Antisemitismus ohne Antisemiten

von Eldad Beck, 29. Juni 2017

Originalartikel: Anti-Semitism without anti-Semites

Alle paar Jahre bricht in Deutschland ein Skandal über einige antisemitische Vorfälle aus. Alle paar Jahre werden Artikel geschrieben, Fernsehsendungen von leidenschaftlicher Debatte bestimmt und die Gemüter kochen hoch. Und dann – nichts. Jedenfalls bis zum nächsten Antisemitismus-Skandal. Wie der, der kürzlich ausbrach, als sich deutsche öffentliche Fernsehsender weigerten, einen Dokumentarfilm zu senden über anti-israelische, antisemitische Gefühle in Europa und dem Nahen Osten.

Deutschland sollte sich diese unglaubliche Erfindung wirklich patentieren lassen: Antisemitismus ohne Antisemiten. Ein unabhängiger Sachverständigenausschuss, der vor kurzem dem Bundestag (dem Deutschen Parlament) einen Bericht über Antisemitismus in Deutschland vorgelegt hat, stellte fest, dass – während immer mehr Deutsche klassische antisemitische Überzeugungen haben – immer mehr Juden spüren, dass sich der Antisemitismus in ihrer unmittelbaren Umgebung in den letzten fünf Jahren stetig erhöht hat und befürchten, er werde in den nächsten fünf Jahren sogar noch mehr anwachsen.

Wie kann dieses Paradoxon erklärt werden? Ganz einfach: Das Problem heute ist kein klassischer Antisemitismus – die Art, die Juden dafür verantwortlich macht, Jesus ermordet und christliche Kinder abgeschlachtet zu haben, um ihr Blut zum Backen von Matzot zu benutzen. Das Problem heute ist, dass der moderne Antisemitismus Israel – den jüdischen Staat – dafür verantwortlich macht, unschuldige Palästinenser zu ermorden und palästinensische Kinder absichtlich abzuschlachten. Während sich herausstellt, dass die meisten Deutschen kein Problem mit jüdischen Nachbarn haben (im Gegensatz zu muslimischen und rumänischen Nachbarn), vergleichen 40% von ihnen Israels Verhalten gegenüber den Palästinensern mit dem der Nazis gegenüber den Juden.

Diese Art von Logik führt zu einem deutschen Gerichtsurteil, das entschied, das Werfen von Molotow-Cocktails auf eine deutsche Synagoge sei ein akzeptabler Ausdruck des Protestes. Es sei kein Antisemitismus, sondern vielmehr legitime Kritik an der Politik Israels! In deutscher Sprache nennt man das einfach Israelkritik – keine Kritik an einer bestimmten Politik der Regierung, die gerade an der Macht ist, sondern vielmehr [Kritik] an Israel allgemein. In der Praxis wäre es sehr leicht, von da aus zu einer kompletten Ablehnung der Existenz Israels zu kommen, oder mit anderen Worten, zum Anti-Zionismus, oder zur Ablehnung des Rechts der Juden auf Selbstbestimmung und einen Staat oder zum Antisemitismus.

Deutschland strengt sich mit Hilfe von Meinungen in der israelischen und jüdischen Linken besonders an, um zu behaupten, Israelkritik sollte gesehen werden nicht als eine Variante des Antisemitismus, sondern lediglich als eine andere legitime Form der Kritik. Gibt es dieselbe Art von legitimer Kritik, in ähnlichen Ausmaßen, gegenüber irgendeinem anderen Land des Nahen Ostens, ganz zu schweigen von der Palästinensischen Autonomiebehörde? Nein. Israel bekommt in dieser Hinsicht eine besondere Behandlung.

Sollte Deutschland jemals aufhören, seinen Antisemitismus abzustreiten und schließlich zugeben, dass der Antisemitismus noch lebendig ist und sich, nun ja, unter der Maske starker gegen Israel gerichteten Gefühle verbirgt, könnte das der Beginn der Lösung des Problems sein. Aber Deutschland zieht es vor, das Problem zu ignorieren. Die deutsche Obsession, seinen Antisemitismus auf den Staat Israel zu projizieren, hat Deutschlands Beziehungen zu Israel zu einer neurotischen gemacht und eine positive Entwicklung verhindert.

Darüber hinaus stellt diese Obsession eine Bedrohung für Deutschland selbst dar. Der Grund, warum die Muslime sich heute frei fühlen, ungezügelte antisemitische Gewalt zu zeigen, liegt nicht nur in ihrer Erziehung, sondern in der Tatsache, dass sie das ausleben, was viele Deutsche im privaten Bereich glauben. Diese Gewalt ist letztlich auch an Deutsche gerichtet, weil die radikalen Islamisten nicht zwischen Juden und Christen unterscheiden.

Übersetzung: faehrtensuche

Nach(t)-GedankenLese

zur Antisemitismus-Dokumentation der ARD und zur anschließenden Diskussion bei Maischberger.

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Die verschlimmbesserte Dokumentation in der „Lange[n] Nacht der Antisemitismus-Verharmlosung“ und der „Peinliche[n] Offenbarungen beim WDR

– ist ein Schuss ins Knie, „eingebettet in ein Tribunal über die beiden Autoren“, das „Bände spricht über die Qualität des Qualitätsjournalismus im Jahr 2017.“

– kommt einem Schauprozess gleich, bei dem die Filmemacher „vom eigenen Auftraggeber an den öffentlichen Medienpranger gestellt werden.

– lässt sich interpretieren als „Abgesang auf journalistischen Anstand“ oder auch als „Selbstentleibung des WDR.“

– präsentiert antisemitisches Geraune als Faktencheck. Frederik Schindler hat den Faktencheck des WDR genauer unter die Lupe genommen und dröselt ihn auf.

– verdeutlicht Das Handwerk des Antisemitismus“, wie Ulrich W. Sahm in seinem Artikel (vortrefflich) analysiert.

– bzw. der Umgang des WDR mit ihr kann auch gesehen werden als „Betreuter Antisemitismus“.

„Auserwählt und ausgegrenzt, der Hass auf Juden in Europa“ – Doku 24 Stunden online

BILD zeigt heute die Dokumentation, die ARTE nicht zeigen will.

Noch bis 24 Uhr online unter folgendem Link:

http://www.bild.de/politik/inland/bild/zeigt-die-doku-die-arte-nicht-zeigen-will-52155394.bild.html

BITTE WEITERSAGEN!!!

Vielen Dank an Henny Jahn, durch die ich darauf aufmerksam geworden bin!

UPDATE: Siehe Kommentar!

50 Jahre danach: Anti-Israel oder antisemitisch?

Originalartikel: Fifty years on: Anti-Israel oder antisemitic?

von Ira Forman, 8. Juni 2017

Der 50. Jahrestag des Sechs-Tage-Krieges bedeutet, ganze Berge an Kommentaren über den schnellen Sieg Israels und das anhaltende Scheitern des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses zu generieren. Eine Überprüfung der Ereignisse rund um den Krieg von 1967 klärt auch die Natur des Antisemitismus des 21. Jahrhunderts.

Siebzig Jahre nach dem Holocaust ist der Antisemitismus wieder auf dem Vormarsch, aber es gibt wenig Konsens über die Ursachen dieser beunruhigenden Entwicklung. Eine bedeutende Analyse erklärt einen Großteil dieser Zunahme mit einem „neuen Antisemitismus“ – eine Art von Judenhass, der sich tarnt als Opposition gegen den Zionismus und die Politik des Staates Israel. Als Antwort darauf behaupten andere, dass diese Argumentation ein Mittel sei, die freie Meinungsäußerung zu unterbinden und Kritik an der israelischen Regierungspolitik zu zensieren – insbesondere an der fünfzig Jahre andauernden militärischen Okkupation des Westjordanlandes.

Eine Betrachtung des Sechs-Tage-Krieges ist ein besonders gutes Objektiv für die Analyse der Frage „Ist die Kritik an Israel immer antisemitisch?“, weil Sprache, Bilder und Fragen im Vorfeld des Konflikts oftmals stärker/weniger nuanciert waren. Vor dem Juni 1967 gab es umfangreiche Kritik am jüdischen Staat, aber Israel hatte nicht das Westjordanland und den Gazastreifen militärisch besetzt und zahlreiche Kritikpunkte konzentrierten sich nicht auf israelische Politik, sondern auf die Legitimität des jüdischen Staates an sich und verwendeten offenkundige antisemitische Motive, um die Sache zu begründen.

Jahrhundertelang waren Diskriminierungen der jüdischen Minderheiten in der moslemischen Welt deutlich geringer als im christlichen Europa.

Das hatte im 20. Jahrhundert begonnen, sich zu verändern. Die Juden-hassende-Politik Nazi-Deutschlands hatte im Nahen Osten beträchtliche Unterstützung und nach 1945 fanden Nazi-Kriegsverbrecher Unterschlupf bei vielen arabischen Nachbarn Israels, häufig Rollen in Militär- und Sicherheitsapparaten annehmend.

In den Jahren vor dem Sechs-Tage-Krieg charakterisierte eine von den Nazis aufgegriffene Vernichtungsrhetorik die Aussagen einiger arabischer Führer.

Der damalige syrische Verteidigungsminister (und Vater des jetzigen Präsidenten) Hafiz Assad erklärte: „Wir haben uns vorgenommen, dieses Land mit eurem Blut zu durchtränken, euch Aggressoren zu vertreiben und euch in das Meer zu werfen.“ Der damalige Vorsitzende der Palästinensischen Befreiungsorganisation, Ahmed Shukairy, erklärte Ende Mai 1967: „Es wird im Heiligen Krieg zur Befreiung Palästina keine jüdischen Überlebenden geben.“

Ähnliche Rhetorik ist nicht ungewöhnlich in den heutigen Nahost-Medien.

Ägyptische Regierungserklärungen waren ausgestattet mit Behauptungen wie: Juden benutzten das Blut von Kindern für ihre religiösen Rituale (die klassische Ritualmord-Legende), Verleugnung des Holocaust und Verweise auf die niederträchtige Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion. Im Jahre 1966 hat Nassers persönlicher Vertreter zu einer offiziellen Publikation erklärt, dass „eine der bedeutendsten zionistischen Arbeiten zur allgemeinen politischen Planung die Protokolle der Weisen von Zion [seien], die eindeutig den Weg zur Erreichung ihres Ziels der jüdischen Weltherrschaft belegen. …“

Heute können die Staatsoberhäupter von Ländern wie Ägypten und Jordanien solchen Unsinn nicht von sich geben, doch sind die Protokolle – und ähnliches Material – im ganzen Nahen Osten weit verbreitet, während Medien, religiöse und politische Personen weiterhin auf die Protokolle und die Ritualmordlegende als feststehende Tatsachen verweisen.

Politische Karikaturen der Zeit ahmen die der Nazi-Publikation Der Stürmer nach – mit Juden/Israelis, dargestellt als böse, entstellte menschenähnliche Gestalten. Leider werden ähnliche Karikaturen immer noch im Nahen Osten und manchmal sogar in europäischen Medien veröffentlicht.

Das Ende der meisten jüdischen Gemeinden im Nahen Osten zeigt auch, wie anti-israelische Rhetorik tiefere antisemitische Gefühle verbirgt. Im Zuge der Unabhängigkeit Israels und anschließend mit dem Sechs-Tage-Krieg wurde die jüdische Bevölkerung in der ganzen Region ungerechtfertigt als zionistische Agenten geschmäht, verhaftet, der Staatsbürgerschaft beraubt, pauperisiert und dazu veranlasst, Länder zu verlassen, in denen sie mehr als zwei Jahrtausende gelebt hatten.

Natürlich steht jedes Problem, so komplex wie der moderne Antisemitismus, einfachen Erklärungen entgegen. In der arabischen Welt heute gibt es eine größere Bandbreite an Meinungen über Israel, einschließlich der Stimmen, die das Existenzrecht Israels akzeptieren. Es ist klar, dass Kritik an Israel nicht inhärent antisemitisch ist und dass falsche Antisemitismusvorwürfe den wirklichen Kampf gegen Hass behindern können. Darüber hinaus hat ein großer Teil des Antisemitismus in der ganzen Welt wenig oder nichts mit Israel zu tun.

Doch können wir dem Wiederaufleben des Antisemitismus in keinem Land entgegnen, ohne uns über seine Ursachen im Klaren zu sein. Wenn auf eine europäische Synagoge ein Brandanschlag verübt wird und Behörden darauf bestehen, es sei ein Ausdruck einer gegen Israel gerichteten Wut und nicht antisemitisch, ist es an der Zeit, zu erkennen, dass Aktivismus gegen Israel manchmal eine einfache Maske für Antisemitismus ist. Die dem Juni 1967 vorausgegangenen Ereignisse zu überdenken hilft uns an diese unglückliche Wahrheit zu erinnern.

Ira Forman war von 2013 bis 2017 der Sondergesandte des US-Außenministeriums zur Beobachtung und Bekämpfung des Antisemitismus. In diesem Herbst wird er an der Georgetown University als renommierter Gastprofessor Antisemitismus lehren.

Übersetzung und Hervorhebung im Text: faehrtensuche

Rabbi Sacks über das wahre Gesicht von BDS

Die BDS-Bewegung (Boykott, Deinvestition und Sanktionen) gibt vor, für die Rechte der Palästinenser zu kämpfen. Während sie sich als Menschenrechtsorganisation darstellt, ist ihr Ziel in Wirklichkeit, Israel stufenweise zu delegitimieren und schließlich auszulöschen.

Rabbi Sacks geht im nachfolgenden Video der Frage nach, wie diese Bewegung vorgeht und wie sie ihr Ziel erreichen will.

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Transkript:

Die Boykott-, Deinvestition- und Sanktionen-Kampagne gegen Israel ist gefährlich, denn unter der Oberfläche ist es ein Versuch, Israel zu delegitimieren als Auftakt zu ihrer Beseitigung.

Kein Jude und kein Menschenfreund kann dabeistehen und zusehen, dass das passiert.

Abgesehen davon wird sie genau den Menschen, denen sie zu helfen versucht, schaden; die Situation verlängern, die sie beenden will und zu Unrecht führen im Namen des Rechts.

Ich unterstütze das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat und das Recht von palästinensischen Kindern auf eine Zukunft der Würde und Hoffnung.

Aber die BDS-Kampagne will keines dieser Dinge erreichen. Lassen Sie mich erklären, warum.

Menschenrechte sind die Rechte, die wir haben, weil wir Menschen sind. Sie sind universell oder sie sind nichts.

So ist der Test jeder Bewegung zur Unterstützung der Menschenrechte: Ist sie wirklich universell oder ist sie eine Frage der Rechte für einige, aber nicht für andere.

Wenn es der BDS-Bewegung wirklich um Menschenrechte ginge, würden ihre Unterstützer gegen den Zusammenbruch der Menschenrechte in den Ländern im gesamten Nahen Osten protestieren, in Afrika und weltweit. Sie würden gegen die Barbarei von ISIS demonstrieren. Sie würden gegen den Missbrauch der Menschenrechte durch die Hamas in Gaza kämpfen.

Jede Nation kann beim Menschenrechtsausschuss zur Rechenschaft (Verantwortung) gezogen werden, aber in einer mit Menschenrechtsverletzungen überfluteten Welt sich nur auf eine Nation zu konzentrieren – und das auf die einzige erfolgreiche Demokratie im Nahen Osten – sieht weniger nach einer Kampagne für Menschenrechte aus als vielmehr nach einer Kampagne gegen Israels Existenzrecht.

Es ist in der Tat das letzte Kapitel in einem anhaltenden Versuch, genau das zu tun.

In den Jahren 1948, 1967 und 1973 versuchten die Feinde Israels, es militärisch zu zerstören, und sie scheiterten.

Anfang 1973 versuchten sie mit dem arabischen Boykott, es wirtschaftlich zu zerstören, und sie scheiterten.

Im Jahr 1975 versuchten sie mit der berüchtigten „Zionismus ist Rassismus“-Bewegung der Vereinten Nationen, es politisch zu zerstören, und sie scheiterten.

Von 1994 bis 2002 versuchten sie durch eine Kampagne von Selbstmordattentaten, es psychologisch zu zerstören, und sie scheiterten.

Jetzt versuchen sie durch die BDS-Kampagne, es moralisch zu delegitimieren. Auch dies wird scheitern, aber es ist ernst.

Es beruht auf einer bösartigen Lüge: Israel ist eine koloniale Präsenz im Nahen Osten. Es ist nichts dergleichen.

Die jüdische Verbindung mit dem Land Israel reicht doppelt so lange zurück wie die Geschichte des Christentums, dreimal so lange wie die Geschichte des Islam.

Die Juden sind die einzige Nation in der Geschichte überhaupt, die einen Nationalstaat im Land gegründet haben und die einzige Nation, die dort niemals ohne Präsenz war.

Und weil Israel der einzige jüdische Staat der Welt ist und der einzige Staat, dessen Recht auf Existenz ständig angefochten worden ist, ist die Kampagne dagegen die neueste Mutation des ältesten Hasses der Welt: Antisemitismus.

BDS wird scheitern, denn wenn die Menschen versuchen, einen Konflikt zu beenden, indem sie sich nur auf eine Partei in diesem Konflikt konzentrieren, beenden sie ihn nicht. Sie halten ihn aufrecht.

Es hätte einen palästinensischen Staat im Jahr 1947 mit dem Teilungsplan der Vereinten Nationen geben können, im Jahr 1948, als der moderne Staat Israel geboren war, 1967 nach dem Sechstagekrieg, im Jahr 2000 bei Camp David, 2001 in Taba, 2007 unter Ehud Olmert und danach.

Israel sagte jeweils ja und bot im Austausch Land für Frieden, aber die palästinensische Führung sagte nein.

Und selbst als Israel sich einseitig aus dem Territorium wie z.B. dem Südlibanon im Jahr 2000 und dem Gaza-Streifen im Jahr 2005 zurückgezogen hat, wurde der Raum sofort von terroristischen Organisationen – der Hisbollah und der Hamas – besetzt, die sich der Zerstörung Israels verschrieben haben.

Einfach gesagt, die BDS-Kampagne wird sich hinziehen, sich verschieben und die Chance auf einen palästinensischen Staat gefährden, indem sie das Leiden verlängert, das sie zu beenden sucht.

Das deswegen, weil sie den Konflikt als ein Nullsummenspiel falsch darstellt: entweder gewinnt Israel und die Palästinenser verlieren, oder die Palästinenser gewinnen und Israel verliert.

Aber der Konflikt ist kein Nullsummenspiel. Bei Krieg und Gewalt verlieren beide Seiten. Bei Frieden und Sicherheit gewinnen beide Seiten.

Wenn wir wirklich die Rechte der Palästinenser wichtig nehmen, dann müssen wir ebenso die der Israelis wichtig nehmen. Rechte sind universell oder sie sind nichts, und wenn sie nur eine verborgene Form von Hass sind, dann werden sie nicht Rechte, sondern Ungerechtigkeiten.

Jede Bewegung für Menschenrechte oder Frieden oder Gerechtigkeit muss für alle Seiten fair sein; die Rechte aller Seiten erkennen; die Einigung aller Seiten suchen; und das Vertrauen aller Seiten gewinnen.

Die BDS-Kampagne, die versucht, die andere Seite einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen, scheitert an diesen Tests; weshalb alle, die sich für unsere gemeinsame Menschheit interessieren, einen anderen und besseren Weg finden müssen.

Übersetzung: faehrtensuche

Video und Transkript (in Englisch) auf der Homepage von Rabbi Sacks.