Nein … Die Vereinten Nationen haben Israel nicht gegründet

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David Ben-Gurion proklamiert am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeit Israels. Ein Porträt von Theodor Herzl, dem Vater des modernen Zionismus, überschaut die Szene. Israel verdankt seine Existenz als Staat diesen beiden Männern, unter vielen anderen – die zahnlosen Vereinten Nationen nicht eingeschlossen.

von Ken Cohen, 13. August 2019

Hanan Ashwari, ein Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation, hat kürzlich eine ihrer Lieblingslügen über die Gründung Israels wiederholt. Diese Lüge – ironischerweise oft sowohl von Unterstützern Israels als auch von Gegnern vorgebracht – hält fest, dass Israel von den Vereinten Nationen in seiner am 29. November 1947 verabschiedeten palästinensischen Teilungsresolution 181 gegründet und durch den Rückzug Großbritanniens am 14. Mai 1948 implementiert wurde.

Es ist eine verhängnisvolle Lüge, die Israel einfach als das Ergebnis der „Freundlichkeit von Fremden“ darstellt und als Fremdkörper, der der Region von äußeren Kräften aufgedrängt wurde.

Tatsächlich haben sich die Juden seit drei Jahrtausenden danach gesehnt und darum gekämpft, in ihre angestammte Heimat zurückzukehren. Der Zionismus begann als Bewegung im Jahr 1897, als Juden begannen, sich im damaligen Palästina anzusiedeln, was im Jahr 1948 in der Unabhängigkeitserklärung Israels gipfelte, an dem selben Tag, an dem Großbritannien sich zurückzog.

Diese Tage in den Jahren 1947 und 1948 waren bedeutende Ereignisse im zionistischen Bemühen, eine jüdische Nation in ihrem indigenen Land zu schaffen und werden jährlich in Israel und unter den meisten Diasporajuden gefeiert. Aber der 29. November – das Datum der Abstimmung der UN-Generalversammlung über die Empfehlung zur Teilung Palästinas – ist angemessenerweise kein israelischer Feiertag. Allerdings wird passenderweise der 14. Mai – oder sein Pendant im jüdischen Kalender – als der israelische Unabhängigkeitstag, Yom Ha’Atzmaut, gefeiert.

In jedem Fall ist die UN-Teilung Palästinas von rein symbolischem Wert, um die Gründung Israels zu erklären.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Großbritannien ein völlig entkräfteter Schatten seiner ehemaligen Kolonialmacht. Obwohl die Bildung einer jüdischen Heimat der ausdrückliche Zweck des im Jahr 1922 unter dem Völkerbund beginnenden britischen Mandats war – hat Großbritannien seine Mandatsverpflichtungen ganz und gar preisgegeben.

Anstatt ihrer Funktion nachzukommen, jüdische Einwanderer in Palästina willkommen zu heißen, gaben die Briten – um den arabischen antisemitischen Terrorismus zu befrieden – das berüchtigte Weißbuch von 1939 heraus, das die jüdische Einwanderung nach Palästina untersagte. Damit wurden sechs Millionen europäische Juden von dem einzigen Ort der Welt abgeschnitten, der sie vor dem Völkermord Hitlers hätte retten können.

Weder die jüdischen noch die arabischen Einwohner Palästinas wollten die Briten dort haben, und das bewaffnete Chaos nahm zu.

Als Großbritannien also nach dem Zweiten Weltkrieg auf sein Mandat verzichtete, übernahmen die zwei Jahre alten Vereinten Nationen das Problem. Der Sonderausschuss der Vereinten Nationen für Palästina (UNSCOP) empfahl, die einzige Lösung für Palästina sei seine Aufteilung in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

Die von UNSCOP vorgeschlagenen Grenzen für die beiden empfohlenen Staaten waren äußerst unpraktikabel und haben wenig mit den Grenzen zu tun, die Israel nach seinem Unabhängigkeitskrieg erreicht hat. Während des einjährigen Krieges haben Jordanien und Ägypten selbstverständlich all das Land, das zum „arabischen Staat“ der UNSCOP hätte werden können, gestohlen.

Die Generalversammlung stimmte – mit einer Abstimmung von 33 zu 13 Stimmen bei 10 Enthaltungen, darunter Großbritannien – dafür, den Plan der UNSCOP anzunehmen und seine Umsetzung zu empfehlen.

Die Abstimmung der Vereinten Nationen schuf nur mehr Chaos.

Da die Arabische Liga versprach, einen jeden jüdischen Staat auszurotten, forderte die UN- Generalversammlung den Sicherheitsrat auf, die Einhaltung ihrer Teilungsempfehlung sicherzustellen. So erklärte David Ben-Gurion, Israels erster Ministerpräsident, 1949 lapidar: „Die Vereinten Nationen haben keinen Finger gerührt“, um den arabischen Angriff zu stoppen. Der Sicherheitsrat begutachtete die Situation, einschließlich der zusammengezogenen arabischen Armeen, und beschloss, die Würfel – oder die Juden – dorthin fallen zu lassen, wo sie wollen.

Während also der Vorschlag der Vereinten Nationen zur Teilung – wie auch die europäische Schuld am Holocaust – der zionistischen Sache ein gewisses Maß an internationaler moralischer Billigung verlieh, war Israels Geburt im Mai 1948 voll und ganz die Verwirklichung des zionistischen Traums durch die Bemühungen der IDF und des Weltjudentums.

Weder die orwellschen Vereinten Nationen noch eine einzelne Nation – mit Ausnahme der Tschechoslowakei – schickten eine einzige Kugel zur Unterstützung Ben Gurions und der Haganah, um Israels Existenz möglich zu machen. Nachdem die Welt und ihre Generalversammlung ihren zahnlosen Teilungsplan verabschiedet hatten, kehrten sie den Juden erneut den Rücken zu.

Tatsächlich wurde der Teilungsplan nie umgesetzt. Er wurde durch eine massive arabische Invasion des jungen Staates in Frage gestellt. Es ist schwer zu erkennen, inwiefern das Fehlen eines solchen UN-Plans die Geschichte ein wenig verändert hätte.

Die Nutzlosigkeit der UN in ihrem Teilungsplan hat sich in den letzten Jahren um ein Vielfaches multipliziert. Die Vereinten Nationen haben nicht nur nichts getan, um Israel beim Überleben des arabischen Angriffs von 1948 zu unterstützen, sie sind auch seit sieben Jahrzehnten treue Vertreter antisemitischer Kräfte, die die Legitimität und das Überleben Israels untergraben.

Originalartikel: Ken Cohen, No … The United Nations Didn’t Create Israel

Übersetzung: faehrtensuche

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