Die Medien und Israel: Wenn Fakten stören

von Alex Feuerherdt

Im Westjordanland ermorden Terroristen eine siebzehnjährige Israelin. Eine Siedlerin sei sie gewesen, behaupten palästinensische Medien daraufhin. Einige deutsche Medien übernehmen diese Falschinformation. Das ist kein Zufall.

Rina Shnerb lebte in Lod, einer israelischen Stadt mit rund 75.000 Einwohnern, wenige Kilometer südlich vom Flughafen Ben Gurion. Sie wurde nur siebzehn Jahre alt, denn vor wenigen Tagen löschten Terroristen ihr Leben bei einem Anschlag aus. Rina war mit ihrem 46-jährigen Vater Eitan und ihrem 19-jährigen Bruder Dvir an der beliebten Ein-Bubin-Quelle in der Nähe von Dolev unterwegs, als eine ferngezündete Bombe explodierte. Die Jugendliche starb, ihr Vater und ihr Bruder wurden schwer verletzt.

Die Quelle und die israelische Siedlung Dolev liegen im Westjordanland, einige Kilometer nordwestlich von Jerusalem. Eine „Siedlerin“ sei das Mädchen gewesen und eine „Soldatin“, behaupteten deshalb palästinensische Medien, die auf diese Weise die tödliche Terrorattacke rechtfertigten: Rina Shnerb war kein harmloser Teenager, sollte das heißen, sondern eine Besatzerin, die auch noch in der israelischen Armee diente und deshalb ein legitimes Ziel darstellte.

[…]

So funktioniert die Dämonisierung Israels und damit der israelbezogene Antisemitismus, der sich genauso scheinrational gibt wie jede andere Form des Antisemitismus auch: Ob es nun die angebliche Verwendung des Blutes christlicher Kinder beim Backen der Matze ist, das angebliche Beherrschen von Politik, Banken und Presse oder eben die angebliche Unterwerfung des Nahen Ostens, insbesondere der Palästinenser, durch Landraub und Krieg… Anlässe, sein Ressentiment gegen Juden als berechtigte Kritik oder gar als alternativlose Notwehr auszugeben, fabriziert sich der Antisemit seit jeher mit großem Aufwand.

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Israel-Diffamierung pur in der ARD — Dr. Korenz Blog

Zitat

Diese Propaganda-Sendung für die Banalisierung des arabischen Terrors gegen Israel und seine jüdische Bevölkerungsmehrheit läuft/lief zur Zeit gerade im Ersten Programm der ARD. Tendentieller, Fakten-verdrehender, anti-israelischer und bösartiger gegen den jüdischen Staat kann eine Sendung kaum sein. Ist schon der Beitrag in seiner gesamten Aufmachung ein von widerwärtiger Sympathie mit dem arabischen Mordterror gegen jüdisches […]

über Israel-Diffamierung pur in der ARD — Dr. Korenz Blog

Gedanken zum 6. Juni …

… von Max Zimmer in: Deutschland und der 6. Juni – nicht länger lernfähig

„Dieser Tag [6. Juni 1944] steht symbolisch für die Niederlage von Nazi-Deutschland gegen die westlichen Demokratien, die das NS-Regime neben dem “jüdischen Bolschewismus“ im Osten bis zu seinem Niedergang als den ideologischen Todfeind Deutschlands propagiert hat.

[…]

Der Antisemitismus der Nazis äußerte sich damals genau so wie der moderne Antisemitismus in dem Glauben an eine “jüdische Ostküste“ in den USA, wohlhabende jüdische Bankiers oder auch “Zionisten“, die von dort aus über die Hochfinanz die amerikanische Regierung kontrollieren würden. Was damals zu Propaganda Filmen wie “die Rothschilds“ oder “Jud süß’“ und schlussendlich der Shoa geführt hat, geistert bekanntlich noch heute als leicht abgeänderte Verschwörungstheorie durch das Internet.

Die Nationalsozialisten sahen die westlichen Demokratien, die Vereinigten Staaten und selbstverständlich Großbritannien also als ihre Feinde, gegen die sie sich in ihrem Größenwahn behaupten wollten.

Nach dem Krieg und der Gründung der Bundesrepublik schien Deutschland aus der Geschichte gelernt zu haben.

[…]

Die EU wird nach deutschem Willen geformt, viele andere Länder fühlen sich besetzt, und die USA und Großbritannien sehen von außen zu.

Die Linken skandieren “nie wieder“, und gucken in Richtung AfD.

Ich gucke kritisch auf die aktuelle Politik und frage mich, ob das wirklich ‚aus der Geschichte lernen‘ sein soll.“

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Das „neue Deutschland“ und die Kippa

Originalartikel: The “New Germany” and the Kippah

von Rabbi Benjamin Blech, 27.05.2019

The “New Germany” and the Kippah

Bild aus dem Originalartikel übernommen.

Die Empfehlung der Regierung, nicht überall eine Kippa zu tragen, ist eine entsetzliche Erinnerung an eine gescheiterte Holocaust-Strategie.

„Aufgrund unserer Traditionen behalten wir seit vielen, vielen Jahren unser [inneres] Gleichgewicht. Hier in Anatevka haben wir Traditionen für alles: wie man schläft, wie man isst … wie man arbeitet … wie man sich kleidet. Zum Beispiel halten wir unsere Köpfe immer bedeckt und tragen immer einen kleinen Gebetsschal, der unsere ständige Hingabe an Gott zeigt. Sie mögen sich fragen: „Wie ist diese Tradition entstanden?“ Ich sage es Ihnen! Tradition.“ – Tevye, Fiddler on the Roof

Am 1. September 1941 erließ das Bundesinnenministerium auf Initiative von Reichsminister Joseph Goebbels den Befehl, dass ab dem 19. September 1941 alle Juden des Reiches und des Protektorats ab 6 Jahren den jüdischen Stern zu tragen hätten („Judenstern“). Der Befehl sah vor, dass das handtellergroße Abzeichen auf ihre Kleidung genäht wird, auf der linken Seite der Brust, auf Herzhöhe, um an einem öffentlichen Ort sichtbar zu sein.

Als Nazi-Funktionäre das jüdische Abzeichen einführten, taten sie dies auf eine intensivierte systematische Art und Weise als Auftakt zur Deportation von Juden in Ghettos und Tötungszentren im deutsch besetzten Osteuropa. Juden mussten als Juden identifiziert werden – um sicherzustellen, dass nicht einer von ihnen der Vernichtung entkommt.

An diesem Wochenende haben wir erfahren, dass das „neue Deutschland“ die Juden in Deutschland animiert, ihre Kopfbedeckungen nicht überall in der Öffentlichkeit zu tragen. Es ist jetzt gefährlich für Juden, leicht identifizierbar zu sein. Der für die Bekämpfung des Antisemitismus zuständige deutsche Antisemitismusbeauftragte Felix Klein entschied, dass die persönliche Sicherheit wichtiger ist als die Religionsfreiheit. Und so – in einer bemerkenswerten historischen Ironie – gibt uns das Land, das uns den Holocaust und den Davidsstern als Zeichen der Schande verliehen hat, heute in Gestalt der Sorge um seine jüdischen Bewohner eine Anleitung, wie wir mit dem Anstieg des Antisemitismus fertig werden sollen, indem es vorschlägt, diesmal unsere Identität zu verbergen und unsere Traditionen aufzugeben!

Michel Friedman, der zuvor als Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses fungierte, sagte unverblümt: „Wenn ein Vertreter der Bundesregierung der jüdischen Gemeinde offiziell sagt, dass ’sie nicht überall in Deutschland vor antijüdischem Hass sicher ist‘, dann ist das eine erbärmliche Vorführung für Rechtsstaatlichkeit und politische Realität.“

Es ist kaum zu glauben, dass wir in der Spanne einer Generation von der Niederlage des Nationalsozialismus und der Realisierung des ultimativen unsäglichen Horrors des Antisemitismus zu einer Wiederholung des Judenhasses übergegangen sind, der als so unaufhaltsam und unlösbar gilt, dass die einzige praktikable Antwort darin besteht, Juden sollten ihre Identität verbergen und ihre religiösen Überzeugungen ignorieren.

Der Rat Felix Kleins an die jüdische Gemeinde findet seinen Widerhall in einer entsetzlichen Erinnerung an eine gescheiterte Holocaust-Strategie. Als die Juden für die Deportation in Konzentrationslager zusammengetrieben wurden, gab es solche, die versuchten, ihre Identität zu verbergen. Sie wagten den gefährlichen Schritt, den verlangten gelben Stern nicht zu tragen. Sie versuchten, als Nichtjuden durchzugehen. Es war keine Yarmulke [Kippa], die sie verriet. Die Nazis wussten, dass es einen einfachen Weg gab, die Wahrheit zu enthüllen. Den Männern wurde gesagt: „Zieh deine Hose runter“ – und das Zeichen ihrer Beschneidung verriet sie.

„Nehmen Sie Ihre Kappe ab“ wird nicht ausreichen, um unsere Sicherheit zu gewährleisten, wenn sich das Virus des Antisemitismus weiter ausbreitet. Schon die Tat, diesem Affront unserer Religionszugehörigkeit nachzugeben, ist bereits der größte Beweis für den Sieg unserer Feinde.

Tevye hatte recht. Der Grund für das Tragen einer Kippa ist Tradition. Das Gesetz ist nicht biblisch. Dennoch ist es verwurzelt in einem biblischen Gesetz mit tiefer Bedeutung. Heute tragen wir die Tefillin [Gebetsriemen] – die Phylakterien an Kopf und Hand – nur noch während des Gebets. Wir halten uns nicht für würdig genug, sie den ganzen Tag über zu tragen, während wir unserer regulären Arbeit nachgehen. Doch das war das ursprüngliche Gesetz. Wozu? Offensichtlich, um uns selbst gegenseitig zu erkennen und für die Welt im Allgemeinen erkennbar zu sein als die, die sich mit ihrem Geist als auch mit ihrem Körper dem Allmächtigen verpflichtet fühlen.

Wir sollten als Juden mit der göttlichen Mission, „ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation“ zu sein, erkennbar sein. Unsere Hingabe an Gott war immer sichtbar. Juden trugen Tefillin – bis wir uns nicht [mehr] heilig genug fühlten, außer beim Gebet. Aber für den Rest der Zeit müssen wir öffentlich unsere lebenslange Verpflichtung gegenüber einem „höheren Wesen“ zeigen, wie das Bedecken des Kopfes. Wir müssen beweisen, dass unsere jüdische Identität eine Quelle des Stolzes ist, nicht der Scham, eine Quelle der Freude, nicht der Last.

Wie tragisch, dass ausgerechnet Deutschland es für hilfreich hält, anders als in den 40er Jahren vorzuschlagen, sich nicht mit dem gelben Stern zu identifizieren, sondern unsere Identität zu verbergen mit unverhüllten Köpfen ohne jegliche Verbindung zu unserem Gott. Uns zu empfehlen, auf den jüdischen Stolz in unserem Glauben zu verzichten, trägt nur dazu bei, die heimtückische und gefährliche Assimilation des jüdischen Volkes zu fördern.

Übersetzung: faehrtensuche

Deutschland 1939 und 2019

Dazu die Botschaft des Staates Israel:

„Unsere Anerkennung gilt den Städten, die beschlossen haben, das moralisch Richtige zu tun und die Plakate entfernt haben. Dies sendet eine entschlossene Botschaft im Kampf gegen #Antisemitismus. Wir hoffen, dass weitere Städte dem Beispiel folgen werden.“

Weiterführende Links (eine Auswahl):

Oder selbst bei Google (oder wo auch immer) recherchieren!