Israel – klein, aber fein

Israel, ein kleines Land von außergewöhnlicher Schönheit, ist eine Brücke zwischen Afrika, Asien und Europa. Es hat ein pulsierendes urbanes Leben, eine atemberaubende Natur, eine Fülle an Pflanzen- und Tierarten, eine Jahrtausende alte faszinierende Geschichte. Ein “Regenbogen” an Kultur und Traditionen.

Israel bietet eine energetisierende Erfahrung mit einer lebendigen Kulturszene und ist stolz darauf, ein innovativer Marktführer in Wissenschaft und High-Tech zu sein.

Klingt nach zu viel? Sie werden es glauben, wenn Sie es sehen! (Nix wie hin! :-) )

Petition gegen die Kennzeichnung israelischer Waren

Die German Media Watch hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Facebookgruppen eine Petition gegen die Kennzeichnung israelischer Waren erarbeitet und ins Netz gestellt.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, alle, die mit diesem Text konform gehen können, aufzurufen, die Petition zu unterschreiben und mit anderen zu teilen!

Die Petition ist aufrufbar unter:


http://www.petitionen24.com/aufruf_gegen_die_kennzeichnung_israelischer_waren

Zehn irrige Meinungen zu Israel

Der israelisch-palästinensische Konflikt ist vielleicht das komplexeste politische Problem unserer Zeit. Viele haben sich auf die Position zurückgezogen, entweder die eine oder andere Seite zu beschuldigen. Aber wenn wir uns die Zeit nehmen, um die Geschichte zu verstehen und unsere falschen Auffassungen zu korrigieren, beginnt sich ein möglicher Ausweg für die Palästinenser zu entwickeln. Also lasst uns anfangen, uns mit dem Kern der Sache zu beschäftigen – und 10 der größten Irrtümer aufzuklären, die über dieses Thema im Umlauf sind.

Irrtum Nr. 1: Israel hat illegal Land von den Palästinensern gestohlen.

Im Jahr 1947 hat die UN entschieden, Land sowohl an die Juden als auch an die Palästinenser zu geben. Die Juden akzeptierten ihren Teilbereich und gründeten legal den Staat Israel. Die Palästinenser lehnten ihren Teilbereich ab und griffen an. Selbst nach dem Verlust des Krieges besaßen die Araber noch immer den Großteil des Landes, das zuvor unter UN-Aufsicht stand.

Irrtum Nr. 2: Die umliegenden arabischen Nationen wollen tatsächlich einen palästinensischen Staat schaffen.

Nach dem Krieg wurde die Westbank und Gaza von Jordanien und Ägypten kontrolliert … für 19 Jahre! In dieser Zeit haben diese Regierungen nie einen palästinensischen Staat errichtet. Stattdessen haben sie das Land zu ihrem eigenen Gebrauch behalten.

Irrtum Nr. 3: Die arabischen Nationen wollen die Flüchtlingskrise lösen.

Palästinenser haben sich in arabischen Nationen im ganzen Mittleren Osten niedergelassen. Diese Nationen hätten die Krise sofort lösen können durch das Gewähren von gleichen Rechten an Flüchtlinge, aber stattdessen verweigerten sie ihnen zu wählen, Land zu besitzen oder sogar das Besuchen von öffentlichen Schulen. Ironischerweise ist das einzige Land, das ihnen volles Bürgerrecht gewährt, Israel, das 156.000 Araber nach dem Krieg 1948 aufnahm und auch noch heute besitzen Araber Sitze in der israelischen Regierung und dem Obersten Gericht.

Irrtum Nr. 4: Die Bemühungen der UN helfen die Flüchtlingskrise zu lösen.

Die UN trat ein, um den palästinensischen Flüchtlingen Unterstützung zu geben. Aber anstatt ihre bestehende Organisation einzusetzen, die dabei hilft, rundum die Welt Flüchtlinge wieder einzugliedern, schuf die UN UNWRA, die jeden Palästinenser als Flüchtling bezeichnet, bis ein palästinensischer Staat innerhalb der Grenzen von Israel geformt ist. Das macht es schwieriger für Palästinenser sich in ihren Heimatländern zu etablieren und sperrt sie in einen andauernden Flüchtlingsstatus ein, den sie an ihre Kinder, Enkel und Urenkel weitergeben, so dass die Flüchtlingsbevölkerung von 500.000 im Jahr 1949 bis heute auf fast 5 Millionen angewachsen ist. Als sich die Bedingungen verschlechterten – fing die internationale Hilfe an zu investieren.

Irrtum Nr. 5: Die Lösung ist mehr Geld.

Wirklich? Westliche Nationen haben den Palästinensern immens viel Hilfe gegeben. Selbst wenn man die Inflation einbezieht, haben sie 25 mal mehr Geld pro Person bekommen als Europa zum Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg gegeben wurde. Wo ist die stabile Wirtschaft? Wo ist die verbesserte Infrastruktur? Dieses Geld hätte sicher helfen können, aber es wurde einigen Führern gegeben, die eine andere Agenda verfolgten.

Irrtum Nr. 6: Die Gründung eines Staates ist das wichtigste Ziel der obersten palästinensischen Führer.

All die internationale Hilfe wurde dazu verwandt, das Leid eines einzigen Mannes zu lindern – Yasser Arafat. Nach seinem Tod entdeckten Buchhalter, die von Arafats Familie engagiert wurden, geheime Investments mit einem Wert von mehr als einer Milliarde Dollar. Dieser Einkommensstrom wäre in Gefahr gewesen, wenn ein neuer Staat gebildet worden wäre. Dies gibt Führern wie Arafat oder Mahmoud Abbas für denselben Grund – mehr als eine Milliarde Gründe, niemals wirklich ein Friedensabkommen zu unterzeichnen.

Irrtum Nr. 7: Israel hat einen wahren Friedenspartner.

Im Jahr 2000, verzweifelt nach einer Resolution, wählten die Israelis Premierminister Ehud Barak mit einem Mandat, Frieden mit den Palästinensern zu schließen. Barak bot Yasser Arafat 94 % des Landes, das er forderte, an, außer Jerusalem. Arafat lehnte schlicht ab. Präsident Clinton schob die Schuld für das Scheitern der besten Chance auf Frieden seit 60 Jahren voll und ganz auf Yasser Arafat. Dies führt zur vielleicht häufigsten falschen Auffassung von allen:

Irrtum Nr. 8: Israel muss einfach nur Land für Frieden aufgeben.

Das letzte Mal, als Israel das probierte, war das Jahr 2005. Sie zwangen Tausende von jüdischen Siedlern aus Gaza heraus und als Gegenzug versprachen die palästinensischen Führer Frieden. Aber als die Israelis abzogen, wählten die Palästinenser die Hamas. Ja, sie wählten eine Terrororganisation, die – seitdem sie die Macht übernahm – mehr als 10.000 Raketen auf Israel abgefeuert hat.

Irrtum Nr. 9: Die meisten Palästinenser wollen einen andauernden Frieden mit Israel.

Einige Palästinenser wollen das wirklich, aber sie sind eine Minderheit. Seit 60 Jahren haben palästinensische Bildungsführer ihre Kinder mit einer ständigen Diät des Hasses versorgt. Vergöttern von Selbstmordattentätern und Zelebrieren des Todes, mitten im Klassenzimmer. Und schließlich

Irrtum Nr. 10: Den Palästinensern JETZT einen Staat zu geben ist die einzige Lösung gegen ihr Leid.

Dies war der einzige Ansatz, der die letzten 60 Jahre probiert wurde. Aber es sind Menschen, über die wir hier sprechen und das Warten auf einen Staat, der ihnen die gleichen Rechte gibt, hat alles nur schlimmer gemacht. Zurzeit ist Israel die einzige Nation, die den Palästinensern volle Rechte innerhalb ihrer Grenzen gewährt, aber durch das Gewähren von gleichen Rechten in jeder Nation wo sie leben, könnten wir schlagartig die Lebensqualität jedes Palästinensers verbessern. Lasst uns ehrlich sein: diese falschen Auffassungen haben potentielle Lösungen verborgen. Wenn wir uns Zeit nehmen, die Verwirrung aufzuklären und der Realität zu begegnen, beginnen wir die Wahrheit zu enthüllen und das ist es, wenn wirklicher Fortschritt auf dem Weg zur Gerechtigkeit anfangen kann.

Videoquelle

Tuvia Tenenbom über …

… Das moderne Deutschland und die Juden

Die traurige Wahrheit über den heutigen zügellosen Antisemitismus in Deutschland

Tuvia Tenenbom, Modern Germany & jews, Aish

[Übersetzung: R.L.]

Vor drei Jahren nahm eine Redakteurin des Rowohlt-Verlages, einem der größten Buchverlage in Deutschland, Kontakt mit mir auf. Sie sagte, dass ihr meine Artikel in der Zeitschrift “Die Zeit“ sehr gefallen haben, jener renommierten deutschen Zeitung, für die ich geschrieben habe, und man würde es gern sehen, wenn ich für ein paar Monate nach Deutschland kommen würde, um einige Menschen zu interviewen und dann über sie “in demselben Stil zu schreiben, wie Sie für die Zeit schreiben.“

Es brauchte nicht lange, um mich zu überzeugen, und nur kurze Zeit danach tauchte ich in Deutschland auf.

Unglaubliche Landschaften, köstliches Essen, glänzende Museen, umjubelte Intellektuelle, unermüdliche Bauern, rastlose Künstler, blasphemische Fanatiker, standhafte Atheisten und eine hochmoderne Gesellschaft begrüßten mich. Alles, was ich tun musste, war den Umgang mit dieser Gesellschaft zu pflegen.

Ich interviewte Menschen aus allen Lebensbereichen. Die berühmte Ikone und Kettenraucher, Altkanzler Helmut Schmidt, den verlassenen Heroinsüchtigen auf den Straßen Frankfurts, den Herausgeber der größten europäischen Tageszeitung, der Bildzeitung, zweifelhafte Blogger, den Premierminister Sachsens, den gelangweilten Museums-Sicherheitsdienst, einen gebrechlichen Veteran des 2. Weltkrieges, große und sportliche Gymnasiasten, radikale Linke, die die Regierung stürzen wollen, Neonazis, die sich mit nichts weniger als mit Adolf Hitler abfinden wollen, Topmanager von Mercedes und Volkswagen, Straßenverkäufer, die Halsketten verkaufen, gebildete Leute und Analphabeten, reiche und arme Menschen, Leute aus dem Osten, Westen, Norden und dem Süden Deutschlands.

Wir haben zusammen gegessen, haben zusammen getrunken, und sie haben gesprochen.

Es verging kaum ein Tag, ohne dass nicht mindestens einer der Befragten mir gegenüber von den “reichen Juden“ oder den “schlauen Juden“ sprach. Sie redeten über Israelis, die die Palästinenser angeblich jeden Tag zum Frühstück verspeisen, über die “manipulierenden Juden“, oder irgendetwas anderes im Zusammenhang mit “den Juden“.

Traurigerweise musste ich herausfinden, dass Deutschland geradezu besessen ist auf Juden. Selbst diejenigen, die behaupteten, Juden zu mögen, hatten sehr befremdliche Gedanken über sie. Einige haben mir gesagt, dass angeblich alle Juden einander kennen, andere haben gesagt, dass alle Juden einander geholfen haben, und wieder andere behaupteten,  dass alle Juden sehr gut mit Geld umgehen können.

Die Menschen haben das so ausgesprochen, und ich habe es Wort für Wort so niedergeschrieben. Ich habe das Buch, ein Zeugnis über den zügellosen Antisemitismus im heutigen Deutschland, meiner Redakteurin vorgelegt.

Wir haben uns eine Woche später getroffen, und sie hat mir gesagt, dass sie beim Lesen des Buches geschrien und gelacht hat, und dass es noch besser sei, als sie erwartet hätte. Aber der Leiter des Verlages, der von Deutschlands renommiertesten Familien abstammt, geriet in Rage darüber. Er hat mir gesagt, dass ich das so nicht schreiben könne, und dass das Buch einer ernsthaften Überarbeitung bedarf.

Ich habe ihn gebeten, mir aufzuzeigen, wie eine gute Niederschrift aussehen könnte.

Er tat es.

Überall dort, wo es im Buch einen Satz über Menschen gibt, die “Juden“ nicht mögen, forderte er mich auf, dass ich das Wort in “Israel“ abändere.

Ein Kapitel über einen Klub, der die Tötung aller lebenden Juden verkündigt hat, musste gelöscht werden, er wollte es so. Wenn jemand mir in einem Interview gesagt hat, dass die Juden “die wahren Nazis sind“, dann mussten jene Äußerungen abgeändert oder gekürzt werden.

Ich begriff, nur wenn ich ihm darin gefolgt wäre, könnte ich ein “guter Schriftsteller“ sein.

Aber er beschränkte sich nicht darauf. Er ist wirklich so weit gegangen, mich als einen “hysterischen Juden“ zu bezeichnen. Und dann hat er unseren Vertrag aufgekündigt.

Kein amerikanischer Verleger, an den ich mich wandte, war bereit, das Buch herauszugeben. Welche Referenzen ich auch immer vorlegte, keiner der großen amerikanischen Verlagshäuser war bereit, etwas aus Deutschland zu übernehmen. Ich vermute, das Übernehmen von einem westlichen Verbündeten, ist bei den heutigen Verlegern nicht populär.

Nachdem ich bereits befürchtete, dass die Erkenntnisse aus dem Buch für immer verloren gehen könnten, hat sich das “Jewish Theater of New York (JTNY)“ dazu entschieden, das Buch in Amerika unter dem Titel “I Sleep in Hitler’s Room herauszubringen.

Im Dezember 2012 hat einer der renommiertesten deutschen Verlage, der Suhrkamp-Verlag, das Buch in Deutschland unter dem Titel “Allein unter Deutschenveröffentlicht.

Anfangs haben sich deutsche Kritiker geradezu auf das Buch eingeschossen, um mit aller Leidenschaft die Ergebnisse des Buches anzufechten und zu bestreiten, dass die meisten Deutschen heutzutage tatsächlich antisemitische Ansichten haben.

Einer unter ihnen, von der hoch angesehenen liberalen Süddeutschen Zeitung, scheute sich nicht einmal vor rassistischen Äußerungen und nannte mich ohne Hemmungen “Der Jude Tenenbom“.

Als Reaktion auf die wachsenden Anklagen gegen mich erklärte ich mich bereit, jedem Intellektuellen gegenüberzutreten und öffentlich mit ihm zu diskutieren.

Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, dass mir später bewusst wurde, dass meine heftigsten Kritiker das Buch angegriffen haben, ohne es vorher wirklich gelesen zu haben.

Glücklicherweise haben andere Kritiker auch einen tieferen Blick in das Buch geworfen und haben anerkennende Rezensionen veröffentlicht. Zehntausende haben das Buch gekauft, es war über Monate unter den Top Ten der Bestseller-Liste des Spiegel (vergleichbar mit der Bestseller-Liste der New York Times), und Tausende der Anhänger des Buches besuchten die öffentlichen Lesungen in ganz Deutschland.

Nach Abschluss meiner Reise durch Deutschland hatte ich auf jeden Fall  viele Freunde mehr, als zuvor.

Das macht mich glücklich, weil es immer gut ist, neue Freunde zu haben, aber das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht auch besorgt bin. Ich bin es, und das noch viel mehr als ich es jemals war.

Deutschland ist ein wunderbares und schönes Land, seine Gesellschaft ist eine der am höchsten entwickelten in unserer Zeit.

Deutschlands kulturelle Einrichtungen, wie Museen, Theater und der Journalismus, all dies ist weltweit am weitesten fortgeschritten, was wahrscheinlich auch eine Erklärung dafür ist, dass die Stars der Deutschen nicht überwiegend aus Filmschauspielern, sondern aus Intellektuellen bestehen.

Nach meinem Eindruck, so weit, wie ich es feststellen kann, sind die meisten dieser Intellektuellen jedoch nur Pseudointellektuelle, also scheinbare Intellektuelle. Sie haben eine eingeschränkte Intelligenz, sind voll von sich überzeugt, haben eine sehr begrenzte Sichtweise von der Welt, sie haben einen Mangel an gesundem Realitätssinn, und, was das schlimmste ist, sie leiden unter einem akuten Antisemitismus.

Immer wieder lehrt uns die Geschichte, wohin dieser gefühllose Hass führen kann.

Vor dem 2. Weltkrieg, genau wie jetzt auch, war Deutschland für die damalige Zeit sehr fortgeschritten und stolz darauf, eine der besten Gesetze im Zusammenhang mit den Menschenrechten zu haben.

Aber damals, wie auch heute, hatten die Menschen Hass in ihrem Herzen, obwohl aus ihren Mündern zur gleichen Zeit die schönsten freiheitlichen Worte kamen.

Es war Adolf Hitler, der um ihre innersten Gedanken wusste, und er verwandelte sie in die sadistischsten Gedanken seit Menschengedenken.

Wenn Deutschland heute nicht aufwacht aus seinem Schlaf des tief innewohnenden Hasses, dann wird ein “Adolf“ erscheinen, der noch raffinierter ist, und niemand wird mächtig genug sein, um ihn zu stoppen.

Es ist Zeit, um Deutschland in aller Klarheit zu sagen: Menschen, die unter Krebs leiden, können es sich nicht leisten, ihn zu ignorieren. Deutschland muss wach werden gegenüber diesem Krebsgeschwür, bevor es daran zu Tode kommt.

Den Deutschen die Wahrheit zu sagen bedeutet nicht Hass, sondern es ist die reinste Form der Liebe. Ich empfinde eine ganz tiefe Liebe zu den Deutschen, und deshalb sorge ich mich auch so sehr um sie.

Liebe geht durch den Magen

Wer kennt dieses Sprichwort nicht? – Kaum vorstellbar, dass es jemanden gibt, dem es (noch) nicht begegnet ist! Wie auch immer die  Gedankenkombinationen des Lesers aussehen mögen, eines lässt sich zweifelsfrei sagen, dass man dieses Sprichwort benutzt, wenn es um’s Essen und körperliches Wohlbefinden geht. Wer fühlt sich nach einem guten, leckeren Essen nicht wohl? Essen kann ein sehr sinnliches Erlebnis sein! … Die Frage, wohin die Liebe wandert, wenn sie den Magen durchschritten hat, würde an dieser Stelle zu weit führen, aber in  Eckart von Hirschhausens‘ Buch „Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist“ findet man durchaus lesenswerte Aspekte dazu. Eine Antwort in Kurzformat auf diese Frage gibt es hier!

Mit Datum vom 28.05.2013 erschien auf “Israel21c.org” ein Artikel, der Gaumenfreuden aufkommen lässt. “12 Top new fruit and vegetables species developed in Israelheißt es da. “Die Top 12 der neuen Obst- und Gemüsesorten, die in Israel entwickelt wurden.” Allein der Anblick der Früchte und des Gemüses lässt so manchem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Diejenigen, die bereits Obst und Gemüse aus Israel gekostet haben, wissen, dass dieses nicht nur besser aussieht, sondern auch besser schmeckt!

Wer glaubt, oder bisher geglaubt hat, dass Innovationen aus Israel nur mit Technologien zu tun haben, möge sich durch nachfolgenden Artikel eines Besseren belehren lassen. Die Lektüre lohnt sich allemal, wer will denn heute auf nahrhafte, biologische und der Gesundheit zuträgliche Angebote verzichten?

Die Top 12 der neuen Obst- und Gemüsesorten, die in Israel entwickelt wurden.

Israelische Innovation ist nicht allein auf den Hightech-Sektor beschränkt, sie erstreckt sich auch auf die Entwicklung von einigen der weltweit beliebtesten neuen Obst- und Gemüsesorten.

Von Abigail Klein Leichman, 28.05.2013

[Übersetzt von R.L.]

Israeli fruits and veggies

Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gingen die israelischen “Landwirtschafts-Zauberer” eine Partnerschaft mit Mutter Natur ein, um neue Obst- und Gemüsesorten auf den Weltmarkt zu bringen, von farbenprächtigen Kürbissen bis hin zu kernlosen Paprikas. Jedes Jahr exportiert Israel Erzeugnisse im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar, wobei Tomaten dabei den viertgrößten Anteil ausmachen. Israel gehört zu den weltweit besten Entwicklern von Obst- und Gemüsesorten, die nicht nur besser aussehen, sondern auch wohlschmeckender, krankheitsresistenter und nahrhafter sind.

Nach den Worten von Harry Paris, einem leitenden Wissenschaftler am staatlich geförderten Volcani-Institut für landwirtschaftliche Forschungen sei einer der ersten Erfolge in diesem Bereich die kernlose, widerstandsfähige Beth-Alpha-Gurke gewesen, eingeführt im Jahr 1936. Dessen Nachkömmlinge auf der ganzen Welt haben noch lange nicht ausgedient. In den 50-er Jahren setzten die Ananas “Yoq’neam” und “Ha-Ogen”- Melonen weltweit Maßstäbe.

Bet Alpha cucumbers. Photo by Harry ParisBet Alpha-Gurken. Foto: Harry Paris

“Die beiden Melonensorten sowie die Gurken errangen eine enorme internationale Bedeutung”, sagte Paris. “Ihre Qualität inspirierte die israelischen Züchter zu weiteren aufeinander folgenden Verbesserungen. Heute gibt es, dank der israelischen Profis, eine unzählige Vielfalt an Züchtungen und Kreuzungen.”

Man findet wahrscheinlich deutlich mehr in Israel entwickelte Obst- und Gemüsesorten (sowie Gewächshaus-Blumen) im Ausland als im Land ihrer Entwicklung, einfach, weil das kleine Israel nicht in der gleichen Größenordnung produzieren kann wie etwa die Vereinigten Staaten. Aber die Innovation der israelischen Züchter ist in jeder Frucht und in jedem Bissen vorhanden, egal, wo das Erzeugnis wächst.

ISRAEL21c wählte die nachfolgende “Mischung” aus Dutzenden in Israel gezüchteten Spitzen-Obst- und Gemüsesorten. In ihrem Einkaufsmarkt vor Ort können Sie vielleicht noch viel mehr davon finden.

1. Die Galia-Melone, 1974 von den Züchtern Zvi Karchi und Anneke Govers auf den Markt gebracht, wurde international zu einem Mulitmillionen-Dollar-Erfolg. Als ein Nachkömmling der berühmten Ha’Ogen-Melonen war die Galia Melone so spektakulär, sagte Harry Paris, weil sie gut aussieht, gut riecht und gut schmeckt. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Menschen diese Frucht probieren, und dann immer mehr … und immer mehr davon haben wollen. Das Volcani Institut als Lizenzinhaber ist weiterhin damit beschäftigt, zusätzliche Ableger der weltweit beliebten Galia-Melone zu entwickeln.

A Galia melon.
Eine Galia-Melone

2. “Orangetti”-Spaghetti-Kürbis, bislang in Israel nur als Spaghetti-Kürbis verkauft, ist die erste Kreuzung israelischen Gemüses, das unter eigenem Namen in den Vereinigten Staaten angebaut wird. Seine intensive orange Farbe (im Gegensatz zu seinem blassgelben Verwandten) lässt ihn schöner aussehen, besser schmecken, und er ist zudem reicher an Betakarotin und anderen Antioxidantien. Harry Paris begann mit der Entwicklung von Orangetti im Jahr 1979. Die Markteinführung war 1986.

The Orangetti looks and tastes better than other spaghetti squash.Der Orangetti sieht besser aus und schmeckt besser als andere Spaghetti-Kürbisse

3. Nektarinen-Mango von der Firma “Ben Dor Fruits &  Nurseries” ist eine herzförmige Frucht mit einer glatten Schale. Die Frucht brauchte 10 Jahre, um sie zu perfektionieren und kam im Juni 2012 in Israel, Großbritannien und Südafrika auf den Markt. Die Firma Ben Dor züchtet auch gekreuztes Steinobst wie die “Plume-Granate” (eine Kreuzung aus Granatapfel und Pflaume), die zitronenförmigen “Lamoon-Pfflaumen”, die “Pita-Pfirsiche” und viele andere.

4. Die Pomelit, eine Kreuzung aus Grapefruit und Pomelo (Pampelmuse), ist eine weitere Innovation der Firma Ben Dor. Vermarktet wird diese saftige Frucht in Übersee unter der Bezeichnung “Sweetie“. Sie ist süßer und weniger säurehaltig als eine Grapefruit, sie ist kleiner als eine Pampelmuse und zudem viel leichter zu schälen. Hinzu kommt, dass die “Pomelit“ nachweislich den Cholesterinspiegel im Blut senkt und die Wirkung der Antioxidantien im Körper verbessert.

5. Angello ist die erste kernlose Paprika der Welt. Sie gewann den “Fruit Logistica Innovation Award“ im Jahre 2012. Die Entwicklung der kleinen kernlosen roten Paprika begann vor sechs Jahren bei der israelischen Saatguthandlung Zeraim Gedera. Derzeit wird sie nur in Israel und Spanien angebaut, und wenn sie den Weltmarkt erobert, sollen auch bald zusätzliche Sorten in anderen Farben folgen.

The Angello seedless pepper was a sensation at Fruit Logistica in Switzerland.Die Angello kernlose Paprika war eine Sensation auf der “Fruit Logistica” in der Schweiz

6. Die Tomate “Black Galaxy“ wurde Anfang 2012 in den internationalen Märkten eingeführt, aber sie war bis dahin in Israel bereits zu hoher Anerkennung gelangt. Die dunkle Tomate als Grundlage für verschiedenste Salate entwickelte sich durch technologische Samenkreuzungen mit einem Pigment aus Blaubeeren. “Black Galaxy“ sieht nicht nur exotisch aus, sondern sie enthält im Gegensatz zu normalen Tomatensorten auch eine höhere Konzentration an Vitamin C.

Black Galaxy tomatoes on the vine.“Black-Galaxy”-Tomaten auf dem Strauch

7. “Goldy” Zucchini-Kürbis wurde am Volcani-Institut von Harry Paris entwickelt und 1983 auf den Markt gebracht. “Sie ist immer noch die am besten aussehende gelbe Zucchini auf dem Markt, und sie verkauft sich auch nach dreißig Jahren immer noch gut“, sagt er. Goldy ist in wichtigen Märkten im Ausland sehr beliebt wegen der hellen gelben Farbe, und weil sie weniger saftig ist. Zudem schmeckt sie besser, als vergleichbare Kürbisse. Harry Paris empfiehlt, Scheiben wie Schnitzel zu braten oder “Goldy“ in Quiche und anderen Käse-Gerichten zu verwenden, da sie nie dünnflüssig wird.

Goldy zucchini are in the middle of this basket of squash. Photo by Harry ParisGoldy Zucchini sind inmitten dieses Kürbiskorbes. Foto: H. Paris

8. Nano-Wassermelone – Sie ist süßer als das Original, hat eine etwas andere Farbe und ist nicht schwerer als drei Kilogramm (6,6 Pfund). Die Nano- Wassermelone ist eine aktuelle Neuheit, resultierend aus einem dreijährigen Joint-Venture zwischen der israelischen Firma “Hishtil Nurseries“ und Itay Gal, einem Landwirt aus Moshav Ein Yahav.

9. Eine weitere Entwicklung der Firma Hishtil ist der Mini-Basilikum-Baum, eine neuzeitliche Lösung für das Problem der relativ geringen Haltbarkeitsdauer des Basilikumkrautes. Durch die Veredlung zweier Sorten von Basilikumpflanzen entwickelte die Firma Hishtil ein widerstandsfähiges Stammgewächs mit grünen aromatischen Blättern. Es kann bei schönem Wetter im Freien wachsen und wird im Winter ins Haus gebracht.

Hishtil’s basil tree can grow indoors.Hishtils Basilikum-Baum kann auch im Haus wachsen

10. “TableSugar” – Acorn Squash (zuckersüßer Eichelkürbis, auch Bischofsmütze genannt) wurde  durch das Volcani- Institut im Jahre 2007 entwickelt und durch die Firma “Origene Seeds“ vermarktet. Die Entwicklung führte dazu, dass der meist “fade“ Geschmack aus dieser Frucht verschwand. Diese Kürbissorte hat doppelt so viel Zucker, wie ein normaler Eichelkürbis, ist nur halb so groß und hat eine schwarz-grüne Haut, die seine Haltbarkeit und sein Aroma verstärkt. In gebratener Form ist “TableSugar“ sehr beliebt geworden. Harry Paris, der 12 Jahre an Entwicklungszeit damit zugebracht hat, sagte: “Kaufe eine größere Menge im Juli und dann lege es für ein paar Monate in den Kühlschrank, damit die Stärke sich in Zucker verwandelt. Mit zunehmendem Alter wird das Fruchtfleisch immer süßer.“ Ein zusätzlicher Vorteil ist auch, dass die Frucht nicht vom Mehltau befallen wird.

11. Edle Cluster- (Rispen-) Tomaten gebräuchlich in Europa, Nordamerika, Japan und Israel, wurden durch die Einführung von Genen zur Verlängerung der Mindesthaltbarkeit von der Firma “Hazera Genetics“ in Zusammenarbeit mit BonTom, einer Forschungsgruppe für Gemüsezucht an der Hebräischen Universität möglich. BonTom- Wissenschaftler entwickelten auch andere bedeutende Tomatensorten, einschließlich der süßen und länger haltbaren Cherry-Tomaten, die in den 90-er Jahren ihr Debüt feierten und zum weltweiten Standard wurden.

12. Der Anna-Apfel – entwickelt vom Gärtnermeister Ephraim Slor am Volcani-Institut und benannt nach seiner Tochter – es ist eine Frucht im Golden Delicious-Stil für den Anbau in Regionen, in denen die Wintertemperaturen selten in den Frostbereich fallen. Die meisten Apfelsorten benötigen die Winterkälte zum Gedeihen, aber Anna reift im Frühsommer und wächst wunderschön in heißen Klimazonen wie Ägypten, Indonesien, Süd-Kalifornien und Süd-Texas.

Anna apples.Anna-Äpfel

Originalartikel: Top 12 new fruit and vegetables species developed in Israel! 

[Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung von
http://israel21c.org
! Text in deutscher Übersetzung von R.L.]

“Eine solche Lebensgeschichte kann es nur in Israel geben”,

schreibt Esther in ihrem Tagebuch mit Eintrag vom 30. Mai 2013.

Die Rede ist von einem IDF-Offizier und muslimischen Zionisten. Passt nicht zusammen? Aber was ist, wenn der, um den es geht, Ala Wahib, sich selbst als einen solchen bezeichnet?

Offizier und muslimischer Zionist (Gastbeitrag von Esther)

Eine solche Lebensgeschichte kann es nur in Israel geben.
Gerade weil Israel immer wieder fälschlicherweise als Apartheid Staat bezeichnet und des Rassismus beschuldigt wird und wir uns anhören müssen, dass unsere Gesellschaft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft sei, in der unsere arabischen Mitbürger, egal ob christlich oder muslimisch  benachteiligt würden, ist es wichtig, Stimmen wie diese zu hören.
b066b-134700763537691040a_bFoto aufgenommen von Michal Yaakov Yitzhaki

“Ich bin Kommandant eines IDF Ausbildungs Camps in Tze´elim.“ sagt Ala Wahib zu Beginn der Unterhaltung und seine  Augen glitzern. „Ich bin dort Vater und Mutter gleichzeitig.“ fügt er hinzu. „Das einzige, was mir wirklich fehlt, ist jemand, mit dem ich mich austauschen kann, und so klopfe ich mir manchmal selber auf die Schulter, und sage zu mir: Hey, du bist gut, schau, wie weit du es gebracht hast!“

Er hat dieses Lob wirklich verdient. Es ist nicht alltäglich, dass ein arabischer Muslim aus einem Dorf, dessen Einwohner mehrheitlich das Existenzrecht Israels verleugnen, in der Israelischen Armee dient. Und er dient nicht einfach.  Major Wahib, 32, ist derzeit der höchsteOffizier arabischer Herkunft in der IDF. Er ist sehr patriotisch, ein echter Zionist. Genau wiediejenigen, die am Unabhängigkeitstag eine der Fackeln zu Beginn der Zeremonie entzünden.

Trotzdem kam Wahib mit einer gewissen Nervosität zu diesem Interview. Auch heute noch, nach zwölf Jahren im Israelischen Militär fühlt er sich noch nicht wohl dabei, seine Ansichten in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Jahrelang hat er einen Kampf an mehreren Fronten gefochten: er kämpfte gegen die Dorfbewohner, die ihn bis heute als Verräter bezeichnen und er kämpfte gegen die Militärbürokratie, die seine Motive nie ganz verstand.

„In meinem Dorf können sie nicht verstehen, was mich motiviert hat, ein Land zu schützen, das nicht das Meine ist. In der Armee gibt es Menschen, die mich kennen, und mir unbedenklich überall hin folgen, und es gibt die, die mich nicht kennen und nicht wissen, wie sie sich mir gegenüber verhalten sollen.“

Also, warum hat er sich entschlossen, dieses Interview zu geben, mit  erkennbarem Gesicht und unter seinem vollen Namen? „Weil es mir wichtig ist, der arabischen Öffentlichkeit zu zeigen, was sie verpassen. Es gibt doch einige unter ihnen, die gerne dienen möchten, aber sie haben Angst und sie haben keine Ahnung, ob sie von ihrem Umfeld akzeptiert würden. Es ist wichtig für mich, ihnen meinen Weg, den ich gegangen bin zu zeigen und ihnen klar zu machen, dass dies möglich ist.“ Trotzdem, seine Hand bleibt während des gesamten Interviews mit seiner Waffe verschmolzen. „Sie ist meine Sicherheit. Sie ist die einzige Möglichkeit, mich zu schützen.“

Sein Hebräisch ist perfekt und ohne jeden Akzent. Er könnte fraglos als beliebige Einwohner von Tel Aviv durchgehen. Eine Karte mit militärischen Trainingsgebieten hängt an der Bürowand, seine grünen Augen wandern immer wieder darüber, als wollten sie sicher gehen, dass alles unter Kontrolle sei. Immer wieder klopft ein Soldat an der Tür und bittet um Instruktionen. Einer von ihnen, der uns als Presseteam erkennt,  kann sich nicht verkneifen, uns zu sagen. „Schreibt, er ist der beste Kommandeur weit und breit!“ Wahib versucht, ein verlegenes Lächeln zu verstecken und schickt den Soldaten zurück zu seiner Arbeit.

Sich selbst beschreibt er als „zionistisch israelischer Araber“. Vor vier Jahren besuchte er, gemeinsam mit Dienstkollegen, die Nazi KZs in Polen, als Teil des „Zeugen in Uniform“ Programms. „Als Kind“, sagt er, „wuchs ich in einer Gesellschaft auf, die den Holocaust verleugnet. Als ich in Polen ankam, war ich geschockt. Ich habe viel geweint. Es war schwer diese Sache, den Genozid, zu begreifen. Es war etwas sehr bedeutsames, ich stand da auf polnischem Boden, die Israelfahne in der Hand, noch dazu in der Uniform des Israelischen Militärs. Aber diesmal standen wir in einer ganz anderen  Position dort, es war der Beweis, dass man uns nicht zerbrechen kann.“

Wenn Wahib „wir“ sagt, meint er das Jüdische Volk. „Ich gehöre dem Muslimischen Glauben an und werde ihn niemals aufgeben. Aber ich denke, dass Zionismus mehr als eine Religion ist. Er spiegelt genau meine Empfindungen wider, meine Zugehörigkeit zum Staat Israel und zur israelischen Gesellschaft. Und meine Verpflichtung, die ich habe, dieses Land, dessen Teil ich bin, zu schützen und zu bewahren.“

Warte einen Moment. Heißt Israels Sicherheit zu schützen, nicht, dein Volk zu bekämpfen?

„Schau, ich war im Libanon, Gaza, Judäa und Samaria und ich war in zahlreiche Zusammenstöße verwickelt, bei denen mein Leben in Gefahr war. Ich habe niemals, nicht einmal für eine Sekunde, daran gedacht, den Dienst zu quittieren. Ich habe mich nie gefragt: was tust du hier? Was mich angeht, gibt es keine andere Möglichkeit.“

Ich habe nie Steine geworfen!

Wahib wurde im Dorf Reineh in Galiläa geboren, heute leben dort 17.000 Menschen. Ca. 80% sind Muslims. Sein Vater ist in Syrien geboren, er hatte zwei Frauen mit jeweils vier Kindern. Wahib ist der zweite Sohn der zweiten Frau. Heute lebt er allein im Dorf, in einem großen Haus, das er selber gebaut hat. Der Zwiespalt seines Lebens wird auch in seinem Haus sichtbar: moderne Israelische Möbel, neben traditionellen Arabischen Stücken. Zwei steinerne Hunde begrüßen die Gäste, vielleicht eine Warnung an alle fernzubleiben, die in unfreundlicher Absicht kommen.

Seine Familie lebte auf der anderen Seite des Dorfes, ohne Kontakt zu ihm. „Nicht, weil ich zur Armee gegangen bin.“ betont er, “Es hätte für meine Familie schon Sinn gemacht, meinen Eintritt ins Militär abzulehnen,  aber damit konnten sie leben. Mein Vater hat mich sogar unterstützt. Das Problem war, dass ich nach seinem Tod ein christliches Mädchen kennen gelernt habe. Meine Mutter verbot die Beziehung und die ganze Familie übte heftigen Druck auf uns aus, uns zu trennen.  Es gab immer wieder  heftige Auseinandersetzungen. Ich wollte nicht aggressiv werden. Wir hatten keine Chance, außer uns zu trennen. So, wie es jetzt aussieht, werden wir nie eine Chance haben, zusammen zu kommen. Deshalb habe ich die Beziehung zu meiner Familie gekappt. Die einzigen Familienmitglieder, zu denen ich noch Kontakt habe, sind die andere Frau meines Vaters und ihre Kinder. Sie sind jetzt meine Familie.“

Der Preis, den er tagtäglich zahlt, um in der Armee zu dienen, ist hoch. Er hat mit niemandem aus dem Dorf Kontakt und seine einzigen Besucher sind seine Kollegen aus der Armee. „In der arabischen Gesellschaft ist man immer in das Leben der anderen um einen herum involviert, es gibt keine Privatsphäre.“ sagt er traurig, „Manchmal ziehe ich die Gesellschaft der Kühe vor, die in der Nähe weiden. Sie richten nicht über mich, sie lassen mich mein Leben in Frieden leben. Ich habe das Haus gebaut, um allen zu zeigen, was ich erreicht habe – in unserer Gesellschaft ist die Größe des Hauses ein Gesellschaftssymbol. Heute bindet mich nichts mehr an das Haus. Wenn man mich heute fragt, wo mein Heim ist, dann sage ich sofort, dass mein Zimmer im Camp mein Heim ist.“

Warum verlässt du das Dorf nicht?

Ich habe einige Jahre in jüdischen Gemeinden gelebt – in Yavne´el, Korazim und She´ar Yashuv. Vor einem Jahr bin ich zurück ins Dorf gekommen.  Ich nehme an, ich werde bald wieder weggehen. Es ist dir vielleicht aufgefallen, dass ich noch keinen Garten angelegt habe. Solange es noch keinen Garten gibt, ist das Haus kein Heim. Ich habe es noch zusammen mit meiner christlichen Freundin dekoriert. Es wird mir schwerfallen, das Haus zu verlassen, es gibt so viele Erinnerungen.“

Die überwiegende Mehrheit des Dorfes erkennt das Recht Israels auf „Palästinensischem Land“ nicht an. Wahib sagt, dass er seit seiner Geburt lernte, dass Israel den Palästinensern das Land gestohlen habe. „Selbstverständlich definierte ich mich als Bürger von Palästina. Ich erkannte die Israelische Fahne nicht an und sah mich absolut nicht als Teil dieses Landes. Manchmal habe ich an anti-israelischen Demonstrationen teilgenommen, aber ich habe nie Steine geworfen.“

Er wachte auf, als er mit 14 Jahren begann an der technologischen Mittelschule, einer christlichen Internatsschule  in Nazareth zu studieren. Dort war er das erste Mal mit der modernen Welt konfrontiert. Die Entfernung von seinem Dorf und seiner Familie führte trug das Ihre dazu bei, seine Identität maßgeblich zu verändern.

„Die Kultur christlicher Araber ist der europäischen ähnlich. Sie sind weniger fanatisch und viel moderner als Muslims. Der Unterricht entsprach den Vorschriften des Bildungsministeriums, und plötzlich tat sich mir eine Welt auf, von der ich noch nie gehört hatte. Ich entdeckte, dass Juden nicht so schlecht waren, wie man mir eingetrichtert hatte Ich entdeckte, dass sie gute Seiten haben, die mich ansprachen. Ich entdeckte ihre Prinzipien und wie sie einander beschützten. Und ich spürte, ich wollte Teil dieses Landes werden.

Mit 18 wurde er auf der Suche nach Arbeit bei einem Arbeitsvermittlungsbüro vorstellig. Er wurde zur Firma Rabintex vermittelt, die in Bet She´an Verteidigungsausrüstung herstellt. „Ich habe Helme hergestellt, schusssichere Westen und Splitterschutzwesten. Damals habe ich begonnen, Dinge anders zu sehen und anders zu denken. Ich habe damals auch angefangen, Hebräisch zu sprechen. Man kann sagen, ich habe mich aus der Blase befreit, in der ich bis dahin gelebt hatte. Meine Augen begannen sich zu öffnen. Und nachdem das geschah, war es schwer, sie wieder zu schließen.“

Die Einberufung

Wahib bewarb sich bei der IDF. „Alle paar Wochen bin ich zum Stellungsbüro in Tiberias gefahren, um nachzufragen,  warum ich nicht einberufen würde. Die einzige Antwort, die ich bekam war: du musst warten, wir haben noch keine Antwort. In dem Augenblick habe ich aufgegeben. Ich beschloss mich an einem Kolleg für Maschinenbautechnik in Haifa einzuschreiben.“

„Plötzlich, nach zwei Jahren des Wartens, an einem wunderschönen Morgen, rief die Armee an. Ich werde diesen Moment nie vergessen. Sie sagten: geh übermorgen zum Einführungszentrum. Ich hatte keine Ahnung, was das war. Ich hatte keine Ahnung, was ich mitnehmen sollte. Ich verabschiedete mich von meinen Eltern, packte ein paar Sachen zusammen und ging.“

Als Freiwilliger wünschte er bei den „Nahal“ Infanteristen dienen. Er hatte keine Ahnung, für was Nahal stand, aber ein Freund hatte ihm gesagt, dies sei eine gute Einheit. „Im Einführungszentrum dachte ich, ich müsse einen guten Eindruck machen, weil die  anwesenden Offiziere über meine Zukunft entscheiden würden. Und so tat ich eine ganze Woche lang alles, was dem Übungsleiter einfiel: ich übernahm jeden Küchenjob,  sammelte sogar ungefragt Zigarettenstumme auf, nur damit ich zur Nahal Einheit kam. Jede andere Einheit hätte ich abgelehnt. Ich weiß nicht, was der Grund war, aber am Ende wurde ich in ein Nahal Ausbildungscamp geschickt. Niemand war glücklicher, als ich.“

Wahibs erste Tage beim Militär fielen mit einer sehr stürmischen Zeit in Israel zusammen, der zweiten Intifada. In seinem Dorf und in den Nachbardörfern in Galiläa brachen Unruhen aus. „Die Angst war unerträglich, ich habe schon darüber nachgedacht, die Armee zu verlassen. Eine der Gefahren war, in der Uniform nach Hause zu gehen. Die Armee schlug mir vor, mich an der Bushaltestelle umzuziehen, um Konfrontationen zu vermeiden. Aber mir war klar, ich musste weitermachen, mit dem an was ich glaubte. Trotzdem, ich benutzte Seitenstraßen, um so wenigen Menschen als möglich zu begegnen.“

„Ich erinnere mich bis heute, mit welchen Blicken ich bedacht wurde, wie die Kinder „Jude“ und „Verräter“ hinter mir herriefen. Ich verstand sehr schnell,  dass es besser war, einfallsreich zu sein, als die Wahrheit hinauszuposaunen. Ich versuchte, möglichst spät heimzukommen, um nicht aufzufallen.“

Vermeidest du es immer noch, in der Uniform im Dorf herumzulaufen?

 „Ja, ich möchte kein Unruhestifter sein! Manchmal komme ich abends spät und hungrig heim und möchte etwas zum Essen kaufen. Aber in der Uniform traue ich mich nicht. Bis ich nach Hause komme und mich umgezogen habe, habe ich meist keine Energie mehr, nochmals hinauszugehen. Einmal wollte ich provokant sein und kam mit einer am Auto befestigten Israelfahne ins Dorf. Ich war sicher, dass mich jemand sehen würde, aber ausgerechnet an diesem Morgen war alles ausgestorben.“

Und wie haben dich die Soldaten behandelt?

Es gab immer welche, die Angst hatten, sich entfernt von mir hielten, nichts mit mir zu tun haben wollten, nicht mit mir sprachen und mich „Araber“ nannten. Aber alle, die gemeinsam mit mir dienten, wussten, dass  ich immer auf ihrer Seite war. Schlussendlich wurden meine Bettnachbarn so etwas wie meine Familie. Sie aßen gemeinsam mit mir und teilten alle Leckereien, die sie in Paketen von daheim bekamen.“

Wahib seinerseits, damals noch mit dem wenigen Hebräisch, und das noch dazu mit starkem arabischem Akzent erkannte, dass er härter arbeiten musste, um innerhalb dieser Familie akzeptiert zu sein. „Ich habe mir den Arsch aufgerissen, ich habe Menschen getragen, ich habe Blut gespuckt. Ich habe fast jede Ausbildungsstufe mit Auszeichnung abgeschlossen. Plötzlich nahm ich wahr, dass man sich über mich unterhielt. Ich erkannte, dass ich gut war.“

Trotz seines Erfolges war ihm klar, dass sein ethnischer Hintergrund ihn nie verlassen würde, gleichwohl wie viele Auszeichnungen er bekommen würde. Statt zur weiteren Ausbildung der Aufklärungseinheit ausgewählt zu werden,  wurde er zu einer anderen, weniger elitären Gruppe zugeteilt. Hier musste er auch erfahren, dass er bereits einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen worden war, und welch großes Hindernis seine Herkunft für seine Karriere war. „Ich habe die Grundausbildung mit einer Auszeichnung beendet. Typen, die nicht so erfolgreich waren wich, wurden der Elitetruppe zugewiesen und ich nicht. Ich war zutiefst verletzt, forderte Antworten von meinem Vorgesetzten ein, und ließ nicht locker, bis er mir schlussendlich zugab, die Entscheidung sei das Ergebnis meiner Sicherheitsüberprüfung.“

Den Vorbereitungskurs für Offiziere absolvierte er als Drittbester seiner Truppe, um dann, aus dem bekannten Grund nicht am Offizierskurs teilnehmen zu dürfen. Seine Gefühle waren verletzt und er bat um eine längere Auszeit. Er saß daheim und wartete. „Ich hatte eine Riesenkriese.“ Sagt er, und man kann heute noch die Sorgen spüren. “Ich hätte fast aufgegeben und um meine Entlassung gebeten. Ich konnte nicht verstehen, warum ich alles gegeben hatte und nur endlose Hindernisse im Gegenzug erhalten hatte. Ich konnte nicht verstehen, warum ich immer und immer wieder meine Loyalität unter Beweis stellen musste.“

Eine Woche saß Wahib zuhause und wartete auf eine Antwort. Schließlich kam das OK für den Kurs und Wahib war außer sich vor Freude. Nach dem Ende des Offizierskurses wurde er wieder an seine alte Basis geschickt, um dort als Kommandant  für den Grundkurs zu dienen. Zu wissen, dass er an mit zukünftigen Generationen von IDF arbeiten würde, war ein überwältigendes Gefühl. „Zum ersten Mal hatte ich Kämpfer unter meinem Kommando, 56, und ich verstand die wahre Bedeutung von Führungsqualitäten. Ich betreute gerade erst eingerückte Soldaten und habe sie zu dem Typ von Soldat gemacht, wie ich ihn mir vorstelle.“ sagt er stolz, „Ich habe sie wirklich geprägt.“

Niemand erwischt mich unvorbereitet!

Während der zahlreichen Kommandos, die er innehatte, fand sich Wahib immer wieder in komplexen Situationen. Zu einer solchen Situation kam es, als er Kommandant der Brigade war, die im südlichen Gazastreifen operierte, genau zu der Zeit, als im Jahr 2005 der Rückzug aus Gaza im Gange war. „Ich stand vor den Juden, und sie konnten nicht glauben, dass ich da war, um sie zu schützen. Die Situation war extrem aufgeladen. Rückblickend betrachtet, denke ich, dass ich sie bewältigte, ohne, dass es zu zusätzlichen Gewaltausbrüchen kam.“

Nach 1 ½ Jahren verließ Wahib  seine Einheit erstmals, um als Trainer in einer Basis zu arbeiten, wo die Soldaten auf den Häuserkampf vorbereitet werden. Dort wurde ihm klar, wie viele, ganz unterschiedliche Einheiten diese Trainingsanlage nutzen. Nach weiteren 1 ½  Jahren diente er als Kommandant in Judea und Samaria.

„Ich fand mich in Judea und Samaria wieder, musste mich mit der fanatischen arabischen Bevölkerung gleichermaßen auseinandersetzen, wie mit der jüdischen Bevölkerung, die auf Grund ihrer Überzeugungen hier leben. Ich glaube dort, gemessen an allen anderen Plätzen, an denen ich diente, verschaffte mir die Tatsache, dass ich Araber war, einen Vorteil. Auf Grund meiner Kenntnis der arabischen Mentalität konnte ich oftmals einen guten Zugang zu den Problemen finden.“

„Eines Tages näherte sich eine junge Araberin dem Checkpoint, ein Messer in der Hand und versuchte auf den Soldaten einzustechen. Ich wurde gerufen und sie brach in Tränen aus, und zeigte mir ihren Körper. Er war über und über mit schwarz-blauen Hämatomen überdeckt. Ich verstand, dass sie zu Hause heftig geschlagen worden war,  weil sie, wie auch immer, die Ehre der Familie besudelt hatte. Sie wollte keinen Soldaten töten, sie wollte nur eine Möglichkeit wahrnehmen, die Familie hinter sich zu lassen. Sie wollte lieber in einem israelischen Gefängnis leben, als nach Hause zu gehen, wo möglicherweise der Tod auf sie wartete.“

„Als ich das verstanden hatte – obwohl ich ihre Handlung nicht entschuldigen konnte -  versuchte ich, ihr zu helfen.  Ihre Familie kam zum Checkpoint, um sie zurückzuholen. Ich habe sie tatsächlich mit meinem Körper geschützt. Sie schlugen mich und spuckten mich an. Das Mädchen wurde schlussendlich festgenommen, aber  ich bin sicher, mein Eingreifen hat sie gerettet. Das ist nur ein Beispiel für eine Situation, die auch ganz anders hätte enden können.“

Ungefähr sieben Monate später begann Wahib ein Training, um eine Kompanie befehligen zu können, und wurde anschließend einer Einheit zugeteilt, die an der ägyptischen Grenze operierte. Von dort aus führte ihn sein Weg wieder nach Tze´elim. Seit 2009 schult er sämtliche Truppenteile im Städte- und Häuserkampf, sagt er voller Stolz.

Hast du irgendwann einmal das Gefühl gehabt, dass Soldaten deine Führungsqualitäten in Frage stellten?

„Nie! Ich denke, dass ich hervorragende Führungsqualitäten habe und dass ich auf Grund meiner Herkunft das komplexere Bild einer Situation sehen kann. Ich habe immer darum gekämpft, und hart daran gearbeitet, dass mich nie jemand unvorbereitet erwischt. An den Abenden vor einer Vorlesung vor Soldaten sitze ich die ganze Nacht im Camp und bereite mich vor. Diese Zähigkeit habe ich auch an meine Soldaten weitergegeben.“

Wahib wurde erst in der letzten Woche zum Kommandanten von Tze´elim ernannt. Der Stuhl, auf dem er sitzt, ist noch nicht einmal warm. Trotzdem wirkt es so, als hätte Wahib immer schon dort gesessen. Sein Überblick über die Trainingsanlage ist detailliert. Er weiß, in welchen Bereichen die Schießübungen mir echter Munition stattfinden, er weiß genau, wann welche Einheit welche Bereiche nutzt, um zu verhindern, dass zwei Einheiten die Teilbereiche der Anlage gleichzeitig nutzen. „Das wäre verheerend. Dazu kommt noch, dass umherwandernde Beduinen immer wieder in das Übungsgelände eindringen, und einsammeln, was sich noch zu Geld machen lässt. Auch wenn dies im Prinzip nicht in das Aufgabengebiet der IDF fällt, auch diese „Besuche“ müssen koordiniert werden. Das ist eine große Verantwortung.“

„Wahib ist einer der besten Offiziere in der IDF.“ sagt Oberstleutnant Itzik Cohen, der derzeit als Kommandant einer anderen Trainingsbasis fungiert. Während der letzten drei Jahre war er der unmittelbare Vorgesetzte von Wahib. „Er hat viel geopfert,  um dahin zu kommen, wo er heute ist, er hat viel Schlimmes über sich ergehen lassen. Ich gehe so weit, zu  sagen, die IDF soll sich schämen, ihn nicht zu umarmen, willkommen zu heißen und in der Armee festzuhalten.  Ich tue auch weiterhin alles, um ihn im System zu halten. Gute Leute lassen wir nicht einfach so gehen! Wahib hat eine Chance erhalten,  sich in einer äußerst  wichtigen Schlüsselposition zu beweisen. Genau die Art von Position, die man als Sprungbrett braucht. Ich glaube an ihn!“

Wahib ist noch für ein Jahr verpflichtet. Er hofft,  eine weitere Stufe erklimmen zu können, die ihm die Chance gibt, weiter im Militär zu bleiben. Er möchte Karriere machen, aber die Angst vor Enttäuschungen lässt ihn nur in kleinen Schritten träumen. „Ich hoffe, Oberstleutnant zu werden und eine Job im Stab zu bekommen.“ sagt er.

Eine mögliche Ausmusterung beunruhigt ihn. „Meine Uniform, mein Rang, meine Offizierskarte – das sind meine VIP Eintrittskarten in die Israelische Gesellschaft, sie schützen mich. Ohne Uniform muss ich mich damit abfinden ein einfacher arabischer Bürger im Staat Israel zu sein.“

Glaubst du, dass sich die Dinge eines Tages verändern werden, und dass du dann kein VIP Tickt mehr brauchst, um dich zu schützen?

„Der Staat Israel hat viele Facetten und Ausprägungen. Zwei Völker leben hier, und je früher wir das zur Kenntnis nehmen, desto kleiner können wir den Schaden halten. Ich glaube, allein die Tatsache, dass ich Offizier der IDF bin, kommuniziert ein positives Signal an die hier lebenden Araber. Ich möchte gern glauben, dass der Weg, den ich gewählt habe sie überzeugt, dass sie andere Möglichkeiten haben. Mein Neffe und mein Cousin sind in diesem Jahr dem Grenzschutz beigetreten. Ich unterstütze sie und helfe ihnen mit meiner Erfahrung, wo immer es geht.“

„Ich weiß, dass ich eine Aufgabe zu erfüllen habe.  Ich hoffe, dass es in Zukunft viel mehr arabische Offiziere in der Armee geben wird, und dass wir  einen Weg finden, miteinander zu kommunizieren und Lösungen für ein gemeinsames Leben zu finden.“

n der letzten Zeit sind jährlich einige hundert Angehörige von ethnischen Minderheiten ins Militär eingetreten. Die IDF spricht von einer Verdreifachung in den letzten fünf Jahren. Von den Angehörigen ethnischer Minderheiten, die dienen sind:65% Beduinen, 25% Christen und15% (nur einige Dutzend) sind Muslims. Die muslimischen Gemeinden, von denen die meisten Soldaten herkommen sind Nazareth, Dir al-Assad, Bi’ina und Reineh. Gemäß IDF Statistiken dienen derzeit zwei arabische Offiziere in de IDF, aber nur einer, Ala Wahib, ist dem Stab zugeteilt. Kürzlich ist eine muslimische Offizierin aus der Luftwaffe ausgemustert worden. Während ihrer Dienstzeit sind fünfzehn muslimische und vierzehn christliche Araber im Dienst der IDF gefallen.

Der Originaltext erschien am 07. September 2012 in der Online Ausgabe von Israel Hayom und wurde geschrieben von Michal Yaakov Yitzhaki. Die Übersetzung ist von mir (Esther)