkeit. Ich sah eine laute, moderne und liberale Demokratie, voll von Fehlern sicherlich, aber fundamental anständig. Ich sah ein Land, das nichts anderes wollte, als einfach in Frieden mit seinen Nachbarn zu leben. Ich konnte meinen Hass förmlich vor meinen Augen dahinschmelzen sehen. Ich wusste dann genau, was ich zu tun hatte.

Zu viele Menschen auf dieser Erde sind voller Hass, der gleiche Hass, den auch ich konsumiert habe. Sie sind dazu erzogen, den jüdischen Staat zu hassen – viele Muslime durch ihre Religion, viele andere durch ihre Universitätsprofessoren oder Studentengruppen. Hier ist also meine Aufgabe für jeden, der das gleiche fühlt wie ich damals – macht, was ich gemacht habe. Finde die Wahrheit für dich selbst heraus. Wenn die Wahrheit mich verändern kann, dann kann sie jeden verändern.

Ich bin Kasim Hafeez.“

Nachzuhören auf YouTube (Englisch mit deutschen Untertiteln)!

Islamischem Rassismus einen Passierschein geben

Judith Bergman, Giving Islamic Rassism a Pass, 06.03.2018

Westeuropäische Nationen behaupten, sich allen Formen von Rassismus entgegenzustellen, aber dennoch finanzieren sie muslimischen Judenhass. Es ist eine besondere Ironie, wenn diese Finanzierung dazu beiträgt, alte europäische Ritualmordlegenden zu promoten.

„Die Juden, die in Europa lebten, würden jederzeit ein großes Gebäck backen … vermischt mit dem Blut eines Opfers … aus der Zahl derjenigen, die keine Juden wären … ein kleiner Junge, den sie in ein perforiertes Fass voller Spikes [Dornen, spitze Stifte] legen würden ….“ „Deswegen verabscheuten die europäischen Völker die Anwesenheit von Juden … sie waren … der Mechanismus für die Anweisung einer jeden Straftat … Quelle von jeder … Korruption … „

Schockierenderweise ist dies keine obskure Anschuldigung aus vergangenen Generationen in Europa, sondern eine Aussage in einem Artikel, der erst letzte Woche von Dr. Mustafa Al-Lidawi, einem ehemaligen Hamas-Funktionär, verfasst wurde, während wir in Israel den jüdischen Feiertag Purim feierten. Die Nachrichtenagentur Ma’an (MNA) – „die größte unabhängige Fernseh-, Radio- und Online-Mediengruppe im Westjordanland und im Gazastreifen“ fand es ihrer eigenen Webseite zufolge angemessen, dies in einem Artikel über den jüdischen Feiertag zu veröffentlichen, der der Rettung des jüdischen Volkes vom bösen persischen Haman gedenkt.

Diese mittelalterliche Ritualmordlegende wurde von großzügigen westlichen Sponsoren der MNA an die Leser gebracht. Auf ihrer Webseite dankt die Nachrichtenagentur insbesondere zwei Ländern: „MNA wurde mit großzügigen Mitteln von der dänischen Repräsentanz in der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der Niederländischen Repräsentanz in der PA ins Leben gerufen.“

Man kann nicht anders als sich zu fragen, ob dies die Art von „Nachrichten“ war, die Dänemark und die Niederlande im Auge hatten, als sie halfen, die Agentur im Jahr 2005 an den Start gehen zu lassen.

Laut der NGO [Nichtregierungsorganisation] Monitor wird MNA unter anderem finanziert von Dänemark, den Niederlanden, Schweden und den USA (die letzten verfügbaren Zahlen stammen aus dem Jahr 2014). Im Jahr 2016 erhielt das Fernseh-Netzwerk Ma’an 427.200 € (rund 500.000 Dollar) von der Europäischen Union zur „Stärkung von Medieninitiativen, um das partizipatorische Engagement im Friedensprozess zu fördern.“ In den Jahren 2015 – 2017 erhielt das Netzwerk Ma’an 730.000 £ (rund 1 Million Dollar) aus Großbritannien als Teil eines „Multimediaprojekts zur Sensibilisierung und Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen.“

Westeuropäische Nationen, die behaupten, gegen jede Form von Rassismus und Suprematismus zu sein, finanzieren großzügig muslimischen Judenhass. Es ist eine besondere Ironie, wenn diese großzügige Finanzierung dazu beiträgt, alte europäische Ritualmordlegenden zu promoten.

Christen importierten die alten europäischen Ritualmordlegenden in den Nahen Osten, aber die Muslime übernahmen sie mit ziemlich leidenschaftlicher Begeisterung, wie gegenwärtig nicht nur der Artikel von Al-Lidawi, sondern auch das Verhalten des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas selbst beweisen. Im Juni 2016 hielt Abbas eine Rede vor dem Parlament der europäischen Union in Brüssel, wo er fälschlicherweise behauptete: „Gewisse Rabbis in Israel haben ihrer Regierung sehr deutlich gesagt, dass unser Wasser vergiftet werden sollte, um Palästinenser zu töten.“

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments dankten Abbas für diese Wiederaufnahme einer alten europäischen Tradition mit Standing Ovations.

Es ist jedoch nicht so, dass den Muslimen ihre eigenen antisemitischen Quellen fehlten und sie neue importieren müssten. Der Koran ist voll von Versen, die die Juden auf die abscheulichste und gewalttätigste Weise darstellen.

Die Passagen 5:60 und 7:166 des Koran verkünden zum Beispiel, dass die Juden verflucht sind und Allah sie in Affen und Schweine verwandelt hat (daher die häufigen Vergleiche von Juden mit Affen und Schweinen in Nachrichten der palästinensischen Autonomiebehörde, im Kinderfernsehen, in offiziellen Erklärungen, etc.).

Juden werden als „eifrige Zuhörer der Falschheit“ (Koran 5:41) dargestellt, als „die Habgierigsten aller Menschen …“ (Koran 2:96) und Muslime werden davor gewarnt, sie (und andere Nicht-Muslime) als Freunde zu nehmen, „Oh, der du glaubst! Nimm nicht als (deine) Bitanah (Ratgeber, Berater, Beschützer, Helfer, Freunde usw.) diejenigen außerhalb deiner Religion (Heiden, Juden, Christen und Heuchler), da sie nicht versäumen werden, ihr Bestes zu geben, um dich zu korrumpieren. Sie haben den Wunsch, dir ernsthaft zu schaden. Hass ist schon aus ihren Mündern gekommen, aber was ihre Brüste verbergen, ist viel schlimmer … (Koran 3:118).

Und das sind nur ein paar ausgewählte Verse aus dem Koran.

Dann gibt es die Hadithen, wie z.B. die folgenden, die häufig in Moscheen auf der ganzen Welt gepredigt werden: „Die letzte Stunde wird nicht kommen, bis die Muslime nicht die Juden bekämpfen und umbringen, bis die Juden sich hinter einem Stein oder einem Baum verstecken und ein Stein oder ein Baum sagt: Muslim oder Diener Allahs, hinter mir ist ein Jude, komm und töte ihn.“

Dieser Hadith ist sogar Teil der „Charta des Islamischen Widerstands“ der Hamas.

Ist es nicht merkwürdig, dass in einer Zeit, in der fast jeder ständig von Ausdrücken oder Formulierungen, die als „unsensibel“ oder „verletzend“ angesehen werden, beleidigt ist, [aber] niemand von dem abscheulichsten Rassismus der „palästinensischen“ Araber?

Übersetzung: faehrtensuche

Sehenswerte Diskussion: „Die verfolgte Religion – Antisemitismus in Europa“

– Internationaler Frühschoppen am 11.02.2018.

Es diskutieren unter der Leitung von Helge Fuhst:

  •  Cecile Calla, freie Journalistin (Frankreich)
  •  Ewald König, Korrespondent (Österreich)
  •  Esther Schapira, Journalistin und Filmemacherin (Deutschland)
  •  Gil Yaron, freier Journalist (Israel)