50 Jahre danach: Anti-Israel oder antisemitisch?

Originalartikel: Fifty years on: Anti-Israel oder antisemitic?

von Ira Forman, 8. Juni 2017

Der 50. Jahrestag des Sechs-Tage-Krieges bedeutet, ganze Berge an Kommentaren über den schnellen Sieg Israels und das anhaltende Scheitern des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses zu generieren. Eine Überprüfung der Ereignisse rund um den Krieg von 1967 klärt auch die Natur des Antisemitismus des 21. Jahrhunderts.

Siebzig Jahre nach dem Holocaust ist der Antisemitismus wieder auf dem Vormarsch, aber es gibt wenig Konsens über die Ursachen dieser beunruhigenden Entwicklung. Eine bedeutende Analyse erklärt einen Großteil dieser Zunahme mit einem „neuen Antisemitismus“ – eine Art von Judenhass, der sich tarnt als Opposition gegen den Zionismus und die Politik des Staates Israel. Als Antwort darauf behaupten andere, dass diese Argumentation ein Mittel sei, die freie Meinungsäußerung zu unterbinden und Kritik an der israelischen Regierungspolitik zu zensieren – insbesondere an der fünfzig Jahre andauernden militärischen Okkupation des Westjordanlandes.

Eine Betrachtung des Sechs-Tage-Krieges ist ein besonders gutes Objektiv für die Analyse der Frage „Ist die Kritik an Israel immer antisemitisch?“, weil Sprache, Bilder und Fragen im Vorfeld des Konflikts oftmals stärker/weniger nuanciert waren. Vor dem Juni 1967 gab es umfangreiche Kritik am jüdischen Staat, aber Israel hatte nicht das Westjordanland und den Gazastreifen militärisch besetzt und zahlreiche Kritikpunkte konzentrierten sich nicht auf israelische Politik, sondern auf die Legitimität des jüdischen Staates an sich und verwendeten offenkundige antisemitische Motive, um die Sache zu begründen.

Jahrhundertelang waren Diskriminierungen der jüdischen Minderheiten in der moslemischen Welt deutlich geringer als im christlichen Europa.

Das hatte im 20. Jahrhundert begonnen, sich zu verändern. Die Juden-hassende-Politik Nazi-Deutschlands hatte im Nahen Osten beträchtliche Unterstützung und nach 1945 fanden Nazi-Kriegsverbrecher Unterschlupf bei vielen arabischen Nachbarn Israels, häufig Rollen in Militär- und Sicherheitsapparaten annehmend.

In den Jahren vor dem Sechs-Tage-Krieg charakterisierte eine von den Nazis aufgegriffene Vernichtungsrhetorik die Aussagen einiger arabischer Führer.

Der damalige syrische Verteidigungsminister (und Vater des jetzigen Präsidenten) Hafiz Assad erklärte: „Wir haben uns vorgenommen, dieses Land mit eurem Blut zu durchtränken, euch Aggressoren zu vertreiben und euch in das Meer zu werfen.“ Der damalige Vorsitzende der Palästinensischen Befreiungsorganisation, Ahmed Shukairy, erklärte Ende Mai 1967: „Es wird im Heiligen Krieg zur Befreiung Palästina keine jüdischen Überlebenden geben.“

Ähnliche Rhetorik ist nicht ungewöhnlich in den heutigen Nahost-Medien.

Ägyptische Regierungserklärungen waren ausgestattet mit Behauptungen wie: Juden benutzten das Blut von Kindern für ihre religiösen Rituale (die klassische Ritualmord-Legende), Verleugnung des Holocaust und Verweise auf die niederträchtige Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion. Im Jahre 1966 hat Nassers persönlicher Vertreter zu einer offiziellen Publikation erklärt, dass „eine der bedeutendsten zionistischen Arbeiten zur allgemeinen politischen Planung die Protokolle der Weisen von Zion [seien], die eindeutig den Weg zur Erreichung ihres Ziels der jüdischen Weltherrschaft belegen. …“

Heute können die Staatsoberhäupter von Ländern wie Ägypten und Jordanien solchen Unsinn nicht von sich geben, doch sind die Protokolle – und ähnliches Material – im ganzen Nahen Osten weit verbreitet, während Medien, religiöse und politische Personen weiterhin auf die Protokolle und die Ritualmordlegende als feststehende Tatsachen verweisen.

Politische Karikaturen der Zeit ahmen die der Nazi-Publikation Der Stürmer nach – mit Juden/Israelis, dargestellt als böse, entstellte menschenähnliche Gestalten. Leider werden ähnliche Karikaturen immer noch im Nahen Osten und manchmal sogar in europäischen Medien veröffentlicht.

Das Ende der meisten jüdischen Gemeinden im Nahen Osten zeigt auch, wie anti-israelische Rhetorik tiefere antisemitische Gefühle verbirgt. Im Zuge der Unabhängigkeit Israels und anschließend mit dem Sechs-Tage-Krieg wurde die jüdische Bevölkerung in der ganzen Region ungerechtfertigt als zionistische Agenten geschmäht, verhaftet, der Staatsbürgerschaft beraubt, pauperisiert und dazu veranlasst, Länder zu verlassen, in denen sie mehr als zwei Jahrtausende gelebt hatten.

Natürlich steht jedes Problem, so komplex wie der moderne Antisemitismus, einfachen Erklärungen entgegen. In der arabischen Welt heute gibt es eine größere Bandbreite an Meinungen über Israel, einschließlich der Stimmen, die das Existenzrecht Israels akzeptieren. Es ist klar, dass Kritik an Israel nicht inhärent antisemitisch ist und dass falsche Antisemitismusvorwürfe den wirklichen Kampf gegen Hass behindern können. Darüber hinaus hat ein großer Teil des Antisemitismus in der ganzen Welt wenig oder nichts mit Israel zu tun.

Doch können wir dem Wiederaufleben des Antisemitismus in keinem Land entgegnen, ohne uns über seine Ursachen im Klaren zu sein. Wenn auf eine europäische Synagoge ein Brandanschlag verübt wird und Behörden darauf bestehen, es sei ein Ausdruck einer gegen Israel gerichteten Wut und nicht antisemitisch, ist es an der Zeit, zu erkennen, dass Aktivismus gegen Israel manchmal eine einfache Maske für Antisemitismus ist. Die dem Juni 1967 vorausgegangenen Ereignisse zu überdenken hilft uns an diese unglückliche Wahrheit zu erinnern.

Ira Forman war von 2013 bis 2017 der Sondergesandte des US-Außenministeriums zur Beobachtung und Bekämpfung des Antisemitismus. In diesem Herbst wird er an der Georgetown University als renommierter Gastprofessor Antisemitismus lehren.

Übersetzung und Hervorhebung im Text: faehrtensuche

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Der Niedergang der arabischen Geschichte

von Dr. Mordechai Kedar

16. FEBRUAR 2014

Die arabische Welt versinkt vor unseren Augen in einem Sumpf aus Blut, Tränen und Feuer. Ihre nahöstliche Kultur zieht dreihundert Millionen Araber und dazu noch viele weitere Moslems, die keine Araber sind, buchstäblich hinab in die Tiefen der Hölle. Gesetzt den Fall, Israel gäbe heute bekannt, dass man die Grenzen öffnet für eine unbegrenzte Einwanderung von Arabern und Moslems nach Israel, wie viele Araber würden wohl in den jüdischen „Zionistenstaat“ eilen, um ein neues Leben zu beginnen?

Dr. Mordechai Kedar
Middle East Insights
Januar 2014

Arabische Intellektuelle schauten seinerzeit sehr genau hin, als der nationalstaatliche Wind seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts durch Europa wehte. Sie haben die Entwicklungen studiert, haben sie für gut befunden und haben versucht, sie auch in den Ländern des Nahen Ostens umzusetzen. So kam es letztlich zu den panarabischen Bewegungen, die die Errichtung der Nationalstaaten Marokko im Westen, dem Irak im Osten, Syrien im Norden und Jemen im Süden auslösten. Parallel dazu etablierten die britischen, französischen und italienischen Kolonialmächte lokale Staaten, die versuchten, ihre Existenz auf der Schaffung eines lokalen Bewusstseins zu gründen, wobei dies in Syrien, dem Irak, Jordanien usw. auf Kosten eines inbegriffenen arabischen Bewusstseins geschah und letztlich zur Bildung der Arabischen Liga führte.

Das positive Image, das die Sowjetunion in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts genoss, hat das Aufblühen von Bewegungen ausgelöst, aus denen sich der arabische Sozialismus von Gamal Abd al-Nassar und die Baath-Partei ableitete, die in Syrien und im Irak herrschte. Andere wurden durch den westlichen Liberalismus inspiriert, und man versuchte, ihn zu imitieren, und dann gab es noch jene, die im Gegensatz dazu ein monarchistisches Modell angenommen hatten, das auf einer lokalen Tradition basierte und sich mit einer pseudo-westlichen Verfassung umgab.

Der rote Faden, der sich durch alle diese Ideologien zog, war die Tatsache, dass hinter all diesen Bewegungen der Versuch stand, eine neue Substanz und ein modernes Selbstverständnis für die arabische Gesellschaft zu finden, mit dem Ziel, die traditionelle Substanz abzulösen, die eine Kombination aus dem Stammeswesen und dem Islam war, was die beiden grundsätzlichen  Elemente des kollektiven Bewusstseins im Nahen Osten sind. Die Basis für alle neuen Ideologien war die Tatsache, dass man sich jetzt auf eine einzelne arabische Nation mit einzigartigen Eigenschaften bezog, in der die Anpassung von westlichen Ideologien an die besonderen Bedingungen des arabischen Ostens erforderlich wurde.

Im Laufe der Jahre war das eigentliche Ergebnis nur ein Kartenhaus, hohle Phrasen und gescheiterte Ideen, die es nie wirklich geschafft haben, ein gemeinsames Bewusstsein mit einer festen und allgemein anerkannten Substanz zu erschaffen, die, so hatte man gehofft, sich in den Herzen der Massen manifestieren sollte, um die übermächtig starke, grundlegende Loyalität gegenüber den religiösen Traditionen und gegenüber dem Stammeswesen abzulösen. Wir sehen den Beweis davon – in vielfältigen Ausprägungen – an den Entwicklungen der letzten drei Jahre, die den Zusammenbruch dieser vielen leeren Ideen ausgelöst haben, jene Ideen, die den öffentlichen Bereich in den letzten Jahrzehnten durchdrungen hatten.

Der arabische Nationalismus, der von der Arabischen Liga und seinen Institutionen, unter anderem auch auf dem arabischen Gipfel, formuliert wurde, hat sich jedoch erwiesen, nichts anderes als ein Feigenblatt zu sein, um die Blöße der internen Querelen, der Intrigen, der Rachegelüste, des Hasses, des Neides und des Konkurrenzdenkens zu bedecken, wovon jede kollektive Handlung der arabischen Länder belastet wurde.

Auch die vielbeschworene arabische Solidarität hat sich erwiesen, nicht mehr als ein Klischee und ein sinnentleerter Slogan zu sein, weil die arabischen Länder bei einem Angriff durch ausländische Mächte nicht nur einander nicht unterstützt haben, sondern zudem auch gegeneinander gekämpft haben, was im absoluten Widerspruch zur Gründungsurkunde der Arabischen Liga steht. Während der letzten drei Jahre waren wir Zeuge der offenen militärischen Verstrickung Katars, Saudi-Arabiens und anderer Staaten in Libyen, Syrien, Bahrain und dem Jemen. In einigen Fällen war das ausländische Eingreifen sogar gewollt, um die jeweiligen Machthaber zu stärken, und in anderen Fällen war wiederum die Unterstützung der Gegner jener Machthaber beabsichtigt. Außerdem gibt es das unveränderliche Verschwörertum von Al-Jazeera, dem Fernsehkanal der Moslembruderschaft, der von Katar aus sendet und seit seiner Gründung im Jahre 1996 einen Medien-Dschihad gegen die arabischen Machthaber geführt hat.

Diese Machthaber, oder genauer gesagt, diese Diktatoren, von Gamal Abd al-Nassar bis Saddam Hussein, von Gaddafi bis Assad (der Vater wie der Sohn), haben in der vorherigen Generation Hunderttausende ihrer eigenen Bürger ohne Mitgefühl abgeschlachtet, nicht etwa diejenigen anderer Länder, und das alles natürlich im Namen des Nationalismus und des Patriotismus. Sie sind gemeinhin akzeptierte Gäste auf Kongressen, Konferenzen, Empfängen und in den Fluren der Macht gewesen, und jeder Politiker will unbedingt mit ihnen zusammen abgelichtet werden. Es gab sogar einige Politiker unter den arabischen Bürgern Israels, die vor ein paar Jahren nach Libyen gingen, um sich zusammen mit dem Massenmörder fotografieren zu lassen, der dort über 42 Jahre geherrscht hat. Ihr Verhalten bringt alle Bestrebungen des Nationalismus und des Patriotismus in Verruf, der durch ihre Propagandamaschinerie ausposaunt wird, und die einfachen Bürger von der Straße können diese Botschaften einfach nicht mehr hören, die sie zu verbreiten versuchen.

Der arabische Bürger hat, im Vergleich zu Bürgern anderer Länder in der Welt, ein erstaunlich niedriges Vertrauen zu seinem Staat. Der einfache arabische Mann von der Straße ist unzweifelhaft davon überzeugt, dass die Regierung seines Landes korrupt und verdorben ist und einzig zu Gunsten derjenigen agiert, die auf der Lohnliste des Staates stehen. Sie missbrauchen das Regierungsamt und die damit verbundene Autorität für den persönlichen Gewinn durch Bestechlichkeit und Korruption. Es gibt ein allgemeines Gefühl der Verzweiflung unter den Menschen auf der Straße wegen der Unfähigkeit der Araber, einen geregelten, modernen Staat mit Transparenz der Regierung und wirtschaftlicher Fairness zu führen. Die Gewalt, die die Regime in arabischen Staaten seit Jahrzehnten angewandt haben, entfremdet sie von der Mehrheit der Bevölkerung und schafft eine tief eingewurzelte Feindschaft zwischen dem Regime und den Bürgern. Dennoch, parallel dazu gibt es auch ein Verständnis dahingehend, dass eine Regierung ohne Anwendung von Gewalt innerhalb der arabischen Welt nicht in der Lage wäre,  ein geregeltes und effizientes System auf Dauer aufrechtzuerhalten.

Die Anwendung von Gewalt durch die Regierung existiert sowohl auf nationaler, staatlicher Ebene, wie auch im kommunalen Bereich. Staatliche Organisationen, wie das Militär, Polizei und Ministerien leiden unter ähnlichen Missständen. Das Niveau der familiären Gewalt ist im Nahen Osten höher als in anderen Regionen der Welt, und die arabische Frau wird mehr unterdrückt, als irgendwo sonst in der Welt.

Die arabische Loyalität gegenüber den Palästinensern hat sich ebenso erwiesen, nichts anderes als ein sinnentleerter Slogan zu sein. Was haben die arabischen Länder getan, um das Leiden der Flüchtlinge von 1948 zu vermindern, die auf „Flüchtlingslager“ beschränkt sind? Die Palästinenser in Judäa, Samaria und Gaza halten ihre Brüder weiter in den Flüchtlingslagern!! Was haben die arabischen Behörden mit den Milliarden an Fördermitteln getan, die sie im Laufe der vergangenen Jahre aus allen Teilen der Welt für die Flüchtlinge erhalten haben? Wohin sind all die Spendengelder verschwunden, die die Welt über die Jahre hinweg für die Flüchtlinge aufgebracht hat? Haben nicht arabische Länder wie Ägypten und  Jordanien einen Friedensvertrag mit Israel abgeschlossen, auch ohne dass das palästinensische Problem gelöst wurde? Es scheint, dass die besonderen Interessen dieser Länder über die fadenscheinigen Slogans der angeblichen Solidarität mit den Palästinensern obsiegt haben. Die Ereignisse, die man in den letzten Tagen im Flüchtlingslager Jarmouk in Syrien beobachten konnte, beweisen doch nur, wie lieb und teuer die Palästinenser in den Herzen der anderen Araber wirklich sind.

Sogar die Bedrohung von Seiten des Iran, die kürzlich im Nachgang der Genfer Vereinbarung noch mehr an Bedeutung gewann, hat es nicht geschafft, die Araber zu vereinigen. Aus dieser Verzweiflung heraus knüpfen sie deshalb auch hinter den Kulissen Beziehungen mit Israel, in der Hoffnung, dass Israel sie vielleicht vor den Iranern retten wird. Hassan Nasrallah nennt diese Araber jedoch „falsche Männer“ [fake men], und das arabische Lexikon kennt eigentlich kein schärferes Wort der Verunglimpfung.

Mehr als ein hundert Millionen Araber leben weit unter der Armutsgrenze, und ihr Leben ist durch Krankheit, Unwissenheit und Verwahrlosung gekennzeichnet. Andererseits führt eine sehr kleine Oberschicht von Arabern ein luxuriöses Leben als Milliardäre in den Ölländern sowie an anderen Orten. Die wirtschaftliche Solidarität innerhalb der „arabischen Nation“ ist annähernd bei Null, und eine echte Fürsorge für die Armen, die Waisen und die Witwen ist fast nicht existent. Das Fehlen der wirtschaftlichen Solidarität ist das Ergebnis der Schwächung der sozialen Solidarität. Die Rücksicht auf menschliche Werte in der arabischen Welt ist äußerst niedrig angesiedelt. Deshalb liegt die Sorge nach Lebensqualität auf einem ziemlich niedrigen Niveau.

Man hat die Position der Führung aufgegeben, und Allah ist mit einer Kalaschnikow in seiner Hand eingegangen

Während der letzten drei Jahre, infolge des Verfalls der modernen Ideologien und der Schwächung der arabischen Regime, haben die Geier der Al- Qaeda damit begonnen, diesen schwachen und kranken Körper der arabischen Nation anzupicken. Man hat die Position der Führung aufgegeben, und Allah ist mit einer Kalaschnikow in seiner Hand eingegangen. Überall dort, wo ein Staat nicht mehr richtig funktioniert, kommen die Terroristen aus aller Welt, um dort einen „islamischen Staat“, zu gründen. Das ist so im Irak, in Syrien, in Libyen, im Jemen und im Sinai, ebenso auch in Somalia, Mali, Nigeria, Afghanistan und Pakistan. Das Hauptziel dieser Agenten des Todes ist die arabische Nation, und die Zahl der Moslems, die sie getötet haben, ist viel größer, als die Zahl der „Ungläubigen“, die im Feuer getötet worden sind, dass sie überall dort entfachen, wo sie dazu in der Lage sind. Die Al-Kaida hat Allah in einen Schlachtfeldkrieger verwandelt, und er kämpft gegen die eigenen gläubigen Moslems.

Die arabische Welt versinkt vor unseren Augen in einem Sumpf aus Blut, Tränen und Feuer. Ihre nahöstliche Kultur zieht dreihundert Millionen Araber und dazu noch viele weitere Moslems, die keine Araber sind, buchstäblich hinab in die Tiefen der Hölle. Gesetzt den Fall, Israel gäbe heute bekannt, dass man die Grenzen öffnet für eine unbegrenzte Einwanderung von Arabern und Moslems nach Israel, wie viele Araber würden wohl in den jüdischen „Zionistenstaat“ eilen, um ein neues Leben zu beginnen?

Vor ein paar Jahren hieß es in einer ägyptischen Zeitung, dass die arabische Nation ein toter, eingefrorener Körper im Leichenhaus ist, für den keiner den Mut aufbringt, eine Sterbeurkunde auszufüllen. Ich überlasse dem verehrten Leser die Entscheidung darüber, wie korrekt und angemessen die damalige Einschätzung des Verfassers war.

Quelle: The Demise of the Arab Narrative by Dr. Mordechai Kedar

Übersetzung: R.L. (Vielen herzlichen Dank! 🙂 )