Islamischer Terror

Islamischer Terror kriecht in jeden Winkel der Erde:

Frankreich, Jerusalem, Australien, Kalifornien, London. …

Wenn wir uns unsere führenden Politiker der Welt ansehen, hören wir zum Beispiel folgendes:

Die Zukunft darf nicht denen gehören, die den Propheten des Islam verleugnen.“ (Obama, USA)

Es ist nicht genug zu sagen, es gibt keine Verbindung dieser Terroristen mit dem Islam. Sie ziehen die Verbindung. Wir müssen beweisen, dass das nicht stimmt.“ (David Cameron, englischer Premier)

Frankreich befindet sich nicht im Krieg mit dem Islam und den Moslems.“ (Manuel Valls, französischer Premierminister, nach den Terroranschlägen in Paris)

Aber es gibt einen Mann, der sich nicht fürchtet, die Dinge beim Namen zu nennen:

Überall, wo wir hinsehen, ist der militante Islam auf dem Vormarsch. Ich kann die Führer der Welt nur mahnen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.“ (Benjamin Netanyahu, israelischer Ministerpräsident)

WELT WACH AUF!

Der globale jihadistische Ansturm und die europäischen Juden

Originalartikel: The global jihadist onslaught and European Jews

von Isi Leibler

Übersetzung: faehrtensuche

Dass ein Massaker an mindestens 129 Zivilisten in Paris, im Herzen Europas, von einem halben Dutzend militärisch ausgebildeten Killern eingefädelt werden konnte, ist ein Indikator von dem, was wir in der Zukunft erwarten können, sofern nicht schonungslose Maßnahmen getroffen werden, um sich den Terroristen in ihren Heimatbasen entgegenzustellen und die Dinge aufzuhalten. Das wird mehr als Bombeneinsätze erfordern, allerdings den Einsatz von Bodentruppen, dem US-Präsident Obama sich noch immer erbittert widersetzt.

Wir wollen die Herausforderung nicht untertreiben. Wir stehen vor einem brutalen, gewaltverherrlichenden Konflikt der Kulturen, in denen böse Kräfte, motiviert durch einen Todeskult, uns zurück ins dunkle Zeitalter bringen. Die Barbaren sind bereits durch unsere Tore eingedrungen und wir haben eine weitere Vorschau gesehen auf den beängstigenden Horror, den Menschen sich selbst zuzufügen in der Lage sind.

Was erstaunlich ist: selbst nach dieser letzten Manifestation verbleiben viele europäische Führer in der Verweigerung und scheitern daran zu erkennen, dass wir es nicht mit hirnlosen nihilistischen Terroristen zu tun haben, sondern mit fanatisch inspirierten islamischen Extremisten, die sich der Zerstörung der westlichen Zivilisation und Demokratie verschworen haben. Die Bedrohung geht von dem breiten Strom islamischer Fundamentalisten aus und kann nicht eingeschränkt werden auf Sunniten oder Schiiten, trotz der Tatsache, dass sie sich gegenseitig töten.

Die Realität sieht so aus, dass beide, Schiiten nicht weniger als Sunniten, absolut gegen Demokratie und freie Meinungsäußerung sind und versuchen, die Scharia einzuführen.

Ob dies al-Qaida, ISIS, dem iranischen Regime, der Hisbollah, der Hamas und selbst der PA, die Morde in Paris verurteilt, aber das Vergießen jüdischen Blutes preist, entspringt – sie alle teilen einen grundlegenden Hass auf westliche Zivilisation, das Christentum und das Judentum.

Unsere erste große Konfrontation mit dem islamischen Terrorismus über den Nahen Osten hinaus war der Anschlag 9/11 auf das World Trade Center. Aber seit der gezielten Tötung von Osama bin Laden hat es eine entschiedene Anstrengung gegeben, uns davon zu überzeugen, dass die Bedrohung durch den islamischen Extremismus im Wesentlichen besiegt worden ist. Die Vereinigten Staaten unternahmen konzertierte Anstrengungen zu locken und zeitweise sogar kontraproduktiv zu katzbuckeln, um islamische Fundamentalisten wie die Muslimbruderschaft und das iranische Regime zu beschwichtigen.

Es war Obama, der darauf bestand, jede Bezugnahme auf „islamischen Terror“ oder jede mögliche Verbindung zwischen dem fundamentalistischen Islam und Terrorismus auszuradieren. Dies trotz der Tatsache, dass neben ein paar einzelnen weißen rassistischen Ausbrüchen jeder Fall von organisiertem Terrorismus durch islamischen religiösen Wahnsinn inspiriert wurde. Die gegenwärtig im Rampenlicht stehende Organisation ist ISIS, aus Sunniten zusammengesetzt, aber die schiitische Hisbollah wie auch die sunnitische Hamas sind Vögel mit dem gleichen Gefieder.

Trotz der mörderischen „Allahu Akbar“-Rufe durch die Killer stecken die französische Regierung und die Medien sogar jetzt noch ihre Köpfe in den Sand, wenn es darum geht, den Feind zu identifizieren. Der Ausdruck „Islamischer Terrorismus“ ist einfach aus dem politischen Lexikon gestrichen worden.

Bis die politische Korrektheit aufgehoben wird und es eine Anerkennung gibt, dass wir einer weltweiten Bedrohung unserer Existenz und Lebensqualität gegenüberstehen, die von organisierten islamischen Extremisten ausgeht, werden wir nicht in der Lage sein, uns zu versammeln und zu vereinen, um diese Elemente zu zerschlagen.

Die islamischen Extremisten erkennen, dass sie mit minimalem Aufwand Anschläge in führenden westlichen Städten zu geringen Kosten orchestrieren können. Wie jetzt in Paris und früher in Mumbai belegt, sind ein halbes Dutzend selbstmörderischer bewaffneter Fanatiker, eingeschleust oder in Gemeinden ansässig, in der Lage, immense Schäden anzurichten.

Die Situation in Europa ist katastrophal. Die meisten Länder, insbesondere Frankreich, beherbergen jetzt große muslimische Gemeinden, von denen ein wesentlicher Teil radikalisiert, antidemokratisch und wohlwollend gegenüber terroristischen Handlungen ist. Unabhängige Meinungsumfragen zeigen, dass die gesetzestreuen moderaten Muslime in der Minderheit sind und eingeschüchtert. Was erschreckend ist, ist die Entstehung von hoch gebildeten, einheimisch in Europa geborenen Muslimen der zweiten Generation, in ihren lokalen Gemeinden einer Gehirnwäsche unterzogen, um fanatische Islamisten zu werden. Eine bedeutende Anzahl ging freiwillig zum Militärdienst nach Syrien und kehrte mit der Verpflichtung in ihre Heimatländer zurück, zu einem späteren Zeitpunkt Märtyrer zu werden.

Was das Fass zum Überlaufen bringt, ist der massive Strom der “Flüchtlinge”, der die Demographie Europas vollkommen zu verändern droht. Nicht in der Lage, die bestehende muslimische Minderheit zu integrieren, gibt es wenig Zweifel, dass der neue Zustrom, der zwangsläufig eine große Anzahl von xenophobischen antidemokratischen und pathologischen antisemitischen Radikalen einschließt, nur die vorhandenen extremistischen islamischen Elemente stärken wird. Diese „Flüchtlinge“ verkörpern zweifellos auch eine beträchtliche Anzahl von Jihadisten, die unmittelbar handeln oder Schläfer bleiben werden, bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine neue terroristische Operation eingeleitet wird.

Inmitten dieser turbulenten, massiven Migration und der permanenten Ängste vor neuen Terroranschlägen erscheint die Zukunft für europäische Juden düsterer als je zuvor.

Juden in den meisten Ländern Europas wurden schon für viele Jahre als Parias angesehen. Heute hat der Grad von Anti-Israelismus Rekordniveau erreicht. Die Mehrheit der Europäer glaubt, dass Israel eine größere Bedrohung für die globale Sicherheit darstellt als Iran und Nordkorea. Die meisten sind davon überzeugt, dass Israelis genozidale Absichten bezüglich der Araber haben, sie machen keinen Unterschied zwischen palästinensischen Terroristen und jüdischen Terroropfern und verurteilen häufig Israelis dafür, dass sie sich gegen Messer schwingende religiöse Fanatiker verteidigen, die überzeugt sind, dass sie das Paradies erreichen werden, wenn sie bei der Ermordung von Juden sterben.

Während Millionen von Syrern vertrieben und abgeschlachtet worden sind, scheinen sich europäische Politiker mehr Sorgen um die Kennzeichnung von Produkten zu machen, die von Israelis jenseits der Grünen Linie hergestellt werden, als Terroristen zu identifizieren. Ironischerweise sieht die EU den politischen Flügel (sic) der Hisbollah nicht als einen terroristischen Körper an. Es bleibt eine Weigerung anzuerkennen, dass die wahnsinnigen Mörder von israelischen Juden und Terroristen des Islamischen Staats, die Zivilisten in Paris ermorden, alle Komponenten des gleichen globalen islamischen Terrorunternehmens sind.

Trotz der größeren Sorge um islamischen Terrorismus als Folge der schockierenden Anschläge in Paris, ist es selbst jetzt höchst unwahrscheinlich, dass die negativen französischen Einstellungen gegenüber Israel, darauf ausgelegt, die Araber zu beschwichtigen, vermindert werden.

Obwohl viele westliche Parlamentarier und Staatsoberhäupter gegenteilige Lippenbekenntnisse ablegen, scheint der landläufige Antisemitismus den Kontinent wie ein Tsunami zu überspülen mit zunehmender Hetze und Gewalt in den meisten europäischen Städten.

Darüber hinaus werden langjährige ruhige muslimische Minderheiten durch in ihrer Mitte gereifte Terroristen radikalisiert. Dies wird intensiviert werden durch Unterstützung von europäischen Muslimen, die aus Syrien und dem Irak nach Hause zurückkehren und ihre jihadistische Weltanschauung fördern.

Diese negativen Entwicklungen werden dramatisch verstärkt durch das, was möglicherweise die größte Wanderungsbewegung des Jahrhunderts darstellt. Nachdem der Islam seit Jahrhunderten daran gescheitert ist, Europa militärisch zu erobern, kann er, wenn die Flut von „Flüchtlingen“ nicht aufgehalten wird, noch auf demographischem Weg triumphieren.

In einer Demokratie neigen Politiker letztlich dazu, auf die öffentliche Meinung zu reagieren. In diesem Klima der lawinenartig anwachsenden antisemitischen muslimischen Wähler, kombiniert mit zunehmend verbreiteten und linken Antisemitismus, sieht die politische Zukunft für Juden düster aus.

Was es schlimmer macht, ist, dass in fast allen europäischen Ländern die Hauptnutznießer dieser Umwälzungen rechtsradikale Parteien sein werden, von denen sich einige noch in dem Prozess der Säuberung von antisemitischen Relikten der Vergangenheit befinden und anderen, vor allem in Griechenland und Ungarn, die gänzlich neonazistische Parteien sind.

Unter diesen Umständen können europäische Juden, aus jedem erdenklichen Blickwinkel, mit schwierigeren Zeiten rechnen. Ihr Paria-ähnliches Dasein wird in Niederungen absinken und ihre Sicherheit wird unweigerlich weiter untergraben werden.

Für diejenigen, die jüdische Kontinuität zu wahren suchen, beginnt Europa wie ein Friedhof auszusehen. Jüdische Gemeinden werden zweifellos auf dem Kontinent fortbestehen. Aber welche Art von Leben werden diese jüdischen Enklaven ertragen mit solchem Antisemitismus, solcher Gewalt und ungezähmter Feindseligkeit gegenüber Israel? Können jüdische Werte und Stolz unter jungen jüdischen Menschen in einem solchen Klima geweckt werden?

Viele Juden haben seit vielen Jahren erwogen wegzuziehen. Ereignisse in Paris im vergangenen Jahr und die massive Welle der muslimischen Migration, einschließlich jihadistischer und antisemitischer Elemente, verstärken nur diese legitimen Ängste. Jeder engagierte Jude sollte nun Aliyah [Immigration nach Israel (Amerkung: faehrtensuche)] in Erwägung ziehen. Diejenigen, die sich aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen nicht in der Lage sehen, ihre Wurzeln aufzugeben, sollten wenigstens ihre Kinder dazu ermutigen, nach Israel zu ziehen.

Ja, es gibt Terrorismus in Israel. Aber Juden können sich hier unendlich sicherer fühlen als in europäischen Ländern. In Israel werden sie mit ihren Verwandten vereint und partizipieren an ihrer eigenen jüdischen Heimat, in der ihre eigene Armee, anstatt ausländischer Kräfte, sie gegen Antisemiten und Jihadisten verteidigen wird.

Dies ist sicherlich ein letzter Weckruf für das europäische Judentum, in Erwägung zu ziehen, Aliyah zu machen und an diesem großen jüdischen Unternehmen teilzunehmen.

Diese Kolumne erschien auch in der Jerusalem Post und Israel Hayom.

Islamismus: Wenn du ihn nicht benennen kannst, kannst du ihn auch nicht bekämpfen

Originalartikel: Islamism: If You Can’t Say it, You Can’t Fight it

erschienen bei Arutz Sheva am 19. Februar 2015

von Matthew M. Hausman

Die Übersetzung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Arutz Sheva.

Übersetzung: faehrtensuche

Die Linke scheint kein Problem damit zu haben, die Republikaner des Faschismus, Rassismus oder anderer bösartiger “Ismen”, die in den Sinn kommen, zu beschuldigen, aber sie können einfach nicht die Wahrheit aussprechen bezogen auf den radikalen Islam.

Während die Welt erschüttert war über die Terroranschläge in Paris letzten Monat, gab es endlich einige Eingeständnisse des einseitig gegen den Westen geführten Religionskrieges, weil französische Beamte die Täter als radikale Muslime identifizierten und internationale Solidarität gegenüber dem islamistischen Extremismus forderten.

Nachdem man so lange ein Auge zugedrückt hat – und nachdem man extremistische Organisationen wie die Hamas legitimiert und den wieder auflebenden Antisemitismus ermöglicht hat – sagen die Europäer endlich die Wahrheit über politische Korrektheit. Ob sie die [seelische] Kraft für eine ausdauernde Auseinandersetzung mit theologischem Totalitarismus haben, ist eine andere Sache, aber zumindest für einen kurzen Moment erkannten sie rechtzeitig die Bedrohung als die, die sie ist.

Im Gegensatz dazu ignoriert die Obama-Regierung weiterhin jede Verbindung zwischen Terrorismus und radikalem Islam. Stattdessen bezieht sie sich auf die Täter als Extremisten ohne die [von den Extremisten] vertretenen Überzeugungen zu identifizieren. Tatsächlich sprach der Präsident kürzlich in einem Interview von dem Angriff auf den koscheren Markt in Paris als „zufällig“.

Diese Weigerung, das Offensichtliche einzugestehen, mag politisch sein, aber es ist auch kurzsichtig – und es untergräbt jede ernsthafte Anstrengung zur Bekämpfung des globalen Terrorismus. So wie die Charakterisierung des Fort Hoot Amoklaufs und der Oklahoma Enthauptung durch die Regierung als „Gewalt am Arbeitsplatz“ die nationalen Auswirkungen der Terrorgefahr ignorierte, so zeigt die Weigerung des Präsidenten, die doktrinären Wurzeln der Pariser Tragödie zuzugeben, ein erstaunliches Versagen der Weltspitze.

Ob diese vorsätzliche Blindheit eine Frage der Politik ist oder der Furchtsamkeit, ist unerheblich. Die Linke scheint kein Problem damit zu haben, die Republikaner des Faschismus, Rassismus oder anderer bösartiger „Ismen“, die [ihr] in den Sinn kommen, zu beschuldigen, aber bezüglich des radikalen Islam können sie einfach nicht die Wahrheit sagen. Und durch den Dialog mit Organisationen, die im Verdacht stehen, extremistische Kontakte zu haben, durch die Behandlung der Muslimbruderschaft und der Hamas als politische Organisationen, durch die Unterstützung von denen, die Israel delegitimieren und durch die Bereitstellung sicherer Häfen für progressiven Antisemiten, hat die Linke tatsächlich die islamistische Agenda vorangetrieben.

Progressive scheinen gezwungen, Islamismus zu entschuldigen oder so zu tun als sei er nicht vorhanden, auch wenn dabei ihr Tun ihren Einsatz für Verfassungsgrundsätze gefährdet. Wann immer radikale Islamisten zuschlagen, scheint der progressive Impuls zu sein, lieber den Islam zu verteidigen als die Opfer zu trösten. Als Reaktion auf die Enthauptungen von Menschen aus dem Westen in Syrien, lehrte Herr Obama die amerikanische Öffentlichkeit, die ISIS sei nicht islamisch, und nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo und den jüdischen Markt in Paris sagte Howard Dean, [ehemaliger] Vorsitzender des Democratic National Committee, die Täter seien keine Muslime. Auf was genau stützen sie solche Behauptungen?

Sie sind im besten Fall desinformiert und im schlimmsten Fall unaufrichtig informiert. Obwohl sicherlich nicht alle Muslime ISIS unterstützen, repräsentiert es eine militante Form des Islam ähnlich der, die ab dem 8. Jahrhundert eine Ära des Jihad in Nahost, Asien, Afrika und Europa auslöste. Darüber hinaus wurden die Anschläge in Paris durch einen Fundamentalismus motiviert, der Gewalt gegen Gotteslästerer und Ungläubige billigt.

Während ISIS, die Hisbollah, Al-Quaida, Boko Haram, Hamas und die Muslimbruderschaft nicht die Meinung aller Muslime repräsentieren, sind ihre Überzeugungen sicherlich in der Schrift [Koran] und Theologie gegründet. Es handelt der Logik zuwider, zu sagen, dass solche Gruppen nicht islamisch sind, weil andere Muslime anders denken oder mit ihnen nicht einer Meinung sind. Dieselben Leute, die also daran festhalten, scheinen kein Problem damit zu haben, allen konservativen Christen die Schuld zu geben für die Taten einer Minderheit von Fanatikern der Abtreibungsgegner. Ein krasser Widerspruch.

Man kann nicht sagen, dass alle Muslime die Aktionen der ISIS in Syrien und Irak dulden, oder dass alle die Terroranschläge in Paris, das Massaker in Fort Hood oder die Anschläge von 9/11 unterstützt hätten. Viele Muslime, besonders die, die die westlichen demokratischen Werte akkulturiert haben, verurteilen öffentlich Anschläge gegen Nicht-Muslime. Aber die Frage bleibt, ob die sonstige arabisch-muslimische Welt sich philosophisch oder moralisch dem religiösen Extremismus entgegenstellt.

Obwohl sich Millionen, darunter muslimische Geistliche, für den französischen Solidaritätsmarsch versammelten, bleibt es abzuwarten, ob das Ereignis eine substantielle Ablehnung aller Formen des Terrorismus signalisierte oder stattdessen in Zeit und Umfang begrenzt war. Die Frage hängt schwer in der Luft inmitten von Berichten, dass Mitglieder der französischen Regierung versuchten, Benjamin Netanjahu von der Teilnahme abzubringen, aber es für angebracht hielten, Mahmoud Abbas einzuladen.

Die Teilnahme von Abbas an der Kundgebung bekam den Aufmacher auf der Titelseite, aber die Presse versäumte es, seine Einheitsregierung mit der Hamas zu erörtern, deren Charta zum Jihad und Genozid aufruft, oder zu erwähnen, dass das palästinensische Nationalbündnis damit fortfährt, Israel und das jüdische Volk zu delegitimieren. Ebenso haben die Medien nicht die fortlaufende Unterstützung des Terrorismus, der antisemitischen Hetze und der Verherrlichung derjenigen diskutiert, die Juden töten. Das Image der von Abbas gelobten Meinungsfreiheit war surreal, wenn man bedenkt, dass die PA und die Hamas routinemäßig Äußerungen [im Keim] ersticken und Meinungsverschiedenheit unterdrücken in den Gebieten, die unter ihrer Kontrolle stehen. Dass Abbas überhaupt eingeladen wurde, deutet auf ein Versagen hin, diese Unstimmigkeiten zu erkennen oder einzugestehen. Er lobte später die Hisbollah nach ihren jüngsten Terroranschlägen im Norden Israels.

Diejenigen, die das Konzept der Taqiyya (Täuschung der Ungläubigen) begreifen, müssen sich fragen, wieviel von der von Klerikern zum Ausdruck gebrachten Anti-Terror-Stimmung echt war. Es spielt keine Rolle, was sie in der Öffentlichkeit vor westlichen Medien sagen; es kommt nur darauf an, ob sie die Absicht haben, Toleranz, Respekt und Akzeptanz in ihren Schulen und Moscheen zu predigen und ob sich reformative Änderung auf den Straßen widerspiegeln wird.

Der Wunsch nach einer wahren Reform wird nur von denen im Westen verhindert, die eher darüber in Sorge sind, die Empfindlichkeiten einer globalen religiösen Gemeinschaft zu schützen, die mehr als eine Milliarde stark ist und Außenstehende als Ungläubige charakterisiert. Eine Veränderung wird nicht von denen angeregt werden, die alle Spannungen zwischen dem Westen und der muslimischen Gesellschaft dem westlichen Chauvinismus anlasten, jedoch die historische Rolle des Jihads und der islamistischen Vorherrschaft ignorieren. Es wird auch nicht von Politikern gefördert, die reflexartig jede Verbindung zwischen dem radikalen Islam und Terrorismus leugnen, aber dennoch ihren innenpolitischen Gegner die schlimmsten Arten von fanatischen Exzessen vorwerfen und Israel als einen kolonialen Besatzer verleumden.

Demokraten sind nicht alle im linken Lager, aber ihre Partei ist, seit Barack Obama im Jahr 2008 zum ersten Mal gewählt wurde, auf diese Weise umgekippt. Die progressiveren Elemente der Partei scheinen genötigt, sich in nichtwestliche Ideologien, die sie als Ausdruck von Indigenität betrachten, hineinzuversetzen, jedoch die politischen Gegner, die die Freiheit der Rede, des Glaubens und der Anbetung befürworten, zu verunglimpfen. Die Ironie ist, dass einige Progressive die Republikaner des Faschismus‘ beschuldigen, während sie den Extremisten, deren Ideologie wahrlich aggressiv und totalitär ist, politische Deckung geben. Diese Heuchelei stammt aus einer traditionellen Affinität zu radikalen Ideologien und Etatismus, ob als Faschismus im frühen bis mittleren 20. Jahrhundert zum Ausdruck gebracht oder als Kommunismus bis weit in den Kalten Krieg.

In der Tat, wie vom Autor Jonah Goldberg in seinem Buch “Liberal Fascism” [„Liberaler Faschismus“] gut dokumentiert, gab es viele progressive Bewunderer des Faschismus, bevor Italien 1935 in Äthiopien eindrang und Deutschland vier Jahre später Polen angriff. Mussolinis Anhänger, H.G. Wells eingeschlossen, der in den 1930-er Jahren progressive Kollegen aufforderte, „liberale Faschisten“ und „aufgeklärte Nazis“ zu sein und der schrieb, von der „unerbittlichen Logik“ des Faschismus getroffen zu sein. Sensationsjournalisten bewunderten Mussolini, unter ihnen Lincoln Steffens und Ida Tarbell. Das taten auch einflussreiche Verleger, wie zum Beispiel Samuel McClure, der den italienischen Faschismus als einen „großen Schritt nach vorn“ beschrieb, und George Soule, Herausgeber der New Republic, der die Roosevelt-Regierung für „das Ausprobieren der Ökonomie des Faschismus“ lobte.

Andere Progressive drückten Bewunderung für Hitler aus, einschließlich W.E.B. DuBois, Mitbegründer der NAACP, der den Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland als „absolut notwendig, um den Staat in Ordnung zu bringen“ beschrieb und der behauptete, dass die Machtergreifung der Nazis mehr Demokratie bot als Deutschland sie seit Jahren gesehen hätte.

Wenn Etatismus definiert werden kann als die Überzeugung, dass ökonomische und/oder soziale Politik unter ausschließlicher Kontrolle der Regierung bleiben sollte, dann sollte die Affinität der Linken für jede Art von Totalitarismus nicht furchtbar überraschend sein. Wenn progressiver Antisemitismus und Hass auf Israel in die Mischung mit einbezogen werden, scheint das Widerstreben der Linkspartei ganz logisch, Islamisten, dessen Weltanschauung totalitär ist, zu verurteilen oder ihre Verbindung zum Terrorismus anzuerkennen.

Diejenigen, die Empathie für Islamisten predigen, zögern nie, konservative Christen für ihre Ansichten oder traditionelle Juden für ihr Festhalten am Brauchtum zu verurteilen. Dennoch weigern sie sich, eine rassistische Theologie, die im Widerspruch zu den ihnen angeblich am Herzen liegenden liberalen Idealen steht, in Frage zu stellen. Liberale zitieren oft die Verfassung der USA, um perverse politische Korrektheit zu rechtfertigen, aber der erste Verfassungszusatz ordnet nicht billigende Inkaufnahme von religiösem Extremismus oder die Akzeptanz von schädlichen Dogmen an. Obwohl Glaubensfreiheit gemäß der Verfassung absolut ist, kann es nicht die Freiheit der Ausübung sein, wenn es die Rechte und Freiheiten anderer verletzt. Eine Regierung hat ein berechtigtes Interesse, ideologische Strömungen, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden, zu überwachen, ob sie aus weißen Rassisten, die radikalen Hass predigen, bestehen oder aus radikalen Islamisten, die an den Jihad und Genozid glauben.

Während seiner Präsidentschaft haben die Medien-Gefolgsleute des Herrn Obama falsche Vergleiche zwischen aktiven Konservativen und Islamisten gezogen, was bedeutet, dass Erstere ebenso anfällig für Terrorismus sind wie Letztere und vielleicht sogar noch mehr. Solche Vergleiche sind jedoch unehrenhaft und rein parteiisch.

Ein übliches Manöver zur Minimierung der Gefahr des Islamismus ist zu behaupten, dass der christliche Fundamentalismus eine ziemliche Bedrohung in den Vereinigten Staaten darstelle. Aber wenn christlicher Radikalismus durch den Widerstand gegen die Abtreibung gemessen wird, zeigt eine Überprüfung der Strafverfolgungsstatistik, dass es einfach nicht vergleichbar ist. Obwohl es gelegentliche Gewalt gegen die Befürworter der Abtreibung und Kliniken in den USA gegeben hat, Brandstiftung und einige Morde seit 1993 eingeschlossen, verblassen solche Handlungen – so tadelnswert sie auch sind – in der Häufigkeit und Schwere gegenüber denen der islamistischen Terroristen, die Zehntausende von Juden, Israelis, Menschen aus dem Westen und sogar ihre eigenen Leute angegriffen und getötet haben.

Darüber hinaus wird extreme Gewalt der Abtreibungsgegner in der Regel von den Mainstream-Christen, die sich lieber auf politischem Weg ausdrücken, verurteilt. Im Gegensatz dazu wird in der muslimischen Welt der Terrorismus gegen die Ungläubigen und Gotteslästerer häufig gefeiert. Es scheint ironisch, dass die Progressiven es vorziehen, alle konservativen Christen für die Handlungen einiger weniger zu entehren, aber sich weigern, die Vertreter von echtem Terrorismus zu verurteilen.

Wenn Präsident Obama ernsthaft den globalen Terrorismus bekämpfen wollte, würde er die Ideologie, die vieles davon begründet, anerkennen und die historische Vorgeschichte, die es möglich macht. Das kann sicherlich getan werden ohne alle Muslime anzugreifen, vor allem nicht jene, die wünschen, den Extremismus in ihren eigenen Gemeinden zu eliminieren. Das Versagen des Präsidenten, das zu tun, und seine offensichtliche Bereitschaft, die Empfindsamkeiten der Extremisten zu besänftigen, ist nicht gut für den Krieg gegen den Terrorismus oder die anhaltende Relevanz der amerikanischen Außenpolitik.

Hinweis: Die Links wurden von der Übersetzerin gesetzt!

„Ein Charlie“?

Zitat des Tages:

„Während nahezu die gesamte Welt nach dem Überfall vom Mittwoch auf die Redaktion der Zeitschrift Charlie Hebdo ein “Charlie” sein will, kommt nur wenigen in den Sinn, daß auch dieser Angriff zutiefst antisemitische Beweggründe hatte. Selbst nach einer mörderischen Geiselnahme in einem jüdischen Geschäft am Freitag fällt das Wort Antisemitismus praktisch kaum.“

Ganzen Artikel lesen …


Auch passend zum Thema:

Sind wir alle Charlie?

„Je suis Charlie“?

#Je Suis Juif

Auf die Redaktionsräume von Charlie Hebdo wird ein Anschlag verübt. Zwölf Menschen werden brutal ermordet.

In einem koscheren Supermarkt in Paris werden vier Juden als Geiseln genommen und ebenso brutal ermordet.

Insgesamt sterben 16 Menschen.

Grotesk: Gestern verurteilte die im Gazastreifen herrschende Hamas die Anschläge von Paris (es gäbe keine Rechtfertigung für die Tötung Unschuldiger), heute war Abbas Teilnehmer bei dem Marsch in Paris, der ein Zeichen gegen Terror setzen sollte.

Verkehrte Welt! …

Wer sich „Je Suis Charlie“ auf die Fahnen schreibt, hat dazu nur eine Berechtigung, wenn er das auch mit „Je Suis Juif“ tut!

victims_paris

Bildquelle: http://israswiss.me/2015/01/11/heim-nach-jerusalem/                                 Möge ihr Andenken gesegnet sein!

In einem von Aish herausgegebenen Artikel#Je Suis Juif“ schreibt die Verfasserin, Sara Debbie Gutfreund:

„[…] Nach dem Angriff auf die Zeitungsredaktion twitterten viele Menschen auf der ganzen Welt #Je Suis Charlie, ich bin Charlie Hebdo, und als jeder seiner Empörung Ausdruck verlieh für diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit, begann das #Hashtag schnell ein Trend zu werden.

Nach den grausamen Morden im koscheren Supermarkt, drängten viele Menschen Twitter zu einem anderen Tweet #Je Suis Juif, ich bin Jude, um dieselbe Empörung für diesen Angriff auf die Religion zum Ausdruck zu bringen. Aber #Je Suis Juif liegt nicht im Trend. Wir, das jüdische Volk, sind allein. Ist nicht die Religionsfreiheit genauso wichtig wie die Meinungsfreiheit? Ist es nicht genauso schlimm und schockierend für die Menschen, für das, wer sie sind, getötet zu werden wie für das, was sie sagen? Wo sind nun die ganzen Twitter-Unterstützer?

Aber es gibt sie, die jüdischen Unterstützer. Hier einige der Aussagen jüdischer „Twitterer“. Alle sind dem Artikel (s.o.) entnommen:

„Mark Ferguson: Wir müssen die französischen Juden unterstützen, wie wir die französischen Karikaturisten und die Polizei unterstützen. #JeSuisJuif.

Aviva Klompas: Die Welt stand vereint, um die Meinungsfreiheit zu verteidigen. #JeSuisCharlie. Jetzt muss sie zusammenstehen, um das menschliche Leben zu verteidigen # JeSuisJuif – Ich bin Jüdin.

Rina Wolfson: Also, es ging nicht nur um Karikaturen. Oder ist es auch offensiv und provokativ, koscheres Brot zu kaufen? #JeSuisJuif

Kyle Price: #JeSuisCharlie liegt im Trend. #JeSuisAhmed liegt im Trend. #JeSuisJuif liegt nicht im Trend. Und niemand ist überrascht.

Zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg blieben am vergangenen Shabbat die Synagogen in Paris geschlossen. Ferner wurden auch überall im Land die Juden gebeten, zu Hause zu bleiben und dort ihre Gebete zu verrichten. Eltern mit ihren Babys im Arm, die ihre Shabbat-Einkäufe erledigten, eilten in größter Eile aus dem Supermarkt, eskortiert von schwer bewaffneter Sicherheitspolizei. Familien, die seit Generationen in Frankreich leben, fragen sich, wie lange sie noch werden bleiben können. So hat denn auch Netanyahu heute – auch er war bei dem Marsch anwesend – alle Juden Frankreichs aufgefordert, nach Israel zu kommen.

Die Meinungsfreiheit wird verteidigt, aber „wo bleiben die Zeichen, um gegen die Ermordung unschuldiger Juden zu protestieren?„, heißt es in dem Artikel.

Der Artikel endet mit einem dringlichen Aufruf:

„Für die Menschen in Frankreich und für jeden Juden in jedem Land und für jüdische Kinder, wo immer sie sich auch befinden, rufe ich in die Welt: Je Suis Juif! Meine Stimme ist das Echo all derer, die vor mir da waren, derer, die gelebt und gestorben sind für DEINEN Namen: Ich bin ein Jude. Ich bin als Jude geboren. Ich lebe als Jude. Ich werde als Jude sterben. #Je Suis Juif! Lassen Sie die Juden in Frankreich nicht allein.“

Originalartikel: Sara Debbie Gutfreund, Je Suis Juif, veröffentlicht am 10.01.2015 bei Aish

Übersetzung und Hervorhebungen im Text: faehrtensuche