Nein … Die Vereinten Nationen haben Israel nicht gegründet

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David Ben-Gurion proklamiert am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeit Israels. Ein Porträt von Theodor Herzl, dem Vater des modernen Zionismus, überschaut die Szene. Israel verdankt seine Existenz als Staat diesen beiden Männern, unter vielen anderen – die zahnlosen Vereinten Nationen nicht eingeschlossen.

von Ken Cohen, 13. August 2019

Hanan Ashwari, ein Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation, hat kürzlich eine ihrer Lieblingslügen über die Gründung Israels wiederholt. Diese Lüge – ironischerweise oft sowohl von Unterstützern Israels als auch von Gegnern vorgebracht – hält fest, dass Israel von den Vereinten Nationen in seiner am 29. November 1947 verabschiedeten palästinensischen Teilungsresolution 181 gegründet und durch den Rückzug Großbritanniens am 14. Mai 1948 implementiert wurde.

Es ist eine verhängnisvolle Lüge, die Israel einfach als das Ergebnis der „Freundlichkeit von Fremden“ darstellt und als Fremdkörper, der der Region von äußeren Kräften aufgedrängt wurde.

Tatsächlich haben sich die Juden seit drei Jahrtausenden danach gesehnt und darum gekämpft, in ihre angestammte Heimat zurückzukehren. Der Zionismus begann als Bewegung im Jahr 1897, als Juden begannen, sich im damaligen Palästina anzusiedeln, was im Jahr 1948 in der Unabhängigkeitserklärung Israels gipfelte, an dem selben Tag, an dem Großbritannien sich zurückzog.

Diese Tage in den Jahren 1947 und 1948 waren bedeutende Ereignisse im zionistischen Bemühen, eine jüdische Nation in ihrem indigenen Land zu schaffen und werden jährlich in Israel und unter den meisten Diasporajuden gefeiert. Aber der 29. November – das Datum der Abstimmung der UN-Generalversammlung über die Empfehlung zur Teilung Palästinas – ist angemessenerweise kein israelischer Feiertag. Allerdings wird passenderweise der 14. Mai – oder sein Pendant im jüdischen Kalender – als der israelische Unabhängigkeitstag, Yom Ha’Atzmaut, gefeiert.

In jedem Fall ist die UN-Teilung Palästinas von rein symbolischem Wert, um die Gründung Israels zu erklären.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Großbritannien ein völlig entkräfteter Schatten seiner ehemaligen Kolonialmacht. Obwohl die Bildung einer jüdischen Heimat der ausdrückliche Zweck des im Jahr 1922 unter dem Völkerbund beginnenden britischen Mandats war – hat Großbritannien seine Mandatsverpflichtungen ganz und gar preisgegeben.

Anstatt ihrer Funktion nachzukommen, jüdische Einwanderer in Palästina willkommen zu heißen, gaben die Briten – um den arabischen antisemitischen Terrorismus zu befrieden – das berüchtigte Weißbuch von 1939 heraus, das die jüdische Einwanderung nach Palästina untersagte. Damit wurden sechs Millionen europäische Juden von dem einzigen Ort der Welt abgeschnitten, der sie vor dem Völkermord Hitlers hätte retten können.

Weder die jüdischen noch die arabischen Einwohner Palästinas wollten die Briten dort haben, und das bewaffnete Chaos nahm zu.

Als Großbritannien also nach dem Zweiten Weltkrieg auf sein Mandat verzichtete, übernahmen die zwei Jahre alten Vereinten Nationen das Problem. Der Sonderausschuss der Vereinten Nationen für Palästina (UNSCOP) empfahl, die einzige Lösung für Palästina sei seine Aufteilung in einen jüdischen und einen arabischen Staat.

Die von UNSCOP vorgeschlagenen Grenzen für die beiden empfohlenen Staaten waren äußerst unpraktikabel und haben wenig mit den Grenzen zu tun, die Israel nach seinem Unabhängigkeitskrieg erreicht hat. Während des einjährigen Krieges haben Jordanien und Ägypten selbstverständlich all das Land, das zum „arabischen Staat“ der UNSCOP hätte werden können, gestohlen.

Die Generalversammlung stimmte – mit einer Abstimmung von 33 zu 13 Stimmen bei 10 Enthaltungen, darunter Großbritannien – dafür, den Plan der UNSCOP anzunehmen und seine Umsetzung zu empfehlen.

Die Abstimmung der Vereinten Nationen schuf nur mehr Chaos.

Da die Arabische Liga versprach, einen jeden jüdischen Staat auszurotten, forderte die UN- Generalversammlung den Sicherheitsrat auf, die Einhaltung ihrer Teilungsempfehlung sicherzustellen. So erklärte David Ben-Gurion, Israels erster Ministerpräsident, 1949 lapidar: „Die Vereinten Nationen haben keinen Finger gerührt“, um den arabischen Angriff zu stoppen. Der Sicherheitsrat begutachtete die Situation, einschließlich der zusammengezogenen arabischen Armeen, und beschloss, die Würfel – oder die Juden – dorthin fallen zu lassen, wo sie wollen.

Während also der Vorschlag der Vereinten Nationen zur Teilung – wie auch die europäische Schuld am Holocaust – der zionistischen Sache ein gewisses Maß an internationaler moralischer Billigung verlieh, war Israels Geburt im Mai 1948 voll und ganz die Verwirklichung des zionistischen Traums durch die Bemühungen der IDF und des Weltjudentums.

Weder die orwellschen Vereinten Nationen noch eine einzelne Nation – mit Ausnahme der Tschechoslowakei – schickten eine einzige Kugel zur Unterstützung Ben Gurions und der Haganah, um Israels Existenz möglich zu machen. Nachdem die Welt und ihre Generalversammlung ihren zahnlosen Teilungsplan verabschiedet hatten, kehrten sie den Juden erneut den Rücken zu.

Tatsächlich wurde der Teilungsplan nie umgesetzt. Er wurde durch eine massive arabische Invasion des jungen Staates in Frage gestellt. Es ist schwer zu erkennen, inwiefern das Fehlen eines solchen UN-Plans die Geschichte ein wenig verändert hätte.

Die Nutzlosigkeit der UN in ihrem Teilungsplan hat sich in den letzten Jahren um ein Vielfaches multipliziert. Die Vereinten Nationen haben nicht nur nichts getan, um Israel beim Überleben des arabischen Angriffs von 1948 zu unterstützen, sie sind auch seit sieben Jahrzehnten treue Vertreter antisemitischer Kräfte, die die Legitimität und das Überleben Israels untergraben.

Originalartikel: Ken Cohen, No … The United Nations Didn’t Create Israel

Übersetzung: faehrtensuche

Herr Corbyn, erweisen Sie den israelischen Opfern des Münchner Olympia-Attentats Ehre

Die britische Labour Partei ist wahrscheinlich in der Lawine der Judenfeindlichkeit versunken, aber ein wenig Anstand könnte hilfreich sein.

von Giulio Meotti

In München brachten Terroristen der PLO Moshe Weinberg um, dessen Gesicht Lebensfreude ausstrahlte.

Sie brachten Amitzur Shapira um, Vater von vier wunderbaren Kindern und Lehrer in Herzliya.

Sie brachten Yossef Romano um, einen Juden libyscher Herkunft und Vater von drei Kindern.

Sie brachten Mark Slavin um, der bei seiner Ankunft aus der Sowjetunion den Boden Israels küsste.

Sie brachten Zeev Friedman um, der in Sibirien geboren wurde und dessen Vater in ein Arbeitslager an der Weichsel deportiert wurde. Er sprach eine wunderbare Mischung aus Jiddisch und Russisch. Seine Mutter verlor alle ihre Verwandten im Vernichtungslager Treblinka.

Sie brachten Kehat Shorr um, der aus Rumänien gekommen war, wo er gegen die Nazitruppen in den Karpaten gekämpft hatte.

Sie brachten Yaacov Springer um, einer der wenigen Überlebenden des Aufstandes im Warschauer Ghetto.

Sie brachten Andrej Spitzer um, verheiratet mit einer zum Judentum konvertierten Frau, die in einem Vorort Tel Avivs lebt.

Sie brachten Eliezer Halfin um, den Sohn litauischer Juden, die alle im Holocaust verloren haben. [Mehr als 90% der litauischen Juden wurden ermordet. (Anmerkung faehrtensuche)]

Und sie brachten auch Yossef Gutfreund um, auch er hatte Rumänien verlassen, nachdem er eine mehrmonatige Haftstrafe wegen „zionistischer Propaganda“ verbüßt hatte.

Also, lassen Sie mich das besser verstehen. Wie kommt es, dass Jeremy Corbyn, der Vorsitzende der Labour Partei in Großbritannien, nicht das Grab dieser 11 israelischen Helden huldigte, sondern das eines palästinensischen Terroristen, der ihnen ihr wunderbares Leben genommen hat?

Der Westen ist wieder an Antisemitismus erkrankt.

Wahrscheinlich ist die britische Labour-Partei in dieser Lawine von Judenfeindlichkeit versunken. Zu viele Aussagen gegen „die Zionisten“, zu viel Bosheit gegen die Juden, zu viele Angriffe auf Israel, zu viele Treffen mit der Hamas und der Hisbollah.

Wahrscheinlich sind die Dinge in der Partei Corbyns faul (verkommen). Aber da er die nächsten britischen Parlamentswahlen gewinnen könnte, wenn man den schlechten Zustand der Tories bedenkt, könnte es hilfreich sein, eine Wiedergutmachungsmaßnahme vorzuschlagen, die Herr Corbyn nach dieser neuen Affäre ergreifen sollte. Der britische Oppositionsführer sollte sofort nach Tel Aviv fliegen und den Gräbern der israelischen Opfer dieses Münchner Attentats einen bescheidenen Besuch abstatten.

Am Tag nach dem Massaker an den Athleten trugen alle in Deutschland anwesenden Israelis eine Kippa, um die Toten zu betrauern. Die unehrenhafte, satanische Entscheidung, [die Spiele] nicht einzustellen, war ein Beweis für den Bankrott eines jeglichen moralischen Empfindens, die „grüne Ampel“ für zukünftige Massaker.

Nach München begannen die Olympischen Spiele blutverschmierte Gold- und Silbermedaillen zu verteilen. Die Party war zu Ende, aber wir liefen weiter und liefen und liefen. Die israelischen Rabbiner kamen, um die Särge in die Flagge mit dem Davidstern zu wickeln. In dieser Nacht wurden in Frankfurt 50 jüdische Gräber zerstört.

Kein arabischer Delegierter sprach Israel sein Beileid aus. Niemand. Am Tag der Ankunft der Leichen auf dem Flughafen von Lod gab es keine Fanfare, um ihre Körper zu empfangen. Nur Schweigen und ein stolzer Schmerz. Nach dem Rezitieren des hebräischen Kaddisch an den Gräbern kehrte das Volk des Buches nach Hause zurück. Der Tag danach war das hebräische Neujahr, aber es war da kein Platz für Freude. Das neue Jahr begann mit dem kollektiven Gedanken an die Kinder der 11 Opfer: Diese Kinder waren, sie sind das „Warum?“ von Israel.

Nach dem Besuch der Gräber sollte Herr Corbyn diesen Kindern sein Beileid aussprechen. Andernfalls sollte er die schlimmstmögliche Reaktion von denen erwarten, die besorgt sind um Israel, Wahrheit und Anstand.

Originalartikel: Giulio Meotti, Mr. Corbyn, pay homage to Israel’s Munich victims, 15. August 2018

Übersetzung: faehrtensuche

Das jüdische Recht auf Leben ist das Menschenrecht auf Leben

Oder: Die Erinnerung an München

von: Forest Rain, 17. August 2018

Bei den Olympischen Spielen in München 1972, weniger als drei Jahrzehnte nach dem Holocaust, wurden Juden auf deutschem Boden ermordet, weil sie Juden waren. Weil sie Israelis waren.

Die Olympischen Spiele waren historisch gesehen ein Ort des Friedens, an dem sich selbst Krieg führende Nationen zusammenfinden und in der Sportarena antreten konnten statt auf dem Schlachtfeld. Am 5. September 1972 änderte sich das mit der allerersten internationalen Terrorismus-Aktion, die sich im Live-Fernsehen zeigte, während Menschen auf der ganzen Welt erschrocken zusahen.

Die PLO-Terroristen „Schwarzer September“ brachen in das Olympiagelände ein und nahmen 11 israelische Athleten als Geiseln. Während der 22-stündigen Pattsituation wurden die Geiseln geschlagen. Der Meister im Gewichtheben, Yossef Romano, der versucht hatte, die Terroristen abzuwehren und seine Freunde zu retten, wurde erschossen, kastriert und vor den anderen, hilflosen Geiseln verblutend zurückgelassen.

Den deutschen Behörden misslang die Rettung der Geiseln und am Ende hörte man die Worte von Jim McKay, dem Nachrichtensprecher für die olympische Berichterstattung des [Senders] ABC:

„Als ich ein Kind war, pflegte mein Vater zu sagen: ‚Unsere größten Hoffnungen und unsere schlimmsten Befürchtungen werden selten wahrgenommen.‘ Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden heute Abend Wirklichkeit. Sie haben jetzt gesagt, dass es 11 Geiseln gab; zwei wurden gestern Morgen in ihren Zimmern getötet, neun wurden heute Nacht am Flughafen getötet. Sie sind alle tot.“

Wiederholte Versuche, den Athleten die ihnen gebührende Anerkennung zukommen zu lassen, stießen auf taube Ohren. Im Jahr 2012, anlässlich des 40. Jahrestages dieses tragischen Ereignisses, strebten Organisationen, Gemeinden, Familien aus der ganzen Welt nach Anerkennung dieses Ereignisses, indem sie das Internationale Olympische Komitee aufforderten, bei der Eröffnungszeremonie der Spiele im Jahr 2012 eine Schweigeminute einzulegen. Dieses Anliegen wurde abgelehnt.

Deshalb hat die Israel Forever Foundation das „Munich Memory Project“ [Münchner Erinnerungsprojekt] ins Leben gerufen.

Es kann nicht sein, dass dieses Bild symbolträchtig geworden ist,

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… während die Gesichter und Namen dieser Männer vergessen sind.

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Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass dieses Ereignis nicht unter den Teppich der Geschichte gekehrt wird.

Wenn Großbritanniens Vorsitzender der Labour-Partei Jeremy Corbyn Terroristen ehrt, die diese Gräueltat begangen haben und anmerkt, er sei anwesend, aber nicht an der Kranzniederlegung beteiligt gewesen, ist es nicht an uns, Mr. Corbyn zu ändern. Gleichwohl ist es unsere Aufgabe zu hinterfragen, was in Großbritannien passiert, dass Antisemiten eine herausragende politische Rolle übernehmen können. Es ist an uns, uns zu wundern, zu fragen, Antworten [auf die Frage] zu verlangen, warum so viele Briten es für angebracht halten, so einen Mann zu wählen.

Es ist an der Zeit, sich an die Athleten zu erinnern, ihre Namen kennenzulernen, ihr Vermächtnis zu ehren. Es ist unsere Aufgabe, für die Erkenntnis zu sorgen, dass – wie die Israelis von heute, die ihre eigenen Körper als menschliche Schutzschilde einsetzen, um ihre Lieben vor Terroristen zu schützen – die israelischen Athleten in München auch gekämpft haben, um ihre Freunde zu retten, indem sie sich selbst in Gefahr brachten, um andere zu retten.

Moshe Weinberg

In München war es Moshe Weinberg, der die Gefahr erkannte, sich gegen die Tür warf und seine Freunde anschrie, die Flucht zu ergreifen, bevor die Terroristen eintreten konnten. Gad Zavarj überlebte, weil Moshe die Terroristen blockierte und ihm genug Zeit gab, um aus dem Fenster zu springen. Yossef Gutfreund tat dasselbe und blockierte die Tür, damit seine Zimmergenossen entkommen konnten.

Ihr Vermächtnis ist nicht der hässliche Tod durch abscheuliche Terroristen, ihr Vermächtnis ist das großartige Geschenk des Lebens, das sie ihren Freunden zuteil werden ließen.

Es liegt an jedem einzelnen von uns, uns zuerst selbst und dann den Rest der Welt zu erinnern, dass München der Anfang war, nicht das Ende der Terrorismus-Aktionen. Zuerst kam München, dann kamen Entführungen, dann kam 9/11, Bombenanschläge, rammende Autos und Messerangriffe. London, Paris, Bali, Indien, Mombasa und Russland. Was Terroristen ihren Opfern im Bataclan antaten, ist das, was die Terroristen des Schwarzen Septembers mit Yossef Romano getan haben.

Was bei den Juden anfängt, endet nicht bei den Juden.

Der Horror des Münchner Massakers ist keine israelische Frage oder gar eine jüdische Frage. Es ist eine menschliche Frage.

Alle ehrbaren Menschen sollten mühelos sagen können, dass Entführung, Folter und Missbrauch falsch sind. Alle ehrbaren Menschen sollten mühelos sagen können, dass es im Sport keinen Platz für Politik (oder Terrortaktiken, die die Politik beeinflussen sollen) gibt.

Aber was passiert, liegt nicht an „allen Menschen“, es ist die Aufgabe eines jeden Einzelnen von uns, als Individuum zu entscheiden, ob und wie wir reagieren werden.

Ich freue mich, ein Teil der Israel Forever Foundation zu sein, wo wir uns entschieden haben, das Vermächtnis der Ermordeten zu ehren – als Athleten, Freunde, Familie, die unserem Volk geraubt wurden.

Wir werden für sie einstehen – auch wenn es niemand anderes tun wird.

Es ist eine Erklärung, dass das jüdische Recht auf Leben das Menschenrecht auf Leben ist.

Bei der Erinnerung an München geht es nicht nur um die Erinnerung an eine vergangene Tragödie, sondern um die Verteidigung unserer Zukunft. Es ist eine Aussage, dass der Mord an Juden, nur weil sie Juden sind, nur weil sie dem Volk Israel angehören, völlig inakzeptabel ist.

Bitte besuchen Sie das Munich Memory Project und stellen Sie sicher, dass andere sich auch daran erinnern: https://israelforever.org/programs/Munich11Memory/

Originalartikel: Forest Rain, Remembering Munich

Übersetzung: faehrtensuche

Sehr geehrter Prinz William …

von Meira Svirsky, Montag, 25. Juni 2018

Sehr geehrter Prinz William,

Zunächst möchte ich Ihnen ein wahres und herzliches Willkommen für Ihren Besuch bereiten. Wirklich, keine harten Gefühle dafür, dass Sie nicht früher gekommen sind (obwohl 70 Jahre eine lange Wartezeit sind). Obwohl Ihre Großmutter in ihrer Regierungszeit als Königin mehr als 120 Länder besucht hat, ist sie nie hierher gekommen.

Es ist also ein wahrhaft historisches Ereignis, das wir zusammen erleben. Ich muss zugeben, als du gegangen bist, nachdem du 30 Jahre bei mir warst, wurde ich an diesen großartigen Song aus den 70er-Jahren erinnert „I Will Survive“ [„Ich werde überleben“]:

Zuerst hatte ich Angst, ich war gelähmt

Ich dachte, ich könnte niemals leben ohne dich an meiner Seite [zu haben]

Aber dann habe ich so viele Nächte damit verbracht, darüber nachzudenken, wie du mir Unrecht getan hast

Und ich wurde stark

Und ich habe gelernt, wie ich zurechtkomme

„Und so bist du zurück“, heißt es weiter im Lied. Ich kann es kaum erwarten, den Ausdruck in Ihrem Gesicht zu sehen, wenn Sie sehen, wie sich die Dinge verändert haben, seit Ihre 80.000 Soldaten im Jahr 47 aus ihm abgezogen sind.

Ich bin eine lebendige Demokratie geworden, die erfolgreich mit den Rechten jongliert und die drei großen Weltreligionen herausfordert.

Man könnte mich sogar als virtuelles Leuchtfeuer bezeichnen, wenn man bedenkt, in welcher Nachbarschaft ich lebe – an mindestens drei Seiten umgeben von radikalen islamistischen Regimes: Libanon im Norden, kontrolliert von der vom Iran unterstützten Terrorgruppe Hisbollah, Gaza im Süden, regiert von der Terrororganisation Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde im Osten, die islamistischen Hass gegen mein Volk schürt und ihre Kinder schon vor dem Kindergarten in dieser mörderischen Ideologie indoktriniert.

Trotzdem bin ich ein autarker, unternehmerischer Hightech-Knotenpunkt geworden. Ich bin froh zu sehen, dass Sie all diese Dinge erleben werden, nachdem Sie sich Ihre Reiseroute angesehen haben.

Es gibt nur einen heiklen Punkt an Ihrem letzten Tag mit mir. Sie planen den Ölberg zu besuchen, wo Ihre Urgroßmutter, Prinzessin Alice, in der Kirche St. Maria Magdalena begraben liegt.

Prinzessin Alice war eine besondere Frau, die eine jüdisch-griechische Familie vor den Nazis rettete. (Wenn Sie Yad Vashem besuchen, das berühmte Holocaust-Museum, werden Sie sie für diese Tat als „Gerechte unter den Völkern“ sehen.)

Mir wurde gesagt, dass Sie dann zu einer meiner heiligsten Stätten, der Klagemauer, gehen.

Ihre Auslandsvertretungen haben jedoch Ihre Reisen zu diesen Orten als Teil Ihres „Programms in den Besetzten Palästinensischen Gebieten der Altstadt Jerusalems“ aufgelistet.

Vielleicht, William, könnten Sie in diesem Punkt Ihr Auswärtiges Amt ein wenig bilden. Dies war das Land, das 3000 Jahre lang die Hauptstadt meines Volkes war, das Herz meines alten nationalen Königreichs.

Im Jahr 1922, als Sie dieses Gebiet verwalteten, beauftragte der Völkerbund Sie, in diesem Land eine Heimstätte für mein Volk zu schaffen.

Nachdem Sie ohne viel Federlesens gegangen sind und mich der sicheren Zerstörung durch meine Feinde ausgesetzt haben, habe ich mich auf wundersame Weise durchgesetzt und bin schließlich wieder ein Staat geworden. Dabei wurde mir dieses Stück Land – der Teil meiner alten Stadt – abgenommen und von Jordanien illegal besetzt.

Als ich also im Krieg 1967 auf wundersame Weise erneut allen Widrigkeiten zum Trotz überlebte, nahm ich nur das zurück, was mir ursprünglich gegeben worden war.

Also, im Gegensatz zu den Aufzeichnungen, die Sie von Ihrem Auswärtigen Dienst erhalten haben, gab es für mich keine „palästinensischen Gebiete“, die zu besetzen gewesen wären. Palästina war das Wort, mit dem Israel Jahrhunderte lang beschrieben wurde, doch das „Palästina“, auf das sich die Welt heute bezieht, konnotiert ein gewalttätiges Regime, das mich wild entschlossen zerstören will, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, einschließlich der zynischen Verwendung islamistischer Ideologie.

Ich wollte mir das nur von der Seele reden, damit es keine Missverständnisse zwischen uns gibt, wenn Sie heute Abend in Ben Gurion, meinem hochmodernen Flughafen, landen.

Wir freuen uns auf einen tollen Besuch mit Ihnen!

Hochachtungsvoll,

 der Staat Israel

Originalartikel: Meira Svirsky, Dear Prince William …

Übersetzung: faehrtensuche

Mahmoud Abbas‘ Anti-Balfour-Artikel. Eine Falsifizierung.

Englischer Originalartikel: Fisking Mahmoud Abbas‘ anti-Balfour article

von Elder Of Ziyon, 5. November 2017

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, hat seinen eigenen Artikel darüber geschrieben, wie Großbritannien für die Balfour-Deklaration „büßen“ sollte.

Obwohl der Artikel in Englisch ist, kann ich ihn in nur einer Zeitung der Golfregion finden. Die britische Presse scheint Abbas während der Balfour-Woche durchweg ignoriert zu haben!

Aber sein Artikel muss noch analysiert werden – weil es eine Litanei palästinensischer Lügen ist, auf die reagiert werden muss.

Viele Briten werden Sir Arthur James Balfour nicht kennen, ein Außenminister des frühen 20. Jahrhunderts. Für 12 Millionen Palästinenser ist sein Name nur allzu bekannt. Am 100. Jahrestag der Balfour-Deklaration sollte die britische Regierung die Gelegenheit ergreifen, um die Dinge wieder in Ordnung zu bringen.

An seinem Schreibtisch in London unterzeichnete Balfour am 2. November 1917 einen Brief, in dem er das Land Palästina der Zionistischen Föderation versprach, einer erst kurz zuvor gegründeten politischen Bewegung, deren Ziel die Schaffung eines jüdischen Staates war. Er versprach ein Land, das er – die politische Rechte derjenigen, die dort bereits lebten, missachtend – nicht versprechen konnte. Für das palästinensische Volk – mein Volk – waren die Ereignisse, die dieser Brief lostrat, so verheerend wie weitreichend.

Nein. Balfour sagte: „Die Regierung Seiner Majestät blickt mit Wohlwollen auf die Gründung einer nationalen Heimstätte für das Jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes geben, um die Erreichung dieses Ziels zu ermöglichen.“ Es war kein Versprechen, und die Erklärung lautete nicht, der Zionistischen Föderation Land zu geben, sondern dem Jüdischen Volk.

Am Ende sagt Balfours Brief aus: „Ich wäre dankbar, wenn Sie diese Erklärung der Zionistischen Föderation zur Kenntnis bringen würden.“ Das war die 1899 gegründete britische Zionistische Föderation. Balfour versprach Palästina nicht der britischen ZF – er sagte, Großbritannien würde helfen, eine nationale Heimstätte für Juden weltweit zu ermöglichen.

Abbas möchte nicht sagen, dass der Brief dazu bestimmt war, einen Staat für „Juden“ zu schaffen, weil er verdammt gut weiß, dass Juden sich seit dem ersten Jahrhundert ndZ [nach der Zeitenwende] wünschten, nach Israel zurückzukehren. So lügt er gezielt und charakterisiert Balfour als ein Versprechen an einige Zionisten.

Abbas‘ Lügen enden dort nicht. Seine Behauptung, Balfour habe die „politischen Rechte“ der Palästinenser missachtet, lässt den Leser vermuten, dass es ein palästinensisches Volk gab, das 1917 politische Rechte geltend machte. Das war nicht der Fall. Eine sehr kleine Zahl palästinensischer Araber sagte, sie wollten ein arabisches Palästina (als Reaktion auf den Zionismus, nicht aus irgendeinem tatsächlichen Wunsch nach einem Staat), aber die Mehrheit der palästinensischen Araber, wenn sie sich überhaupt irgendwelche nationalen Rechte wünschten, wollte, dass es Teil von Syrien sein sollte.

Im Jahr 1948 haben zionistische Milizen gewaltsam mehr als 800.000 Männer, Frauen und Kinder aus ihrem Heimatland vertrieben und schreckliche Massaker begangen und dabei Hunderte von Dörfern zerstört. Ich war zur Zeit unserer Vertreibung aus Safed 13 Jahre alt. Der Anlass, an dem Israel seine Schaffung als Staat feiert, kennzeichnen wir Palästinenser als den dunkelsten Tag unserer Geschichte.

Abbas selbst hat beschrieben, wie seine Familie 1948 Safed verließ – und sie sahen nie einen einzigen jüdischen Soldaten. Sie gingen von selbst weg. In seinen Worten:

„Wir gingen zu Fuß bei Nacht zum Jordan. … Schließlich ließen wir uns in Damaskus nieder. … Mein Vater hatte Geld, und er gab sein Geld systematisch aus. Nach einem Jahr, als das Geld ausging, begannen wir zu arbeiten. „Die Menschen waren motiviert wegzulaufen. … Sie fürchteten Vergeltung von zionistischen Terrororganisationen – besonders von denjenigen aus Safed. Diejenigen von uns, die aus Safed kamen, fürchteten besonders, dass die Juden alte Wünsche hegten, um das, was sich bei den Aufständen von 1929 ereignet hat, zu rächen. Das war im Gedächtnis unserer Familien und Eltern. … Sie realisierten, dass sich das Gleichgewicht der Kräfte verlagerte und deswegen wurde die ganze Stadt auf Basis dieser Begründung verlassen – und unser Leben und unser Hab und Gut wurden gerettet.“

Das war die Erfahrung der meisten Palästinenser, die 1947/48 weggingen – eine kleine Anzahl wurde tatsächlich vertrieben, eine größere Zahl ist freiwillig von selbst weggegangen und die meisten sind aus Angst geflohen. (Beachten Sie auch, wie Abbas die Zahl auf „mehr als 800.000“ aufgebläht hat – eine weitere Lüge, die reale Zahl lag bei ungefähr 600.000).

Die Balfour-Deklaration ist nicht etwas, das vergessen werden kann. Heute zählen die Palästinenser mehr 12 Millionen und sind in der ganzen Welt verstreut. Einige wurden 1948 aus ihrer Heimat vertrieben, mehr als 6 Millionen leben bis heute noch im Exil. Diejenigen, denen es gelang, in ihren Häusern zu bleiben, beziffern sich auf ungefähr 1,75 Millionen und leben in einem System von institutionalisierter Diskriminierung im heutigen Staat Israel.

Eine Lüge zusätzlich zu den anderen Lügen.

Etwa 2,9 Millionen leben im Westjordanland unter einer drakonischen militärischen, in eine Kolonialisierung gekehrten Besatzung, von dieser Zahl sind 300.000 heimische Bewohner Jerusalems, die bis jetzt einer Politik der Vertreibung aus ihrer Stadt widerstanden haben. Etwa 2 Millionen leben im Gazastreifen, einem offenen Gefängnis, das regelmäßiger Zerstörung durch die ganze Kraft des israelischen Militärapparats unterworfen ist.

Sind 300.000 Jerusalemer Araber in Gefahr, aus der Stadt vertrieben zu werden? Natürlich nicht.

Ist Gaza ein offenes Gefängnis? Natürlich nicht.

Hat Israel jemals seine ganze Stärke gegen Gaza eingesetzt? Natürlich nicht.

Jeder Satz ist eine Lüge, die nicht unterstützt werden kann.

Die Balfour-Deklaration darf nicht gefeiert werden – schon gar nicht, solange eines der betroffenen Völker weiterhin solche Ungerechtigkeit erleidet. Die Schaffung einer Heimat für ein Volk führte zur Enteignung und fortgesetzten Verfolgung des anderen – jetzt eine tiefe Ungleichheit zwischen Besatzern und Besetzten. Das Gleichgewicht muss wiederhergestellt werden und Großbritannien trägt ein großes Maß an Verantwortung bei der Wegweisung. Feierlichkeiten müssen warten bis zu dem Tag, an dem jeder in diesem Land über Freiheit, Würde und Gleichheit verfügt.

Abbas selbst hat Friedensvorschläge abgelehnt – wie die Palestine Papers und Haaretz gezeigt haben. Alle hätten seinem Volk einen Staat gegeben. Er [Abbas] und sein blutdurchtränkter Vorgänger Arafat sind diejenigen, die dafür verantwortlich sind, dass sie dieses vermeintliche Ziel nicht erreicht haben, nicht Großbritannien.

Trotz der Schrecken, die wir im vergangenen Jahrhundert erlitten haben, ist das palästinensische Volk standhaft geblieben. Wir sind eine stolze Nation mit einem reichen Erbe an alten Zivilisationen und die Wiege der abrahamitischen Religionen. Im Laufe der Jahre haben wir uns an die Realitäten um uns herum angepasst – die im Jahr 1917 losgetretene Kette von Ereignissen – und zutiefst schmerzliche Kompromisse um des Friedens willen geschlossen, angefangen mit der Entscheidung, einen Staat auf nur 22% unseres historischen Heimatlandes zu akzeptieren, während wir den Staat Israel anerkennen, bisher ohne Gegenleistung.

Versuchen Sie, in einer Zeitung oder einem Buch, das vor 1950 geschrieben wurde, irgendwelche Aufzeichnungen über ein spezifisch palästinensisches arabisches Erbe oder eine Zivilisation zu finden. Ich habe es versucht. Es gibt keine.

Und es gibt einen Widerspruch innerhalb dieses Absatzes selbst. Wenn es ein altes palästinensisches Volk gab, dann haben sie in Bereichen gelebt, die vor Balfour und San Remo als Palästina betrachtet wurden. Was bedeutet, sie haben Transjordanien eingeschlossen. Aber Abbas sagt hier, dass das Westjordanland und der Gazastreifen 22% seines „historischen Heimatlandes“ seien – doch sie schließen nur Bereiche des britischen Mandats Palästina ein, nicht „das östliche Palästina“.

Warum akzeptiert Mahmoud Abbas, der so stolz auf das palästinensische Erbe ist, eine kolonialistische Definition Palästinas, die vieles von dem ausschließt, was vor 1917 als Palästina galt?

Die Antwort ist die gleiche wie auf die Frage, warum die PLO 1964 das Westjordanland und Gaza explizit von Bereichen ausgeschlosse hat, die sie als ihr Land beanspruchte. Weil es dem palästinensischen Nationalismus niemals um die Schaffung eines Staates ging, sondern darum, einen zu zerstören. Und als Jordanien und Ägypten Teile des britischen Mandatsgebietes Palästina kontrolliert haben, hat Mahmoud Abbas nie jene Bereiche als seine gefordert.

Nur das Land, das die Juden kontrollieren, ist das, das „befreit“ werden muss. Es war in Ordnung, wenn Araber einen Teil Palästinas kontrollierten.

Das bedeutet, dass das Palästinensertum keine nationale Befreiungsbewegung ist. Es ist eine antisemitische Bewegung.

Aber das ist nicht politisch korrekt.

Übersetzung: faehrtensuche