Islamischem Rassismus einen Passierschein geben

Judith Bergman, Giving Islamic Rassism a Pass, 06.03.2018

Westeuropäische Nationen behaupten, sich allen Formen von Rassismus entgegenzustellen, aber dennoch finanzieren sie muslimischen Judenhass. Es ist eine besondere Ironie, wenn diese Finanzierung dazu beiträgt, alte europäische Ritualmordlegenden zu promoten.

„Die Juden, die in Europa lebten, würden jederzeit ein großes Gebäck backen … vermischt mit dem Blut eines Opfers … aus der Zahl derjenigen, die keine Juden wären … ein kleiner Junge, den sie in ein perforiertes Fass voller Spikes [Dornen, spitze Stifte] legen würden ….“ „Deswegen verabscheuten die europäischen Völker die Anwesenheit von Juden … sie waren … der Mechanismus für die Anweisung einer jeden Straftat … Quelle von jeder … Korruption … „

Schockierenderweise ist dies keine obskure Anschuldigung aus vergangenen Generationen in Europa, sondern eine Aussage in einem Artikel, der erst letzte Woche von Dr. Mustafa Al-Lidawi, einem ehemaligen Hamas-Funktionär, verfasst wurde, während wir in Israel den jüdischen Feiertag Purim feierten. Die Nachrichtenagentur Ma’an (MNA) – „die größte unabhängige Fernseh-, Radio- und Online-Mediengruppe im Westjordanland und im Gazastreifen“ fand es ihrer eigenen Webseite zufolge angemessen, dies in einem Artikel über den jüdischen Feiertag zu veröffentlichen, der der Rettung des jüdischen Volkes vom bösen persischen Haman gedenkt.

Diese mittelalterliche Ritualmordlegende wurde von großzügigen westlichen Sponsoren der MNA an die Leser gebracht. Auf ihrer Webseite dankt die Nachrichtenagentur insbesondere zwei Ländern: „MNA wurde mit großzügigen Mitteln von der dänischen Repräsentanz in der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der Niederländischen Repräsentanz in der PA ins Leben gerufen.“

Man kann nicht anders als sich zu fragen, ob dies die Art von „Nachrichten“ war, die Dänemark und die Niederlande im Auge hatten, als sie halfen, die Agentur im Jahr 2005 an den Start gehen zu lassen.

Laut der NGO [Nichtregierungsorganisation] Monitor wird MNA unter anderem finanziert von Dänemark, den Niederlanden, Schweden und den USA (die letzten verfügbaren Zahlen stammen aus dem Jahr 2014). Im Jahr 2016 erhielt das Fernseh-Netzwerk Ma’an 427.200 € (rund 500.000 Dollar) von der Europäischen Union zur „Stärkung von Medieninitiativen, um das partizipatorische Engagement im Friedensprozess zu fördern.“ In den Jahren 2015 – 2017 erhielt das Netzwerk Ma’an 730.000 £ (rund 1 Million Dollar) aus Großbritannien als Teil eines „Multimediaprojekts zur Sensibilisierung und Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen.“

Westeuropäische Nationen, die behaupten, gegen jede Form von Rassismus und Suprematismus zu sein, finanzieren großzügig muslimischen Judenhass. Es ist eine besondere Ironie, wenn diese großzügige Finanzierung dazu beiträgt, alte europäische Ritualmordlegenden zu promoten.

Christen importierten die alten europäischen Ritualmordlegenden in den Nahen Osten, aber die Muslime übernahmen sie mit ziemlich leidenschaftlicher Begeisterung, wie gegenwärtig nicht nur der Artikel von Al-Lidawi, sondern auch das Verhalten des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas selbst beweisen. Im Juni 2016 hielt Abbas eine Rede vor dem Parlament der europäischen Union in Brüssel, wo er fälschlicherweise behauptete: „Gewisse Rabbis in Israel haben ihrer Regierung sehr deutlich gesagt, dass unser Wasser vergiftet werden sollte, um Palästinenser zu töten.“

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments dankten Abbas für diese Wiederaufnahme einer alten europäischen Tradition mit Standing Ovations.

Es ist jedoch nicht so, dass den Muslimen ihre eigenen antisemitischen Quellen fehlten und sie neue importieren müssten. Der Koran ist voll von Versen, die die Juden auf die abscheulichste und gewalttätigste Weise darstellen.

Die Passagen 5:60 und 7:166 des Koran verkünden zum Beispiel, dass die Juden verflucht sind und Allah sie in Affen und Schweine verwandelt hat (daher die häufigen Vergleiche von Juden mit Affen und Schweinen in Nachrichten der palästinensischen Autonomiebehörde, im Kinderfernsehen, in offiziellen Erklärungen, etc.).

Juden werden als „eifrige Zuhörer der Falschheit“ (Koran 5:41) dargestellt, als „die Habgierigsten aller Menschen …“ (Koran 2:96) und Muslime werden davor gewarnt, sie (und andere Nicht-Muslime) als Freunde zu nehmen, „Oh, der du glaubst! Nimm nicht als (deine) Bitanah (Ratgeber, Berater, Beschützer, Helfer, Freunde usw.) diejenigen außerhalb deiner Religion (Heiden, Juden, Christen und Heuchler), da sie nicht versäumen werden, ihr Bestes zu geben, um dich zu korrumpieren. Sie haben den Wunsch, dir ernsthaft zu schaden. Hass ist schon aus ihren Mündern gekommen, aber was ihre Brüste verbergen, ist viel schlimmer … (Koran 3:118).

Und das sind nur ein paar ausgewählte Verse aus dem Koran.

Dann gibt es die Hadithen, wie z.B. die folgenden, die häufig in Moscheen auf der ganzen Welt gepredigt werden: „Die letzte Stunde wird nicht kommen, bis die Muslime nicht die Juden bekämpfen und umbringen, bis die Juden sich hinter einem Stein oder einem Baum verstecken und ein Stein oder ein Baum sagt: Muslim oder Diener Allahs, hinter mir ist ein Jude, komm und töte ihn.“

Dieser Hadith ist sogar Teil der „Charta des Islamischen Widerstands“ der Hamas.

Ist es nicht merkwürdig, dass in einer Zeit, in der fast jeder ständig von Ausdrücken oder Formulierungen, die als „unsensibel“ oder „verletzend“ angesehen werden, beleidigt ist, [aber] niemand von dem abscheulichsten Rassismus der „palästinensischen“ Araber?

Übersetzung: faehrtensuche

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Zielscheibe eines Terroristen: Teenager

Tanya Weiz, Überlebende eines Terroranschlags in Israel, erinnert sich:

Ich war 17, als der Bombenanschlag passierte – nur ein paar Jahre älter als viele der an diesem Montagabend [22. Mai 2017] ermordeten Kinder bei einem Ariana Grande Konzert in Manchester, England. Es war der 1. Juni 2001, und ich beschloss, mit drei meiner Freundinnen – Liana, Oksana und Tanya – in das Dolphinarium, eine Disco am Strand in Tel Aviv, zu gehen.

Wir sind fast an jedem Wochenende in diesen Club gegangen. Es war der Sommer vor unserem obligatorischen Armeedienst, und wir planten, ihn zusammen zu verbringen – mit Tanzen, Radfahren, Schwimmen und Sonnenbaden.

Mädchen hatten vor Mitternacht freien Eintritt in den Club – und da wir kein Geld hatten, beschlossen wir, früh zu gehen. Wir kauften eine Flasche billigen Wodka aus einem Supermarkt und hingen am Strand herum und nahmen ein paar Schlückchen, bis wir eine Menschenmenge sahen, die anfing, sich um 23:30 Uhr vor der Tür zu sammeln.

Tanya und ich stellten uns in der Reihe links von der Tür an; Oksana und Liana gingen nach rechts. So konnten wir alle schneller hineinkommen. Dann, um 23:44 Uhr, sprengte sich ein Hamas-Selbstmordattentäter am Eingang des Clubs in die Luft.

Alles verlief stumm. Bis heute weiß ich nicht, ob ich das Bewusstsein verloren habe. Alles, was ich weiß ist, dass ich in die Luft flog, und überall, wo ich hinsah, waren Leichen. Es schien, als ob jede einzelne Person in dieser Reihe ermordet worden war – außer ich selbst. Liana starb auf der Stelle. Insgesamt wurden 21 Personen getötet, 16 von ihnen waren Teenager.

Auf mir war Blut, aber ich fühlte keinen Schmerz und ich wusste nicht, zu wem das Blut gehörte. Mein einziger Gedanke war, dass ich mein Handy finden müsste, um meine Mutter anzurufen. Der Akku war verrutscht, und ich schaffte es, ihn irgendwie wieder in das Telefon zu befördern.

Auf einmal war mir sehr, sehr kalt. Ich legte meine Hand an meinen Hals und drei meiner Finger gingen tief in meinen Hals. Vier Stahlkugeln – die Art, wie sie sich in Flipperautomaten befinden – hatten meine Haut zerfetzt. Da fing ich an, in Panik zu geraten.

Irgendwie, ich weiß nicht wie, kroch ich auf meinem Bauch zu einem „Makolet“ (einer Bodega). Ich werde nie das tote Mädchen auf dem Boden in der Nähe des Ladens vergessen. Sie trug ein silbernes Kleid und hatte schulterlanges blondes Haar. Sie hatte keinen einzigen Kratzer. Es sah so aus, als hätte sie einen Herzinfarkt gehabt. Oder als wäre sie einfach vom Himmel gefallen.

Irgendwann kam ein Soldat und trug mich in den Makolet hinein. Erst dann habe ich angefangen, die Schreie zu hören und die Kameras auf meinem Gesicht zu bemerken. Lianas Zwillingsbruder tauchte am Schauplatz auf, verzweifelt, seine Schwester zu finden: „Wo ist Liana? Wo ist Liana?“ Alles, was ich tun konnte, war in Richtung der Körper zu zeigen. Viel später habe ich herausgefunden, dass meine Familie wusste, dass ich bei der Explosion dabei gewesen war, weil sie mich im Fernsehen, auf dem Bürgersteig liegend und um Hilfe bittend, gesehen hatten.

Ich war eine derjenigen, die Glück hatten. Ich kam als Erste ins Krankenhaus. Wenn ich mich dort nicht selbst herausgerobbt hätte, würde ich nicht mehr leben.

Ich lag sechs Tage im Koma. Meine Operation dauerte 12 Stunden. Ich hatte während des Anschlags Plateauschuhe getragen und diese wenigen Zentimeter mehr retteten mein Leben – sonst hätte das Metall mein Gehirn getroffen. Der Arzt gab meiner Mutter die Stahlkugeln zur Aufbewahrung.

Als ich aus dem Koma erwachte, konnte ich nicht sprechen: Ich hatte Schläuche in Hals, Nase und Mund. Meine Familie gab mir ein Stück Papier und einen Bleistift, um mit ihnen zu kommunizieren. Das Erste, was ich schrieb, war: „Wo ist Oksana? Wo ist Liana?“

Oksana überlebte, wurde aber schwer verletzt – sie hatte Nägel in ihrem Rücken, Magen, Arm und Bein. Tanya war irgendwie unverletzt, obwohl sie neben mir gestanden hatte.

Sie hielten Lianas Tod für weitere anderthalb Wochen geheim; sie sagten mir, sie hätte ein gebrochenes Bein. Lianas Zwillingsbruder besuchte mich jeden Tag im Krankenhaus, was ich komisch fand. Warum war er bei mir und nicht bei seiner Schwester? Die Realität der Situation traf mich in dem Moment, als ich herausfand, dass Liana gestorben war.

Für mich war ein Bombenanschlag etwas, was man in den Nachrichten sieht. Auch in Israel glaubst du nicht, dass es dir passieren kann. Bis heute sehe ich ihn in Teilen, einem Albtraum ähnlich.

Der Genesungsprozess war sehr, sehr hart. Der Arzt sagte, es gäbe kaum eine Chance, dass ich jemals wieder sprechen würde. Aber nach und nach habe ich wieder gelernt zu reden, zu essen.

Eine Sache, die geholfen hat, war die, dass andere Überlebende von anderen Bombenanschlägen – der Anschlag im Dolphinarium geschah auf dem Höhepunkt der Zweiten Intifada – kamen, um mich zu besuchen, mir Briefe zu schreiben und mich anzurufen. Ich erinnere mich an einen Mann, der zu Besuch kam mit nur einem Bein. Er sagte mir, dass es Zeit brauche, aber dass ich stärker werden würde.

Es ist so, als hätte ich zwei Leben. Eines vor dem Bombenanschlag und eines danach. Ich habe wirklich das Gefühl, als wäre ich an jenem Tag neu geboren. Jedes Mal, wenn es am 1. Juni eine „tekes“ (eine Gedenkzeremonie) gibt, wünschen wir Überlebenden, viele von uns gute Freunde, uns alles Gute zum Geburtstag.

Die Terroristen versuchen uns durch Angst zu lähmen und uns zu schwächen, aber bei mir haben sie das Gegenteil erreicht. Ich bin freundlicher, dankbarer, aufmerksamer auf die kleinsten Details des Lebens geworden und – ja, widerstandsfähiger.

Ich versuche mein Bestes, mich nicht auf den Horror des Anschlags zu konzentrieren, aber es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht darüber nachdenke, und jedes Mal, wenn ich einen Zwischenfall in den Nachrichten sehe, fühlt er sich surreal an: Ich kann nicht glauben, dass ich da durchgegangen bin. Und dass ich jetzt eine der Menschen bin, die auf der Couch sitzen und die Nachrichten über Kinder sehe, die ermordet wurden, dieses Mal durch den Islamischen Staat.

Ich weiß, es gibt nichts, was ich im Augenblick sagen kann, damit die Überlebenden des Bombenanschlags von Manchester sich irgendwie besser fühlen. Das Schuldgefühl begann für mich am Tag der Explosion. Lianas Mutter zu sehen, ist besonders schmerzhaft. Ich sehe, wie sie mich anblickt und ich weiß, sie stellt sich ihre Tochter in meinem Alter vor. Aber ich würde den Überlebenden sagen, stark zu bleiben und sich auf ihre Genesung zu konzentrieren. Du musst sehr stark sein um zu genesen.

Heute lebe ich in Toronto und es gibt Menschen in meinem Leben, die nichts über meine Vergangenheit wissen. Sie sagen mir: „Wow, wie hast du in Israel gelebt? Es ist so gefährlich!“ Und sie haben keine Ahnung.

Ich habe eine riesige Narbe an meinem Hals. Ich arbeite im Einzelhandel in einem Einkaufszentrum und manchmal fragen mich Menschen deswegen. Ich sage nur: „Ich hatte einen Unfall.“ Die Narbe wird mich immer an diesen Tag erinnern. Immer. Aber es ist auch eine Narbe, die mich daran erinnert, dass ich lebe.

Originalartikel: A Terrorist’s Teenage Target von Tanya Weiz, 24. Mai 2017

Übersetzung: faehrtensuche

Tanya Weiz, eine von 132 Personen, die 2001 beim Anschlag im Dophinarium verletzt wurden, ist Mitglied von OneFamily, einer Unterstützergruppe für israelische Opfer des Terrorismus.

Ayaan Hirsi Ali, Kultur spielt eine Rolle

Kultur spielt eine Rolle. Kultur ist die primäre Quelle sozialen Fortschritts oder Rückschritts. Nirgendwo sehen wir es deutlicher als am Status der Frauen.

Die jüdisch-christliche Kultur – und vielleicht ist Zivilisation ein passenderes Wort – hat im Laufe der Zeit die Gesetzeslage, die Sprache und materielles Wohlergehen hergestellt, die den Status der Frauen stark verbessert haben. Aber dieser Fortschritt wird nicht überall geteilt. Es gibt noch immer Hunderte von Millionen Menschen, die in einer Kultur leben, beispielsweise der islamischen, die weibliche Minderwertigkeit als selbstverständlich ansieht. Bis vor kurzem waren diese Kulturen, die westliche und die islamische, getrennt. Aber das beginnt sich zu verändern – und zwar dramatisch! Eine große Anzahl männlicher Immigranten aus dem Nahen Osten, Südafrika und verschiedenen Teilen Afrikas haben eine andere Besiedlung des Westens erbracht, besonders in Europa. Allein im Jahr 2015 kamen mehr als eine Million an, weitere sind auf dem Weg. Dadurch haben Verbrechen gegen Mädchen und Frauen – Begrapschen, Belästigungen, Angriffe und Vergewaltigungen – stark zugenommen. Diese Verbrechen illustrieren den großen Unterschied zwischen der westlichen Kultur der Opfer und die der Täter.

Lassen Sie es mich klar sagen: Nicht alle Muslime oder nicht die meisten ergehen sich in sexuellen Angriffen oder heißen sexuelle Angriffe gut, aber es ist ein schwerer Fehler zu verleugnen, dass das Wertesystem der Angreifer sich radikal von dem Wertesystem des Westens unterscheidet. Im Westen sind die Frauen emanzipiert, sexuell autonom; religiöses und sexuelles Verhalten wird von individuellen Wünschen bestimmt. In dem anderen Wertesystem werden Frauen entweder als Ware betrachtet, sprich, ihr Wert ist abhängig von ihrer Jungfräulichkeit, oder sie wird als Prostituierte angesehen, wenn sie öffentlicher Unanständigkeit für schuldig befunden wird wie z.B. durch das Tragen eines kurzen Rockes.

Ich glaube nicht daran, dass diese verschiedenen Überzeugungen koexistieren können.

Die Frage ist: Welches Wertesystem wird sich durchsetzen? Leider bleibt das eine offene Frage. Die gegenwärtige Situation in Europa ist äußerst beunruhigend. Nicht nur muslimische Frauen sind innerhalb Europas Objekt einer erheblichen Unterdrückung in vielfacher Weise ausgesetzt, diese Normen drohen sich nun auch auf nicht-muslimische Frauen zu verbreiten, die mit Belästigungen durch muslimische Männer konfrontiert werden. Man würde annehmen, dass westliche Feministinnen in den Vereinigten Staaten und in Europa sehr verstört über diese offensichtliche Frauenfeindlichkeit wären, aber traurigerweise, bis auf wenige Ausnahmen, scheint das nicht der Fall zu sein.

Verbreitet unter vielen westlichen Feministinnen ist eine Art modellhafter Verwirrung, in der gesagt wird, Frauen seien überall unterdrückt und diese Unterdrückung – [um es] mit den Worten der Feministin Eve Enslers [zu sagen] – sei überall auf der Welt die gleiche, im Westen ebenso wie in Pakistan, Saudi-Arabien und Iran. Für mich weist das auf zu viel moralischen Relativismus hin und auf ein inadäquates Verständnis der Gesetze der Scharia. Es ist wahr, dass die Situation für Frauen im Westen nicht perfekt ist. Aber kann irgendjemand wirklich leugnen, dass Frauen in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Finnland größere Freiheit und Möglichkeiten haben als im Iran, Pakistan oder Saudi-Arabien? Andere Feministinnen haben auch argumentiert, dass nicht-westliche Frauen keine „Rettung“ brauchen und dass jeder Vorschlag, sie benötigten Hilfe von westlichen Frauen, beleidigend und herablassend für nicht-westliche Frauen sei.

Meine Sichtweise ist eine praktische. Alle Bemühungen, muslimischen Frauen – ob sie nun im Westen oder unter islamischer Regierung leben – zu helfen, sollten gefördert werden. Jeder Versuch, diese Regierungen unter Druck zu setzen, ungerechte Gesetze zu ändern, sollte unterstützt werden. Westliche Feministinnen und weibliche westliche Führungspersonen haben eine einfache Wahl zu treffen: Entweder das Unentschuldbare zu entschuldigen oder in jenen Kulturen und Religionslehren, die weiterhin Frauen unterdrücken, Reformen einzufordern. Nichts verdeutlicht das besser als das, was in Köln, Deutschland, am Neujahrsabend 2015 passiert ist. Nach dem letzten Stand haben 467 Frauen berichtet, von Männern aus Nordafrika oder arabischer Herkunft sexuell belästigt oder angegriffen worden zu sein. Innerhalb von zwei Monaten sind 73 Verdächtige identifiziert worden, davon die meisten aus Nordafrika. 12 von ihnen wurden mit sexuellen Verbrechen in Verbindung gebracht. Als Reaktion hat Kölns Bürgermeisterin Henriette Reker eine Richtlinie für Frauen herausgegeben: Halte nur „eine Armlänge“ Abstand ein zwischen dir und einem Mob arabischer Männer und dir wird’s gutgehen! Die Kommentare der Bürgermeisterin unterstreichen die Ernsthaftigkeit des Problems.

Ein Kulturkampf ist angebrochen. Der erste Schritt, ihn zu lösen, besteht darin, unverfroren die Werte zu verteidigen, die es Frauen möglich machte, aufzublühen. Feministinnen mit ihren Organisationen, Netzwerken und Lobbyarbeit stehen an der Front dieses Kampfes. Auf ihre Relevanz kommt es an. Und so verhält es sich mit dem Wohlergehen zahlloser Frauen, westlicher und nicht-westlicher.

Mein Name ist Ayaan Hirsi Ali von der Havard University für die Prager Universität.“

Rede vom 27.06.2016, nachzuhören hier (Englisch).

Übersetzung: faehrtensuche

Wie westliche Ideologie den Jihad bestärkt

von Vic Rosenthal, 2. Mai 2016

Das US-Militär machte vor kurzem Schlagzeilen, als es in seinen Operationen gegen den Islamischen Staat die israelische Taktik des „Anklopfens auf dem Dach“ übernahm – eine kleine Explosion zu entzünden über einem Gebäude, das bombardiert werden soll, um möglichen anwesenden Zivilisten ein Warnsignal zur Evakuierung zu geben.

Israel machte von der Technik des „Anklopfens auf dem Dach“ Gebrauch, um die Anzahl ziviler Oper in mehreren Kriegen der jüngsten Vergangenheit zu minimieren, beginnend mit der Operation „Gegossenes Blei“ in Gaza in den Jahren 2008-2009.

Eine der Taktiken, die die radikalen islamistischen Feinde des Westens im Rahmen des Paradigmas asymmetrisch geführter Kriege angenommen haben, ist der Einsatz der eigenen Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde. Hamas startet seine Raketen von den Schulhöfen und die Hisbollah hat eine enorme, feinverteilte Raketenabschussanlage konstruiert, eingebettet in die schiitischen Dörfer des Südlibanon. Wenn Israel diese neutralisieren muss, ist es wahrscheinlich, dass viele Libanesen getötet werden.

Die Taktik der menschlichen Schutzschilde ist effektiv, denn westliche militärische und politische Führer reagieren äußerst sensibel auf die Klage, Zivilisten im Krieg unnötig zu verletzen.

Dafür gibt es sowohl praktische als auch ideologische Gründe. Im Fall Israel gibt es etwaige wirtschaftliche und diplomatische Konsequenzen, wenn es einer unverhältnismäßigen Reaktion beschuldigt wird, einschließlich des Cut-offs von lebensnotwendigen Gütern in Kriegszeiten. Aber das trifft nicht auf die USA zu. Niemand wird die USA boykottieren oder zwingen, Texas an Mexiko zurückzugeben, und sie stellt ihre eigene Munition her.

Die westliche Bevölkerung fühlt stark mit „unschuldigen Opfern“ mit. Der Effekt ist noch stärker, wenn diejenigen, die mitfühlen, nicht selbst bedroht sind; so können Europäer (oder amerikanische Präsidenten), die nicht mit den Raketen der Hamas und der Hisbollah konfrontiert sind, höchst kritisch gegenüber Israels Versuchen sein, sich zu verteidigen.

Es gibt zwei wichtige Dinge zu beachten: 1. Dies ist eine relativ neue Entwicklung, historisch gesehen; und 2. dieser praktische / moralische / politische Druck des Westens, sich in einer bestimmten Weise zu verhalten, versetzt seine Feinde tatsächlich in die Lage, einen effektiv asymmetrischen Krieg gegen ihn zu führen.

Die Veränderung in der westlichen Sensibilität trat irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Nicht nur waren beide Seiten relativ unsensibel gegenüber Kollateralschäden, die Alliierten verfolgten auch eine Politik der strategischen Bombardierung nicht-militärischer Ziele sowohl um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Feinde zu reduzieren als auch ihren „Widerstandswillen“ zu mindern. Dresden, Hamburg und andere deutsche Städte waren Ziele von Brandbomben, die Zehntausende töteten.

Aber ein Angriff auf Tokio ragt heraus, auch im Vergleich zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Am 9.-10. März 1945 wurden 1.665 Tonnen Napalm-Bomben auf die Stadt abgeworfen, eine massive Feuersbrunst erzeugend, die etwa 16 Quadratmeilen und 100.000 Menschen in Schutt und Asche legte.

Es ist schwer, sich eine westliche Nation in fast jedweder Situation vorzustellen, die heute überhaupt über eine solche Operation nachdenkt.

Was hat sich geändert?

Die Antwort lautet „eine Menge Dinge“, einige von ihnen offensichtlich und andere subtiler.

Der Nationalismus wurde für die Reihe von europäischen Kriegen, die im Zweiten Weltkrieg ihren Höhepunkt fanden, verantwortlich gemacht und wurde mit Nachdruck abgelehnt zugunsten einer universalistischen Ethik, in der alle Menschen als Teil einer menschlichen Rasse gesehen werden. Es wurde anerkannt, dass jede Person Menschenrechte hatte, die respektiert werden sollten, sogar in Kriegszeiten. Aber zur gleichen Zeit wurden die kollektiven Rechte von nationalen Gruppen heruntergespielt. Nationale Gefühle im Westen  wurden als gefährlich angesehen.

Zur gleichen Zeit begannen die großen Kolonialreiche zu zerfallen. Während der Kolonialzeit gab es eine Annahme kultureller Überlegenheit. Mit der Auflösung der Weltreiche verschwand auch das und wurde ersetzt durch kulturellen Relativismus und durch Schuldgefühle für die von den früheren kolonialen Untertanen erlittene schlechte Behandlung.

Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung rückte Rassismus als Grundübel in den Blick. Aber die Menschen begannen, jede Form von Volkszugehörigkeit mit Rassismus zu vermengen.

An diesem Punkt nahm der ideologische Prozess eine eher gefährliche und zerstörerische Wende an, durch Postkolonialismus. Der Reiz der universalistischen Ideale und der Menschenrechte und die Ablehnung von Rassismus war zunächst auf Nationen der Ersten Welt beschränkt. Etwas später drangen sie in die weniger entwickelte Welt ein, aber auf dem Weg unterzogen sie sich einer Transformation, in der die Sprache, gewohnt, wichtige Ideen zum Ausdruck zu bringen, radikal neu definiert wurde. In der Welt des Postkolonialismus haben nur unterdrückte Menschen Rechte und nur Unterdrücker sind in der Lage, Rassisten zu sein.

„Rassismus“ bedeutet jetzt die Unterdrückung von „People Of Colour“ [„POC“ Farbigen] durch „Weiße“ (die tatsächliche Hautfarbe der beteiligten Personen ist irrelevant und die Platzierung in diesen Gruppen ist rein ideologisch).

Gewalt durch Weiße gegen POC wird (selbst im Fall von Israel, Selbstverteidigung) als „Terrorismus“ bezeichnet.

Gewalt durch Farbige gegen Weiße wird „Widerstand“ genannt und durch Fehlinterpretation der UN-Charta wird gesagt, es sei ein Menschenrecht.

Auch wenn Nationalismus und Tribalismus unter den Bewohnern des Westens als Hauptursache des Krieges verurteilt worden sind, Postkolonialismus gibt POC das Recht auf Selbstbestimmung als Völker.

Diese revolutionäre Logik wird an westlichen Universitäten gelehrt. Was passiert ist, war eine Art ideologischer Abrüstung durch westliche nationale Gruppen. Faktisch hat es auch eine militärische Abrüstung gegeben, denn die Anwendung von Gewalt durch den Westen gegen POC wird als eine Verletzung ihrer Menschenrechte betrachtet und wird nicht durch ein kollektives Recht, das wir besitzen, ausgeglichen.

Der israelisch-arabische Konflikt ist das Paradebeispiel dafür. Die palästinensischen Araber erkennen die Juden nicht als Volk an, aber bestehen darauf, dass es ein „palästinensisches Volk“ gibt. Sie nennen es „gewaltloser Widerstand“, wenn Araber Juden mit Messern, Steinen oder Brandbomben töten, und sagen, dass selbst bewaffnete Angriffe gerechtfertigter Widerstand seien. Sie beschreiben jede Aktion Israels, sich selbst zu schützen – Grenzkontrollen, die Sicherheitsbarriere – als eine Verletzung ihrer Menschenrechte während der Staat Israel kein kollektives Recht hat zu existieren.

In den letzten Jahren, obwohl der große Machtkampf zwischen Russland und dem Westen in abgeschwächter Form bleibt, ist eine neue Quelle des Konflikts aufgetaucht: der dezentrale Islamische Jihad mit dem Ziel, den Dar al Islam [das Haus des Islam] auf Kosten der übrigen Welt auszudehnen.

Viel ist geschrieben worden über die möglichen Gründe für die neu gewonnene Aggressivität von Muslimen gegenüber dem Westen. Aber die Erklärung ist nicht in irgendwelchen neuen islamischen Lehren zu finden.

Der Islam war immer expansiv und konfrontativ. Was sich geändert hat, sind wir. In der Vergangenheit zögerte der Westen nicht, seine große militärische Überlegenheit einzusetzen, wenn er es mit einem weniger fähigen Gegner zu tun hatte. Das wurde von jedem verstanden. Die Truppen des Jihad wurden abgeschreckt, uns anzugreifen.

Aber jetzt, wie [im Fall] Israel[s], befindet sich der Westen in Sorge darüber, dass – setzten wir unsere Macht ein – die essentiellen Menschenrechte der Gegner (definiert als „People of Colour“) außer Kraft gesetzt würden, wobei ‚weiße‘ Nationen keine Rechte haben. Wir dürfen unsere Personen, jedoch keine Nationen oder Kulturen schützen. Definiert als ‚rassistische Unterdrücker‘ haben wir kein Recht, ihrem Rassismus zu widersprechen, während es ihnen erlaubt ist, der ‚Unterdrückung‘ durch Gewalt ‚zu widerstehen‘.

Infolgedessen schreitet der Jihad an mehreren Fronten voran und der Westen gibt nach, gelähmt durch seine Ideologie und unfähig, seine Macht zu nutzen.

Originalartikel: How Western ideology empowers the jihad
Übersetzung: faehrtensuche. Mit freundlicher Genehmigung.

Aus Gründen der Familienehre

Eine wahre Geschichte. (Gefunden auf Twitter)

DIES IST EINE WAHRE GESCHICHTE. Sie ist so traurig und in vielerlei HInsicht so tragisch. Heute Morgen [5. März 2016] fuhr eine junge palästinensische Frau, Mutter von fünf Kindern, aus dem Dorf Husan ihr Auto in die Gush Etzion-Kreuzung, um Israelis zu töten. Sie verletzte einen Mann, hoffentlich nicht zu ernsthaft, und wurde dann getötet. Die Geschichte, die nicht in den palästinensischen oder den israelischen Nachrichten veröffentlicht werden wird, ist die, dass sie eine Affäre hatte mit jemandem, den sie auf Facebook kennengelernt hatte. Die Affäre wurde ihrem Ehemann und anderen Familienmitgliedern bekannt und sie wusste, dass ihr Schicksal besiegelt war und sie aus Gründen der „Familienehre“ getötet werden würde. In dem Bewusstsein, dass ihr Leben zu Ende war und im Nachdenken darüber, wie sie sich selbst, ihren Kindern und dem Namen der Familie wieder Ehre einbringen könnte, beging sie Selbstmord, indem sie Israelis zu töten versuchte. Sie wird um diese Zeit in ihrem Dorf beerdigt und wahrscheinlich als Märtyrerin bezeichnet werden, die zur Ehre Palästinas, des Islam und Allahs starb. So traurig und so tragisch für uns alle.