Warum die Tempelberg-Krise mich nach Hause ruft – nach Israel

von Fred Menachem, 6. August 2017

Originalartikel: Why The Temple Mount Crisis Is Calling Me Home – To Israel

Dies waren für das jüdische Volk einige besonders harte Wochen.

Die Tempelberg-Krise hat Extremisten in der arabischen Welt die Gelegenheit gegeben, falsche Argumente, inszenierte Gewalt, Propaganda und eine verzerrte Version der Geschichte zu benutzen, um Gewalt anzuheizen und zu entflammen und barbarische Morde an israelischen Juden und Nichtjuden zu begehen.

Merkwürdigerweise, aber nicht überraschend scheinen die internationalen Mainstream-Medien – von denen viele nicht über ihren Hass auf den israelischen Ministerpräsidenten Bibi Netanyahu hinwegsehen können – vergessen zu haben, dass diese ganze Krise ausgelöst wurde, als drei arabische Israelis zwei drusische israelische Polizeibeamte erschossen. Traurig und paradox – diese Polizeibeamten hielten den Berg für jeden sicher, die Muslime eingeschlossen.

Doch diese Tatsache ist meist ignoriert worden und diese Krise hat leider erwiesen, dass Gewalt sich bezahlt macht.

Darüber hinaus sieht es so aus, als ob sich die internationalen Medien – wieder einmal – unverhohlen und rücksichtslos haben dazu verleiten lassen, manipuliert und als Werkzeug benutzt zu werden. Sie berichteten über die Nachrichten, indem sie die Fassade der ‚unvoreingenommenen Medienberichterstattung‘ nutzten und unrichtig und unverantworlich boshafte Verleumdungen und Propaganda verbreiteten, die fälschlicherweise Israel als den ‚Goliath‘ darstellten.

Viele andere Medien – sowohl im Westen als auch in der arabischen Welt – sind noch weiter gegangen, indem sie die Tempelberg-Krise als Entschuldigung nutzten, um Gewalt anzutreiben und das Leben unschuldiger Menschen in Gefahr zu bringen. Es scheint, dass der Mord an Israelis von den Medien nur noch ignoriert wird, während jeder Tod eines palästinensischen Mörders oder Terroristen oft legitimiert und ihm mehr oder gleiches Gewicht beigemessen wird.

Diese Ereignisse und diese ganze offengelegte Scharade zu beobachten – nachdem ich nach einem Jahr in Israel wieder in die USA gekommen bin – hat meine lebenslange Verpflichtung für den jüdischen Staat und das jüdische Volk aufgefrischt.

Obwohl ich Aliyah gemacht hatte, bin ich vor kurzem in die USA zurückgekehrt, um die Arbeit, die ich in Israel begonnen hatte, fortzusetzen. Zuerst entschloss ich mich, 2016 nach Israel zu ziehen – auf der Suche nach einer Aufgabe im Rahmen meines Judentums. Im Rückblick stelle ich fest, dass ich schlecht vorbereitet war, ich war nicht bereit für die kulturellen Barrieren, die es gab, und für die harte Umstellung aufgrund der Auswanderung in ein anderes Land, wo ich die Sprache nicht sprechen konnte und begrenzte finanzielle Mittel hatte.

Doch rückblickend erkenne ich jetzt, dass dieses Leiden notwendig war – denn das ist es, was das jüdische Volk zusammenhält. Diese Prüfungen und Bedrängnisse haben uns die Kraft und Entschlossenheit gegeben, weiterzumachen und jahrtausendelang Erfolg zu haben trotz der geschichtlichen und beständigen Verfolgung und den systematischen Mord durch die, die alle Anstrengungen unternommen haben, uns zu vernichten.

Während ich in Israel war, suchte ich zunächst nach dem Judentum, lief dann aber fort; es war zu erdrückend, doch jetzt sehne ich mich danach. Ich habe dem Schabbat oft den Rücken zugekehrt, doch jetzt suche ich ihn. Ich war frustriert wegen der Härte der hebräischen Sprache und meiner fehlenden Sprachkompetenz, doch jetzt, wenn ich jemanden sprechen höre, fühle ich mich sicher und geschützt – da ich weiß, dass meine Familie in der Nähe ist. Und wenn ich die Hatikvah und Am Yisrael Chai höre – und die israelische Flagge mit dem jüdischen Stern wehen sehe – und um den Preis wissend, den unser Volk dafür bezahlt, weine ich mit Stolz.

Unser Schicksal und unsere Zukunft hängen von einer starken IDF, von der fortgesetzten Ausübung unseres Judentums und von einem starken und erfolgreichen Israel ab.

Ich plädiere sicherlich nicht für eine besondere Behandlung Israels, lediglich für eine vernünftige und fairen Berichterstattung. Journalisten sollten die israelische Regierung und Politiker sicherlich zur Rechenschaft ziehen – aber das sollte moralisch vertretbar und verantwortungsvoll getan werden. Also, wenn ich die gegen Israel gerichtete Voreingenommenheit im Fernsehen oder sonstwo sehe, bin ich auf hundertachtzig. Aber nachdem der anfängliche Zorn und die Traurigkeit abflauen, motiviert sie mich und gibt mir größere Orientierung. Es stärkt meine Entschlossenheit und meine tiefe Verpflichtung, meinen Teil zum Kampf gegen Ungerechtigkeit beizutragen – egal, wo in der Welt sie vorkommt und zu helfen, die Verbundenheit zwischen den Vereinigten Staaten und Israel aufrechtzuerhalten und für mein Volk mit unerschütterlicher Loyalität einzustehen, koste es, was es wolle.

Während ich in Israel lebte, hatte ich schrecklich Heimweh, ich sehnte mich nach der Behaglichkeit und Vertrautheit meines Hauses in den USA. Doch als ich wieder hierher zurückkam, fühlte sich meine Seele leer an; irgendwas fehlte mir. Im Rückblick entdecke ich jetzt, dass die Mehrheit der Israelis meine Familie ist, auch wenn wir uns nie begegnet sind. Und während meine Aliyah-Reise mühsam war, veränderte sie mich und nichts kann jemals für mich wieder dasselbe sein.

Eines Tages, wenn die Zeit reif dafür ist, werde ich für immer in meine angestammte Heimat zurückkehren, um meiner tiefen Verantwortung gerecht zu werden und weiterhin meinen Teil dazu beizutragen, dass das jüdische Volk weiterhin durchhält, Erfolg hat und lange nach meiner Zeit auf diesem Planeten überlebt. Das ist mein Abkommen mit Gott, dem jüdischen Volk und der Zukunft des demokratischen und jüdischen Staates Israel. Die Tempelberg-Krise und die brutalen Ermordungen meines Volkes sind es, die mein Schicksal und diese Verpflichtung zementiert haben.


Der Autor ist leitender Angestellter bei i24NEWS und war ein politischer Kommentator und Mitwirkender bei ILTV, Miami Herald, MSNBC, The Palm Beach Post, Sun-Sentinel, Jerusalem Post und Israel National News. Er ist auch Mitglied des Ausschuss-Teams von POLITICO. Derzeit lebt er in New York. Eine Version dieses Artikels wurde auch in der Jerusalem Post veröffentlicht.


Übersetzung: faehrtensuche

Ulrich W. Sahm klärt auf

Danke an Honestly Concerned, durch die ich auf das Video aufmerksam geworden bin.

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„Kleiner“ Hinweis: Wen die unter dem Video angegebene Zeit abschreckt, dem sei gesagt, dass die „reine“ Vortragszeit etwa 55 Minuten beträgt, eine Zeit, die es sich zu investieren lohnt! Versprochen! 😉

Die Fütterungszeiten sind vorbei?

Aus dem Newsletter der Botschaft des Staates Israel, 27.02.2017:

Sitzungssaal des Sicherheitsrates im UNO-Hauptquartier in New York (Foto: Neptuul

Wie der Kongress Haley bei den UN fördern kann

Von Ron Prosor

Die Botschafterin [der USA bei den Vereinten Nationen] Nikki Haley hat bei den UN in der vergangenen Woche einen guten Start hingelegt. Nach einer Sitzung des Sicherheitsrates zum Nahen Osten – die sich einzig auf Kritik an Israel konzentrierte – hat sie einen Rückblick getan, der der ehrlichste war, den ich jemals von einem US-Diplomaten gehört habe. „Die Vereinigten Staaten werden dies nicht mehr ignorieren“, sagte sie. „Ich bin hier, um zu bekräftigen, dass die Vereinigten Staaten entschlossen sind, der antiisraelischen Voreingenommenheit der Vereinten Nationen entgegenzustehen und darauf dringen werden, dass die echten Bedrohungen, denen wir im Nahen Osten gegenüberstehen, angegangen werden.“

Der Kongress sollte hierfür Rückendeckung geben. Im vergangenen Jahr gingen 9,2 Milliarden Dollar amerikanischen Steuergeldes an die UN – 659 Millionen zur Deckung von 22% des jährlichen operativen Budgets der UN, 2,6 Milliarden für friedens-erhaltende Maßnahmen und eine zusätzliche „freiwillige“ Zahlung von 5,9 Milliarden.

Wenn die UN demokratische Werte vorantreiben oder die Welt sicherer machen würden, wäre das Geld gut investiert. Eine neue US-Regierung und ein neuer UN- Generalsekretär sind eine goldene Gelegenheit, den UN dabei zu helfen, zu ihren wichtigsten Werten zurückzukehren, ihre Ineffizienz anzugehen und ihre häufigen Angriffe auf amerikanische Werte und Verbündete zu stoppen. Die Nachricht sollte klar sein: Die UN müssen reformiert werden, sonst könnten die USA ihre Finanzierung reduzieren. Ein Aktionsplan entlang dieser Linien umfasst drei Stufen:

– Transparenz: Haley sollte einen Sondergesandten für das UN-Haushaltskomitee benennen, um zu überwachen, wofür die UN und ihre Agenturen amerikanische Gelder einsetzen. Die UNO hat momentan keine Verpflichtung dazu, ihren Geldgebern genaue jährliche Berichte über die Verwendung der Gelder zur Verfügung zu stellen, die auf weltweiten Buchhaltungsstandards basieren und von einer dritten Partei überwacht werden. Die Beziehung beruht auf „Erwartungen“ an Berichte und „Wertschätzung“ von Bemühungen. Das ist nicht einmal genug für die Steuererklärung eines kleinen Geschäfts. Für eine Organisation, die Milliarden ausgibt, ist es einfach lächerlich.

– Sorgfalt: Vor einem Jahrzehnt haben die USA nach Enthüllungen über systematischen Missbrauch die UN Transparency and Accountability Initiative ins Leben gerufen. Diese hat sich als Schall und Rauch erwiesen. Die Dinge wurden nur noch schlimmer. Institutionen wie der Menschenrechtsrat blieben weiterhin in Geiselhaft von Menschenrechtsverletzern wie Kuba, Katar, Saudi-Arabien und Venezuela. Der Kongress sollte diese Initiative neu beleben, eine neue Phase einläuten, in der er gemeinsam mit einem unabhängigen Ermittler arbeitet, um sicherzustellen, dass die UN-Organisationen sich an ihre Aufträge halten und in Einklang mit US-Standards, -Interessen und Werten tätig sind.

– Rechenschaftspflicht: Die Idee, dass die UN sich selbst überwachen könne, ist eine Fantasie, doch die Staaten, die sie finanzieren, können einen höheren Standard einfordern. Die USA sollten ihre finanziellen Muskeln spielen lassen. Wo die Auftritte lustlos, ineffizient, korrupt oder abstoßend sind, könnte Amerika eine schnelle Reform verlangen. Wenn es keine Verbesserung gibt, muss der Kongress die Möglichkeit haben, seine Finanzierung zurückzuziehen.

Die UN können nicht länger feindlich, undurchsichtig und nicht zur Rechenschaft zu ziehend sein und erwarten, einen monatlichen Scheck mit Sternen und Streifen zu erhalten. Churchilll hat einen Appeasement-Politiker als jemanden beschrieben, der ein Krokodil füttert in der Hoffnung, es möge ihn zuletzt essen. Ich hoffe, die Worte von Botschafterin Haley senden die Botschaft, dass die Fütterungszeiten vorbei sind.

(Wall Street Journal, 23.02.17)

Ron Prosor ist ehemaliger israelischer Botschafter bei den Vereinten Nationen.

Zur Amtseinführung Donald J. Trumps

„Die ‚dummen‘ Leute, die ihn gewählt haben, sind jedenfalls klug genug, um zu erkennen, dass die Polit-Profis versagt haben – auf der großen Bühne der Weltpolitik, von der Ukraine bis Syrien, und auf den kleinen Bühnen von North Dakota bis West Virginia, wo der von Obama versprochene Wohlstand nicht eingetroffen ist. Also geben sie einem Amateur die Chance zu zeigen, dass er es besser kann. So vernünftig kann Politik sein.“

Henryk M. Broder, Give Trump A Chance!

New York – 1. Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten Donald Trump

in Deutsch und in voller Länge!

Auf das Video aufmerksam geworden bin ich durch Herrn Mersmann – vielen Dank!

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Die Medien des Mainstreams überschlagen sich bereits, verschieben Bedeutungen, entkontextualisieren Gesagtes, wissen schon wieder ganz genau Bescheid.

Diejenigen, die in der Wahlnacht  vom Ergebnis völlig überrascht wurden und die, man muss das ganz deutlich und groß schreiben, KEINERLEI KONTAKT ZUM LAGER TRUMPS HATTEN, die maßen sich jetzt wieder ein Wissen an, über das sie faktisch gar nicht verfügen können.“ […]

Aus: Gert Ewen Ungar, Trumps erste Pressekonferenz