„Auserwählt und ausgegrenzt, der Hass auf Juden in Europa“ – Doku 24 Stunden online

BILD zeigt heute die Dokumentation, die ARTE nicht zeigen will.

Noch bis 24 Uhr online unter folgendem Link:

http://www.bild.de/politik/inland/bild/zeigt-die-doku-die-arte-nicht-zeigen-will-52155394.bild.html

BITTE WEITERSAGEN!!!

Vielen Dank an Henny Jahn, durch die ich darauf aufmerksam geworden bin!

UPDATE: Siehe Kommentar!

Ayaan Hirsi Ali, Kultur spielt eine Rolle

Kultur spielt eine Rolle. Kultur ist die primäre Quelle sozialen Fortschritts oder Rückschritts. Nirgendwo sehen wir es deutlicher als am Status der Frauen.

Die jüdisch-christliche Kultur – und vielleicht ist Zivilisation ein passenderes Wort – hat im Laufe der Zeit die Gesetzeslage, die Sprache und materielles Wohlergehen hergestellt, die den Status der Frauen stark verbessert haben. Aber dieser Fortschritt wird nicht überall geteilt. Es gibt noch immer Hunderte von Millionen Menschen, die in einer Kultur leben, beispielsweise der islamischen, die weibliche Minderwertigkeit als selbstverständlich ansieht. Bis vor kurzem waren diese Kulturen, die westliche und die islamische, getrennt. Aber das beginnt sich zu verändern – und zwar dramatisch! Eine große Anzahl männlicher Immigranten aus dem Nahen Osten, Südafrika und verschiedenen Teilen Afrikas haben eine andere Besiedlung des Westens erbracht, besonders in Europa. Allein im Jahr 2015 kamen mehr als eine Million an, weitere sind auf dem Weg. Dadurch haben Verbrechen gegen Mädchen und Frauen – Begrapschen, Belästigungen, Angriffe und Vergewaltigungen – stark zugenommen. Diese Verbrechen illustrieren den großen Unterschied zwischen der westlichen Kultur der Opfer und die der Täter.

Lassen Sie es mich klar sagen: Nicht alle Muslime oder nicht die meisten ergehen sich in sexuellen Angriffen oder heißen sexuelle Angriffe gut, aber es ist ein schwerer Fehler zu verleugnen, dass das Wertesystem der Angreifer sich radikal von dem Wertesystem des Westens unterscheidet. Im Westen sind die Frauen emanzipiert, sexuell autonom; religiöses und sexuelles Verhalten wird von individuellen Wünschen bestimmt. In dem anderen Wertesystem werden Frauen entweder als Ware betrachtet, sprich, ihr Wert ist abhängig von ihrer Jungfräulichkeit, oder sie wird als Prostituierte angesehen, wenn sie öffentlicher Unanständigkeit für schuldig befunden wird wie z.B. durch das Tragen eines kurzen Rockes.

Ich glaube nicht daran, dass diese verschiedenen Überzeugungen koexistieren können.

Die Frage ist: Welches Wertesystem wird sich durchsetzen? Leider bleibt das eine offene Frage. Die gegenwärtige Situation in Europa ist äußerst beunruhigend. Nicht nur muslimische Frauen sind innerhalb Europas Objekt einer erheblichen Unterdrückung in vielfacher Weise ausgesetzt, diese Normen drohen sich nun auch auf nicht-muslimische Frauen zu verbreiten, die mit Belästigungen durch muslimische Männer konfrontiert werden. Man würde annehmen, dass westliche Feministinnen in den Vereinigten Staaten und in Europa sehr verstört über diese offensichtliche Frauenfeindlichkeit wären, aber traurigerweise, bis auf wenige Ausnahmen, scheint das nicht der Fall zu sein.

Verbreitet unter vielen westlichen Feministinnen ist eine Art modellhafter Verwirrung, in der gesagt wird, Frauen seien überall unterdrückt und diese Unterdrückung – [um es] mit den Worten der Feministin Eve Enslers [zu sagen] – sei überall auf der Welt die gleiche, im Westen ebenso wie in Pakistan, Saudi-Arabien und Iran. Für mich weist das auf zu viel moralischen Relativismus hin und auf ein inadäquates Verständnis der Gesetze der Scharia. Es ist wahr, dass die Situation für Frauen im Westen nicht perfekt ist. Aber kann irgendjemand wirklich leugnen, dass Frauen in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Finnland größere Freiheit und Möglichkeiten haben als im Iran, Pakistan oder Saudi-Arabien? Andere Feministinnen haben auch argumentiert, dass nicht-westliche Frauen keine „Rettung“ brauchen und dass jeder Vorschlag, sie benötigten Hilfe von westlichen Frauen, beleidigend und herablassend für nicht-westliche Frauen sei.

Meine Sichtweise ist eine praktische. Alle Bemühungen, muslimischen Frauen – ob sie nun im Westen oder unter islamischer Regierung leben – zu helfen, sollten gefördert werden. Jeder Versuch, diese Regierungen unter Druck zu setzen, ungerechte Gesetze zu ändern, sollte unterstützt werden. Westliche Feministinnen und weibliche westliche Führungspersonen haben eine einfache Wahl zu treffen: Entweder das Unentschuldbare zu entschuldigen oder in jenen Kulturen und Religionslehren, die weiterhin Frauen unterdrücken, Reformen einzufordern. Nichts verdeutlicht das besser als das, was in Köln, Deutschland, am Neujahrsabend 2015 passiert ist. Nach dem letzten Stand haben 467 Frauen berichtet, von Männern aus Nordafrika oder arabischer Herkunft sexuell belästigt oder angegriffen worden zu sein. Innerhalb von zwei Monaten sind 73 Verdächtige identifiziert worden, davon die meisten aus Nordafrika. 12 von ihnen wurden mit sexuellen Verbrechen in Verbindung gebracht. Als Reaktion hat Kölns Bürgermeisterin Henriette Reker eine Richtlinie für Frauen herausgegeben: Halte nur „eine Armlänge“ Abstand ein zwischen dir und einem Mob arabischer Männer und dir wird’s gutgehen! Die Kommentare der Bürgermeisterin unterstreichen die Ernsthaftigkeit des Problems.

Ein Kulturkampf ist angebrochen. Der erste Schritt, ihn zu lösen, besteht darin, unverfroren die Werte zu verteidigen, die es Frauen möglich machte, aufzublühen. Feministinnen mit ihren Organisationen, Netzwerken und Lobbyarbeit stehen an der Front dieses Kampfes. Auf ihre Relevanz kommt es an. Und so verhält es sich mit dem Wohlergehen zahlloser Frauen, westlicher und nicht-westlicher.

Mein Name ist Ayaan Hirsi Ali von der Havard University für die Prager Universität.“

Rede vom 27.06.2016, nachzuhören hier (Englisch).

Übersetzung: faehrtensuche

Globales Chaos – ein Nebenprodukt des Scheiterns, das Böse zu bekämpfen

von Isi Leibler
21. Juli 2016

Englischer Originaltext: Global chaos – a byproduct of the failure to confront evil
Übersetzung: faehrtensuche

Vor einer Generation hatte der Begriff „böse“ Bedeutung. Es gab keine mitfühlenden Seelen – gewiss keine Juden -, die die Boshaftigkeit der Nazis bagatellisiert hätten. Das Böse war böse.

Heute, da moralischer Relativismus dominiert, hat die Welt tatsächlich das Konzept des Bösen aufgegeben und es durch „kultivierte“ politische Korrektheit ersetzt, in der Aggressoren und Opfer häufig als moralische Äquivalente angesehen werden. Zum Beispiel werden Kritiker des islamischen Terrors der Islamophobie beschuldigt.

Angesichts der Massenmorde und Enthauptungen durch islamische Fundamentalisten besteht ein Schock, aber es wird uns gesagt, dass es irreführend sei, ein solches Verhalten als „böse“ zu beschreiben, da das von der wirklichen Quelle ablenke – der kolonialen Ausbeutung. Wir hören auch immer wieder das Mantra, dass soziales und wirtschaftliches Leiden Verzweiflung verursache und Anreiz böte für die Rekrutierung zum Dschihad. Doch die Mehrheit der ISIS-Terroristen, die in westlichen Städten operieren, sind Hochschulabsolventen aus Familien der Mittelklasse.

Darüber hinaus stecken westliche Regierungen, deren Länder nun Terroranschlägen von „Schläfern“ und selbstgezogenen ISIS-Unterstützern gegenüberstehen, ihre Köpfe in den Sand und weigern sich, der Realität des bösen Feindes ins Auge zu sehen, dem islamischen Fundamentalismus, ausgebrütet in muslimischen Gemeinden, deren breite Masse nicht willens oder ängstlich ist, die Dschihadisten in ihrer Mitte zu enttarnen.

Im Kern ist das die Weigerung, die islamisch-fundamentalistische Bedrohung als ein globales Übel zu identifizieren, das versucht, das jüdisch-christliche moralische Erbe zu zerstören und Demokratie durch die Scharia oder dem Kaliphat zu ersetzen.

Dieses Ausweichen, Begriffe wie gut und böse zu verwenden, wird durch die Behandlung Israels deutlich erkennbar, das in diesem Zusammenhang wahrlich der Kanarienvogel in der Kohlengrube ist und den globalen Niedergang in die Amoralität beleuchtet. Beispiele dafür:

• Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten – eine Gesellschaft, die auf Recht und Gleichheit und der uneingeschränkten Freiheit der Meinungsäußerung basiert. Obwohl feindliche arabische Nachbarn seine Zerstörung suchen, bietet es allen Bürgern gleichermaßen, Arabern wie Juden, volle politische Gleichstellung. Besuchen Sie ein Krankenhaus, ein Einkaufszentrum oder einen Park, um einzuschätzen, wie empörend es ist, Begriffe wie Apartheid in Israel zu verwenden.

Vergleichen Sie das mit der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas, wo grundlegende Menschenrechte verwehrt werden und wo eine kriminelle Gesellschaft den Terrorismus fördert. Die Mullahs verherrlichen „Shaheeds“ [„Märtyrer“] und Mütter brüsten sich im Fernsehen stolz ihrer den Märtyrertod gestorbenen Kinder und verleihen ihrer Hoffnung Ausdruck, dass mehr ihrer Sprösslinge ihnen folgen werden.

Die PA und die Hamas stellen den Familien derjenigen, die während der Ermordung von Juden getötet wurden oder in israelischen Gefängnissen inhaftiert sind, beträchtliche Renten zur Verfügung. Schulen, Plätze und Fußballvereine sind ihnen zu Ehren benannt. Darüber hinaus brechen jedes Mal, wenn ein Jude ermordet worden ist, spontane Feste in den palästinensischen Straßen aus. Wahrlich eine Kultur des Todes.

Doch die Weltgemeinschaft wendet kontinuierlich moralische Äquivalenz auf die Demokratie Israels und die kriminelle palästinensische Gesellschaft an. Das Böse wird ignoriert.

Zwei israelische Ministerpräsidenten, Ehud Barak und Ehud Olmert, wurden von Jassir Arafat und Mahmoud Abbas zurückgewiesen, als sie den Palästinensern 97% der Gebiete, die vorher von den Jordaniern besetzt waren, anboten. Der „rechte“ Benjamin Netanjahu machte weitreichendere Zugeständnisse als Yitzchak Rabin jemals in Betracht zu ziehen bereit war, einschließlich der Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Politik unter Sicherheitsgarantien und der palästinensischen Anerkennung Israels als jüdischer Staat. Die palästinensische Zielvorstellung bleibt, die jüdische Souveränität stufenweise zu beenden, indem sie Zugeständnisse ohne irgendwelche Gegenseitigkeit fordern.

Doch die Weltgemeinschaft – angeführt von der Obama-Regierung – beschuldigte im besten Fall beide Seiten gleichermaßen für den Abbruch der Verhandlungen, aber in der Regel machte sie Israel verantwortlich. Wiederum ein Verleugnen des Bösen und die Anwendung moralischer Äquivalenz.

• Der Nahe Osten erinnert an das finstere Mittelalter mit einer halben Million abgeschlachteter unschuldiger Zivilisten und mehr als 4 Millionen aus ihren Häusern Vertriebener.

Statt diese Grausamkeiten anzusprechen, steht die Obama-Regierung an der Spitze, wenn es darum geht, Israelis für den Hausbau in jüdischen Vierteln zu dämonisieren. Diese Obsession wegen der „Siedlungen“, die über Jerusalem hinaus 3% der Gebiete, die vormals von den Jordaniern verwaltet wurden, umfasst, ist völlig bizzar. Niemand würde argumentieren, dass es einem israelischen Araber verboten sei, auf dem von ihm erworbenen Grundstück zu bauen. Jedoch werden Juden, die Land legitim jenseits der grünen Linie gekauft haben, kriminalisiert. Wie grotesk ist es, dass die Erweiterung einer Terrasse im Haus eines Israelis in Jerusalem Sanktionen zur Folge hat, während ein paar Kilometer entfernt Mord und Totschlag ungebremst fortgesetzt werden.

• Westliche Führer und ihre Medien zeigen Feigheit, wenn sie gegenüber den Islamisten in ihrer Berichterstattung über terroristische Gräueltaten katzbuckeln mit ihren Rückschlüssen, dass terroristische Handlungen wie z.B. das Erstechen eines 13-jährigen Mädchen in ihrem Bett in Israel „Widerstand gegen die Besatzung“ seien.

Es ist verabscheuungswürdig, wie Repräsentanten der USA und Europas in der UN geschwiegen haben, als der Palästinenserpräsident, nachdem er seine Ritualmord-legenden gegen Israel übermittelt und jede Verbindung zwischen Juden und Jerusalem bestritten hatte, stehende Ovationen erhielt. Wenn sie die UN-Resolutionen unterstützen oder sich enthalten, indem sie den jüdischen Staat dämonisieren oder delegitimieren, werden sie aktive Komplizen des Bösen.

Moralische Äquivalenz – in Zusammenhang mit Israel an der Tagesordnung – war eine Vorstufe zu einem weltweiten Zusammenbruch des Vertrauens unter der breiten Masse in demokratischen Ländern.

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Geschichte die Aufnahme von Millionen von „Flüchtlingen“ aus dem Nahen Osten – die ironischerweise von Saudi-Arabien und den Golfstaaten als Sicherheitsrisiko abgelehnt worden sind – durch die Europäische Union, angeführt von Deutschland, als den Wendepunkt in der Islamisierung Europas definieren. Die meisten dieser Migranten wurden gegen Demokratie erzogen und sind fanatisch antisemitisch. Ihre Demütigung von Frauen und ihre großen kriminellen Elemente werden von Regierungen und Medien heruntergespielt. Ihre Anwesenheit wird die bestehende islamische Konzentration in großen europäischen Städten verstärken und dauerhaft die Demographie verändern.

Die Ablehnung und das Scheitern, dem bösen Feind [in Form] des islamischen Fundamentalismus entgegenzutreten, hat die globale politische Stabilität untergraben und Chaos und grundlegende Revolte gegen das Establishment erzeugt. In den USA ist das Niveau des Vorwahlen-Diskurses auf ein Allzeittief abgesunken. Das gleiche gilt für die europäischen Länder, mit dem Brexit als Signal der möglichen Auflösung der Europäischen Union. Es gibt einen Anstieg der nationalistischen und rechten politischen Parteien, da die Menschen entsetzt beobachten, wie ihre Gesellschaften von Islamisten verschlungen und vor ihrer Haustür mit Terrorismus konfrontiert werden – zuletzt dem schrecklichen Massaker in Nizza mit mehr als 80 Toten.

Es gibt Licht am Ende des Tunnels. Letztlich werden die grundlegenden Umwälzungen hoffentlich einen weltweiten Warnruf schaffen und eine mehr verantwortliche und mutige Führung ergeben, die eindeutig das Böse bekämpfen wird.

In diesem Zusammenhang ist Israel nie so stark gewesen, wie es heute ist. Es ist in der Lage, sich zu behaupten und wird hoffentlich als konstruktiver und geschätzter Partner im weltweiten Krieg gegen den islamischen Fundamentalismus erkannt werden und nicht länger Sündenbock für das Scheitern der Beschlüsse durch die gegenwärtige globale Führung sein.

***

Der Artikel ist auch in der Jerusalem Post und in Israel Hayom erschienen.

Eine Welt ohne Juden (2012)

Vic Rosenthal hat heute auf seiner Seite einen Artikel gepostet, den er als „Gedankenexperiment Zeit“ bezeichnet. Hierin stellt er sich eine Welt ohne Juden vor. Dank des Facebook-Features „Memories“ [Erinnerungen] stieß er wieder auf seinen zuerst vor vier Jahren veröffentlichten Artikel und fand ihn so gut („No need to change a word“), dass er ihn unverändert noch einmal „ins Rennen“ gebracht hat.

Originalartikel: Vic Rosenthal, A world without Jews (2012)

Übersetzung: faehrtensuche

Gedankenexperiment Zeit:

Vielleicht werden die Juden der Welt eines Tages endgültig die Schnauze voll haben. Vielleicht werden sie ein enormes Raumschiff bauen und ihre Argumente mit zu einem anderen Planeten nehmen (wir wissen, die Juden sind intelligent, deswegen könnten sie dies tun).

Was auf diesem Planeten passieren würde, könnte interessant sein, aber ich werde nicht spekulieren, obschon es verlockend ist, sich zu fragen, wie ein jüdischer Planet sein würde. Wie Israel ohne ausländische Arbeiter, Terrorismus und Reservedienst?

Ich bin mehr daran interessiert, wie die Erde sein würde. Stell dir einen Nahen Osten ohne Juden vor (das iranische Regime tut das die ganze Zeit). Schade um die ‚Palästinenser‘, deren Kultur plötzlich ihre Daseinsberechtigung verlöre. Nach ein paar Tagen der Freude an den schönen Autos und Gebäuden, die die Juden zurückgelassen hätten, müssten sie sich eine wirkliche Identität schaffen.

Plötzlich gäbe es sehr wenig Interesse, die ‚Flüchtlinge‘ zu unterstützen. Wer würde sich um sie kümmern? Die arabischen Länder nicht, die sie nun wie Abfall (Müll) behandeln. Ich nehme an, dass es zwischen verschiedenen Fraktionen – einigen islamistischen und einigen säkularen – Kämpfe gäbe. Die Hisbollah übernähme die Kontrolle über den Norden, Hamas über den Süden und Fatah über den Osten. Die UN würde sie füttern, zumindest für eine Weile. Türkei, Ägypten, Iran, Saudi-Arabien, etc. würden jeweils ihre favorisierte Fraktion mit Waffen beliefern und sie würden kämpfen bis der größte Teil des Landes von seinen Nachbarn verschluckt oder unter Kontrolle der verschiedenen Milizen wäre.

Die ehemaligen israelischen Araber, an einen gewissen Grad der Zivilisation gewöhnt und in Ermangelung der aufgestauten Boshaftigkeit der Milizen, hätten kein Glück. Ihr Eigentum würde bald gestohlen oder von den Milizen beschlagnahmt werden. Der US-Präsident hielte eine Rede über die Förderung der Demokratie in der Region, und würde eine Fraktion zur Unterstützung auswählen, eine, die darüber reden könnte, aber die wirkliche Macht käme aus den Gewehrläufen. Bald würde viel wie Libyen aussehen, doch schlimmer.

Für die Katastrophe würden die Juden verantwortlich gemacht werden, aber daraus ergäbe sich wenig Genugtuung, denn es gäbe keine Möglichkeit, sie zu bestrafen. Mearsheimer und Walt müssten echte Arbeitsplätze erhalten. Viele Wissenschaftler müssten neue Ursachen finden, aber keine wäre emotional erfüllend. Bestimmte Industrien und Städte in den USA würden dezimiert; es gäbe ein sofortiges Desaster für die Wirtschaft der USA, obwohl sie sich erholen würde. Europa, wo es weniger Juden gab, würde weiterhin wie bisher kulturellen Selbstmord begehen.

Ohne Israel würden sich die muslimischen Staaten, Sekten und Milizen darauf konzentrieren, ihre Macht auf Kosten der jeweils anderen auszuweiten. Letztlich würden ein paar Gruppen dominieren und die anderen brutal unterdrücken.

In 50 Jahren wären der Nahe Osten, Teile des heutigen Russland und der größte Teil Europas in türkische, pakistanische und iranische Einflusssphären, vielleicht sogar Weltreiche, aufgeteilt. Alle wären islamistisch.

Die USA, immer noch unabhängig, würde nach und nach eine andere Kultur ohne den jüdischen Einfluss (und unter dem Druck des einheimischen Terrorismus) entwickeln. Viele Amerikaner würden Ordnung wichtiger finden als die Bewahrung individueller Rechte. Die speziell jüdischen Spannungen des nicht-zwingenden Liberalismus auf der einen Seite und dem Liberalismus auf der anderen Seite würden abklingen und auf der Linken durch einen unterdrückenden Kommunismus nach sowjetischem Stil und auf der Rechten durch Faschismus ersetzt.

Es gäbe weiterhin Nobelpreise, aber sie würden alle an Muslime vergeben. Kritik am Islam wäre in Europa verboten, allerdings, und Scharia wäre in vielen Ländern das Gesetz des Landes. Die Zahl der Christen würde überall stark sinken. In Europa würden Christen als Dhimmis leben. In den USA würden viele zum Islam konvertieren, aber es bliebe eine starke christliche Präsenz, einschließlich militanter, den Muslimen gegenüber feindlich eingestellter Gruppen.

Wissenschaftlicher Fortschritt in vielen Bereichen wäre durch den Verlust so vieler Wissenschaftler unterbrochen. Insbesondere die medizinische Wissenschaft würde einen schweren Schlag erleiden. Epidemien von neuen Krankheiten, verursacht durch arzneimittelresistente Erreger und biologische in den Kriegen des Mittleren Osten freigegebene Mittel, würden die Welt verwüsten; die jüdischen Ärzte und Wissenschaftler, die darauf Antworten entwickelt hätten, wären woanders beschäftigt.

Literatur, Kunst und Wissenschaft, die man für den Islam als herausfordernd ansah, würden in vielen Teilen der Welt unterdrückt. In den USA wäre es ’strittig‘. Von Juden kreierte Bücher und Kunstwerke würden vernichtet, wo der radikale Islam vorherrscht.

In den unsterblichen Worten von Thomas Hobbes wäre das Leben auf der Erde wieder „böse, brutal und kurz“.

Der globale jihadistische Ansturm und die europäischen Juden

Originalartikel: The global jihadist onslaught and European Jews

von Isi Leibler

Übersetzung: faehrtensuche

Dass ein Massaker an mindestens 129 Zivilisten in Paris, im Herzen Europas, von einem halben Dutzend militärisch ausgebildeten Killern eingefädelt werden konnte, ist ein Indikator von dem, was wir in der Zukunft erwarten können, sofern nicht schonungslose Maßnahmen getroffen werden, um sich den Terroristen in ihren Heimatbasen entgegenzustellen und die Dinge aufzuhalten. Das wird mehr als Bombeneinsätze erfordern, allerdings den Einsatz von Bodentruppen, dem US-Präsident Obama sich noch immer erbittert widersetzt.

Wir wollen die Herausforderung nicht untertreiben. Wir stehen vor einem brutalen, gewaltverherrlichenden Konflikt der Kulturen, in denen böse Kräfte, motiviert durch einen Todeskult, uns zurück ins dunkle Zeitalter bringen. Die Barbaren sind bereits durch unsere Tore eingedrungen und wir haben eine weitere Vorschau gesehen auf den beängstigenden Horror, den Menschen sich selbst zuzufügen in der Lage sind.

Was erstaunlich ist: selbst nach dieser letzten Manifestation verbleiben viele europäische Führer in der Verweigerung und scheitern daran zu erkennen, dass wir es nicht mit hirnlosen nihilistischen Terroristen zu tun haben, sondern mit fanatisch inspirierten islamischen Extremisten, die sich der Zerstörung der westlichen Zivilisation und Demokratie verschworen haben. Die Bedrohung geht von dem breiten Strom islamischer Fundamentalisten aus und kann nicht eingeschränkt werden auf Sunniten oder Schiiten, trotz der Tatsache, dass sie sich gegenseitig töten.

Die Realität sieht so aus, dass beide, Schiiten nicht weniger als Sunniten, absolut gegen Demokratie und freie Meinungsäußerung sind und versuchen, die Scharia einzuführen.

Ob dies al-Qaida, ISIS, dem iranischen Regime, der Hisbollah, der Hamas und selbst der PA, die Morde in Paris verurteilt, aber das Vergießen jüdischen Blutes preist, entspringt – sie alle teilen einen grundlegenden Hass auf westliche Zivilisation, das Christentum und das Judentum.

Unsere erste große Konfrontation mit dem islamischen Terrorismus über den Nahen Osten hinaus war der Anschlag 9/11 auf das World Trade Center. Aber seit der gezielten Tötung von Osama bin Laden hat es eine entschiedene Anstrengung gegeben, uns davon zu überzeugen, dass die Bedrohung durch den islamischen Extremismus im Wesentlichen besiegt worden ist. Die Vereinigten Staaten unternahmen konzertierte Anstrengungen zu locken und zeitweise sogar kontraproduktiv zu katzbuckeln, um islamische Fundamentalisten wie die Muslimbruderschaft und das iranische Regime zu beschwichtigen.

Es war Obama, der darauf bestand, jede Bezugnahme auf „islamischen Terror“ oder jede mögliche Verbindung zwischen dem fundamentalistischen Islam und Terrorismus auszuradieren. Dies trotz der Tatsache, dass neben ein paar einzelnen weißen rassistischen Ausbrüchen jeder Fall von organisiertem Terrorismus durch islamischen religiösen Wahnsinn inspiriert wurde. Die gegenwärtig im Rampenlicht stehende Organisation ist ISIS, aus Sunniten zusammengesetzt, aber die schiitische Hisbollah wie auch die sunnitische Hamas sind Vögel mit dem gleichen Gefieder.

Trotz der mörderischen „Allahu Akbar“-Rufe durch die Killer stecken die französische Regierung und die Medien sogar jetzt noch ihre Köpfe in den Sand, wenn es darum geht, den Feind zu identifizieren. Der Ausdruck „Islamischer Terrorismus“ ist einfach aus dem politischen Lexikon gestrichen worden.

Bis die politische Korrektheit aufgehoben wird und es eine Anerkennung gibt, dass wir einer weltweiten Bedrohung unserer Existenz und Lebensqualität gegenüberstehen, die von organisierten islamischen Extremisten ausgeht, werden wir nicht in der Lage sein, uns zu versammeln und zu vereinen, um diese Elemente zu zerschlagen.

Die islamischen Extremisten erkennen, dass sie mit minimalem Aufwand Anschläge in führenden westlichen Städten zu geringen Kosten orchestrieren können. Wie jetzt in Paris und früher in Mumbai belegt, sind ein halbes Dutzend selbstmörderischer bewaffneter Fanatiker, eingeschleust oder in Gemeinden ansässig, in der Lage, immense Schäden anzurichten.

Die Situation in Europa ist katastrophal. Die meisten Länder, insbesondere Frankreich, beherbergen jetzt große muslimische Gemeinden, von denen ein wesentlicher Teil radikalisiert, antidemokratisch und wohlwollend gegenüber terroristischen Handlungen ist. Unabhängige Meinungsumfragen zeigen, dass die gesetzestreuen moderaten Muslime in der Minderheit sind und eingeschüchtert. Was erschreckend ist, ist die Entstehung von hoch gebildeten, einheimisch in Europa geborenen Muslimen der zweiten Generation, in ihren lokalen Gemeinden einer Gehirnwäsche unterzogen, um fanatische Islamisten zu werden. Eine bedeutende Anzahl ging freiwillig zum Militärdienst nach Syrien und kehrte mit der Verpflichtung in ihre Heimatländer zurück, zu einem späteren Zeitpunkt Märtyrer zu werden.

Was das Fass zum Überlaufen bringt, ist der massive Strom der “Flüchtlinge”, der die Demographie Europas vollkommen zu verändern droht. Nicht in der Lage, die bestehende muslimische Minderheit zu integrieren, gibt es wenig Zweifel, dass der neue Zustrom, der zwangsläufig eine große Anzahl von xenophobischen antidemokratischen und pathologischen antisemitischen Radikalen einschließt, nur die vorhandenen extremistischen islamischen Elemente stärken wird. Diese „Flüchtlinge“ verkörpern zweifellos auch eine beträchtliche Anzahl von Jihadisten, die unmittelbar handeln oder Schläfer bleiben werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine neue terroristische Operation eingeleitet wird.

Inmitten dieser turbulenten, massiven Migration und der permanenten Ängste vor neuen Terroranschlägen erscheint die Zukunft für europäische Juden düsterer als je zuvor.

Juden in den meisten Ländern Europas wurden schon für viele Jahre als Parias angesehen. Heute hat der Grad von Anti-Israelismus Rekordniveau erreicht. Die Mehrheit der Europäer glaubt, dass Israel eine größere Bedrohung für die globale Sicherheit darstellt als Iran und Nordkorea. Die meisten sind davon überzeugt, dass Israelis genozidale Absichten bezüglich der Araber haben, sie machen keinen Unterschied zwischen palästinensischen Terroristen und jüdischen Terroropfern und verurteilen häufig Israelis dafür, dass sie sich gegen Messer schwingende religiöse Fanatiker verteidigen, die überzeugt sind, dass sie das Paradies erreichen werden, wenn sie bei der Ermordung von Juden sterben.

Während Millionen von Syrern vertrieben und abgeschlachtet worden sind, scheinen sich europäische Politiker mehr Sorgen um die Kennzeichnung von Produkten zu machen, die von Israelis jenseits der Grünen Linie hergestellt werden, als Terroristen zu identifizieren. Ironischerweise sieht die EU den politischen Flügel (sic) der Hisbollah nicht als einen terroristischen Körper an. Es bleibt eine Weigerung anzuerkennen, dass die wahnsinnigen Mörder von israelischen Juden und Terroristen des Islamischen Staats, die Zivilisten in Paris ermorden, alle Komponenten des gleichen globalen islamischen Terrorunternehmens sind.

Trotz der größeren Sorge um islamischen Terrorismus als Folge der schockierenden Anschläge in Paris, ist es selbst jetzt höchst unwahrscheinlich, dass die negativen französischen Einstellungen gegenüber Israel, darauf ausgelegt, die Araber zu beschwichtigen, vermindert werden.

Obwohl viele westliche Parlamentarier und Staatsoberhäupter gegenteilige Lippenbekenntnisse ablegen, scheint der landläufige Antisemitismus den Kontinent wie ein Tsunami zu überspülen mit zunehmender Hetze und Gewalt in den meisten europäischen Städten.

Darüber hinaus werden langjährige ruhige muslimische Minderheiten durch in ihrer Mitte gereifte Terroristen radikalisiert. Dies wird intensiviert werden durch Unterstützung von europäischen Muslimen, die aus Syrien und dem Irak nach Hause zurückkehren und ihre jihadistische Weltanschauung fördern.

Diese negativen Entwicklungen werden dramatisch verstärkt durch das, was möglicherweise die größte Wanderungsbewegung des Jahrhunderts darstellt. Nachdem der Islam seit Jahrhunderten daran gescheitert ist, Europa militärisch zu erobern, kann er, wenn die Flut von „Flüchtlingen“ nicht aufgehalten wird, noch auf demographischem Weg triumphieren.

In einer Demokratie neigen Politiker letztlich dazu, auf die öffentliche Meinung zu reagieren. In diesem Klima der lawinenartig anwachsenden antisemitischen muslimischen Wähler, kombiniert mit zunehmend verbreiteten und linken Antisemitismus, sieht die politische Zukunft für Juden düster aus.

Was es schlimmer macht, ist, dass in fast allen europäischen Ländern die Hauptnutznießer dieser Umwälzungen rechtsradikale Parteien sein werden, von denen sich einige noch in dem Prozess der Säuberung von antisemitischen Relikten der Vergangenheit befinden und anderen, vor allem in Griechenland und Ungarn, die gänzlich neonazistische Parteien sind.

Unter diesen Umständen können europäische Juden, aus jedem erdenklichen Blickwinkel, mit schwierigeren Zeiten rechnen. Ihr Paria-ähnliches Dasein wird in Niederungen absinken und ihre Sicherheit wird unweigerlich weiter untergraben werden.

Für diejenigen, die jüdische Kontinuität zu wahren suchen, beginnt Europa wie ein Friedhof auszusehen. Jüdische Gemeinden werden zweifellos auf dem Kontinent fortbestehen. Aber welche Art von Leben werden diese jüdischen Enklaven ertragen mit solchem Antisemitismus, solcher Gewalt und ungezähmter Feindseligkeit gegenüber Israel? Können jüdische Werte und Stolz unter jungen jüdischen Menschen in einem solchen Klima geweckt werden?

Viele Juden haben seit vielen Jahren erwogen wegzuziehen. Ereignisse in Paris im vergangenen Jahr und die massive Welle der muslimischen Migration, einschließlich jihadistischer und antisemitischer Elemente, verstärken nur diese legitimen Ängste. Jeder engagierte Jude sollte nun Aliyah [Immigration nach Israel (Amerkung: faehrtensuche)] in Erwägung ziehen. Diejenigen, die sich aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen nicht in der Lage sehen, ihre Wurzeln aufzugeben, sollten wenigstens ihre Kinder dazu ermutigen, nach Israel zu ziehen.

Ja, es gibt Terrorismus in Israel. Aber Juden können sich hier unendlich sicherer fühlen als in europäischen Ländern. In Israel werden sie mit ihren Verwandten vereint und partizipieren an ihrer eigenen jüdischen Heimat, in der ihre eigene Armee, anstatt ausländischer Kräfte, sie gegen Antisemiten und Jihadisten verteidigen wird.

Dies ist sicherlich ein letzter Weckruf für das europäische Judentum, in Erwägung zu ziehen, Aliyah zu machen und an diesem großen jüdischen Unternehmen teilzunehmen.

Diese Kolumne erschien auch in der Jerusalem Post und Israel Hayom.