#Halle

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„Verantwortlich für die Tat ist nur der Täter. Aber ermutigt wurde er von einer Gesellschaft, die das NIE WIEDER nicht entschlossen verteidigt. Vor unserer Geschichte ist das eine niederschmetternde Botschaft. Dieser Tag ist eine Schande für unser Land.“

Julian Reichelt, Kommentar zum Anschlag in Halle, Nie wieder!

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„Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Halle sagte in einem Interview mit einer israelischen Zeitung, aus Sicht der Opfer wäre es gleichgültig, ob der Attentäter ein Nazi, ein Linksradikaler oder ein Muslim sei, Bedeutung hätte nur, ob man endlich etwas gegen den Judenhass tut. Die regierenden deutschen Politiker trifft die volle Verantwortung für das, was derzeit geschieht: die allmähliche Verwandlung Deutschlands in ein für Juden unbewohnbares Land. Und wir teilen diese Verantwortung, wenn wir sie davon kommen lassen, mit billigen Betroffenheits-Bekundungen wie bisher jedes Mal.“

Chaim Noll, Pathologische Toleranz

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„Viel schlimmer als diesen ganzen alten Nazi-Zirkus finde ich, dass die Bundesrepublik sehr produktive und freundschaftliche Beziehungen zum Iran unterhält, der mit aller Klarheit verspricht, den Job der Nazis zu Ende zu bringen. Die Entgleisungen alter Nazis sind widerlich, aber sie sind heute auch unmaßgeblich. Die heutige Gesellschaft hat große Sympathien für tote Juden, tut sich aber schwer damit, sich für die lebenden Juden einzusetzen.

[…]

Doch das tiefe Bad in der Geschichte, das wir alle noch jeden Tag nehmen, reicht mir langsam. Ich mache mir Sorgen um den Fortbestand von Israel, und der Kampf gegen den Antisemitismus sollte mit der deutschen Iran-Politik anfangen.“

Henrik M. Broder im Interview mit Joerg Helge Wagner

Israel erschüttert nach Schüssen vor Synagoge in Halle – mit Video-Interview — Fokus Jerusalem

Zitat

 

JERUSALEM, 10.10.2019 (DK) – Der rechtsextrem motivierte Angriff auf die Synagoge in Halle am Abend des wichtigsten jüdischen Feiertages, Jom Kippur, hat in Israel Schlagzeilen gemacht. Im ganzen Land ist das Entsetzen groß. Die israelische Nachrichtenseite Walla betitelte ihren Beitrag zu der steigenden Anzahl antisemitischer Übergriffe: „Der Antisemitismus in Deutschland nimmt zu: Vorboten einer Kristallnacht…

über Israel erschüttert nach Schüssen vor Synagoge in Halle – mit Video-Interview — Fokus Jerusalem

Die Medien und Israel: Wenn Fakten stören

von Alex Feuerherdt

Im Westjordanland ermorden Terroristen eine siebzehnjährige Israelin. Eine Siedlerin sei sie gewesen, behaupten palästinensische Medien daraufhin. Einige deutsche Medien übernehmen diese Falschinformation. Das ist kein Zufall.

Rina Shnerb lebte in Lod, einer israelischen Stadt mit rund 75.000 Einwohnern, wenige Kilometer südlich vom Flughafen Ben Gurion. Sie wurde nur siebzehn Jahre alt, denn vor wenigen Tagen löschten Terroristen ihr Leben bei einem Anschlag aus. Rina war mit ihrem 46-jährigen Vater Eitan und ihrem 19-jährigen Bruder Dvir an der beliebten Ein-Bubin-Quelle in der Nähe von Dolev unterwegs, als eine ferngezündete Bombe explodierte. Die Jugendliche starb, ihr Vater und ihr Bruder wurden schwer verletzt.

Die Quelle und die israelische Siedlung Dolev liegen im Westjordanland, einige Kilometer nordwestlich von Jerusalem. Eine „Siedlerin“ sei das Mädchen gewesen und eine „Soldatin“, behaupteten deshalb palästinensische Medien, die auf diese Weise die tödliche Terrorattacke rechtfertigten: Rina Shnerb war kein harmloser Teenager, sollte das heißen, sondern eine Besatzerin, die auch noch in der israelischen Armee diente und deshalb ein legitimes Ziel darstellte.

[…]

So funktioniert die Dämonisierung Israels und damit der israelbezogene Antisemitismus, der sich genauso scheinrational gibt wie jede andere Form des Antisemitismus auch: Ob es nun die angebliche Verwendung des Blutes christlicher Kinder beim Backen der Matze ist, das angebliche Beherrschen von Politik, Banken und Presse oder eben die angebliche Unterwerfung des Nahen Ostens, insbesondere der Palästinenser, durch Landraub und Krieg… Anlässe, sein Ressentiment gegen Juden als berechtigte Kritik oder gar als alternativlose Notwehr auszugeben, fabriziert sich der Antisemit seit jeher mit großem Aufwand.

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Israel-Diffamierung pur in der ARD — Dr. Korenz Blog

Zitat

Diese Propaganda-Sendung für die Banalisierung des arabischen Terrors gegen Israel und seine jüdische Bevölkerungsmehrheit läuft/lief zur Zeit gerade im Ersten Programm der ARD. Tendentieller, Fakten-verdrehender, anti-israelischer und bösartiger gegen den jüdischen Staat kann eine Sendung kaum sein. Ist schon der Beitrag in seiner gesamten Aufmachung ein von widerwärtiger Sympathie mit dem arabischen Mordterror gegen jüdisches […]

über Israel-Diffamierung pur in der ARD — Dr. Korenz Blog

Gedanken zum 6. Juni …

… von Max Zimmer in: Deutschland und der 6. Juni – nicht länger lernfähig

„Dieser Tag [6. Juni 1944] steht symbolisch für die Niederlage von Nazi-Deutschland gegen die westlichen Demokratien, die das NS-Regime neben dem “jüdischen Bolschewismus“ im Osten bis zu seinem Niedergang als den ideologischen Todfeind Deutschlands propagiert hat.

[…]

Der Antisemitismus der Nazis äußerte sich damals genau so wie der moderne Antisemitismus in dem Glauben an eine “jüdische Ostküste“ in den USA, wohlhabende jüdische Bankiers oder auch “Zionisten“, die von dort aus über die Hochfinanz die amerikanische Regierung kontrollieren würden. Was damals zu Propaganda Filmen wie “die Rothschilds“ oder “Jud süß’“ und schlussendlich der Shoa geführt hat, geistert bekanntlich noch heute als leicht abgeänderte Verschwörungstheorie durch das Internet.

Die Nationalsozialisten sahen die westlichen Demokratien, die Vereinigten Staaten und selbstverständlich Großbritannien also als ihre Feinde, gegen die sie sich in ihrem Größenwahn behaupten wollten.

Nach dem Krieg und der Gründung der Bundesrepublik schien Deutschland aus der Geschichte gelernt zu haben.

[…]

Die EU wird nach deutschem Willen geformt, viele andere Länder fühlen sich besetzt, und die USA und Großbritannien sehen von außen zu.

Die Linken skandieren “nie wieder“, und gucken in Richtung AfD.

Ich gucke kritisch auf die aktuelle Politik und frage mich, ob das wirklich ‚aus der Geschichte lernen‘ sein soll.“

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