Palästinensische Zurückweisung jeglicher Friedensangebote

– Ein kurzer geschichtlicher Abriss

Originalartikel:

Dr. Edy Cohen,  A Short History of Palestinian Rejectionism, BESA Center Perspectives Paper Nr. 1.449, 16. Februar 2020

Die konsequente und anhaltende palästinensische Zurückweisung aller Friedensinitiativen mit Israel, zuletzt des „Deals des Jahrhunderts“, stellt die Einsatzbereitschaft der palästinensischen Führung in Frage, nicht nur für den Frieden, sondern auch für das Wohl und die Sicherheit des palästinensischen Volkes selbst.

Unter Berücksichtigung aller Friedensinitiativen, die zur Beendigung des Konflikts zwischen den Juden und den palästinensischen Arabern in den letzten 83 Jahren vorgeschlagen wurden, müssen wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass die Palästinenser – oder zumindest ihre Führer – keinen eigenen Staat gründen wollen.

Sie haben derzeit den großen Gewinn im Visier – den gesamten Staat Israel – und sie spielen auf Zeit. In der Zwischenzeit planen sie, weiterhin von den Spendengeldern der Araber und Europäer zu leben. Viele der arabischen Staaten sind von diesem Vorhaben enttäuscht, und ihre Unterstützung, insbesondere durch die Saudis, wurde in den letzten Jahren eingestellt.

Präsident Trump hat auch die Mengen der US-Unterstützung reduziert. Nur die Europäer bleiben dem unerbittlichen palästinensischen Narrativ verpflichtet.

Eine Übersicht über die palästinensische Zurückweisung

Der Jerusalemer Mufti Hajj Amin Husseini, der Führer der palästinensischen Araber von Anfang der 1920er bis Ende der 1940er Jahre, sagte in seinem Zeugnis gegenüber der britischen Peel-Kommission, die im Januar 1937 eingesetzt wurde, um einen Weg für die Zusammenarbeit zwischen Arabern und Juden in Palästina zu finden: „Die meisten Bewohner jüdischer Gebiete werden in unserem zukünftigen Land keine Staatsbürgerschaft erhalten.“ Der Mufti schlug vor, die Juden aus Palästina zu deportieren. Er lehnte die Idee eines jüdischen Staates ab und versprach, dass im Falle der Gründung eines solchen Staates jeder einzelne Jude aus einem palästinensisch-arabischen Staat ausgewiesen würde.

Der UN-Teilungsplan

Im November 1947 lehnte derselbe Mufti die Annahme des UN-Teilungsplans ab, der die Gründung zweier Staaten, eines jüdischen und eines arabischen, vorsah. Der Mufti lehnte eine Zwei-Staaten-Lösung bis zu seinem Tod ab, eine Entscheidung, die die normalen Palästinenser sehr wohl bereuen könnten. Hätte er dem UN-Plan zugestimmt, hätten sie ein viel größeres Gebiet gewonnen als das, was heute angeboten wird.

Yasser Arafat

Der Nachfolger des Mufti, Yasser Arafat, lehnte weiterhin jede Legitimität für den Staat Israel ab und weigerte sich, seine Existenz auch nur anzuerkennen. Viele Jahre lang erhob er das PLO-Banner eines militärischen und terroristischen Kampfes gegen Israel. Zusätzlich zu der Leitung des jahrzehntelangen blutigen Terrors in den Straßen Israels war Arafat verantwortlich für die Verwüstungen im gesamten Nahen Osten, einschließlich eines Bürgerkriegs im Libanon (1975-1991) und des Schwarzen Septembers in Jordanien (1970). Er stellte auch die Unterstützung der PLO für Saddam Husseins Invasion in Kuwait im Jahr 1991.

Als Anwar Sadat 1979 einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnete, rief Arafats PLO zum Boykott Ägyptens auf. Die arabischen Staaten nahmen diesen Boykott an und hinderten Kairo von 1977 bis 1989 an der Teilnahme an der Arabischen Liga. Die meisten arabischen Botschafter in Ägypten wurden zurückgerufen, und die Araber, die Ägypten besuchten, galten entweder als Verräter oder als Spione.

Der Osloer „Friedensprozess“

Die Palästinenser reagierten auf die Versuche Israels, die Osloer Abkommen umzusetzen, indem sie Massen von Selbstmordattentätern auf die Straßen und Busse der israelischen Städte schickten, eine eklatante Verletzung ihrer Verpflichtung für die Abkommen und eine klare Erklärung ihrer Ablehnung des Gedankens an Frieden mit Israel. Auf dem Gipfeltreffen in Camp David im Juli 2000 bot der israelische Ministerpräsident Ehud Barak Arafat eine Reihe weitreichender Zugeständnisse als Teil eines umfassenden Friedensabkommens an. Im Gegenzug wurde Arafat aufgefordert, den Konflikt zu beenden. Die PLO lehnte die israelischen Vorschläge kurzerhand ab und bot nie einen Gegenvorschlag an. Stattdessen initiierte die von der PLO dominierte Palästinensische Autonomiebehörde (PA) eine massive, vorsätzliche Welle der Gewalt. Arafats Terrorkrieg (die sogenannte „Al-Aqsa-Intifada“) war in dem Ausmaß und der Unerbittlichkeit seiner Terroranschläge auf israelische Zivilisten beispiellos. Insgesamt wurden 1.184 Israelis ermordet.

Rückzug

Im August 2005 führte die israelische Regierung unter der Leitung von Ministerpräsident Ariel Sharon die einseitige Evakuierung aller israelischen Dörfer aus dem Gazastreifen und dem nördlichen Westjordanland durch. Als Reaktion darauf feuern die Palästinenser seit Jahren vom Gazastreifen aus Flugkörper und Raketen auf israelische Städte und Dörfer ab, von denen einige bis nach Tel Aviv reichen.

Anstatt das enorme israelische Zugeständnis als Chance für den Frieden zu nutzen, nutzten die Palästinenser es, um von Iran unterstützte Terrororganisationen zu stärken. Im Juni 2007 übernahm die Hamas durch einen gewaltsamen Putsch die Kontrolle über den Gazastreifen. Seit der Machtübernahme der Hamas sind die Dörfer im Süden Israels einem mehr oder weniger ununterbrochenen Regen von Raketen und Flugkörpern aus dem Gazastreifen ausgesetzt. Die Zahl der seit 2007 aus Gaza nach Israel abgefeuerten Raketen/Flugkörper und Mörsergranaten geht in die Zehntausende.

Mahmoud Abbas

Im Jahr 2008 bot der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert Arafats Nachfolger als PLO-Vorsitzender und PA-Präsident Mahmoud Abbas einen umfassenden Friedensvorschlag an. Abbas lehnte ihn umgehend ab. Er behauptete, „die Lücken sind zu groß“, was besagt, es gäbe eine zu große Distanz zwischen dem, was die Palästinenser forderten, und dem, was die Israelis anboten. „Ich werde warten, bis alle israelischen Siedluungen eingefroren sind“, sagte er.

Laut Saeb Erekat, Chefunterhändler der Palästinenser, „sind wir nicht auf einem Markt oder Basar. Ich bin hierher gekommen, um die Grenzen Palästinas ab 1967 zu bestimmen, ohne mich auch nur einen Zentimeter zu bewegen, ohne einen Stein von Jerusalem oder einem der heiligen Orte für den Islam oder das Christentum in Jerusalem zu entfernen.“ Die Palästinenser lehnten Olmerts Angebot ab, weil sie seine beispiellosen territorialen Zugeständnisse für unzureichend hielten und weil sie auf dem Recht bestanden, die heiligen Stätten in Jerusalem anstelle der Jordanier zu verwalten.

Der Deal des Jahrhunderts [Deal of the Century]

Die palästinensische Führung lehnte den aktuellen US-Vorschlag vor einem Jahr ab, bevor sie ihn gesehen hatte. Sie weigerte sich auch, an der Wirtschaftskonferenz Ende Juni 2019 in Bahrain teilzunehmen, und hinderte andere Palästinenser an der Teilnahme.

Sobald der Plan veröffentlicht wurde, war es völlig klar, dass Abbas stark dagegen opponieren würde. „Wir sagen tausendmal nein, nein, nein zum Deal des Jahrhunderts“, sagte er. „Wir haben diesen Deal von Anfang an abgelehnt und wir hatten Recht. Vor zwei Tagen sagten sie, ich solle zuhören. Was hören? Sollen wir für jedes palästinensische, muslimische oder christliche Kind ein Land ohne Jerusalem bekommen?“, fragte er.

Mahmoud Abbas nennt den Deal jetzt eine Verschwörung, die „niemals vorbei sein wird… Unsere Strategie konzentriert sich auf den Kampf zur Beendigung der Besatzung. Die Pläne zur Beseitigung der palästinensischen Agenda werden scheitern und wegfallen.“

Wie schon oft gesagt, lassen die Palästinenser keine Gelegenheit aus, um eine Chance zu verpassen. Ihre Führung behauptet, dass jeder Vorschlag eine Verschwörung und jede Initiative eine Falle ist. Frieden zu schließen erfordert Mut. Wird sich jemals ein palästinensischer Sadat einfinden?

Übersetzung: faehrtensuche

Das jüdische Recht auf Leben ist das Menschenrecht auf Leben

Oder: Die Erinnerung an München

von: Forest Rain, 17. August 2018

Bei den Olympischen Spielen in München 1972, weniger als drei Jahrzehnte nach dem Holocaust, wurden Juden auf deutschem Boden ermordet, weil sie Juden waren. Weil sie Israelis waren.

Die Olympischen Spiele waren historisch gesehen ein Ort des Friedens, an dem sich selbst Krieg führende Nationen zusammenfinden und in der Sportarena antreten konnten statt auf dem Schlachtfeld. Am 5. September 1972 änderte sich das mit der allerersten internationalen Terrorismus-Aktion, die sich im Live-Fernsehen zeigte, während Menschen auf der ganzen Welt erschrocken zusahen.

Die PLO-Terroristen „Schwarzer September“ brachen in das Olympiagelände ein und nahmen 11 israelische Athleten als Geiseln. Während der 22-stündigen Pattsituation wurden die Geiseln geschlagen. Der Meister im Gewichtheben, Yossef Romano, der versucht hatte, die Terroristen abzuwehren und seine Freunde zu retten, wurde erschossen, kastriert und vor den anderen, hilflosen Geiseln verblutend zurückgelassen.

Den deutschen Behörden misslang die Rettung der Geiseln und am Ende hörte man die Worte von Jim McKay, dem Nachrichtensprecher für die olympische Berichterstattung des [Senders] ABC:

„Als ich ein Kind war, pflegte mein Vater zu sagen: ‚Unsere größten Hoffnungen und unsere schlimmsten Befürchtungen werden selten wahrgenommen.‘ Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden heute Abend Wirklichkeit. Sie haben jetzt gesagt, dass es 11 Geiseln gab; zwei wurden gestern Morgen in ihren Zimmern getötet, neun wurden heute Nacht am Flughafen getötet. Sie sind alle tot.“

Wiederholte Versuche, den Athleten die ihnen gebührende Anerkennung zukommen zu lassen, stießen auf taube Ohren. Im Jahr 2012, anlässlich des 40. Jahrestages dieses tragischen Ereignisses, strebten Organisationen, Gemeinden, Familien aus der ganzen Welt nach Anerkennung dieses Ereignisses, indem sie das Internationale Olympische Komitee aufforderten, bei der Eröffnungszeremonie der Spiele im Jahr 2012 eine Schweigeminute einzulegen. Dieses Anliegen wurde abgelehnt.

Deshalb hat die Israel Forever Foundation das „Munich Memory Project“ [Münchner Erinnerungsprojekt] ins Leben gerufen.

Es kann nicht sein, dass dieses Bild symbolträchtig geworden ist,

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… während die Gesichter und Namen dieser Männer vergessen sind.

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Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass dieses Ereignis nicht unter den Teppich der Geschichte gekehrt wird.

Wenn Großbritanniens Vorsitzender der Labour-Partei Jeremy Corbyn Terroristen ehrt, die diese Gräueltat begangen haben und anmerkt, er sei anwesend, aber nicht an der Kranzniederlegung beteiligt gewesen, ist es nicht an uns, Mr. Corbyn zu ändern. Gleichwohl ist es unsere Aufgabe zu hinterfragen, was in Großbritannien passiert, dass Antisemiten eine herausragende politische Rolle übernehmen können. Es ist an uns, uns zu wundern, zu fragen, Antworten [auf die Frage] zu verlangen, warum so viele Briten es für angebracht halten, so einen Mann zu wählen.

Es ist an der Zeit, sich an die Athleten zu erinnern, ihre Namen kennenzulernen, ihr Vermächtnis zu ehren. Es ist unsere Aufgabe, für die Erkenntnis zu sorgen, dass – wie die Israelis von heute, die ihre eigenen Körper als menschliche Schutzschilde einsetzen, um ihre Lieben vor Terroristen zu schützen – die israelischen Athleten in München auch gekämpft haben, um ihre Freunde zu retten, indem sie sich selbst in Gefahr brachten, um andere zu retten.

Moshe Weinberg

In München war es Moshe Weinberg, der die Gefahr erkannte, sich gegen die Tür warf und seine Freunde anschrie, die Flucht zu ergreifen, bevor die Terroristen eintreten konnten. Gad Zavarj überlebte, weil Moshe die Terroristen blockierte und ihm genug Zeit gab, um aus dem Fenster zu springen. Yossef Gutfreund tat dasselbe und blockierte die Tür, damit seine Zimmergenossen entkommen konnten.

Ihr Vermächtnis ist nicht der hässliche Tod durch abscheuliche Terroristen, ihr Vermächtnis ist das großartige Geschenk des Lebens, das sie ihren Freunden zuteil werden ließen.

Es liegt an jedem einzelnen von uns, uns zuerst selbst und dann den Rest der Welt zu erinnern, dass München der Anfang war, nicht das Ende der Terrorismus-Aktionen. Zuerst kam München, dann kamen Entführungen, dann kam 9/11, Bombenanschläge, rammende Autos und Messerangriffe. London, Paris, Bali, Indien, Mombasa und Russland. Was Terroristen ihren Opfern im Bataclan antaten, ist das, was die Terroristen des Schwarzen Septembers mit Yossef Romano getan haben.

Was bei den Juden anfängt, endet nicht bei den Juden.

Der Horror des Münchner Massakers ist keine israelische Frage oder gar eine jüdische Frage. Es ist eine menschliche Frage.

Alle ehrbaren Menschen sollten mühelos sagen können, dass Entführung, Folter und Missbrauch falsch sind. Alle ehrbaren Menschen sollten mühelos sagen können, dass es im Sport keinen Platz für Politik (oder Terrortaktiken, die die Politik beeinflussen sollen) gibt.

Aber was passiert, liegt nicht an „allen Menschen“, es ist die Aufgabe eines jeden Einzelnen von uns, als Individuum zu entscheiden, ob und wie wir reagieren werden.

Ich freue mich, ein Teil der Israel Forever Foundation zu sein, wo wir uns entschieden haben, das Vermächtnis der Ermordeten zu ehren – als Athleten, Freunde, Familie, die unserem Volk geraubt wurden.

Wir werden für sie einstehen – auch wenn es niemand anderes tun wird.

Es ist eine Erklärung, dass das jüdische Recht auf Leben das Menschenrecht auf Leben ist.

Bei der Erinnerung an München geht es nicht nur um die Erinnerung an eine vergangene Tragödie, sondern um die Verteidigung unserer Zukunft. Es ist eine Aussage, dass der Mord an Juden, nur weil sie Juden sind, nur weil sie dem Volk Israel angehören, völlig inakzeptabel ist.

Bitte besuchen Sie das Munich Memory Project und stellen Sie sicher, dass andere sich auch daran erinnern: https://israelforever.org/programs/Munich11Memory/

Originalartikel: Forest Rain, Remembering Munich

Übersetzung: faehrtensuche

Warum hassen die Araber die Palästinenser so?

Diese Frage stellt Dr. Mordechai Kedar in seinem am 5. März 2018 in der Israelnationalnews erschienenen Artikel („Why do the Arabs hate the Palestinians so„). Exzellente Frage, wie ich finde, zumal kaum jemand hier in Deutschland und Europa auf die Idee zu kommen scheint, dass sich Araber und Palästinenser nicht wohlgesonnen gegenüberstünden. 

Dr. Mordechai Kedar gilt aus ausgewiesener Experte für alle die arabische Welt betreffenden Fragen. Er ist Dozent an der Fakultät für Arabisch an der Bar-Ilan-Universiät (in Ramat Gan, Bezirk Tel Aviv), diente 25 Jahre im militärischem IDF-Geheimdienst, spezialisierte sich auf Syrien, den arabischen politischen Diskurs, arabische Massenmedien, islamische Gruppen und israelische Araber. Er ist Experte für die Muslimbruderschaft und andere islamische Gruppen. Dr. Kedar spricht fließend arabisch und ist auf diese Weise mit den arabischen Medien „in Echtzeit“ vertraut. 

Hier sein Artikel in deutscher Übersetzung von faehrtensuche:

Dr. Mordechai Kedar, Warum hassen die Araber die Palästinenser so?

Die arabische Welt ist aus vielen Gründen überhaupt nicht daran interessiert, den palästinensischen Arabern einen Staat zu geben. Die palästinensischen Araber wollen auch nicht wirklich einen, denn warum sollte man die „Flüchtlings“-Gans töten, die die goldenen Eier legt?

In Israel und in weiten Teilen der westlichen Welt neigen wir dazu zu denken, dass sich die arabische Welt einig ist über die Unterstützung der Palästinenser, dass sie nichts lieber will als das palästinensische Problem durch das Zugeständnis eines Staates zu lösen und dass alle Araber und Muslime die Palästinenser lieben und Israel hassen. Das ist jedoch ein vereinfachender und einseitiger Standpunkt, denn während es wahr ist, dass viele, vielleicht sogar die Mehrheit der Araber und Muslime Israel hassen, gibt es eine ganze Menge, die die Palästinenser genauso hassen.

Ihr Hass auf Israel ist zurückzuführen auf Israels Erfolg, ungeachtet von Kriegen, Terror, Boykotts und der Feindschaft gegen den jüdischen Staat zu überleben; er ergibt sich aus der Tatsache, dass es einen existierenden jüdischen Staat gibt, obwohl das Judentum durch den Islam, der „wahren Religion“, abgelöst wurde. Er wird dadurch verschärft, dass Israel eine Demokratie ist, während sie unter Diktaturen leben, dass Israel reich ist und sie arm, dass Israel ein Paradies ist verglichen mit arabischen Ländern, von denen viele nichts mehr ähneln als der letzten Haltestelle vor der Hölle (siehe Syrien, Irak, Libyen, Yemen, Sudan – und die Liste ließe sich fortführen) … und vor allem, dass Israel in Gebieten erfolgreich war, in denen sie scheiterten und ihre Eifersucht sie zum Wahnsinn treibt.

Aber warum sollten sie die ‚unglücklichen‘ palästinensischen Araber hassen? Immerhin sagt das arabische Narrativ, das Land der palästinensischen Araber wurde gestohlen und sie wurden gezwungenermaßen Flüchtlinge. Die Antwort auf diese Frage ist komplex und abhängig von der Kultur des Nahen Ostens, die wir in Israel und die meisten Menschen des Westens weder verstehen noch anerkennen.

Eines der schlimmsten Dinge nach arabischer Ansicht ist, übervorteilt, getäuscht oder ausgenutzt zu werden. Wenn jemand versucht, einen Araber zu betrügen – und mehr noch, wenn diese Person damit Erfolg hat – wird ein Araber von rasendem Zorn überwältigt, selbst wenn der Beteiligte sein Cousin ist. Er wird seinen Bruder auffordern, sich an eben diesem Cousin zu rächen, in Übereinstimmung mit dem arabischen Sprichwort „Mein Bruder und ich gegen meinen Cousin – und mein Bruder, mein Cousin und ich gegen einen Fremden.“

Was die palästinensischen Araber anbelangt, sind viele ursprünglich gar keine Palästinenser. Sie sind Einwanderer, die während des britischen Mandats aus der ganzen arabischen Welt in das Land Israel kamen, um in den Städten und auf den Farmen, die die Juden gebaut hatten, Arbeit zu finden. Diese Einwanderer haben immer noch Namen wie „Al Hurani (aus Huran im südlichen Syrien)“, „Al Tzurani (aus Tyrus im Südlibanon)“, „Al Zrakawi (aus Mazraka in Jordanien)“, „Al Maztri (der Ägypter)“ und viele andere Namen, die auf die tatsächlichen, geographisch verschiedenen Ursprünge der sogenannten Palästinenser hinweisen. Warum – fragen Sie die anderen Araber – sollten sie im Vergleich zu denen, die in ihren ursprünglichen Ländern geblieben sind, bevorzugt behandelt werden?

Beginnend mit dem Ende des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1948 begann sich die Politik in der arabischen Welt zu zentrieren auf Israel und das „palästinensische Problem“, dessen Lösung nur durch die Eliminierung Israels zu erreichen wäre. Um dieser Mission zum Erfolg zu verhelfen, wurden die arabischen Flüchtlinge in Lagern gehalten, mit ausdrücklichen Anweisungen der Arabischen Liga, sie dort zu halten und nicht in anderen arabischen Ländern aufzunehmen.

Die UNRWA stellte sicher, dass sie unentgeltlich versorgt wurden mit Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung – das heißt, die Nationen der Welt bezahlten die Zeche, während die arabischen Nachbarn dieser ewigen „Flüchtlinge“ im Schweiße ihres Angesichts arbeiten und Nahrung, Bildung und medizinische Versorgung für ihre Familien bereitstellen mussten. Flüchtlinge, die mit kostenlosen Nahrungsmitteln, wie Reis, Mehl, Zucker und Öl, für den Gebrauch ihrer Familien versorgt wurden, verkauften oft einen Teil davon an ihre nicht geflüchteten Nachbarn und machten einen ordentlichen Profit.

Diejenigen, die in den Flüchtlingslagern leben, zahlen keine kommunalen Steuern. Das führt zu einer beträchtlichen Anzahl von „Flüchtlingen“, die ihre Häuser an andere vermieten und dank dieser Steuerfreistellung exorbitante Summen kassieren im Vergleich mit denen, die Wohnungen in nahe gelegenen Städten mieten. Mit anderen Worten, die Welt subventioniert die Steuern und die Flüchtlinge füllen sich ihre eigenen Taschen.

Im Libanon wurden mehrere Flüchtlingslager in der Nähe von Beirut gebaut, die jedoch in die expandierende Stadt integriert wurden und sich dann in hochklassige Viertel mit imposanten Hochhäusern verwandelten. Jemand hat von dieser Veränderung profitiert, und dieser Jemand ist nicht der Mann auf der Straße, der allen Grund hat, sich übervorteilt zu fühlen.

Die palästinensischen „Flüchtlingslager“ im Libanon wurden von bewaffneten Organisationen übernommen, von der PLO bis zum IS; die Hamas, die Volksfront, die Demokratische Front und Organisationen salafistischer Dschihadisten eingeschlossen. Diese Organisationen agieren gegenüber libanesischen Bürgern brutal und haben ihnen 1975 einen 14 Jahre andauernden Bürgerkrieg gebracht mit Blutvergießen, Zerstörung und die Abwanderung Hunderttausender Libanesen aus ihren Dörfern in ein Leben von schrecklichem Leid in Zeltlagern überall im Land. Viele nahmen Zuflucht in palästinensischen Flüchtlingslagern, aber die libanesischen Flüchtlinge erhielten weniger als 10 Prozent dessen, was die palästinensischen Araber erhielten. Das führte zu viel gegenseitigem Neid und Hass.

In Jordanien versuchten die palästinensischen Araber unter Führung des PLO-Chefs Yassir Arafat das Land im Jahr 1970 dadurch zu erobern, dass sie eigene autonome Regionen errichteten, zusammen mit Straßensperren und bewaffneten palästinensischen Arabern im Norden des Landes, was die Monarchie in Frage stellte. Im September 1970, als „Schwarzer September“ bekannt, entschied König Hussein, er hätte es satt und würde ihnen zeigen, wer der Herr in Jordanien ist. Den Krieg, den er gegen sie erklärte, kostete Tausende an Menschenleben auf beiden Seiten.

Inzwischen sind in Israel 20% der Bürger innerhalb der Grenzen von 1967 „palästinensische“ Araber, die nicht rebellieren oder gegen den Staat kämpfen. Mit anderen Worten, die „Palästinenser“, die im Israel vor 1967 leben, genießen das Leben in der einzigen Demokratie im Nahen Osten, während die arabischen Länder das Blut ihrer Soldaten opfern, um „Palästina“ zu befreien. Gibt es einen gefühlsmäßig schlimmeren Fall, ausgebeutet zu werden als den eines arabischen Soldaten, der sein Leben für diese sinnlose Sache in Gefahr bringt?

Schlimmer ist noch, was jeder Araber weiß: Palästinensische Araber haben seit mindestens einem Jahrhundert Land an Juden verkauft, enorm von den Abschlüssen profitiert und gehen dann jammernd zu ihren arabischen Brüdern, damit sie kommen und „Palästina“ von der „zionistischen Besatzung“ befreien.

Im Laufe der Jahre sind den palästinensischen Arabern viele Milliarden Euros und Dollars von den Nationen der Welt gegeben worden, so dass das jährliche Pro-Kopf-Einkommen in der PA um ein Vielfaches höher ist als das des ägyptischen, sudanesischen oder algerischen Mannes auf der Straße. Sein Leben ist um Vieles besser als das der Araber, die in den letzten sieben Jahren in Syrien, im Irak, in Libyen und im Jemen gelebt haben.

Auf politischer Ebene haben es die Palästinenser geschafft, den Hass vieler ihrer arabischer Brüder zu wecken: 1990 unterstützte Arafat die irakische Invasion Saddam Husseins in Kuwait. Aus Rache vertrieb Kuwait, nachdem es von der irakischen Unterwerfung befreit worden war, Zehntausende von Palästinensern, von denen die meisten auf ihren Ölfeldern beschäftigt waren, und ließen sie über Nacht mittellos zurück. Dies führte zu einer wirtschaftlichen Krise für ihre Familien in Judäa, Samaria und Gaza, die von ihren Söhnen in Kuwait regelmäßig Stipendien erhalten hatten.

Heute werden Hamas und der Palästinensische Islamische Dschihad durch den Iran unterstützt, das Land, das von vielen Arabern verabscheut wird, die sich daran erinnern, dass die Flugzeugentführung und die darauf folgende Erpressung von den palästinensischen Arabern ausgedacht wurden, die 1968, also vor fünfzig Jahren, ein El-Al-Flugzeug nach Algier entführt und damit eine Zeit der Strapazen begann, die noch immer von der ganzen Welt geduldet wird.

Trotz des Taif-Abkommens aus dem Jahr 1989, das den Bürgerkrieg im Libanon beendete und zur Entwaffnung und Auflösung aller libanesischen Milizen führen sollte, gestattete Syrien der Hisbollah, ihre Waffen zu behalten und ungehindert ihre militärische Macht zu entwickeln. Die wiederholte Rechtfertigung bestand darin, dass die Waffen gedacht wären, „Palästina [zu] befreien“ und nicht auf die Libanesen gerichtet würden. Für jeden, der über ein Minimum an Verstand verfügte, war klar, dass die palästinensische Geschichte ein Feigenblatt war, das die traurige Wahrheit bedeckte, dass die Waffen gegen die syrischen und libanesischen Feinde der Hisbollah gerichtet sein würden. „Palästina“ war einfach ein Vorwand für die Übernahme des Libanon durch die Schiiten.

Am schlimmsten ist die Forderung der Palästinenser, dass die arabischen Länder keine Beziehungen zu Israel unterhalten sollten, bis das palästinensische Problem zur Zufriedenheit der PLO- und Hamas-Führer gelöst sei. Ein Großteil der arabischen Welt kann jedoch keine Gemeinsamkeiten finden, die die PLO und die Hamas einigen könnten. Sie haben es aufgegeben, eine interne palästinensische Versöhnung zu erreichen, und beobachten, wie die endlosen Streitigkeiten jegliche Chancen auf ein Vorwärtskommen in Bezug auf Israel ruinieren. Kurz gesagt: Die arabische Welt – der Teil, der Israel als einzige Hoffnung im Umgang mit dem Iran sieht – ist nicht glücklich über die Aussicht, dass sie ihre Zukunft und ihre Existenz den internen Kämpfen zwischen der PLO und der Hamas verpfänden muss.

Und es darf nicht vergessen werden, dass Ägypten und Jordanien Friedensabkommen mit Israel unterzeichnet, sich aus dem Kriegskreis zur „Befreiung Palästinas“ zurückgezogen und ihre palästinensisch-arabischen „Brüder“ im Stich gelassen haben, um sich allein mit dem Problem zu befassen.

Ein Großteil der arabischen und muslimischen Welt ist überzeugt, dass die „Palästinenser“ keinen eigenen Staat wollen. Denn wenn dieser Staat gegründet wird, wird die Welt damit aufhören, diese enormen Summen zu spenden, es wird keine „Flüchtlinge“ mehr geben und die palästinensischen Araber werden wie alle anderen arbeiten müssen. Wie können sie das tun, wenn sie alle davon abhängig sind, Handouts (Almosen) zu erhalten ohne irgendwelche damit verbundenen Bedingungen?

Man kann mit Gewissheit sagen, dass – 70 Jahre nach der Schaffung des „palästinensischen Problems“ – die arabische Welt eingesehen hat, dass es keine Lösung gibt, die diejenigen zufriedenstellen wird, die „Flüchtling-ismus“* zu einem Beruf gemacht haben, so dass das „palästinensische Problem“ zu einer emotionalen und finanziellen Masche geworden ist, die nur dazu dient, die korrupten Führer von Ramallah und Gaza zu bereichern.

* Im Englischen „refugee-ism“ : Zum Suffix -ismus als Mittel zur Ableitung s. Wikipedia

Die PA ist „der größte Feind des palästinensischen Volkes“

UN-Watch, eine 1983 gegründete NGO [Nichtregierungsorganisation] mit Sitz in Genf, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Aktivitäten und Beschlüsse der UNO unter die Lupe zu nehmen und kritisch zu hinterfragen.

Am 25. September 2017 debattierte der UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) einmal mehr über „Die Situation der Menschenrechte in Palästina“. Nachdem die PLO, Syrien, Quatar, Nordkorea, Pakistan, Venezuela und Iran ihre Anklagen gegen Israel vorgebracht hatten – alles Staaten, die bekanntlich in ihren eigenen Ländern alles andere als ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Menschenrechte haben! – wendete sich Mosab Hassan Yousef, ehemaliges Hamasmitglied und Sohn eines Gründungsmitglieds der Hamas, für UN-Watch in einer Rede an den UN-Menschenrechtsrat und bezeichnete die Palästinensische Autonomiebehörde als „den größten Feind des palästinensischen Volkes“. Weiter sagte er, dass – würde Israel nicht existieren – die PA niemanden hätte, dem sie die Schuld in die Schuhe schieben könnte. Er forderte die PA auf, selbst die Verantwortung für die Ergebnisse ihrer Handlungen zu übernehmen.

Hört man sich die ungeheuerlichen, grundlosen Lügen der oben genannten Staaten an, ist es nicht verwunderlich, dass kein Mitglied eines westlichen demokratischen Staates anwesend war. Hätten sie dazu schweigen können?

Was also bringen die einzelnen Staaten vor? Obwohl ich davon ausgehe, dass den meisten die Vorwürfe nicht unbekannt sind, seien sie hier nochmal aufgeführt:

Die PLO: Israel, die Besatzungsmacht, fährt mit seiner kolonialen Politik und seinen täglichen Rechtsverletzungen fort. Es fährt fort zu misshandeln, willkürlich festzunehmen, ethnische Säuberungen durchzuführen, Land und natürliche Ressorcen zu stehlen, Bäume zu entwurzeln, Geld zu stehlen.

Syrien: Israelische Aktivitäen zur Judaisierung Jerusalems, Zerstörung von Häusern, Konfiszierung von Land und Eigentum, Zerstörung natürlicher Ressourcen.

Quatar: Israel begeht rassistische Verstöße.

Nordkorea: Israel begeht weiterhin Menschenrechtsverletzungen in Palästina.

Pakistan: Israel, die Besatzungsmacht, beschleunigt sein Bestreben von Massenkolonisation und fortgesetzter Apartheid. Setzen Sie diesem kolonialistischen Regime ein Ende.(!)

Venezuela: Apartheid, dem palästinensischen Volk zugefügte Gräueltaten und massive Zerstöungen.

Iran: Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ethnische Säuberung, Staatsterror.

Auch wenn man kein Englisch versteht, lohnt sich das Anschauen des nachfolgenden Videos! Wie den Zuhörern bei den Ausführungen Mosad Hassan Yousefs die Gesichtszüge entgleiten, ist einfach „zu köstlich“!

Die deutsche Übersetzung der Rede kann unterhalb des Videos nachgelesen werden!

***

Nachdem ihm das Wort erteilt worden ist, beginnt Mosab Hassan Yousef:

Danke, Herr Präsident.

Ich ergreife das Wort im Auftrag von UN-Watch.

Mein Name ist Mosab Hassan Yousef. Ich bin in Ramallah als Mitglied der Hamas aufgewachsen.

Ich richte mein Wort an die palästinensische Autonomiebehörde, die behauptet, die „einzige legitime Vertretung“ des palästinensischen Volkes zu sein.

Ich frage: Woher kommt Ihre Legitimität?

Das palästinensische Volk hat Sie nicht gewählt und hat Sie nicht damit beauftragt, es zu repräsentieren.

In der Tat sind das palästinensische Individuum und seine menschliche Entwicklung Ihr geringstes Anliegen.

Sie entführen palästinensische Studenten vom Campus und foltern sie in Ihren Gefängnissen. Sie foltern Ihre politischen Konkurrenten. Das Leiden des palästinensischen Volkes ist das Ergebnis Ihrer egoistischen politischen Interessen. Sie sind der größte Feind des palästinensischen Volkes.

Würde Israel nicht existieren, hätten Sie keinen, dem Sie die Schuld zuschieben [könnten]. Übernehmen Sie selbst die Verantwortung für die Ergebnisse Ihrer Handlungen.

Sie entfachen die Flammen des Konflikts, um Ihre missbräuchliche Macht aufrechtzuerhalten.

Schließlich benutzen Sie diese Plattform, um die internationale Gemeinschaft zu täuschen und um die palästinensische Gesellschaft zu täuschen, um ihnen Glauben zu machen, dass Israel für die von Ihnen selbst geschaffenen Probleme verantwortlich ist.

Vielen Dank!

Übersetzung und Hervorhebung: faehrtensuche


Nachtrag:

Gerade habe ich entdeckt, dass sich auch „Schreibschaukel“ mit dem Thema befasst hat. 🙂 Sie schlägt einen wunderbaren Bogen vom heute Abend beginnenden Jüdischen Feiertag Yom Kippur zum Israel-Bashing bzw. der Rede von Mosab Hassan Yousef! Unbedingt lesenswert!


Lese-Empfehlung: Die Obsession der UNO gegen Israel

Guter und schlechter Terrorismus

Originalartikel: Mahmoud Abbas, the Good Terrorist

Mahmoud Abbas, der gute Terrorist

von Judith Bergman, am 12.09.2017 auf NiDA veröffentlicht

Die PLO [Palästinensische Befreiungsorganisation] waren die Gründerväter des heutigen islamischen Terrorismus, der sich gerade in der ganzen westlichen Welt verbreitet. Warum werden sie dann mit Ehren und Geld überschüttet?

Die letzte Woche markierte 45 Jahre seit dem Münchner Massaker, als arabische Terroristen 11 israelische Athleten bei den Olympischen Spielen 1972 in Deutschland ermordeten. Der Terroranschlag war mehr als eine nationale Tragödie für Israel. Er wurde zum historischen Meilenstein. Er stellte den arabischen Terrorismus gegen Israel förmlich ins öffentliche Bewusstsein und half, ihn zu internationaler Bedeutung zu treiben.

Eine terroristische Gräueltat, die die allgemeine Verurteilung und die kollektive Empörung der Welt hätte nach sich ziehen sollen, wurde stattdessen ein frühes Sprungbrett – eine empörende terroristische Gräueltat in einer langen Reihe von zukünftigen Gräueltaten – für einen erstaunlichen Grad weltweiter Diplomatie und finanzieller Unterstützung für die „palästinensische“ arabische Sache. „Vor München waren wir einfache Terroristen. Nach München begannen die Menschen schließlich zu fragen, wer diese Terroristen waren. …. Vor München hatte niemand die geringste Idee von Palästina“, wie Mohamed Oudeh, auch bekannt als Abu Daoud, der Drahtzieher hinter dem Münchner Massaker, später sagte.

Der 1999 in Frankreich veröffentlichten Autobiographie Abu Daouds zufolge war Mahmoud Abbas verantwortlich für die Finanzierung des Münchner Massakers. Fünfundvierzig Jahre später, schreitet Abbas, jetzt Vorsitzender der Palästinensischen Autonomiebehörde, ungestraft die roten Teppiche dieser Welt ab, einschließlich den des Weißen Hauses. Er erhielt sogar stehende Ovationen von den europäischen Parlamentariern für eine vor ihnen im Juni 2016 gehaltenen Rede. Eine Rede, in der er sich maßgeblich auf alte antisemitische Ritualmordlegenden bezog und fälschlicherweise israelische Rabbiner beschuldigte, sie würden die israelische Regierung auffordern, das von Arabern verwendete Wasser zu vergiften. In einer Welt mit Kurzzeitgedächtnis und selektiver moralischer Empörung werden die abscheulichen Verbrechen eines der Mitbegründer des modernen Terrorismus, Abbas, als angenehmer angesehen als die von Abu Bakr al-Baghdadi, dem Führer von ISIS oder von Osama Bin Laden.

Zum Zeitpunkt des Münchner Massakers hätte sich Abbas kaum vorstellen können, dass die Weltgemeinschaft eines Tages die Bemühungen der PLO, Juden zu ermorden, so bereitwillig und großzügig unterstützen und begünstigen würde. Wirtschaftsanalysten haben geschätzt, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) seit Mitte der 1990er Jahre insgesamt 25 Milliarden US-Dollar an ausländischer Unterstützung erhalten hat, was die PA zu einem der größten Pro-Kopf-Empfänger internationaler Auslandshilfe macht. Allein die Vereinigten Staaten haben mit 5 Milliarden US-Dollar zu dieser Summe beigetragen.

Wie hat die PA das Geld ausgegeben? In erster Linie für die Sache, mit der sie begonnen hat: Terrorismus. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 hat die PA systematisch ihre Bürger mit einem unaufhörlichen Trommelfeuer der Anstiftung, Jihad gegen die Juden zu begehen, indoktriniert. Von dem Moment an, wo sie in den Kindergarten kommen, lernen die Kinder zum Beispiel durch die Koranverse 5:60 und 7:166, dass die Juden verflucht sind und dass Allah sie in Affen und Schweine verwandelt hat. Der gewalttätige Hass auf Juden lässt nie nach, sondern wird in den Schulen gelehrt, wo Israel von der Landkarte gelöscht, die jüdische Nationalität verleugnet und der Holocaust niemals erwähnt wird. Das wird in den Moscheen, im Internet, im Fernsehen und Radio gepredigt und manifestiert sich in den Statuen, die die PA an seinen öffentlichen Plätzen errichtet hat in Erinnerung an Terroristen, die als Märtyrer wahrgenommen werden, als nachahmenswerte Vorbilder für ihre Jugend. Die offizielle palästinensische arabische Kultur ist gesättigt mit der Nachahmung des Jihadisten, der in dem Bestreben, Juden zu ermorden, stirbt.

Darüber hinaus betreibt Abbas ein großzügiges und effizientes System von Belohnungen, die an Terroristen und ihre Familien bezahlt werden als Motivation und Entschädigung für ihre Hingabe bei der Ermordung von Juden. Allein im Jahr 2017 hat die PA eine Summe veranschlagt, die sich auf die Hälfte der in diesem Jahr zu erwartenden ausländischen Hilfe beläuft, um sie für Gehälter an Terroristen – verurteilte Häftlinge israelischer Gefängnisse – und Familien von ‚Märtyrern‘ auszugeben. Das sind fast 345 Millionen US-Dollar aus einer erwarteten Gesamtsumme an Spenden von 693 US-Dollar. Diese Summe entspricht einer Zunahme von 13 % ab dem Jahr 2016. Einige Fatah-Terroristen, die in israelischen Gefängnissen sind, sollen monatliche Stipendien von bis zu 4000 US-Dollar erhalten. Viele von ihnen werden auch mit Top-Jobs sowohl in der Fatah als auch der PA belohnt.

Als die USA vor kurzem suggerierte, dass Abbas aufhört, Terroristen zu bezahlen, wurde Abbas wütend und sein ausländischer Berater, Naabil Shaath, bezeichnete den Vorschlag als „irrsinnig“. „Es ist absurd zu verlangen, mit der Zahlung von Familien der Gefangenen aufzuhören“, sagte Shaath. „Das wäre so als wollte man von Israel verlangen damit aufzuhören, ihre Soldaten zu bezahlen.“

Offensichtlich hat sich in der Mentalität oder den Zielen von Abbas und seinen Kohorten seit dem Münchner Massaker nichts Wesentliches verändert. Jedoch, was einmal von der Weltgemeinschaft als abscheuliche Verbrechen angesehen wurden und immer noch als solche angesehen werden – vorausgesetzt, sie werden von Leuten wie ISIS gegen Europäer oder Amerikaner ausgeführt – wurde beschönigt und zu einem edlen ‚Widerstand‘ erhoben, wert geachtet für Milliarden an Dollars in ausländischer Hilfe der Weltgemeinschaft. Eine Weltgemeinschaft, die vor vielen Jahrzehnten ihren moralischen Kompass vorloren hat. Es ist gut, Mahmoud Abbas zu sein.

Dieser September markiert ein anderes Jubiläum: Sechzehn Jahre seit den Al Quaida-Terroranschlägen vom 11. September gegen die Vereinigten Staaten. Das war ein barbarischer Akt, der die Welt zu Recht wütend machte und nicht nur weltweite Verurteilung, sondern auch eine massive militärische Reaktion der Vereinigten Staaten und seiner Verbündeten nach sich zog – eine Koalition, die Israel bewusst ausgeschlossen hatte.

Anders als der ‚gute‘ Terrorismus von Abbas und der PLO, der belohnt wird mit dem Ausrollen des roten Teppichs in den Hauptstädten der Welt und mit Milliardenhilfe an Dollars belohnt wird, wurde der von Osama bin Laden, dem Führer der Al-Quaida, geschaffene Terror als ’schlecht‘ angesehen. Deshalb, anstatt mit stehenden Ovationen überschüttet zu werden, starb Osama bin Laden in einem Kugelhagel. Gleichwohl hoffte Israel nach dem 11. September, dass die Welt endlich erkennen würde, dass der Terror, den Israel bekämpft, nichts anderes ist als der Terror, der am 11. September gegen die Vereinigten Staaten entfesselt wurde. Die Al-Qaida-Angriffe stellten sich nur als Beginn einer langwierigen Kampagne des islamischen Terrorismus heraus, der sich mittlerweile regelmäßig darstellt in Form von Bombenangriffen, Messerstechereien [Stabbings] und Auto-rammenden Angriffen in den Hauptstädten Europas. All das inspiriert von den palästinensisch arabischen Paten des Terrorismus‘ in der PLO und der Hamas.

Doppelte Standards führen zu keinem Standard. Aus israelischer Sicht ist es nicht überraschend, dass sich die Welt nun in einem terroristischen Ansturm von ISIS und ihren Tausenden von Unterstützern verwickelt findet – es wird geschätzt, dass es jetzt 50.000 Jihadisten gibt, die allein in der EU leben – das zeigt kein Anzeichen, dass er bald irgendwann nachlässt. Wenn du den Terrorismus im Hinterhof eines anderen unterstützt und ihm Vorschub leistest, solltest du nicht überrascht sein, wenn er vor deiner eigenen Türschwelle auftaucht.

Judith Bergman ist Kolumnistin und politische Analytikerin.

Übersetzung und Link: faehrtensuche